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Sperl, Benjamin

[eingestellt am 15. Oktober 2014]

By: Jörn Harland

delphic media (axel und sabine sperl)

Benjamin Sperl – dieser Name ist spätestens seit diesem Jahr Programm. Der Thüringer hat sich in diesem Jahr mit beeindruckenden Leistungen in der Berglaufszene etabliert. Sogar der Hessische Rundfunk ist auf ihn aufmerksam geworden und hat ein Portrait über ihn gedreht. 

Benjamin Sperl ist am 27.09.1987 geboren. Mittlerweile lebt Benjamin in Kassel. Dort hat der angehende Lehrer in diesem Frühjahr sein 1. Staatsexamen absolviert und wartet momentan noch auf einen Referendariatsplatz. Seine Fächer sind Sport und PoWi für das Lehramt an Gymnasien. 

Im Thüringer Wald geboren und aufgewachsen hatte Benjamin bereits früh eine Affinität zu Bergen, oder besser gesagt hügliger Landschaft entwickelt. Bis zu seinem 14. Lebensjahr lebte der Ausdauersportler dabei am Fuße des Inselbergs (916m) und später in Gotha. Bereits im Vorschulalter wurde der Thüringer an den Sport heran geführt. Im Grundschulalter hat Benjamin mit Ski Alpin begonnen und war dort im Kinder und Jugendbereich sehr erfolgreich. Als Ausgleich stand im Sommer immer Leichtathletik und Mountainbike auf dem Programm, um für die Wintersaison fit zu werden. Das Mountainbikefahren hat er dann im Jugendbereich mit vorderen Platzierungen beim Deutschland Cup ausgeweitet. 

Mit 12 Jahren begann Benjamin dann auch seine Leichtathletikkarriere. Im Leichtathletikverein Gotha absolvierte er die klassische Leiter zum Langstreckenlauf: Mehrkampf, Sprint, Mittelstrecke und seit dem 16. Lebensjahr auch schon 10km und Halbmarathon. Die Naturverbundenheit kam Benjamin beim Laufen zugute. In jungen Jahren hat er das Training am Berg und in den Bergen bereits geliebt. Dadurch existierte recht schnell eine gewisse Grundfitness im hügeligen Terrain. 

Vom Sternzeichen her Waage, ist Benjamin von Hause aus eine ausgeglichene Persönlichkeit. So weiß er wie er den Leistungssport mit seinen beruflichen Pflichten verbindet: Der Sport als Ausgleich vom Alltag. Insbesondere das Erlebnis beim Trailrunning mag der angehende Lehrer, da es soviel mehr bietet als Straßen- oder Bahnlauf. 

Lange Zeit hat Benjamin mit Daniel Gebert, einem ebenfalls schnellen Läufer und Triathleten, trainiert. Insbesondere die schnellen Tempoeinheiten sowie Berganläufe absolvierten die beiden gebürtigen Thüringer zusammen. Leider ist Daniel beruflich bedingt nach Braunschweig gezogen, so dass nunmehr der Ipod zu Benjamins bestem Trainingspartner geworden ist. „Es gibt zwar einige die gerne Berge laufen, jedoch liegt deren Fokus auf anderen Leistungsniveaus. Somit renne ich mit mir selber durch den Wald“, bilanziert der Trailrunner. Mit diesem Motto hat Benjamin bisher gute Erfahrungen gesammelt, da im Rennverlauf eines Marathons, insbesondere im Trailrunning, immer wieder lange Passagen, wo man alleine unterwegs ist, anstehen. „Im Training könne man das gut simulieren, zudem ist es eine mentale Stärkung“, so Sperl. 

So lautet Benjamins Trainingsphilosophie momentan auch: „Im Zweifel immer den schmaleren Trail und so viele Höhenmeter wie möglich pro Einheit.“ Er liebt steile Aufstiege und rasante Abfahrten, was ja bekanntlich nicht unbedingt jedermanns Geschmack ist.

Benjamin bewertet die überraschende Nominierung zur Skyrunning Weltmeisterschaft 2014 (Mont-Blanc-Marathon ) als seinen größten Läufererfolg. Zudem zeigt er sich sichtlich zufrieden mit der Teilnahme an seinem ersten Ultralauf, dem Matterhorn Ultraks über 46 km und 7200 hm. Bei letzterem schnitt er mit Platz 37 als bester Deutscher ab. Für nächstes Jahr hat Benjamin als Ziel, sich in den Top 20 im Skyrunning-Weltcup zu etablieren. 

Immer noch schätzt Benjamin es, wenn er mal eine andere Sportart als das Laufen ausüben darf. So schiebt er als Ausgleich durchaus mal einen Mountainbike Marathon, eine Schwimm- oder Inlineskating-Einheit ein. Auch Rückschlagspielen wie dem Speed Minton ist der Kasseler aufgeschlossen. Entspannung im Alltag und vor Rennen findet Benjamin bei ruhigen Abenden mit seiner Freundin oder dem Anschauen seiner beim Trailrunning geschossenen Fotos.  

Und hier noch zehn Fragen und spontane Antworten dazu: 

1.       Deine schönste Kindheitserinnerung? - Zelten auf Korsika am Strand mit meiner Familie. 

2.       Dein zweitliebster Beruf (außer dem ausgeübten)? - Neben dem Studium habe ich in einem lokalen Fachgeschäft für Laufsport gearbeitet. 

3.       Welche Musik hörst Du am liebsten? - Querbeet: Elektronisches, Hip Hop, Alternatives etc...Hauptsache Musik passend zur Laufstrecke und Stimmung! 

4.       Wo machst Du am liebsten Urlaub? - Am liebsten mache ich Urlaub in den Bergen – Alpen. Dennoch gibt es eine Insel die ich immer wieder besuchen würde – Korsika. Dort kannst du vom Strand in Minuten ins tiefste Gebirge laufen und hast dabei so wechselhaft schöne Landschaft. 

5.       Was fehlt in Deinem Kühlschrank nie? - Traubensaft, Milch und momentan After Eight. 

6.       Auf welche drei Dinge könnest du nicht verzichten? - Auf meine Freundin und Familie, auf Laufen & Cornflakes. 

7.       Welche Hobbys hast Du? - Ich mache gerne Fotos und Videos und bearbeite sie. 

8.       Dein größter persönlicher Erfolg? - Abschluss meines Lehramtsstudiums. 

9.       Was bringt Dich auf die Palme? - Unordentlichkeit, genauso wenn jemand meinen Zeitplan durcheinander bringt. 

10.   Was gehört Deiner Meinung nach verboten? - So manche bremsende Funktionäre im Sport, die es unmöglich machen, dass Sportler ihren Traum leben können.

Bestzeiten

 

 

10km

 

 

 

31:50 min.

 

 

Halbmarathon

 

 

 

1:09:50 h

 

 

 

Marathon

 

 

 

2:43 h

 

 

 

Jungfrau-Marathon (42km 1900hm+)

 

 

 

3:42 h

 

 

 

Mont-Blanc-Marathon (44km 5000hm+-)

 

 

 

4:04 h

 

 

 

Matterhorn Ultraks (46km 7200hm+-)

 

 

 

6:21 h

 

 

 

 

 

 


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