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23. Kalmit-Berglauf

[eingestellt am 24. November 2014]

By: Jürgen Binder

Fotos: Jutta Bendel, Jürgen Binder

Ein Teil der Mittelhaardt: Kalmit, Taubenkopf, Sommerberg und Hohe Loog mit Hambacher Schloß

Veranstaltungsflyer

Androhung oder Freudenbotschaft … ? - Ganz wie es jedem beliebt.

Anmeldung zum 23. Kalmit-Berglauf im Bürgerhaus Maikammer

Laufstrecke bei Kilometer 1 mit Ausblick zum Ziel

Der souveräne Sieger des 23. Kalmit-Berglaufs Jonas Lehmann beklatscht von Ulrich Konrad

2. Daniel Debertin

3. Andrè Bour

4. Tom Heuer

5. Christoph Fuhrbach

6. Philipp Eisel

8. Oliver Trauth

9. Eric Konrath

11. Alexander Barnsteiner

14. Wolfgang Seibel

15. Vicente Sales Gomez

18. Thomas Weishaar vor 17. Daniel Thielsch

19. Christian Laubersheimer vor 20. Frank Mörschel

Die unangefochtene Siegerin Melanie Noll als 21. insgesamt vor Torsten Nunheim

2. Frau Christine Poyet im Gleichschritt mit Michael Bernhardt

3. Frau Lena Schmidt

4. Frau Natascha Hartl im Gleichschritt mit Matthias Rosenkranz

Georg Frank vor 5. Frau Sabine Rankel und Rekonvaleszent Jens Laudage

6. Frau Iris Walter

7. Frau Eva Katz

8. Frau Pia Winkelblech

Peter Klein und Udo Müller 50 Meter vor dem Ziel

3. M65 Werner Schimpf

Fotografin Jutta Bendel mit Laufkamerad Udo Müller von der LG Klingenmünster

Zielverpflegung

Kalmithaus und Funkturm

Ausblick von der Kalmit nach Süden

Theo Strubel und Siegfried Fiedler von der TSG Maxdorf

Stefan Veth, Conny Wagner und Dieter Schröder von der LG MuLi

„Ja ist denn heut schon Fassenacht … ?!“ - Nicolas Lutz aus Frankreich

Auch Reiner Leitsbach gibt sich die Kante

Der verletzte Jochen Küster heute als Helfer und Laufchef Manfred Schwaab

Die dicken Lauffreunde Bernhard Joa, Jürgen Binder und Andreas Doll

Auch verschwitzt noch eine Augenweide: W70 Siegerin Ingrid Hoffmann

Helge Fani von der LG Pfalzklinikum Klingenmünster bestens gelaunt nach ihrem ersten Berglauf

Rückweg per pedes

Apres Run im Bürgerhaus Maikammer

Paul Perseke, Werner Schimpf und Volker Lintz mit ihren Belohnungen für die Teilnahme an allen 7 Bergläufen

Auch TuS 06 Heltersberg Laufgruppen-Abteilungsleiter Dieter Kriegshäuser war bei allen 7 Bergläufen dabei

Die liebevoll mit Herzhaftem dekorierten Kalmitbrote mit ihren Machern

Die schnellsten Herren beim 23. Kalmit-Berglauf: 2. Daniel Debertin, Sieger Jonas Lehmann, 3. Andrè Bour

Die schnellsten Frauen beim 23. Kalmit-Berglauf: 3. Lena Schmidt, Siegerin Melanie Noll, 2. Christine Poyet

Die schnellsten Frauen und Herren sind auch die Gewinner der Sprintwertungen bei km 2,8 und 6,2

Der 3-fache Altersklassen Berglauf-Weltmeister Helmut Reitmeir (1.M70), Veranstalter des Berglaufs auf den Wallberg am Tegernsee, mit Gattin Heidi

Berglauf-Neuling Stefan Veth happy darüber, dass er es sich zugemutet hat

Kalmit-Berglauf Siegerehrung W65: 3. Renate Cöllen, 1. Beritta Zeil, 2. Erika Regitz, eingerahmt von Jürgen Eschmann und Manfred Schwaab vom TV Maikammer

Kalmit-Berglauf Siegerehrung M40: Laufchef Manfred Schwaab und Kollege Jürgen Eschmann mit 2. Christoph Fuhrbach, 1. Tom Heuer und 3. Tobias Wiesemann

Henning Schneehage, der Macher des Bad Dürkheimer Berglaufs und Initiator der Erfolgsgeschichte Pfälzer Berglauf-Pokal

Siegerehrung Pfälzer Berglauf-Pokal: 3. Andrè Bour, 1. Jonas Lehmann, 2. Tom Heuer, 3. Natascha Hartl, 1. Melanie Noll, 2. Sabine Rankel

Sebastian Reißenweber und Matthias Drabold beschließen den Kalmit-Berglauf mit einer italienischen Angelegenheit

Jonas Lehmann und Melanie Noll gelingt der Hattrick

Maikammer, 22. November 2014 - Ottonormalläufer und Paulanormalläuferin beteiligen sich eher selten an Bergläufen. Die meisten „normalen“ Volksläufer ziehen die flacheren Strecken denen durch viele Höhenmeter erschwerten vor. So treffen bei Bergläufen hauptsächlich die ambitionierteren Vertreter der Laufszene aufeinander. Nicht so beim Kalmit-Berglauf. Alljährlich hat man hier deutlich mehr Gipfelstürmer als bei den meisten anderen Bergläufen in Deutschland. Diesmal waren es 670. Zur Kalmit kommen neben leistungsorientierten Cracks auch viele Volksläufer ohne Siegambitionen und durchaus auch Gelegenheitsläufer, die einfach mal einen Berglauf machen wollen.

Sicher ist der Termin in der wettkampfarmen Zeit Ende November, wo es gewöhnlich zwar nicht mehr warm, aber auch noch nicht so kalt ist, ein günstiger. Auch ist der dem Kreis südliche Weinstraße zugehörige, an die 5000 Einwohner zählende Ort Maikammer, wo der Start und das weitere Veranstaltungsprozedere wie Anmeldung, Duschen, Verköstigung und Siegerehrungen vonstatten geht, gerade auch von der bevölkerungsreichen Rheinebene sehr gut erreichbar. Die Laufstrecke ist nicht wirklich furchteinflößend, ist frei von Tücken und komplett asphaltiert. Auch versucht der den Lauf veranstaltende TV Maikammer die Teilnehmer mit lockeren Sprüchen in Pfälzer Mundart auf bunt bemalten Kilometerschildern aufzumuntern. Nichtsdestotrotz ist der Lauf auf die Kalmit bei einer Streckenlänge von 8,1 Kilometern mit 505 Höhenmetern natürlich alles andere als einfach.

Die Straße führt ziemlich kontinuierlich mit 5 bis 7 Prozent Steigung zum mit 673 m ü. NN höchsten Gipfel des Pfälzerwalds. Oben befindet sich eine Pfälzerwaldhütte, in der man beste Pfälzer Hausmannskost gut und günstig genießen kann. Eine herrliche Aussicht über die Rheinebene Richtung Nordost zum Odenwald, nach Osten tief ins badische Kraichgau und nach Südost zum nördlichen Schwarzwald gibt es gratis dazu. Ein weiterer Grund, warum der Kalmit-Berglauf immer so viele Teilnehmer hat, ist sicher auch der Tatsache geschuldet, dass hier das Finale des Pfälzer Berglaufpokals steigt, die Sieger gekürt werden und die Gesamtergebnislisten erstmals eingesehen werden können.

Da man mit seinen 4 besten Resultaten aus 7 möglichen Wettbewerben Aufnahme in die Gesamtwertung findet, standen die Gesamtsieger in diesem Jahr schon im Oktober nach Lauf Nummer 5 in Bad Dürkheim fest. Der für den TuS 06 Heltersberg die Laufschuhe schnürende Jonas Lehmann und Melanie Noll, die für den TSV Annweiler startet, waren außer beim 4. Lauf, dem Rietburg-Berglauf im September, als sie mit der deutschen Nationalmannschaft bei den Berglauf-Weltmeisterschaften in der Toskana weilten, bei allen Läufen zum Pfälzer Berglauf-Pokal 2014 siegreich. Beim Donnersberglauf im Februar, beim Nanstein-Berglauf im März, beim Rockie Mountain-Lauf im April, beim Bad Dürkheimer Berglauf im Oktober, letzte Woche beim Potzberglauf und nun, wie auch schon im letzten Jahr, beim Kalmit-Berglauf. Beiden gelang mit ihrem neuerlichen Pokalsieg ein Hattrick, denn auch in den beiden Jahren zuvor hatten sie den Pfälzer Berglauf-Pokal gewinnen können.

Der Startschuss zum 23. Kalmit-Berglauf fiel bei für die Jahreszeit eigentlich viel zu gutem Wetter um 14:30 Uhr vor dem Bürgerhaus im Zentrum von Maikammer. Es war 15 Grad warm, die Sonne lachte förmlich vom Himmel und es war fast völlig windstill.

Sowohl Jonas Lehmann (1. männl. Hauptklasse in 30:33 Minuten) als auch Melanie Noll (1.W30 in 37:29 Minuten) waren eine Klasse für sich und erliefen sich souveräne Start/Ziel-Siege.

Für dem im saarländischen Limbach beheimateten Jonas Lehmann war das Laufjahr bisher nahezu perfekt verlaufen. Verletzungsfrei war der Maschinenbaustudent geblieben und die meisten Läufe zu denen er angetreten war, beendete er in sehr guten Zeiten als Sieger. Bei den deutschen Berglauf-Meisterschaften am Hochfelln im bayerischen Chiemgau Ende September wurde er mit der Heltersberger Mannschaft deutscher Berglaufmeister und in der Einzelwertung musste er sich nur dem deutschen Meister Stefan Hubert und John Mooney geschlagen geben. Mit geringem Rückstand auf beide wurde er Dritter. Beim Kalmit-Berglauf verbesserte seine persönliche Bestzeit heuer um 15 Sekunden.

Den Streckenrekord von 29:52 Minuten lief Thomas Greger 2001. Die Bestmarke bei den Frauen drückte Melanie Noll im letzten Jahr auf 36:12 Minuten.

Melanie Noll war der Start bei den deutschen Berglauf-Meisterschaften in diesem Jahr verletzungsbedingt versagt geblieben. Als eine der Favoritinnen angereist, war die Bankangestellte am Vortag des Wettkampfs umgeknickt und hatte sich dadurch einen schmerzhaften dicken Knöchel eingehandelt. Bei mehreren alpinen Bergläufen und bei den pfälzischen sowieso, war sie vorher stets beste Deutsche gewesen und hätte somit sicherlich gute Karten auf einen Treppchenplatz gehabt. Vor Ort war der Jammer fernab der Heimat zunächst einmal ziemlich groß gewesen. Doch das ist Schnee von gestern und zwischenzeitlich läuft es wieder richtig gut bei dem bescheidenen Floh aus dem südpfälzischen Örtchen Stein im Wasgau.

Als Zweite erreichte in 39:29 Minuten die Frau den Kalmit-Gipfel, der es in diesem Jahr als einziger neben Melanie Noll vergönnt war, einen Pfälzer Berglauf zu gewinnen. Christine Poyet (2.W30), die Ärztin die für Ana Rac Wissembourg startet. Im September hatte die Französin den Rietburg-Berlauf in Edenkoben gewinnen können.

Drittschnellste war Lena Schmidt (1.weibl. Hauptklasse) von der LSG Karlsruhe in 39:38 Minuten. Nach ein paar Jahren joggen, betreibt die 27-Jährige Badenerin seit zwei Jahren den Laufsport ambitionierter. Öfter trifft man sie seither auch bei Läufen in der Pfalz. Ein ganz großes Highlight hatte sie sich selbst im April in der Schweiz beschert. Sie finishte den Marathon in Zürich in 2:54 Stunden.

Die Platze 4 bis 10 erliefen sich in 40:12 Minuten die deutsche Berglauf-Mannschaftsmeisterin Natascha Hartl (2.weibl. Hauptklasse) vom TuS 06 Heltersberg, in 40:24 Minuten die längst der W45 zugehörige zehnfache Gewinnerin des Pfälzer Berglauf-Pokals Sabine Rankel vom LC Bad Dürkheim, in 40:49 Minuten die 2.W45 Iris Walter vom TV Meisenheim, in 41:04 Minuten die nach Babypause wieder in der Laufszene angekommene Gewinnerin des Pfälzer Berglauf-Pokals 2011 Eva Katz (1.W35) vom RC Vorwärts Speyer, in 43:03 Minuten Pia Winkelblech (2.W35) vom TSV Kandel, in 43:17 Minuten Annemarie Weigand (3.W30) vom TV Schriesheim und in 43:46 Janine Friedel (4.W30) vom TV Herxheim.

Gesamtzweiter und damit auch Zweiter in der männlichen Hauptklasse hinter Jonas Lehmann wurde mit Daniel Debertin von der LG Region Karlsruhe in 32:26 Minuten der Sohn des einst zu den besten Bergläufern Deutschlands zählenden Dirk Debertin. Dieser gehört mittlerweile der M45 an und lief diesmal einfach just for fun in 39:48 Minuten mit.

Der in 32:59 Minuten Dritte, Andrè Bour (1.M35) schnürt nun seit bereits fünf Jahren die Laufschuhe für den TuS 06 Heltersberg und fühlt sich dort pudelwohl. Vor Jahren war er der Gründer des LSC Athlon Kusel. Zu dieser Zeit betrieb er neben der Lauferei auch sehr erfolgreich Duathlon. Vor zwei Monaten war er bei den deutschen Berglauf-Meisterschaften mit der Heltersberger M35-Mannschaft Erster in dieser Altersklasse geworden.

Auch der in 33:46 Minuten vierte Zieleinläufer gehört dem TuS 06 Heltersberg an und auch er war in diesem Jahr am Hochfelln dabei. Tom Heuer (1.M40) wurde dort gemeinsam mit Jonas Lehmann und Matthias Hecktor deutscher Mannschaftsmeister im Berglauf.

Für eine kleine Überraschung sorgte als Fünfter in 34:25 Minuten der Neustadter Christoph Fuhrbach (2.M40), der beim diesjährigen Kalmit-Berglauf für die Initiative „Gutes Leben für alle“ warb. Er bezieht sein Laufvermögen hauptsächlich durch Fahrradtraining. Gehandicapt durch chronische Probleme an einer Ferse ist ihm wettkampfspezifisches Lauftraining nicht mehr möglich. Dafür ist der meritenreiche Bergfahr-Spezialist alleine in diesem Jahr schon 762 Mal mit dem Fahrrad auf die Kalmit geradelt. Insgesamt waren es bisher fast 3.200 Mal!

Sechster wurde in 34:37 Minuten Philipp Eisel  (3. männl. Hauptklasse) vom TV Mußbach vor Tobias Wiesemann (3.M40) vom 1.FC Kaiserslautern in 34:45 Minuten, Oliver Trauth (1.M30) vom TV Herxheim in 34:53 Minuten und Eric Konrath (2.M35) vom Endurance Team Pirmasens in 35:32 Minuten. Die Top Ten vervollständigte in 35:39 Minuten Thomas Wittwer (2.M30) von südpfalz-adventures.com.

Bei Nichtsportlern früher, bei Sportlern später, lässt altersbedingt die Leistungsfähigkeit nach. Man kann noch so viel trainieren, mit den guten Jüngeren kann man irgendwann nicht mehr mithalten. Glücklicherweise war irgendjemand irgendwann mal auf die Idee gekommen, bei Laufveranstaltungen Altersklassen einzuführen und so gibt es auch für ältere Ausdauersportler Anreize um Leistungssport zu betreiben. Ein paar dieser knackigen Oldies waren auch beim 23. Kalmit-Berglauf dabei.

Helmut Reitmeir, laufend unterwegs für berglaufpur.de, beispielsweise. Der 3-fache Altersklassen Berglauf-Weltmeister, war mit Gattin Heidi aus München angereist und siegte überlegen in der M70. Er beendet den Lauf in für einen 70-Jährigen sagenhaften 44:05 Minuten. Oder Beritta Zeil von der LSG Karlsruhe. Die Lady hatte sich schon seit zwei Jahren an keinem Wettkampf beteiligt. Den Kalmit-Gipfel erreichte die flotte W65-Siegerin in ausgezeichneten 53:06 Minuten. Und Ingrid Hoffman vom TV Offenbach. Die Grande Dame ist Jahrgang 1942. Die Berglauf-Weltmeisterin von 2012 erreichte das Ziel als 1.W70 nach 58:40 Minuten.

Beim Pfälzer Berglauf-Pokal gingen die Treppchenplätze neben den Siegern Jonas Lehmann und Melanie Noll bei den Herren an Tom Heuer als Zweiten und Andrè Bour als Dritten, bei den Frauen an Sabine Rankel als Zweite und Natascha Hartl als Dritte.

In der Mannschaftswertung (22 Männer-Teams) gelang den Herren des TuS 06 Heltersberg ein Doppelsieg, Dritter wurde das Team von südpfalz-adventures.com. Beste der drei in die Wertung gekommenen Frauenteams war das vom LC Bad Dürkheim, Platz 2 ging an den TuS 06 Heltersberg, Platz 3 an den TSV Annweiler.

Sowohl beim Kalmit-Berglauf, als auch beim Pfälzer Berglauf-Pokal wird nach 5er Altersklassenschritten gewertet und so ziehen sich die Siegerehrungen im Bürgerhaus von Maikammer alljährlich etwas in die Länge. Gut dass zunächst mit Manfred Schwaab und später mit Henning Schneehage, dem Initiator des nun zum 17. Mal ausgetragenen Pfälzer Berglauf-Pokals, zwei erfahrenen Szenekenner durch das Programm führen und es auf unterhaltsame Weise abzuwickeln vermögen.

Manfred Schwaab der 59-jährige Laufchef vom TV Maikammer und sein rund 100-köpfiges Helferteam verstehen ihr Handwerk aus dem eff-eff. Der 23. Kalmit-Berglauf war wieder in jeder Beziehung 1a organisiert. Als besonderes Schmankerl bekommt die hungrige Läuferschar nach vollbrachter Leistung im Bürgerhaus neben Getränken, Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen das deftige, hier „erfundene“ Kalmitbrot feilgeboten und wer möchte, kann die kalte Jahreszeit mit einem Glühwein willkommen heißen.

Willkommen geheißen sind im von einem dichten Weinrebenmeer umschlossenen Maikammer ganzjährig auch zahlreichen Touristen. Sie kommen um sich mit Weinvorräten einzudecken, Weinstuben und Weinfeste zu besuchen und um sich körperlich zu betätigen. Der naturliebende Zeitgenosse findet beste Wander-und Sportmöglichkeiten in dem ein paar hundert Meter hinter dem Ort im Westen mit den Weinbergen verschmelzenden Pfälzerwald. Vom auf um 180 m ü. NN liegenden Maikammer gibt es da auch recht knackige Anstiege zum Kalmit-Gipfel, auf den 608 Meter hohen Taubenkopf oder auf die 619 Meter hohe Hohe Loog. An den steilsten Pfaden können sich Wanderer, Bergläufer oder Mountainbiker auf Streckenlängen von rund 3 Kilometern mit bis zu 400 Höhenmetern ordentlich auspowern. Vielfach erschließen sich dabei herrliche Aussichten, wie zum Beispiel auf das Hambacher Schloß, wo am 27. Mai 1832 das Hambacher Fest stattfand, welches als Wiege der deutschen Demokratie in die Geschichtsbücher einging.

In diese wird der 23. Kalmit–Berglauf zwar nicht eingehen, doch wird er den Teilnehmern sowohl wegen den für die Jahreszeit fast schon unheimlichen, weil eigentlich viel zu guten Witterungsbedingungen, als auch wegen der perfekten Organisation in allerbester Erinnerung bleiben. Jeder Teilnehmer bekam bei der Anmeldung ein Fläschchen Pfälzer Traubensaft, hier Läuferelixier genannt, und viele ergatterten nach dem Lauf einen Preis bei der in jedem Jahr obligatorischen Tombola. Mit viel Liebe auch für kleine Details haben Laufchef Manfred Schwaab und sein Team wieder einmal gezeigt, wie man eine solche an Ehrenamtsmaßstäben gemessene Großveranstaltung stemmen kann.

Nicht das kleinste Haar in der Suppe konnte man finden, wenn man mal von einem faulen Apfel absieht. Ein solcher hatte sich in einen bei der Tombola unter die Leute gelosten Beutel Äpfel verirrt. Doch selbst den hatten die aufmerksamen Leute vom TV Maikammer in Windeseile erspäht und schnell noch ausgetauscht.

Ergebnisse: www.laufinfo.eu


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