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Die kleine Lauf-Diät - Herbert Steffny und Wolfgang Feil

[eingestellt am 01. März 2014]

By: Saskia Helfenfinger-Jeck

Wenn sich Herbert Steffny und Dr. Wolfgang Feil zusammentun, dann kann man davon ausgehen, dass etwas Gutes dabei herauskommt. So war es zumindest bisher. Mit „Die kleine Lauf-Diät“, erschienen im Südwest Verlag, ist dem in der Ausdauerszene bekannten Duo erneut ein lesenswertes Büchlein gelungen.

Die Betonung liegt dabei ganz klar auf „Büchlein“, denn mit seiner schnuckeligen Größe von 15,6 Zentimeter Höhe und 10,6 Zentimeter Breite ist das Werk genau so groß, dass es in jede Handtasche passt. Sogar in der von Stars und Sternchen gern getragenen Clutch (kleine Damenhandtasche ohne Henkel) dürfte die Lauf-Diät ein Plätzchen finden.

Eines vorweg: Wer Steffnys/Feils „Die Lauf-Diät: richtig essen - richtig laufen - richtig schlank“ kennt, braucht „Die kleine Lauf-Diät“ nicht zusätzlich, denn beim Blick auf den Inhalt wird man viel Identisches finden. Für Erstkäufer allerdings hat das neue Buch der beiden Experten durchaus seinen Reiz. Das Buch möchte eine Anleitung zum richtigen Abnehmen bieten - ohne den berühmt-berüchtigten Jo-Jo-Effekt, der so manchen Diätwilligen schon schier zur Verzweiflung brachte. Dass der Körper ab dem 35. Lebensjahr weniger der fit machenden Hormone produziert, ist uns nicht unbekannt. Wie aber können wir dem entgegenwirken? Hier setzen Steffny und Feil an. Mit den sieben Jokern der von ihnen entwickelten Laufdiät – dem Thermogenese-, Vitalstoff-, Hormon-, Motivations-, Realisierungs-, Wissens- sowie Bewegungs- und Muskelaufbaujoker – verspricht das Autorenduo laufend vitaler zu werden und nebenbei ungeliebte Pfunde loszuwerden.

Ausführlich erläutern Steffny und Feil das Jokersystem, ehe der Leser zwei Wochen lang quasi an die Hand genommen und mit Rezepten – vom Frühstück bis zum Abendessen – verwöhnt wird. Das Positive: Verhungern muss man bei der „Kleinen Lauf-Diät“ nicht. Die Portionen sind ausreichend. Die Rezepte sind leicht nachzukochen, die Zutaten können problemlos im Supermarkt oder noch besser im Biomarkt käuflich erworben werden. Auch wer keine Diät macht, findet in dem Buch schmackhafte Rezepte. Wie wäre es beispielsweise mit einem Floridasalat, einem Lachs-Quicky mit Nudeln, einer Thai-Gemüsepfanne oder einem Türkischen Tomatenreis?

Neben der Ernährung spielt bei Steffny/Feil natürlich die Bewegung eine entscheidende Rolle. Und so finden sich diverse Pläne für Anfänger, nämlich „Einstieg mit Walking“, „Vom Walking zum Jogging“ und „Vom Jogging zum Fitnesslauf“ in der „Kleinen Lauf-Diät“. Ergänzt wird der Sportteil durch Kräftigungs- und Dehnungsübungen.

Resümee: Überzeugt haben mich das kleine, praktische Format und der günstige Preis von 8,99 Euro. Die Rezepte sorgen für Abwechslung auf dem Tisch – bei „alten Laufhasen“ genauso wie bei „Diätwilligen“. Weniger interessant ist für die Lauferfahrenen unter den Lesern der Abschnitt zur Bewegung. Wer hier tiefer einsteigen will, ist mit Steffnys „Das große Laufbuch“ oder anderer einschlägiger Literatur sicherlich besser beraten.

Steffny, Herbert und Dr. Feil, Wolfgang: Die kleine Lauf-Diät. Mit Ernährungs- und Trainingsplan, München, Südwest Verlag, 2014, ISBN 978-3-517-08975-1, 8,99 Euro

 


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