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34. Bietigheimer Silvesterlauf

[eingestellt am 02. Januar 2015]

By: Jörn Harland

Fotos: LipsiART, Jörn Harland und Peter Willig

Spitzengruppe Männer

Spitzengruppe Frauen

Frohe Farben

Start/Ziel-Bereich

Alina Reh im Interview

Das Treiben in der Halle

Tauende Winterlandschaft

Gratulation für den Sieger

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Hilfe für Togo

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Die schnellsten Frauen

Die 10. Bei den Frauen vor dem Start ganz entspannt: Stefanie Rexhäuser

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Die schnellsten Männer

Das Siegertrio bei den Männdern: Dickson Kirui, Rico Schwarz, Timo Göhler

Rico Schwarz und Alina Reh triumphieren 

Bietigheim-Bissingen, 31. Dezember 2014 - Der 34. Bietigheimer Silvesterlauf ist bereits wieder Geschichte: Rico Schwarz und Alina Reh triumphierten. Über 3.600 Teilnehmer und über 10.000 Zuschauer feierten trotz winterlichen Schmuddelwetters in der Bietigheimer Altstadt und entlang der Enz ein wahres Läuferfest. 

Trotz unmittelbaren Wintereinbruchs zum Jahresende haben die Veranstalter des Bietigheimer Silvesterlaufs wieder eine grandiose Show abgeliefert. Die Rennstrecke war komplett schnee- und eisfrei. Die fleißigen Mitarbeiter, insbesondere des Bietigheim-Bissinger Bauhofs, haben ganze Arbeit geleistet. Für den Renntag selbst waren keine Schneefälle und Temperaturen um oder knapp unter dem Gefrierpunkt vorhergesagt. Genauso sollte es kommen.

Der Bietigheimer Silvesterlauf ist Bestandteil des Lauf RegioCups. Dieser setzt sich zusammen aus dem Stuttgart-Lauf, dem Bottwartal-Marathon und eben dem Jahresabschluss in Bietigheim. Die SportRegion Stuttgart schreibt zusammen mit den Veranstaltern der drei Läufe sowie dem Württembergischen Leichtathletik-Verband die Gesamtwertung mit dem Titel "Lauf RegioCup 2014" aus. Gewertet werden dabei jeweils der zeitliche Rückstand auf den Sieger bzw. die Siegerin (beim Marathon einfach, beim Halbmarathon doppelt, beim Lauf über 11,2 km bzw 10 km vierfach). 

Die Strecke des Silvesterlaufs führt auf vorwiegend asphaltierten Straßen und Wegen durch die Enzauen und die historische Altstadt von Bietigheim. Die Gesamtlänge der profilierten Strecke beträgt ca. 11,1 km, wobei die 1. Runde ca.4,8 km und die 2. Runde ca. 6,3 km aufweist. Start und Ziel des Bietigheimer Silvesterlaufs befinden sich bei der Sporthalle am Viadukt. 

Für den Silvesterlauf gibt es neben den Einzelwertungen auch Team-Rankings. 10 Teilnehmer aller Klassen bilden hierbei eine Mannschaft. Die Wertung erfolgt durch Zeitaddition. Zusätzlich gibt es eine Wertung für Frauenmannschaften. Gewertet werden 5 Teilnehmerinnen durch Zeitaddition. 

In den letzten Jahren konnten sich bei den Männern so namhafte Athleten wie Arne Gabius, Rico Schwarz, Julian Flügel oder Sebastian Hallmann in die Siegerlisten eintragen. Bei den Frauen lauteten die Siegerinnen der letzten Jahre Alina Reh, Jana Soethout, Fate Tola oder Corinna Harrer. Der Bietigheimer Silvesterlauf hat also seinen Stellenwert. 

Pünktlich um 14 Uhr fiel der Startschuss zum Bietigheimer Silvesterlauf 2014. Bietigheim-Bissingens OB Jürgen Kessing gab sodann den Startschuss für die Laufbegeisterten. Südamerikanische Stimmung für Läufer und Zuschauer gleichermaßen entlang der Strecke war garantiert. Es gab also keinen Grund trotz der frostigen Temperaturen an Silvester zuhause zu bleiben. 

Der Rennverlauf bei den Männern ist relativ einfach beschrieben: eine Spitzengruppe, bestehend aus Markus Weiß- Latzko (Sparda- Team Rechberghausen), Dickson Kurui (Kenia), Rico Schwarz (ASV Erfurt), Timo Göhler (TherapieReha Siegele), Simon Stützel (TherapieReha Siegele) und Julian Flügel (LG Telis Finanz Regensburg) flog entlang der Enz, durch den Japangarten, die Altstadt, vorbei an Start und Ziel und dann auf die zweite, längere Runde. Am letzten Anstieg in der Altstadt setzte sich der 26-jährige Schwarz von der Spitzengruppe ab und gewann mit rund 30 Metern Vorsprung in 33:39 min. Der Thüringer stapelte im Vorfeld tief und wollte eigentlich erstmal nur vorne mitlaufen. Letztlich wiederholte er aber seinen Triumph aus dem Jahr 2012 und sorgte dafür, dass die 11- jährige deutsche Silvesterlauf- Siegesserie weiterhin Bestand hat. 

Auf den Plätzen zwei und drei folgten zeitgleich in 33:44 min. der Kenianer Kurui und der Mehrstettener Göhler. Für Dickson war es der gute Abschluss eines längeren Aufenthalts in Deutschland. Anfang Januar geht es wieder zurück nach Kenia, ehe dann im März der Halbmarathon in Bratislava auf dem Programm steht. Als Vierter lief Markus Weiß-Latzko in 33:46 min. über die Ziellinie. Die als Favoriten gehandelten Simon Stützel (33:50 min.) und Julian Flügel (33:53 min.) belegten die Plätze fünf und sechs. Während der Hesse Flügel im Oktober grandiose 2:14h in Frankfurt auf der Marathondistanz ablieferte, hat der in Tübingen lebende Stützel das Unternehmen Marathon noch vor sich. Ende Januar wird er im texanischen Houston sein Debüt geben. 

Bei den Frauen setzte sich das erst 17 Jahre alte Lauftalent Alina Reh (TSV Erbach/ Donau) durch. In 37:11min. war die Zweite der Weltjugendspiele damit über eine Minute schneller als bei ihrem Vorjahreserfolg. Die auf der schwäbischen Alb lebende Athletin ließ zu keinem Zeitpunkt Zweifel an ihrem Sieg aufkommen. Dahinter duellierten sich Annett Horna (LC Rehlingen/37:57) und Hanna Klein (LG Limes-Rems/38:36) um die Plätze zwei und drei. Die Marathonläuferin Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) konnte nicht ganz vorne mitlaufen und wurde Fünfte mit 39:16 min. 

In der Mannschaftswertung wiederholte das TherapieReha Siegele- Team seinen Vorjahressieg. Mit einer Gesamtzeit der 10 gewerteten Läufer von 6:03:05 h verwiesen sie die Teams Laktat- Knaller (6:26:57 h) und LIVOTEX SPORTSTEAM (6:40:14 h) auf die Plätze. Bei den Mannschaften der Frauen ging der Sieg an die LG Neckar- Enz (3:53:31 h). Die Plätze zwei und drei belegten das LIVOTEX SPORTTEAM (4:08:06 h) und das TEAM CLAUDIUS (4:13:26 h). 

Für das Team mit den meisten Finishern wurde dem TEAM CLAUDIUS als Preis symbolisch ein Spanferkel übergeben. Mit 246 Läuferinnen und Läufer erinnerten diese mit ihrem Start an den Sportphysiotherapeuten Claudius Gross, der im August dieses Jahres bei einer Trainingsradfahrt durch einen tragischen Unfall ums Leben kam.

Unter den Läufermassen befand sich auch die Weltkasse- Stabhochspringerin Carolin Hingst. Sie tauschte ihr Sportgerät gegen die Laufschuhe und blieb mit einer Laufzeit von 59:14 min. noch unter einer Stunde. Bereits seit mehreren Jahren engagiert sich Hingst für das Projekt „Sporthilfe für Togo“. Unter dem Motto "Helfen, wo man kann", sammelte sie gebrauchte Sportkleidung. Von der Spenden-Aktion beim 34. Bietigheimer Silvesterlauf war sie überwältigt. 

www.bietigheimersilvesterlauf.de - Ergebnisse


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