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Stöcker, Nina

[eingestellt am 07. März 2014]

By: hahnertwins

Laufen ist meine Leidenschaft

Der Berlin Marathon ist der größte Marathon Deutschlands und einer der bedeutendsten der Welt. Diesen und keinen anderen hat sich die 21jährige Münsteranerin Nina Stöcker im September 2013 für ihr Marathondebüt ausgesucht. Und dieses bewerkstelligte sie grandios. In 2:37:46h lief sie als zweitbeste Deutsche hinter Irina Mikitenko und Achte insgesamt über die Ziellinie. Nina fühlte sich schon immer auf den Langstrecken über 5.000 und 10.000 Meter zu Hause, nun ist sie mit dem Marathon den nächsten Schritt gegangen. Dieser Schritt bringt sie nicht nur 42,195km weiter, sondern fast 300 km. Denn soweit ist ihre Heimatstadt Münster von Frankfurt entfernt.

Dort trainiert sie nun seit Herbst unter der Marathon Bundestrainerin Katrin Dörre-Heinig. Nicht nur ihr Trainingsort sondern auch ihr Wohnort hat sich an die Mainmetropole verschoben. Viele Veränderungen, die Nina auf ihrem sportlichen Weg nach vorne bringen sollen. Laufen bedeutet ihr alles und steht für sie an erster Stelle. Nina betont, dass Laufen ihr nichts im Leben nimmt, sondern nur gibt. Sie spricht von einem großen Willen, Ehrgeiz und Disziplin. Sie genießt es, durch den Wald zu laufen und dabei ihren Gedanken freien Lauf zu lassen, dann aber auch beim Laufen an ihre eigenen Grenzen zu stoßen und diese zu überwinden. Die Strecke kann ihr gar nicht lang genug sein, wie Nina erzählt. Der Schritt zum Marathon erscheint hier nur logisch.

Als ehrlich, offen und diszipliniert, würden sie ihre Freunde beschreiben. Wenn Nina etwas macht, möchte sie es richtig machen. Nach zwei Semestern Jurastudium in Münster hat sie sich daher gegen die Juristerei entschieden, da das Studium zu zeitintensiv war und sie nicht gewillt war, Abstriche beim Sport zu machen. „Ich habe gemerkt, dass ich selbst so nicht zufrieden bin, da ich beides unbedingt perfekt machen wollte, aber das einfach nicht ging“, erklärt sie ihren Entscheidung. „Irgendeinen Kompromiss musste man immer eingehen.“

Statt Jurastudium in Münster heißt es nun Fernstudium und Wohn- und Trainingssitz in Frankfurt. Wenn sie sich nicht im Trainingslager befindet. Denn in den ersten drei Monaten diesen Jahres wird Nina mehr Zeit in Spanien und Kenia verbracht haben, als in Frankfurt. In Kenia gefällt es ihr super, doch sie gesteht auch ein, dass es nach einer gewissen Zeit mental schwer wird, da dort wirklich außer dem Training nichts ist, was einen auf andere Gedanken bringt, wie Cafés, Einkaufspassagen oder Ähnliches. Aber sie räumt gleichzeitig ein, dass dies fürs Training natürlich ideal sei.

Eigentlich ist es Nina nämlich nicht gewohnt, allein unterwegs zu sein. Denn zu Hause und in der Schule gab es sie im Doppelpack. Ihre Zwillingsschwester Lisa läuft zwar nicht, wenn sie bei Wettkämpfen nicht dabei ist, hat Nina aber einen Teil von ihr als Glücksbringer dabei. „Da Sie Modedesign studiert, ist es dann auch öfters Mal etwas an der Kleidung“, erzählt sie. Nina ist nicht weit entfernt von Sabrina „Mocki“ Mockenhaupt aufgewachsen, die sie nicht nur im Trainingslager in Spanien getroffen hat, sondern auch in Kenia wiedersehen wird. „Natürlich ist es etwas Besonderes, einer so berühmten Läuferin in dem Sinne so nah zu sein, sie ist ein Vorbild für mich.“

Ninas Traum ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio. Aber davor steht dieses Jahr noch die Europameisterschaften in Zürich an. Noch fehlen ihr gut dreieinhalb Minuten für die B-Norm. Aber im April möchte sie in Düsseldorf einen Angriff auf die Norm wagen. Und um dies zu schaffen, muss sie einfach das tun, was sie am Liebsten macht. Laufen. Und zwar 42,195km.

1-500m       4:45,82min Gladbeck (GER) 2010
3.000m       9:44,94min Schweinfurt (GER) 2009
5.000m       16:35,56min Bremen (GER) 2011
10.000m    35:21,05min Bremen (GER) 2013
10km         35:10min Otterndorf (GER) 2013
HM             1:17:05h Köln (GER) 2012
Marathon    2:37:46h Berlin (GER) 2013


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