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BMW Frankfurt-Marathon 2012 - die Abschlußpresskonferenz

[eingestellt am 26. Oktober 2012]

By: Gabi Gründling

auch der Hammermann scharrt mit den Füssen

Leiter des Frankfurter Sportamtes Georg Kemper, Friedrich Edel von BMW und Moderator Markus Philipp

Renndirektor Jo Schindler

Musa Roba Kinkal dolmetscht für die Vorjahressiegerin Mamitu Daska

Lisa Hahner

Sören Kah

Patrick Makau

Noch zwei Tage bis zum Marathon - das heißt in Frankfurt: ausführliche Abschluß-Pressekonferenz mit Sponsoren und Topsportlern. Auf dem Podium in diesem Jahr: der Leiter des Sportamtes der Stadt Frankfurt, Georg Kemper. Nichtläufer und Laufenlasser. Seine Frau hat sich schon den Zieleinlauf in Frankfurters Guter Stubb gegönnt, er selbst läuft nicht. Die Stadt Frankfurt ist von jeher wichtiger, wenn nicht wichtigster Partner des Frankfurt-Marathons. Nachdem dieser 1987 sogar mal ausfallen mußte, übernahm ihn die Stadt anfangs in Eigenregie, bevor er an Agenturen abgegeben wurde. Ohne die Unterstützung der Stadt wäre ein Marathon in einem solchen Rahmen nicht möglich, betonte Renndirektor Jo Schindler, dessen Agentur motion events die Veranstaltung 2002 übernommen hat.

Unterhaltsam und informativ war auch der Teil mit den eingeladenen Spitzenathleten. Vorjahressiegerin Mamitu Daska hatte einen prominenten Dolmetscher an ihrer Seite: Musa Roba Kinkal hat ja selbst äthiopische Wurzeln und übersetzte ihr die Fragen der Journalisten.

Marathondebütantin Lisa Hahner zeigte sich gewohnt gut gelaunt und selbstbewußt. Da sie im Laufe des Jahres eh schon viele Einheiten des Marathontrainings ihrer Schwester Anna für Düsseldorf und Berlin geteilt hatte, entschied sie sich recht kurzfristig erst im August, schon diesen Herbst auf die Königsstrecke zu gehen. Ihr "Ich brenne für Marathon" glaubt man ihr aufs Wort. Nach ihrer Saltindiät Anfang der Woche heißt es jetzt: Kohlenhydrate bunkern und ansonsten die Beine hochlegen. Selbst einen Besuch auf der Marathonmessen wollte sie sich verkneifen und Anna und ihren Pacemaker Thomas Dold alleine hinschicken. 2:32 h sind das Ziel der 22jährigen - und dann die Weltmeisterschaft 2013 zusammen mit Anna und einer dritten Läuferin, die sich erst noch entscheiden müsste, dort laufen zu wollen. Es müssen immer Mannschaften mit mindestens drei LäuferInnen an den Start gehen.

Die WM ist auch das Ziel von Sören Kah, der zusammen mit Jan Fitschen und Robert Krebs schon jetzt die Mannschafts-Qualifikationszeit von 6:45 h in der Tasche hat. Sören lief bei seinem zweiten Marathon in Hamburg dieses Jahr mit 2:14:25 h in eine neue Klasse vorstieß, nachdem er bei seinem Debut in Frankfurt letztes Jahr schon mit 2:17:58 h überraschte. Der daraufhin einsetztende Medienrummel war sehr ungewohnt für ihn, aber inzwischen kann er ihn auch genießen. Für seinen dritten Marathon in seiner Wahlheimat hat er sich eine Zeit von unter 2:14 h vorgenommen - das Höhentrainingslager in St. Moritz hat er mit sehr guten Werten absolviert, in München lief er vor 14 Tagen 1:04 h auf Halbmarathon. Die Frage, die er zur Zeit am meisten zu hören bekommt, ist die nach den 2:13:10 h, die Jan Fitschen Ende September in Berlin vorgelegt hat. Professionell und diplomatisch meint Sören, sein erstes Ziel wäre jetzt mal, schneller als 2:14 h zu laufen - aber als Wettkämpfer müsse er schon zugeben, die Zeit von Jan natürlich im Hinterkopf zu haben.

Und dann war da natürlich Patrick Makau. Der Weltrekordhalter ist, wie sollte es anders sein, der Topfavorit für Sonntag. Und natürlich haben sowohl er als auch Jo Schindler und Sportdirektor Christoph Kopp den Weltrekord im Hinterkopf. Aber für Patrick ist dieser, wenn man das überhaupt so sagen kann, zweitrangig. Sein oberstes Ziel ist es, als Sieger in die Festhalle einzulaufen. Dafür wäre aber, außer gutem Wetter, auch ein gutes Team wichtig. Zwei seiner Pacemaker (Startnummern 97 und 98) sind Trainingskollegen, die er selbst mit nach Frankfurt bringen durfte. Ein dritter Hase mit der Nummer 99 war auch schon in Berlin mit an Pacemakerbord. Den ersten Halbmarathon möchte Makau am Sonntag in 61:40 bis 62 min laufen und dann noch eine Schippe drauflegen. Die Marschtabelle, die Jo Schindler und Christoph Kopp um den Hals hängen haben, zeigt eine Endzeit von 2:03:29 h an. Am Training hat Makau gegenüber seinem Weltrekordrennen von 2011 übrigens nichts geändert.

Wir drücken allen LäuferInnen, die in Frankfurt an den Start gehen, die Daumen dafür, daß sie ihre gewünschte Zielzeit erreichen. Unserer Laufticker-Reporterin Lisa drücken wir sie sicher besonders fest.

 

 


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