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26. Weihnachtsmarktlauf Landstuhl

[eingestellt am 30. November 2014]

By: Gabi Gründling

Fotos: Peter Gründling

die Sickingensporthalle als Dreh- und Angelpunkt

Service für die amerikanischen Gäste

Starterfeld der Jüngsten

Los geht’s

Hinten laufen die Väter mit

Niklas Binder überholt noch neun Kinder vor ihm

Tim Könnel (Sieger, 1. M20) und André Bour (Zweiter, 1. M35)

Louis Mcdonagh (Drtter, 2. M35), Tom Heuer (1. M40) und Max Kirschbaum (2. M20)

3. M35 Ramon Bernadon

Siegerin Caroline Jepleting

1. M45 Raimund Kron

1. M30 Michael Behnke

1. MJU20 Johannes Kassel

2. M45 Leonhard Mayer

2. M50 Daniel Suck (725), 3. M45 Karl-Peter Böshar (866)

2. MJU20 Justus Trappen (605)

Zweite Natascha Hartl

Etwas verfroren: 1. W45 Josefa Matheis

1. WJU20 Aline Salzmann

3. W20 Bianca Logé

1. M60 Karl-Heinz Klos (482), 2. W30 Sabine Korz (201)

1. Annemarie Weigand

2. WJU20 Laura Müller

2. W35 Sonja Deiß

3. WJU20 Constanze Schmidt

1. W55 Rosemarie Rzehak-Rhoden

3. WJU16 Katrin Neumeister (453), Sina Schuh, Immo Sefrin, 3. W40 April Parsells (842)

1. WJu18 Anna-Maria Schmidt

1. W65 Ingeborg Lang

2. W55 Karen Müller

3. W55 Lieselotte Meyer (488), 2. M65 Werner Forell (772)

Jaela und Jeff Norkoli

Sieger Tim Könnel alleine gegen die Uhr

Wenig Rücksicht auf überholende Läufer

2. W70 Jill Highhill wird gerade von den Ziehmer-Twins überholt

1. W50 Marion Fernekeß

Die Glühweintrinker haben keinen Blick für die Läufer

Engelchen Cordula Moritz

Zweiter André Bour im Zielkanal, nebenan geht das Rennen weiter

1. M65 Eirch Kylius (858

Jannick und Chris Ziehmer gewinnen die MJU16

Dritte Jessica Kammerer hinter Roland Schreiber

Moderator Jochen Heringhaus

Nikolausmützchen als Haarspange: Andrea Groch

Elfin Tiffany Key

1. M75 Franz Feller

Der Rückweg zur Halle

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Jens und Sandra Deman

Statt Papierkorb: "Becherstapelanlage" à la Landstuhl

Weihnachtsmarkt mal sportlich 

Landstuhl, 30. November 2014 – 595 Engel, Elfen, Weihnachtsmänner, Weihnachtsfrauen, Läufer und Läuferinnen sowie 143 Kids erreichten in Landstuhl das Ziel am Rande des Weihnachtsmarkts. Bei 880 erfaßten Startnummern hat ein relativ hoher Teil der 680 Vorangemeldeten seine Nummer nicht abgeholt. Dabei war das Wetter gar nicht mal so schlecht. Zwar wurde es, wie in den ganzen letzten Tagen, nicht wirklich hell. Ralf Matheis wußte durch Beobachtung seiner Photovoltaikanlage zu berichten, daß dieser November deutlich weniger Sonnenstunden hatte als die November der letzten zwei Jahre. Aber es war mit 5 Grad nur mäßig kalt und vor allem: trocken. 

Da in Landstuhl das größte US-Krankenhaus auf nichtamerikanischem Boden steht und die US-Airbase im benachbarten Ramstein der größte Militärflughafen außerhalb Amerikas ist, laufen hier traditionell viele US-Bürger. Man kann viele von ihnen recht leicht ausmachen, denn die meisten verkleideten Läufer sprechen Englisch. Sogar rennende Cupcakes wurden in den vergangenen Jahren hier schon gesichtet. 

Der Landstuhler Weihnachtsmarkt findet immer am ersten Adventswochenende statt. Und an ihn ist nun bereits im 26. Jahr der Weihnachtsmarktlauf der LLG Landstuhl angedockt. Der Start ist vor der Sickingen-Sporthalle, hinter der im März der Berglauf hinauf zur Burg Nanstein gestartet wird. Von dort aus geht’s direkt in die Innenstadt der 8.200 Seelen-Gemeinde. Für die Schüler, die um 12.30 h auf die Strecke geschickt werden, ist schon nach 1,3 km direkt am Weihnachtsmarkt Schluß. Die Erwachsenen, die eine halbe Stunde später loslaufen, geht’s vier Runden durch die Stadt, rund 7,6 km haben sie am Ende auf dem Tacho. Nach zwei Runden gibt es eine Sprintwertung, die mit 75 € dotiert ist und jeweils an den schnellsten Mann und die schnellste Frau ausgezahlt wird. Für eine Verbesserung des Streckenrekords gibt es ebenfalls 75 €. Wenn dieser nicht gebrochen wird, wird der Betrag auf die schnellsten drei LäuferInnen im Verhältnis 35-25-15 aufgeteilt. Der Streckenrekord der Männer steht seit 1990, also fast von Anbeginn des Laufs an, bei 21:52 min, aufgestellt seinerzeit vom Tschechen Oralek. Der Rekord der Frauen ist dagegen sehr jung. Aline Krebs lief erst im vergangenen Jahr 25:38 min. 

Um es vorweg zu nehmen: beide Jackpots wurden in diesem Jahr aufgeteilt. Die bei der US-Army beschäftigte Kenianerin Caroline Jepleting kam Aline Krebs auf 9 Sekunden nah, Tim Könnel war von der Oralekschen Marke 2:03 min entfernt. 

Zusammen mit seinem Vereinskollegen André Bour kam der Heltersberger Tim Könnel nach der ersten Runde bei Moderator Jochen Heringhaus vorbei. Eine Runde später sicherte er sich die Spurtprämie mit gehörigem Vorsprung und so mancher dachte, daß da der Drops schon gelutscht wäre. Aber nach der dritten Runde war Bour wieder dran am 19 Jahre jüngeren Konkurrenten. Die 5 km-Durchgangszeit der beiden lag bei 15:33 min, was für Tim Könnel eine 5 km-Bestzeit gewesen wäre, wenn sie denn gestoppt würde. So fiel ihm auch die letzte Runde schwer, aber er konnte sich nochmal von Bour absetzen und hatte im Ziel 10 Sekunden Vorsprung. So konnte der Medizinstudent, der unter der Woche in Mainz lebt und im Winter in der Mittagspause trainiert, ein schönes Sümmchen von 110 € mit nach Hause nehmen. 

Genauso viel übrigens wie die Frauensiegerin Caroline Jepleting. Die Mittelstrecklerin lief dieses Jahr bei einem internen Wettkampf der US-Truppen in Europa im bayrischen Grafenwöhr zum ersten Mal einen Langstreckenwettkampf. Für die 10 Meilen brauchte sie 61:37 min. Im Oktober verbesserte sie diese Zeit in Washington auf 56:37 min. Zu einem Interview war sie in Landstuhl leider nicht bereit. Von Anfang an auf Platz 2: Natascha Hartl. Sie lebt in Landstuhl, läuft im Trikot der TuS 06 Heltersberg. Nach 27:56 min blieb die Uhr für sie stehen. 

Ihre Vereinskollegin Jessica Kammerer lief von Beginn an auf Rang 3. Mit ihren 28:25 min war die quirlige Erzieherin vollauf zufrieden, war sie doch sogar eine halbe Minute schneller als im Vorjahr. Nach dem Lauf ging’s für sie erstmal nach Hause zum Duschen, die Siegerehrung vor den Türen des Hauptsponsors VR-Bank Westpfalz beginnt in Landstuhl immer erst bei einsetzender Dunkelheit. Obwohl sie durchs Feld nur ca. 4 km Heimweg gehabt hätte, zog Jessica das gemütliche warme Auto ihres Lebensgefährten Matthias Hecktor vor. 

Vierte wurde mit Josefa Matheis eine „alte Bekannte“ in der Pfälzer Laufszene. Als Siegerin der W45 lief sie 28:59 min – was bei der Streckenlänge von ca. 7,6 km umgerechnet eine 10er-Zeit von deutlich unter 40 min bedeutet. Ihre hartnäckigen Achillessehnenprobleme hat die Eisenbergerin zwar noch nicht überstanden, aber sie kann offenbar wieder Druck auf den Asphalt bringen.

Ihr männlicher Gegenpart auf dem Holzmedaillenplatz war Tom Heuer. Er freute sich „im Kampf gegen das Altern“ mit 24:45 min dieselbe Zeit gelaufen zu sein wie im Vorjahr – aber daß er im dritten Rennen an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden (Potzberg – Kalmit – Landstuhl) immer auf Platz 4 landete, fand er natürlich etwas schade. Landstuhl ist für ihn immer eine Anreise aus dem Donnersbergkreis wert, zumal er hier mit seinen Vereinskollegen von der TuS 06 Heltersberg immer um die 150 € für den schnellsten Verein fightet. In Heltersberg ist in der kommenden Woche Weihnachtsfeier und da wird jeder Beitrag zur Gestaltung des Festes gerne gesehen. 

In der ersten Runde lief Heuer noch einen Schritt vor Louis McDonagh, dem Franzosen mit dem schottischen Namen im Trikot des 1. FC Kaiserslautern. Am Ende sicherte er sich mit 24:37 min den dritten Treppchenplatz. 

Ein Augenmerk haben muß man sicher auf die beiden Jungs, die auf den Gesamträngen 22 und 23 einliefen: die Zwillinge Chris und Jannick Ziehmer aus Kindsbach. Der Ort liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Landstuhl auf dem Weg Richtung Kaiserslautern. Die 14jährigen starten aber für den DJK SG St. Ingbert im benachbarten Saarland. Durch die Schule kamen sie auf die Idee, sich im Triathlon zu versuchen und sind nach ihrer ersten Saison direkt im Kader der saarländischen Triathlonunion gelandet. Sie kommen über Schwimmen und Wasserball zum Triathlon. Für ihre Wassersporthobbies, denen sie beim WSV Ludwigshafen frönen, mußten die Eltern sie vier Mal pro Woche in die Vorderpfalz chauffieren, jetzt geht’s jeden Tag nach Saarbrücken zum Triathlontraining und noch ein Mal zusätzlich nach Ludwigshafen. Die Wettkampfdistanz in diesem Alter beträgt 400 m Schwimmen, 10 km Radfahren und 2,5 km Laufen. Da waren die 7,6 km von Landstuhl schon oberes Limit und dienten jetzt schon der Vorbereitung der Triathlonsaison 2015. Die Landstuhler Zuschauer konnten zusehen und zuhören, wie die beiden sich, Seite an Seite laufend, unterwegs immer wieder gegenseitig anpeitschten. Den Zielkanal erreichten sie dann Hand in Hand, legten aber auf den letzten 50 m nochmal einen Endspurt hin, den Chris mit einer Sekunde Vorsprung für sich entschied. 27:20 bzw. 27:21 min gaben ihre Transponder an die Zeitmatte von Meisterchip weiter. 

Ihren ersten Volkslauf absolvierte Sandra Deman (TuS Heltersberg). Angefixt von ihrem ultralaufenden Mann Jens ist sie inzwischen auch beim Laufsport gelandet. 7,6 km waren eine schöne „Einsteigerdistanz“, auf der Jens sie auf Schritt und Tritt begleitete.

Das Kinderrennen entschieden Fabian Morsch (LAZ Zweibrücken, 4:02:62 min) und Mira Ruhstorfer (ATSV Saarbrücken, 4:51 min) für sich. 

Die Heltersberger haben die Leistungswertung mit den 10 schnellsten Läufern gewonnen. Der Gruppenpreis für die meisten Teilnehmer ging an den TV Rodenbach. 

Ergebnisse www.laufinfo.eu

 

 


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