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Int. Raiffeisen Silvesterlauf Peuerbach

[eingestellt am 02. Januar 2015]

By: hahnertwins

Mit Puderzucker bedeckt

Relaxen vor dem Start

Anfeuerung vom Glücksbringer

Schneeräumkommando im Einsatz

Salzstreuen für freie Straßen

Staffellauf

Führungsfahrzeuge kündigen den Schnellsten an

Bereit zur Stablübergabe

Doppelte Zwillingspower

Take off your clothes

Die drei schnellsten Damen

Weißes Konfetti für alle :-)

Die Spitzengruppe

Spannender Fight um den Sieg

Sensationeller Sieg für Richard Ringer

Peuerbach, 31.12.2014 - Silvester. Der Tag im Jahr, um den Winterhimmel mit Knallkörpern in allen möglichen Farben zu erhellen. Der Tag für gute Vorsätze und ein ausgezeichneter Tag, um die Laufschuhe bei einem der zahlreichen Silvesterläufe zu schnüren.

Der Internationale Silvesterlauf in Peuerbach, Oberösterreich zog in diesem Jahr knapp 700 Läufer an die Startlinie und Zuschauer an die Strecke. Und auch die Cheerleader ließen sich vom Schnee nicht abhalten und jubelten den Läufern zu. Peuerbach liegt unweit der deutschen Grenze, in der Nähe von Passau. Nachdem es zwischen den Jahren fast flächendeckend in Deutschland und Österreich geschneit hatte, dauerte die Anreise bei vielen etwas länger. Die Straßen waren noch nicht alle geräumt und es schneite weiterhin, so war die Geschwindigkeit durch die Wetterbedingungen beschränkt.

Die Organisatoren des Silvesterlaufs sorgten mit großem Einsatz dafür, dass die 850m-Runde einer Rennpiste glich. Die Strecke war super geräumt und während der ganzen Veranstaltung wurde der Asphalt schneefrei gehalten und der Salzstreuer war im Dauereinsatz. „Mein Arm schmeckt sogar salzig und die Salzränder sieht man auf meiner Hose“, erzählte eine Läuferin nach dem Rennen grinsend. Nach der Startgeraden geht es mit einer Linkskurve bergab, anschließend folgt ein ebenes Stück bevor es vor der Zielgeraden wieder bergauf geht.

Das Laufspektakel begann mit Schülerläufen. Die Jüngsten liefen 150m, die etwas Älteren eine oder zwei Runden. Der Volkslauf ging über 6,8km. Neben dem Volkslauf gibt es außerdem einen Staffellauf. Vier Läufer bilden ein Team und jeder läuft eine Runde so schnell er kann. Eine Frauenstaffel trotzte dem Wetter mit echten Lederhosen, zumindest in der B-Note waren sie damit ganz weit vorne. Die schnellste Staffel war der 1.FC Passau aus Deutschland. 

Um 14:15Uhr wurde es schnell. Beim Elitelauf der Frauen waren 6 Runden à 850m, also insgesamt 5,1km, zu bewältigen. Neben der Vorjahressiegerin Amela Terzic, der Streckenrekordlerin Sonja Stolic, war die in diesem Jahr die weltweit schnellste Straßenläuferin, Saina Betsy aus Kenia, am Start. Ihr vorher ausgegebenes Ziel, den alten Streckenrekord zu brechen, gelang ihr zwar, doch ihre Landsfrau Sheila Chepngetich-Keter war noch fünf Sekunden schneller und holte sich nach 15:43min den Sieg. Somit verbesserte die Kenianerin den Streckenrekord um 12s.

Die schnellsten Deutschen waren die Hahnertwins. Bis zur letzten Runde waren sie in einer gemeinsamen Gruppe mit zwei Österreicherinnen, der Berg-Weltmeisterin Andrea Mayr, der Europameisterschaftselften über 5000m Jenni Wenth und zwei weiteren Läuferinnen. Am Ende sicherte sich Anna in 16:57min den neunten Platz und Lisa lief 2s hinter ihr ebenfalls in die Top Ten. Drittschnellste Deutsche war Tina Fischl (Platz 13, 17:44min). 

Für die Männer galt es acht Runden und somit 6,8km zu laufen. Am Abend zuvor machte Richard Ringer eine klare Ansage. Auf die Frage was er sich für den Lauf vornehme, nahm er seine Startnummer, die 10, zur Hand und hielt die hintere Ziffer zu. Mit den Worten „Diese Ziffer soll am Ende vorne stehen“, sorgte der Friedrichshafener für Jubel bei seinen deutschen Läuferkollegen. Schließlich gibt es in jedem Jahr eine Nationenwertung zwischen den Österreichern und den Deutschen.

Vom Start weg zeigte Richard Ringer ein couragiertes Rennen. Er lief stets in der Spitzengruppe, die in den ersten Runden sogar noch auf Streckenrekord lag. Der wurde am Ende nicht gebrochen, trotzdem gab es in Peuerbach etwas Historisches: Zum ersten Mal wurden zwei Sieger geehrt. Auf der Zielgeraden fighteten Ringer und der Kenianer Chumo Schulter an Schulter um jeden Meter. Keiner ließ locker und so überquerten beide nach 19:04min die Ziellinie. So gab es seit den Carsten-Eich-Zeiten wieder mal einen Deutschen Sieger. Eich ist in Peuerbach seit vielen Jahren Dauergast, erst als Läufer und später als Athletenmanager. Zusammen mit seiner Frau sorgt er dafür, dass es den Elite-Athleten an nichts fehlt. Dritter wurde der Vorjahressieger Cornelius Kangogo aus Kenia.

In diesem Jahr waren zum ersten Mal die Grau-Zwillinge in Peuerbach zu Gast. „Ich wollte unbedingt bei einem Silvesterlauf mit einem starken Elite-Feld laufen“, erklärte Martin. In 20:07min lief er auf Platz 13, nur eine Sekunde dahinter sein Bruder Bastian. „Ich wollte unbedingt an den Fersen von Martin bleiben. Als er am Ende noch zwei Läufer überholt hat, habe ich das letzte aus mir heraus geholt und bin auch noch vorbei gezogen“, erklärte der Ältere der Grau-Zwillinge.

Bereits zum vierten Mal gab es beim Silvesterlauf ein Nationenduell zwischen den Österreichern und den Deutschen. Der Sieg Ringers reichte nicht, um die Österreicher hinter sich zu lassen. Somit haben die Österreicher zum 2:2 ausgeglichen und der Veranstalter Hubert Lang konnte den Österreichern den Siegerpokal und eine Flasche Sekt überreichen. Doch die Deutschen zeigen sich motiviert: „Im nächsten Jahr werden wir wieder unser Bestes geben, um erneut in Führung zu gehen.“  

Damit es im Jahr 2015 ähnlich erfolgreich weiter geht, haben sich die Läufer Glück von Peter und Paul, die Rauchfangkehrer-Glücksbringer des Silvesterlaufes, abgeholt. Eine Umarmung, ein kleines Glücksschweinchen sowie einen Spruch mit Wünschen für Glück, Gesundheit und Humor verteilten die Schornsteinfeger-Zwillinge an das Publikum und  an die Läufer.

Nach dem Lauf gab es eine organisierte Silvesterfeier für die Elite-Athleten. Hier waren die Tische sehr schnell gemischt und auch die Tanzfläche wurde von den Österreichern und Deutschen gemeinsam unsicher gemacht. Und auch die Tschechen, Kenianer und Serben feierten mit und so begrüßten alle gemeinsam um Mitternacht das neue Jahr 2015. Auf weitere spannende Duelle, gemeinsame Läufe und vor allem viel Spaß zusammen.

 

Link zu den Ergebnissen

 

 


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