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Die Triathlon-Küche

[eingestellt am 11. Juni 2013]

By: hahnertwins

Kaum ein anderer Sportler trainiert so umfangreich wie Triathleten. Wenn der Triathlet nicht schwimmt, radelt oder läuft, dann isst oder schläft er. Das ist jetzt ein bisschen überspitzt, aber nicht allzu weit entfernt von der Wirklichkeit. Der Magen eines Triathleten muss schon sehr resistent sein. So berichtet die Triathletin Natascha Schmitt, dass sie während eines Halbdistanz Triathlons (1,5km Schwimmen, 90km Radfahren, 21,195 km laufen) gut und gerne 20 Gels verdrückt. Und bei einem Ironman ist es fast das Doppelte. Was kann man also von dem Buch „Triathlon-Küche. 50 Topstars verraten ihre Lieblingsrezepte“ erwarten?

Beim ersten Durchblättern atme ich durch. Keine Rezepte mit Gels, Powerriegel und Shakes, sondern vielversprechend bunte Fotos mit köstlich aussehenden Gerichten. Was genau kommt also bei Triathleten auf den Tisch?

Die Rezepte sind so vielfältig wie sie nur sein können. Manche so simpel, dass sie mit zwei zugedrückten Augen gerade so überhaupt als Rezept durchgehen, bei anderen liest sich die Zutatenliste schon anders. 16 verschiedene Zutaten für Jan Sibbersens Killer-Cookies. Da ist der Name Programm. Erdnussbutter, Nuss-Nougat-Creme, Macadamia-Nüsse, Chocolate Chips,... das killt alle guten Vorsätze. Dafür bringen sie Energie, viel Energie. Und die braucht man als Triathlet. Von Blitzmuffins in der Mikrowelle (schmecken besser als sie sich anhören), über Erdnussbuttereis, Russischer Borschtsch bis hin zur Hot-Dog-Pizza. Die Ideen der Triathleten sind oft ausgefallen, aber interessant auf jeden Fall. Viele der Rezepte sind sehr schnell zuzubereiten, was essentiell für einen Sportler mit solch einem Trainingspensum ist. Wenn man den ganzen Tag trainiert hat, haben die Wenigsten Lust, noch ewig in der Küche zu stehen.

Das Kochbuch ist in fünf Kategorien unterteilt, Pasta, Gemüse, Fisch& Fleisch, Eier& Mehl und Kuchen& Kekse. Jeder Triathlet stellt mit einem kurzen Zitat sein Gericht vor, außerdem gibt es ein kleines Bild und eine kurze Info mit den bisherigen Erfolgen der Triathleten. Jedes Gericht ist als großes Bild dargestellt, was sehr schön und hilfreich ist, schließlich essen die Augen bekanntlich mit. Nach jeder Kategorie gibt es einen kurzen zweiseitigen Theorietext mit Hintergrundinfos zu Kohlenhydraten, Proteinen, Fetten etc. Als kurzer Überblick und Ergänzung zu den Rezepten ist das ok.

Am Ende des Buches gibt es noch eine Nährwerttabelle der gängigen Lebensmittel sowie einen kurzen Überblick über die Geschichte des Triathlons.

Die Triathlon-Küche enthält viele schnelle Rezepte, gesunde und leckere Gerichte und nur leckere Gerichte. Es ist nicht mit einem Ernährungsbuch mit Rezepten für gesunde und ausgewogene Ernährung zu verwechseln, aber den Anspruch stellt es auch nicht. Auf jeden Fall macht es Spaß durch die Rezepte zu stöbern und das ein oder andere Rezept zu testen.  

144 Seiten
Spomedis Verlag
19,95€


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