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22. Eisenberger Stadtlauf

[eingestellt am 22. März 2014]

By: Gabi Gründling

Jürgen Ulmer an der Startnummernausgabe

Streckenplan der neuen Strecke

Die Becher warten auf die Läufer

Die Läufer sind los – Start zum Lauf der Schülerinnen

Den ersten Akt hat der Führungsradler hinter sich

Siegerin Katrin Neumeister

Zweite Luisa Wilke

Dritte Elena Hartmann

Mit 8 Jahren schnellste Schülerin unter 10: Paula Ebener

Endspurt

Lilli Duffner (links) und Elena Matheis kämpfen um die Plätze

Helena Schwalb sieht sehr professionell aus

Danielle Kosole und Enna Sark: Hand in Hand ins Ziel

Samira Kolb mußte ihren Vater durch die Gegend schleifen

Michelle Schmidt schloß das Feld mit Spaß nach hinten ab

Das Schülerfeld sortiert sich auf den ersten Metern schon

Fabio Matheis erreicht das Ziel als Erster

Zweiter Gregor Bauser

Vierter Pasqual Adler

Hannes Ebener schnellster Schüler unter 10 Jahren

Da wird um die Plätze gekämpft

Das Hauptfeld in der Tempo 20-Zone

Die freiwillige Feuerwehr als Führungsfahrzeug

Nach knapp 4 km André Bour noch vor….

… Tim Könnel

Max Kirschbaum in seiner Heimatstadt Dritter

Alexander Barnsteiner fliegt auf Platz 4

2. M40 Torsten Wagner

3. MHK Jonas Janzer (556) und 2. M35 Matthias Wagner

1. M45 Markus Braband

1. M30 Benjamin Schmitt

1. M50 Roland Holzapfel

3. M40 Bernd Seib

2. M30 Andreas Dieter

2. M45 Dirk Karl

1. M60 Alois Berg

2. M60 Gerhard Baus

2. M50 Uwe Emser

3. M30 Benjamin Staß (668), 4. M50 Michael Gloeser (540), 3. M45 Roland Schreiber (686)

Siegerin Jessica Kammerer

1. M55 Werner Hollstein

1. MJU20 Jonas Frey (644)

2. MJU20 Matthias Gudrian

Zweite Josefa Matheis bei ihrem Heimspiel

Manfred Schreiber vor dritter Frau Katja Bambach und 3. M60 Dieter Kriegshäuser

Terror-Gurke Eike Großmann vor 2. M55 Peter Gründling

3. W35 Andrea Groch in Begleitung ihres Mannes Martin, 3. M55 Lutz Hirselandt (653)

2. W40 Peggy Herrmann

2. W45 Jutta Eckhard

3. MJU20 Lukas Hein

1. MJU18 Eric Ringelsbacher

1. W55 Rosemarie Rzehak-Rohden

1. WJU18 Victoria Kasper und 2. MJU18 Simon Raasch, dahinter der D-Zug aus Kaiserslautern: 1. W50 Sabine Böhle, 3. W45 Martina Metzger, 2. W50 Ute Rösler

3. W45 Martina Metzger; Philipp Keller hängt seinen Vater Guido noch ab

„haaallooooo… siehst Du mich?“

2. W30 Claudia Kluge (568)

1. W60 Larayne Reeber

1. M70 Karl Brenner (642)

2. WHK Janika Christmann

3. W30 Anna Staß

2. M70 Walter Lang

3. MJU18 Pascal Göbel

3. W55 Gudrun Bless

2. WJU18 Annika Lutz

2. W60 Heidemarie Weidler

Ältester Teilnehmer: 1. M75 Gerhard Bunge

Jessica Kammerer

Tim Könnel

Rot, rot, rot sind alle meine Sieger

 

Eisenberg, 22. März 2014 – zwei Jahre ist es her, seit es das 21te Mal hieß „auf zum Eisenberger Stadtlauf“. Denn der 10er durch die Stadt und entlang des Randes von Eisenberg wurde nach der 20ten Durchführung umgestellt auf einen zweijährigen Rhythmus. In den Jahren des Weinstraßenmarathons gibt’s in der gut 9.000 Einwohner zählenden Kleinstadt in Sichtweite des Donnersbergs weiterhin den 10er, in den Jahren dazwischen mit dem Römerlauf einen neuen 25 km-Lauf durch die sieben Orte der Verbandsgemeinde Eisenberg.  

Da in gerade Jahren der Weinstraßenmarathon die Läufer der Region und weit darüber hinaus bindet, war diesmal also wieder der 10er an der Reihe. Ein paar Änderungen hatten die Organisatoren um Jürgen Ulmer und Hans-Jürgen Furchtmann vorgenommen. Zum Einen wurde das Epizentrum der Veranstaltung vom Schulzentrum oben am Berg verlegt in die vereinseigene Jahnturnhalle in der Stadtmitte. Und zweitens legte der neu gestaltete weit offene Marktplatz eine Verwendung für das Ziel nahe. Bisher war dieses nur ein paar Meter entfernt, aber in einer schmalen Gasse, eingeklemmt zwischen Häuser. 

Dadurch mußte auch an der Strecke ein bißchen gearbeitet werden. Es entfiel das lange Bergabstück direkt nach dem Start, „dafür“ durften die Sportler ziemlich schnell in der Kerzenheimer Straße schon die ersten Höhenmeter überwinden. Und es konnte ein Weg entlang des Eisbachs in die Strecke eingebaut werden. Alles in allem war die Strecke mit 116 Höhenmetern anspruchsvoller und schwerer als die alte und auch recht verwinkelt – und damit auch langsamer. Trotzdem gab es kaum jemanden, der nicht voll des Lobes für die neue Streckenführung war. „Wir schätzen, daß man auf der neuen Strecke an der Spitze eine halbe Minute gegenüber der alten zugeben muß“ vermutete Ralf Matheis, Laufwart bei der TSG Eisenberg. 

In der vereinseigenen Halle war es zudem gemütlicher als in der Schulturnhalle, denn sei verfügt auch über Tageslicht und eine Bühne. So konnte man bequem an Tischen sitzend seinen Kuchen von der umfangreichen Kuchentheke oder belegte Brötchen schlemmen und mußte die Teller nicht auf den Knien balancieren. Zudem standen bunte Primeltöpfe auf den Tischen und markierten den kalendarischen Frühling. 

Dieser hatte sich nach einigen Tagen mit schönstem Wetter ausgerechnet zum Eisenberger Lauftag verabschiedet. Statt blauem Himmel und Sonne: grauer Himmel und ein kalter Wind. Am Vormittag hatte es noch Katzen und junge Hunde geregnet, aber zumindest in dieser Richtung zeigte sich Petrus einmal mehr als Lauffreund, es blieb trocken. 

Um 14.30 h schickte VanMan Jochen Heringhaus mit einem herzhaften „auf die Plätze – fertig – los“ zuerst die Schülerinnen auf eine 1 km lange Runde „ums Carrée“, eine Viertelstunde später die Schüler. Von insgesamt 68 Mädchen und Jungen waren nur 20 nicht von der ausrichtenden TSG. Und so ist es statistisch nicht wirklich verwunderlich, daß mit Katrin Neumeister und Fabio Matheis zwei Eisenberger Teenager ihre Läufe gewannen. 

Daß der Name Matheis auch in der nächsten Generation für Lauftalent bürgt, zeigt Fabio in den letzten Monaten immer öfter. Der 15jährige überragt seine Mutter Josefa inzwischen deutlich. Den Eisenberger Kilometer absolvierte er in 3:04 min. Sieben Sekunden hinter ihm kam mit Gregor Bauser (LLG Landstuhl) ebenfalls ein Sprößling einer laufbegeisterten Mutter ins Ziel. Yannik Kuperschmidt (TSG Eisenberg) komplettierte das Treppchentrio nach 3:21 min. 

Die 3:42 min von Katrin Neumeister waren in der gemischt gedruckten Ergebnisliste die sechstschnellste Zeit der Fünf- bis Fünfzehnjährigen. Luisa Wilke (LAZ Zweibrücken) brauchte 3:50 min, drei Sekunden hinter ihr war mit Elena Hartmann aus Börstadt auch das Mädchentreppchen voll. 

Ab 15 Uhr waren dann die 10 km-Läufer los. Der älteste Teilnehmer war der 76jährige Gerhard Bunge von der TSG Eisenberg. Der Jüngste: Eric Ringelsbacher. Der 13jährige wohnt in Rockenhausen, läuft aber für den ESV Ludwigshafen. Zusammen mit seinem Vater Jürgen hat er sich der dortigen Laufgruppe angeschlossen. Mit 46:54 min erfüllte er sich seinen Traum von seinem ersten Altersklassensieg. 

„Jugend vorn“ hieß es auch an der Spitze des Feldes. Mit 13 TeilnehmerInnen war der TuS 06 Heltersberg in den Donnersbergkreis gekommen und war damit, nach dem 1. FC Kaiserslautern, die zweistärkste Gruppe. „Die ersten beiden Plätze werden André und Tim unter sich ausmachen, um den letzten Treppchenplatz kämpfen dann Alex und ich“ vermutete Max Kirschbaum schon vor dem Start. Große hellseherische Fähigkeiten brauchte er dafür nicht, vielmehr war das eine reale Einschätzung der aktuellen Leistungssituation der Angetretenen. 

Acht Kilometer lief der 39jährige Heltersberger André Bour vor seinem 19 Jahre jüngeren Vereinskollegen Tim Könnel. Bei km 3.9 betrug der Abstand ca. 10-15 Meter, wurde dann aber offenbar sogar noch größer. „Er war ganz schön weit weg, es war schwer, ihn zu kriegen“ meinte der glückliche Sieger Tim Könnel dann auch im Ziel. Bei km 8 überholte der Medizinstudent den Konkurrenten und nahm ihm noch 11 Sekunden ab, bis er unter den Augen von Jochen Heringhaus zum Scanner von Harald Baumann lief. Der Eisenberger Stadtlauf war der diesjährige Start zum Laufladen-Cup und den will Tim auf jeden Fall noch „zuende“ laufen. Will heißen: von den 10 Läufen, die bis zum 13. Dezember in die Cupwertung eingehen, muß er mindestens sechs absolvieren. 

André Bour war schon öfter in Eisenberg, auch er war einer derjenigen, die sich durchaus positiv über die neue Strecke äußerten. 

Max Kirschbaum behielt recht – Platz 3 und 4 machten er und Alexander Barnsteiner unter sich aus. „In Landstuhl hatte ich ihn gut im Griff, mal sehen“ meinte er über seinen direkten Konkurrenten. Und auch in Eisenberg, seiner Heimatstadt, in der er bei seinem Vater im Autohaus arbeitet, konnte er vor dem Bayern im Trikot der LLG Landstuhl ins Ziel laufen. Den 10er lief er eh nur, weil er zuhause Flagge zeigen wollte. Sein Hauptaugenmerk der kommenden Woche liegt auf dem Pfälzer Berglandtrail, bei dem im Nordpfälzer Bergland von Freitag bis Sonntag insgesamt 120 km, verteilt auf drei Etappen (50-50-20) zurückzulegen sind. Mit 35:09 min konnte er lang aufgeschossene 28jährige gut leben. 

Auch Alexander Barnsteiner war ganz zufrieden mit sich und seinen 35:52 min. „So langsam geht’s wieder bergauf“ zeigt er sich zuversichtlich. Beim Klettern hatte er sich durch eine falsche Drehung das Knie verletzt. 

Auch das Trikot der schnellsten Frau war rot. Jessica Kammerer war eigentlich in der Annahme nach Eisenberg gekommen, eine flache Strecke vorzufinden und mal eine Standortbestimmung auf der vermessenen 10 km-Strecke zu haben. Sie war zwar schon mal in Eisenberg, konnte sich aber nicht mehr an das wellige Profil erinnern. Als 21te im Gesamteinlauf nahm sie nach 39:40 min den ersten Preis mit nach Hause. Mit ein bißchen Glück bekommt sie noch eine Startnummer für den Halbmarathon Deutsche Weinstraße am kommenden Wochenende. Dieser ist zwar seit Januar ausgebucht, aber über die Tauschbörse ist ja vielleicht noch etwas möglich. 

Josefa Matheis hat ihre Startnummer für den Halbmarathon sicher. Seit Monaten laboriert sie mit Achillessehnenproblemen. Langsames Trainingstempo kann sie inzwischen wieder schmerzfrei laufen, ans Limit ist sie schon länger nicht mehr gegangen. Deshalb wollte sie zuhause in Eisenberg mal probieren, was die Sehne tempomäßig aushält. „Wenn’s hier auf 10 km nicht funktioniert, brauche ich nächste Woche gar nicht erst antreten“ war ihre Überlegung. Im Ziel tat nichts weh und sie hoffte, daß das auch so bleiben würde. Bei 41:35 min blieb die Uhr für sie stehen. 

Dritte wurde Katja Bambach von der LLG Landstuhl nach 41:58 min. Die Polizistin läuft maximal 10 km-Strecken und auch sie hat sich den Laufladen-Cup zum Jahresziel gesetzt. 2013 mußte sie aufgrund einer Verletzung drei Monate pausieren und rutschte mit dem Silvesterlauf in Kottweiler-Schwanden noch auf den allerletzten Drücker in die Cupwertung, wurde Zweite und gewann die W40. In diesem Jahr will sie den Deckel schon früher als beim letzten Lauf drauf machen. 

Mit 236 LäuferInnen über 10 km ist man in Eisenberg wohl einigermaßen zufrieden. „200 wollen wir schon begrüßen können“ war die Parole am frühen Nachmittag. Mitte der Woche waren 100 Voranmeldungen eingegangen. Eine Woche vorm Weinstraßenmarathon halten sich doch viele Läufer bedeckt und wollen auch auf der Kurzstrecke nichts mehr riskieren.

Ergebnisse: www.laufinfo.eu  

 

 

 

Ergebnisse: www.laufinfo.eu


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