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2. Römerlauf der TSG Eisenberg

[eingestellt am 16. April 2013]

By: Jürgen Binder

Fotos: Jürgen Binder, Christiane Kief und Mario Bodenschatz

Veranstaltungsplakat

Streckenplan

Organisationsleiter Hans-Jürgen Furchmann

Claudia Hackl, Laufchef Jürgen Ullmer, Peter Scherer von der TSG Eisenberg

Die Truppe von der TSG Maxdorf beim plaudern

Andrea Groch, Thomas und Eveline Dehaut, Martin Groch

Tim Könnel

Wolfgang Karl und Andreas Mattern haben ihre eigenen Löschmittel dabei

Die schnellen Schlappen von …

… Wolfgang Seibel

Tim Könnel und Alexander Barnsteiner vorm Start

Die Truppe von der TSG Maxdorf vor dem Start

Josefa und Ralf Matheis

Führungsradler Kai Diemer

3, 2, 1 … und ab geht die Post !!

Absicherung der Laufstrecke bei Kilometer 11

Zweierteam-Sieger Tim Könnel kurz vor der Wechselstelle bei Kilometer 11

Kurz vor Kilometer 11

Die nagelneuen Flitzer von …

… Sieger Thomas Dehaut

2. Max Kirschbaum vor 3. Alexander Barnsteiner

5. Pierre Robic

Beim Römerlauf wird der Jakobsweg wird tangiert

Ausblick auf die Laufstrecke zwischen Kilometer 8 und 11

7. Hans-Willi Freiberger

8. Wolfgang Seibel

13. Andreas Mattern und 10. Bernd Ulrich

Römerlauf-Siegerin Josefa Matheis

14. Andreas Flörchinger

Thomas Neu

Zweierteam-Sieger Martin Bracke

Römerlauf-Sieger Thomas Dehaut

3. Alexander Barnsteiner läuft ins Ziel

5. Pierre Robic läuft ins Ziel

Freundliche Römerinnen

Lutz Hirselandt auf den letzten Metern

1.M60 Karl-Heinz Klos im Ziel

Partnerlauf-Sieger Martin Bracke und Tim Könnel

Medaillen für alle

Mixed-Team Sieger Jürgen Binder und Christiane Kief römisch eingerahmt

Zielverpflegung

5. Pierre Robic

Siegerin Josefa Matheis

Zielbereich im Eisenberger Waldstadion

1000 Meter Siegerin Mia Bodenschatz mit ihrer Heltersberger Fangemeinde

Laufchef Jürgen Ullmer ruft zur Siegerehrung

Süße Superleckerei

Gleich ist Siegerehrung

3.M70 Friedrich Hinkel hat schon 286 Marathons gefinisht

Römerlauf-Sieger Thomas Dehaut mit Gattin Eveline

Eine bucklige Angelegenheit

Eisenberg, 14. April 2013 - Nachzulesen ist, dass das in der nördlichen Pfalz gelegene Eisenberg auf 183 m ü. NN liegt. Wie viele der annähernd 10 000 Einwohner auf dieser Höhe ihr Zuhause haben ist nicht bekannt, denn das schmucke Städtchen breitet sich auf 19 ziemlich hügeligen Quadratkilometern aus. Auch die ganze Landschaft ringsum ist, wie der Pfälzer sagt, bucklig. Bucklig mit wechselweise Wald, Wiesen, Feldern, Weilern und kleinen Ortschaften. Eine bucklige Angelegenheit sozusagen und ein ideales Terrain für einen abwechslungsreichen Landschaftslauf, was der Römerlauf zweifelsfrei ist.

Vor zwei Jahren, bei der Premiere, waren 217 Läuferinnen und Läufer die ganzen 25 Kilometer gelaufen, diesmal waren es mit 152 fast 30 % weniger. An der sehr guten Organisation, 500 bis 600 Teilnehmer wären kein Problem, hat es sicher nicht gelegen und am tollen Kuchenbuffet und dem herrlichen Frühlingswetter auch nicht. Schuld ist wohl die Laufstrecke. Zwar gewährt sie wunderbare Ausblicke in die Gegend und ist richtig schön. Weniger schön sind für weniger gut trainierte Volksläufer jedoch erstens 25 Kilometer und zweitens die dabei zu bewältigenden 628 Höhenmeter. Obwohl stetig auf Asphalt gelaufen wird, geht fast immer irgendwie rauf und runter und an einen gleichmäßigen Laufrhythmus ist nicht zu denken. Was Austrainierte als Abwechslung empfinden ist für Gelegenheitsläufer eine nur schwer zu meisternde Herausforderung. Zur Mehrung der Teilnehmer hilft da auch wenig der vom fast 90-köpfigen Helferteam um die Laufchefs Hans-Jürgen Furchmann und Jürgen Ullmer mit ins Angebot genommene Partnerlauf, bei dem sich Zwei die Laufstrecke teilen können. Nur 13 Zweierteams waren am Start.

Um 9:30 Uhr ging es am Eisenberger IGS-Schulzentrum los. Ein Jungspund nahm sofort das Heft in die Hand. Jugendlicher Leichtsinn war es nicht, was den 18-jährigen Tim Könnel vom TuS 06 Heltersberg dazu antrieb sofort richtig Tempo zu machen, sondern eher das Bewusstsein der eigenen Stärke, gepaart mit dem Wissen, dass er nur 11 Kilometer laufen würde. Mit Martin Bracke nahm er am Partnerlauf teil. Als er nach 41:10 min bei seinem Heltersberger Laufkollegen mit komfortablem Vorsprung an der Wechselstelle ankam, hatte er auch rund 200 Höhenmeter bewältigt. Etwa 430 Höhenmeter, verteilt auf 14 Kilometer waren nun die Herausforderung für Martin Brackes Beine. Für seine Psyche waren die schnellen 25 km-Läufer die Herausforderung, wollte er doch unbedingt vermeiden eingeholt zu werden. Letztendlich blieb ihm das dank seiner starken Physis erspart. Nach 1:36:49 h überquerte er im neben dem IGS-Schulzentrum gelegenen Waldstadion mit 150 Meter Vorsprung auf den 25 km-Sieger den Zielstrich.

Thomas Dehaut (1.M50) gewann den Römerlauf in 1:37:17 h. Das Rennen hatte sich der seit 2008 den deutschen Altersklassenrekord in der M45 über 50 Kilometer (3:08:24 h) Haltende gut eingeteilt. Erst nach über zwei Dritteln der Laufstrecke hatte er zu den bis dahin führenden Max Kirschbaum von der TSG Eisenberg und seinem Mannschaftskameraden Alexander Barnsteiner aufgeschlossen, um sich dann allmählich nach vorne abzusetzen. Seine Siegerzeit betrug 1:37:17 h und die schenkte er sich sozusagen schon mal vorab zum Geburtstag. Am 18. April wird der Haudegen von der LLG Landstuhl 50. Eine wichtige Rolle in der Dehaut`schen Laufkarriere spielt Gattin Eveline. Oft ist sie dabei, wenn ihr Thomas läuft und eigene Ambitionen stellt sie zugunsten des Göttergatten gerne hinten an. So auch heuer in Eisenberg wo sie ja nach eigener Aussage schon gerne mit ihm den Partnerlauf gemacht hätte, am Ende aber wieder mal richtig stolz auf ihren „zähen Knochen“ war. Dessen nächster größerer Wettkampf steht im Mai an. An Pfingsten startet er beim Marathon in Würzburg.

Zweiter wurde in 1:37:37 h Max Kirschbaum (1.männl. Hauptklasse), Dritter in 1:39:12 h Alexander Barnsteiner (1.M30). Platz 4 ging an Udo Thommen (1.M40 in 1:39:44 h) von METRO Road Runners, vor Pierre Robic (2.M40 in 1:41:09 h) ein vereinsloser in Ludwigshafen lebender Franzose, Rainer Eberling (2.M30 in 1:41:43 h) vom RSC Inter Mosel, Hans-Willi Freiberger ( 3.M40 in 1:43:00 h) von der LLG Wonnegau, Wolfgang Seibel (2.M50 in 1:44:34 h) vom TV Hauenstein, Martin Funk (3.M30 in 1:46:29 h) vom Soprema Team SV Mannheim und dem Zehnten Bernd Ulrich (4.M40 in 1:46:59 h) von der TSG Eisenberg.

Weitere Altersklassensieger bei den Männern waren Karl-Heinz Klos vom LC Donnersberg in der M60 in 2:06:46 h, Partick Schön aus Obersülzen bei der männl. Jugend in 2:11:08 h und Karl-Heinz Kern von der LG Rülzheim in der M70 in 2:21:16 h.

Bei den Frauen gewann die amtierende W45-Berglauf Weltmeisterin Josefa Matheis (1.W45) von der den Römerlauf veranstaltenden TSG Eisenberg. In 1:47:56 h lief sie auf Gesamtrang 12 ins Ziel, landete einen nie gefährdeten Start/Ziel-Sieg und war dabei eine halbe Minute schneller als bei ihrem Sieg 2011. Die zweifache Mutter lebt mit ihrer Familie in Eisenberg und alle betreiben Laufsport bei der TSG.

Nachdem der 25 km-Lauf gestartet war, fanden auf der Tartanbahn im Waldstadion drei Schülerläufe statt.

Über 500 Meter, für 20 Kinder des Jahrgangs 2006 und jünger, war Josefas Töchterchen Elena in 2:30 min mit von der Partie. Hier siegten zwei Kids von der TSG Eisenberg. Hannes Ebener war in 1:58 min schnellster Junge. Bei den Mädchen hatte in 2:10 min seine Zwillingsschwester Paula die Nase vorn.

Den 1000 Meter Lauf mit 21 Schülern der Jahrgänge 2002 bis 2005 gewann Rico Sauer aus Ludwigshafen in 3:43 min. Schnellstes Mädchen war Mia Bodenschatz vom TuS 06 Heltersberg in 4:21 min.

Beim 2500 m-Minirömerlauf mit 20 Jugendlichen die zwischen 1998 und 2001 geboren wurden war Fabio Matheis in 9:10 min der Schnellste. Sportlich fährt Fabio zweigleisig, ist auch noch als Fußballtorwart in der TSG-Jugend aktiv. Sein Vater Ralf musste in den letzten Jahren wegen Achillessehnenproblemen die Laufschuhe öfter stehen lassen als ihm lieb war, doch langsam wird es besser. Während das sportliche Fernziel seiner Gattin Josefa die deutschen Marathonmeisterschaften im Oktober in München sind, würde er gerne irgendwann demnächst mit seiner Josefa zumindest auf kürzeren Strecken wieder einigermaßen mithalten können. „Beim 10 km-Weinstraßenlauf Ende August in Bockenheim, da packe ich sie“, prophezeite er diebisch grinsend. Ob er das tatsächlich ernst meinte, konnte man seinem zweideutigen Gesichtsausdruck nicht wirklich entnehmen.

Schnellste junge Lady beim 2500 m- Minirömerlauf war in 10:32 min Katrin Neumeister, die ebenso wie Fabio Matheis die Laufschuhe für die TSG Eisenberg schnürt.

Zweitschnellste Frau auf der 25 Kilometer-Rundstrecke war in 2:02:57 h Andrea Groch (1.W30) von der TSG Kaiserslautern, vor Maria Boger-Mickert (2.W40) von der TSG Eisenberg in 2:13:24 h, Gabriele Schröter (3.W40) aus Mannheim in 2:19:30 h und der Fünften Guni Kley (4.W40) von der LLG Wonnegau in 2:21:14 h.

Weitere Altersklassensiegerinnen waren Regina Kistner von der LG Rülzheim in der W50 in 2:29:44 h, Laura Hochdörfer von der TSG Maxdorf bei der weibl. Jugend in 2:31:17 h, Victoria Tzalis von den Berner Reha Runners in der weibl. Hauptklasse in 2:35:53 h und Marion Potschka-Herrmann vom TV Bad Bergzabern in der W60 in 3:11:40 h.

Zweitschnellste Staffel nach Tim Könnel und Martin Bracke waren in 1:54:53 h Christiane Kief und Jürgen Binder von der LG Mutterstadt-Limburgerhof, die damit die Mixed-Wertung gewannen. Den Partnerlauf der Weiblichkeit entschieden in 2:18:44 h Ribana Bauser und Linda Humphrey von der LLG Landstuhl für sich. Später gewann dieses Duo mit einem Wochenende für zwei Personen in Bad Bergzabern auch noch den Hauptpreis bei der Tombola.

Weil man mal was anderes als den traditionellen Eisenberger Stadtlauf über 10 Kilometer den Läuferinnen und Läufern anbieten wollte hatten die Leute vom Lauftreff Eisenberg, einer Abteilung der TSG, vor ein paar Jahren die Idee, einen 25 km-Lauf auszurichten. Alle zwei Jahre, im Wechsel mit dem altbewährten 10er, immer in dem Jahr wo kein Weinstraßenmarathon an der etwa 20 Kilometer entfernten deutschen Weinstraße zwischen Bockenheim und Bad Dürkheim stattfindet. Die Idee für den Römerlauf war schnell geboren, denn Eisenberg war einst von den Römern besiedelt und der Eisenberger Bürgermeister ist Fan der altrömischen Kultur.

Alle 5 Kilometer erfolgten die Kilometerangaben in römischen Ziffern auf großen Tafeln und Speisen und Getränke waren auch in Latein feilgeboten. Im Ziel gab es Medaillen für alle, stilvoll übergestülpt von „echten“ Römerinnen.

Das nächste große Highlight steht in Eisenberg am 2. Juni mit der 1250 Jahr-Feier an. Die drei schnellsten Frauen und Männer des diesjährigen Römerlaufs sind eingeladen mitzufeiern und darüber hinaus dürfen sie beim Festumzug auf einem geschmückten Wagen mitfahren.

Insgesamt 239 Teilnehmer fanden bei der zweiten Auflage des Römerlaufs Aufnahme in den Ergebnislisten. Mit Speisen und Getränken waren alle bestens versorgt. Die Duschen und die Umkleideräume waren picobello, das Helferteam war stets freundlich und aufmerksam. Kurzum, es gibt eigentlich nichts, was die Leute vom Lauftreff Eisenberg hätten besser machen können. Bleibt zu hoffen, dass in zwei Jahren zum dritten Römerlauf dann ein paar Dauerläufer mehr den Weg nach Eisenberg finden werden. Nächstes Jahr wird erst mal wieder nur 10 Kilometer gelaufen, beim Eisenberger Stadtlauf.

 

Ergebnisse: www.laufinfo.eu


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