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Vom Feeling her ein gutes Geh-fühl mit Einlagen aus Pirmasens

[eingestellt am 07. Januar 2013]

By: Saskia Helfenfinger-Jeck

Die Pirmasenser Firma vimanova wirbt mit neuartigen Einlagen, die Saskia Helfenfinger-Jeck für uns getestet hat:

Rund 70 bis 80 Prozent der Deutschen, so besagen Schätzungen, haben mit Fußfehlstellungen zu kämpfen. Füße sind komplizierte Bauwerke aus Knochen, Muskeln, Sehnen und Bändern - ohne sie geht im wahrsten Sinne des Wortes nichts. Sie müssen unser gesamtes Körpergewicht Tag für Tag aushalten. Beim Laufen tragen unsere Füße das Neunfache unseres Körpergewichtes. Ist der Fuß verformt, treten Beschwerden auf, die nicht nur die Füße, sondern den gesamten Bewegungsapparat betreffen können, wie Rücken-, Knie- und Hüftgelenke. Abhilfe für fußgeplagte Menschen verspricht die 2009 gegründete VimaNova GmbH aus dem südwestpfälzischen Pirmasens.

Komfortable und passgenaue Lösungen für unterschiedliche Fußprobleme und nahezu jeden Fußtyp, eine optimale Druckverteilung und Entlastung des gesamten Bewegungsapparates verspricht das Unternehmen. In High Heels findet die Einlage genauso ein Plätzchen wie in Lauf- oder Rad- oder Fußballschuhen. „VimaNova setzt auf Teamplayer: Fachleute aus der Medizin, Ingenieure, Profisportler, Techniker und die Kompetenz der Schuhtechnologie am Standort Pirmasens haben ihr ganzes Wissen in eine Waagschale geworfen und ein Einlagensystem konzipiert, das sich auf das Wesentliche konzentriert - Ihren Fuß. Ein stetiger Gedankenaustausch unter den Partnern sorgt für den nötigen Schub und erschließt nach und nach neue Geschäftsfelder“, heißt es auf der Website der Pirmasenser, die mit dem 12-fachen Tour-de-France-Teilnehmer und inzwischen ambitionierten Läufer Udo Bölts werben. Doch halten die Einlagen wirklich, was sie versprechen?

Ich bin kein leichter Fall, kämpfe von jeher mit Knick-, Senk-, Spreizfüßen und kenne fast jeden Orthopädieschuhmachermeister in der Region. Wirklich zufrieden war ich bisher mit keiner Einlage. Meist legte ich sie nach einer Testphase zur Seite und so habe ich inzwischen ein ganzes Sammelsurium zuhause. Sollte es dieses Mal anders sein? 

Bevor die Einlagen aus Pirmasens bei mir eintreffen, bekomme ich schon einmal Post. Zur Erstellung meines persönlichen Fußabdrucks erhalte ich per Paketdienst einen Trittschaum. Nachdem ich meine Füße mit all ihren Fehlstellungen dort in voller Schönheit verewigt habe, schicke ich ihn samt ausgefülltem Fragebogen wieder zurück in die Westpfalz. Porto zahlt Empfänger.

Gespannt wie ein Flitzebogen erwarte ich die Einlagen, die wenig später bei mir eintreffen. Als ich den Briefumschlag öffne, sieht erst einmal alles aus wie immer. Einlagen eben. Als ich die beiden aber umdrehe, kommt die Besonderheit zum Vorschein: Lamellen in unterschiedlicher Höhe – individuell angepasst. Laut Hersteller sollen es über 100 Stück sein. Nachgezählt habe ich nicht. Und auch sonst unterscheiden sie sich von allen Einlagen, die ich bisher kannte. Hatte ich oft das Gefühl, Stahlplatten an den Füßen zu tragen, fühlen sie sich äußerst weich und flexibel an. Biegsam sind sie, lassen sich in alle Richtungen drehen und bewegen, was sich beim Einlegen in den Schuh zunächst nicht als Vorteil erweist, benötige ich doch einige Minuten bis sie richtig liegen.

Schnell aber habe ich das Gefühl, dass sich die Einlagen den Füßen anpassen und nicht die Füße den Einlagen. Das ist der entscheidende Unterschied. Zunächst trage ich sie beim flotten Gehen im Alltag Probe. Die Einlagen schränken mich nicht ein, ich kann mich ganz natürlich bewegen, empfinde kein Fußbrennen wie schon so oft zuvor. Ich wechsle die Schuhe. Auch beim Dauerlauf empfinde ich kein „Fremdkörpergefühl“. Ganz im Gegenteil. Die Einlagen fühlen sich an, als wären sie schon immer ein Teil von mir. „Vom Feeling her ein gutes Geh-fühl“, resümiere ich in Anlehnung an das legendäre Zitat des deutschen Fußballstars Andreas Möller nach einigen Wochen. Was mir persönlich besonders gut gefällt, ist die Tatsache, dass die Einlagen waschbar und so immer hygienisch sind, egal, ob ich sie im Alltag oder beim Sport trage.

Als erfahrene Einlagenträgerin mit Knickfuß vermisse ich eine Stütze. Doch die kann ich nicht erwarten, weist der Hersteller doch explizit daraufhin, dass es sich bei der VimaNova Sport-Einlage um eine Wellnesseinlage ohne orthopädische Korrektur handelt. Wer eine solche sucht, sollte sich an einen Orthopädiespezialisten seines Vertrauens wenden. Übrigens gibt es auch orthopädisch korrigierte VimaNova-Einlagen, die allerdings nur bei zertifizierten Partnern im gesamten Bundesgebiet erhältlich sind.

Mein Fazit: für den Alltag gefallen mir die Einlagen gut - fürs Laufen werde ich weiterhin bei meinen orthopädischen Einlagen bleiben.

 


Kossmann Laufdesign