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16. 50 km-Lauf Rodgau

[eingestellt am 01. Februar 2015]

By: Jochen Höschele

Fotos: Peter Gründling und Jörg Stutzke

die Ruhe vor dem Sturm

Eiscafé Winter on Tour

Da Equipment wird rangeschleppt

Die Strecke bevor es überhaupt losging

Km 4 am Opel-Versuchsgelände

1. W40 Natascha Bischoff und Bernhard Munz vorm Start

Das Scharren mit den Füssen hat begonnen

V.r.n.l: Sieger Oleksandr Holovnytsky, Dritter Thomas Klingenberger, 1. M50 Michael Sommer, Zweiter Carsten Stegner, Bernhard Munz

Julia und Christian Fatton

Beim 16. 50 km-Lauf in Rodgau zum 16ten Mal im Ziel: Jochen Höschele

Eigenverpflegung

Verpflegungsstelle

Die Karawane ist unterwegs

René Strosny überholt

Antje Schuhaj: dynamisch um den Wendepunkt

.. und es ward Sommer….

Gabriele Werthmüller

Ruth Jäger – an Krücken zum Zuschauen verdonnert

Oleksandr Holovnytsky zieht seine Runden

Die lange Zielgerade

Klaus Neumann (links) und Geburtstagskind Stefan Schlett

Sonja Beidl gut gelaunt unterwegs

Julia Fatton im Sturmschritt Richtung 24 h-WM in Turin

DUV-Geschäftsführer Martin Rudolph – vor der Kassenprüfung noch schnell 50 km absolviert

Seinen letzten Tag vorm Rentnerdasein verbrachte Friedbert Vetter auf der Strecke an der Gänsbrüh

Back on the track: Elisabeth Krämer aus Alfter

Ton in Ton: Marietta Laub

Michael Blumenroth

Veranstalter Harald Heyde

2. M70 RLT-Webmaster Reinhardt Schulz

Jochen Müller

Oliver Reuter noch voller Elan

Boris Tomaschewski aus Freiburg – nicht verwandt oder verschwägert mit Marathonsammler Ulrich Tomaschewski

Andrea Fiehring kämpft

Wolfgang Gickler

Hartfüssler-Trail-Veranstalter Hendrik Dörr leidet

Mutig in kurz: Astrid Meffert

1. W70 Edda Bauer

Marion Möhle

Notger Seitz

Sima Fern lief ihren 60. Marathon & Mehr

René Spintler

Hat gut lachen. Gregor Bauer

Michael Baader beißt sich durch

Irina Zietlow hielt die Familienehre hoch

2. M65 Peter Toobe

Bärbel Fischer

40 km gemütlich, dann 10 km Endbeschleunigung – Antje Schuhaj trainiert für die 24 h-WM

Ralph Wild

Marc de Vol

Thorsten Rickel macht die 50 voll

Julia Bush bei ihrem Ultradebut

Auch Heike Bergmann (links) bereitet sich auf die 24 h-WM vor

Lacht immer: Petra Marton

1. M75 Norbert Hoffmann mit Tochter Sigrid

Thorsten Klenke

Gert Scheifler, „besiegte“ seine Frau Judith, die aufhören mußte

2. W60 Evi Perner ist „pretty in pink“

Harald Reiff und Nina Blisse von der LG Mauerweg

Die zwei haben Spaß

Alexander von Uleniecki

2. M75 Hans-Joachim Meyer

Powerschnecke Hans Drexler, dahinter Christoph Geiger aus der Schweiz

Dritter Thomas Klingenberger (links) bei der Fotosession mit 3 Ultradebutanten seines insgesamt 10köpfigen Teams von Leistungsdiagnostik.de

Kerstin Felser – die einzige Pilotin in Deutschland, die einen A380 fliegen darf

Vierte Manishe Sina

Stefan Daum

Zweiter Carsten Stegner

1. M55 Altmeister Uli Amborn

Zweite Sabine Schmitt

2. MHK Markus Heidl und 1. MJU20 Mark Scheuring bei ihrem Ultradebut

1. M45 Robert Etter

Dritte Karin Kern

Strahlende Siegerin Tinka Uphoff bei ihrem Ultradebut

Sieger Oleksandr Holovtnisky

-

Ultratwins Frank und Rüdiger Burger

Vierter mit Startnr. 4: Bernhard Eggenschwiler

-

Holger Hedelt nach langer Verletzungspause back on the track

-

Patricia Rolle

Dritter Thomas Klingenberger und 1. M50 Michael Sommer

Der coole Kultlauf an der Gänsbrüh

Rodgau-Dudenhofen, den 31. Januar 2015 – Es gibt sie durchaus, die Fixpunkte im Jahreskalender der Ultramarathonläufer – einer Spezies, die sich ansonsten eher durch Individualität als durch Gleichförmigkeit auszeichnet. Neben Klassikern wie dem Rennsteiglauf und dem „Bieler Hunderter“ in der Schweiz im Mai bzw. Juni hat sich seit einigen Jahren der 50km-Lauf in Rodgau-Dudenhofen als inoffizieller Saisoneröffnungslauf der „Ultras“ eingebürgert. Regelmäßig verzeichnen die Organisatoren um Bernd Jackel vierstellige Anmeldezahlen, seit 2006 zählte man an der Freizeitanlage „Gänsbrüh“, wo sich Start und Ziel befinden, immer mehr als 500 Starter.  

Auch in diesem Jahr war es auf der ersten der insgesamt zehn Fünf-Kilometer-Runden wieder etwas eng. 860 Teilnehmer, so viele wie nie zuvor, lösten die Zeitmessung nach dem Start um zehn Uhr bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt aus. 

Viele, auch das ist bereits „Tradition“ in Rodgau, kommen gar nicht unbedingt mit der Absicht hierher, die vollen zehn Runden zu absolvieren. Einige nehmen bewusst ein „dnf“ in Kauf, um einen Trainingslauf unter Wettkampfbedingungen und bei Vollverpflegung zurückzulegen, was gerade in Rodgau äußerst kurzweilig und gesellig ist. Denn so viele Gleichgesinnte, die ihrerseits auch „nur trainieren“ wollen, trifft man wohl auf keiner anderen Ultralaufveranstaltung zwischen Flensburg und Berchtesgaden. 

Zugleich bedeutet das aber keineswegs, dass es sich beim Lauf im Südosten Frankfurts um eine Spaßveranstaltung handelt. Regelmäßig werden Zeiten gelaufen, die auch am Jahresende noch ganz vorne in den Bestenlisten zu finden sind. Gerade in den Altersklassen (aber mitnichten nur dort) fallen zuweilen auch Deutsche Rekorde, erst recht dann, wenn die Bedingungen, wie beispielsweise 2014 oder auch in diesem Jahr, nahezu ideal sind. 

Nach einem Zehntel der Gesamtdistanz lässt sich in den seltensten Fällen eines Ultramarathons schon eine zuverlässige Aussage über den Ausgang des Rennens treffen, zu groß sind die Unwägbarkeiten auf den noch zurückzulegenden Kilometern. Wenn an der „Gänsbrüh“ also schlappe fünf von insgesamt 50km abgespult sind, befinden sich häufig noch Athleten mit vorne dabei, die später entweder aussteigen oder aber richtiggehend „durchgereicht“ werden.

In dieser Hinsicht bildete der 16. Rodgauer 50km-Lauf eine echte Ausnahme – sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern waren von den Top 5 praktisch alle auch nach dem ersten Umlauf zumindest in der erweiterten Spitzengruppe zu finden. 

Als Erster ging der Ukrainer Oleksander Holovnytskyy (SC Kovel) nach 18:20 min in die zweite Runde, gefolgt von Carsten Stegner (Asics Frontrunner SC Amberg) nach 18:53 min und einem baden-württembergisch-hessischen Trio, Thomas Klingenberger (Team Leistungsdiagnostik.de), Michael Sommer (EK Schwaikheim) und René Strosny (Passtschon 98).

Bei den Frauen lag Karin Kern (DJK Schwäbisch Gmünd) in 21:25 min knapp vor Tinka Uphoff (Spiridon Frankfurt) und der Vorjahressiegerin Astrid Staubach (SV Herbstein), die zehn bzw. zwölf Sekunden hinter der W45erin von der Schwäbischen Alb lagen.

Während bei den Männern bis zur "Halbzeit" nach Runde fünf die Platzierungen unverändert blieben und sich einzig die Abstände veränderten (Holovnytskyy lief in 1:32 h durch, Carsten Stegner genau zwei Minuten hinter ihm, dann folgte Thomas Klingenberger in 1:38 h vor Michael Sommer und René Strosny jeweils in 1:39 h), hatte sich nach der Hälfte der Strecke bei den Frauen Tinka Uphoff in 1:48 h an die Spitze gesetzt. Ihren allerersten Ultramarathonlauf, den sie eher deshalb lief, weil ihr die langen Läufe alleine nicht so viel Spaß machen. Außerdem hatte ihr die "Gänsbrüh-Gabi", Streckensprecherin Gabi Gründling, anlässlich des 15ers in Rheinzabern von der Stimmung in Rodgau vorgeschwärmt und sie auf die Idee gebracht, dort doch anzutreten und dann gegebenenfalls nach 35 oder 40km auszusteigen. Tinka war jedoch aufgrund eines ziemlich missratenen Tempotrainings unter der Woche recht verunsichert an den Start gegangen und hatte ihren Coach Kurt Stenzel, unter dessen Fittichen sie bei Spiridon Frankfurt trainiert, noch gefragt, was sie denn nun machen solle in Rodgau. Er gab ihr die „Freigabe“ auch weiter zu laufen, wenn sie wolle. Und sie wollte. Bis Kilometer 25 schien es Tinka also gut zu gehen, ihr Vorsprung auf die Zweitplatzierte Astrid Staubach betrug exakt zwei Minuten. Genau 40 Sekunden lagen zwischen Staubach und der mittlerweile Drittplatzierten Karin Kern, die ihrerseits wiederum bloß 20 Sekunden vor Sabine Schmitt (Run² by Runners Point Mainz) bei Moderatorin Gabi Gründling vorbeilief. Wie es so oft ist auf den Ultramarathondistanzen, fällt die Entscheidung über Sieg und Platzierung erst auf der zweiten Streckenhälfte. Auch wenn die Bedingungen an der Gänsbrüh dieses Jahr weitaus weniger Krafteinsatz aufgrund schlecht zu belaufender Strecke verlangten, als beispielsweise 2013, werden am Ende diejenigen mit den gleichmäßigsten Rundenzeiten "belohnt". 

Das galt zwar nicht unbedingt für Oleksander Holovnytskyy, doch der Ukrainer spulte alle seine Runden unter 20 Minuten ab und behielt in 3:08:48 h die Oberhand. Es war sein erster Sieg in Rodgau nach zwei zweiten Plätzen 2013 und 2014 (jeweils hinter Florian Neuschwander, der dieses Jahr nicht teilnahm). 

Carsten Stegner wurde in 3:10:43 h nach einem guten Rennen sicherer Zweiter. Er wollte im Hinblick auf die in vier Wochen stattfindende Deutsche Meisterschaft über 50km in Marburg vor allen Dingen gleichmäßig seine Runden abspulen. Dies gelang ihm auch gut - einzig die Aussicht, den führenden Holovnytskyy vielleicht doch noch einzuholen, verleitete ihn ab Runde sechs zu einer etwas flotteren Gangart. Zu flott, wie Carsten Stegner hinterher selbstkritisch anmerkte. Sein "Einbruch" in Runde neun führte aber auch nicht dazu, dass er den zweiten Platz gefährdete, und beinahe verbietet sich die Vokabel Einbruch hierfür auch. Carstens langsamste Runde war eine 20:02 min, als er in der letzten Runde realisierte, dass weder nach vorne noch nach hinten noch irgendetwas passieren würde. Insofern war er auch zuversichtlich in Sachen Marburg und hatte sein Soll (eine 3:12 h wollte er laufen) mehr als erfüllt. Gefallen hat er bei seinem zweiten Auftritt in Rodgau (2013 war er in 3:17 h Dritter geworden) wieder der Zusammenhalt und die schöne Stimmung unter den Ultraläufern dort. Augenzwinkernd äußerte er noch den Kritikpunkt, dass die Strecke  für einen Trailläufer wie ihn „eindeutig zu wenige Höhenmeter“ aufweist. 

Der Dritte, Thomas Klingenberger vom Team Leistungsdiagnostik.de benötigte 3:15:55 h. Er brachte das Kunststück fertig, seine 1:38 h-Durchgangszeit eine schnellere zweite Hälfte folgen zu lassen. Seine „Schützlinge“ vom Team Leistungsdiagnostik.de, darunter etliche Debütanten auf der Ultramarathonstrecke, kamen allesamt gut und wohlbehalten im Ziel an. Dass darunter auch einer war, der „nie, nie, nie“ mehr als Marathon laufen wollte und doch wortbrüchig wurde, veranlasste Thomas und sein Team zu einem Schmunzeln. 

Vierter und schnellster der wie immer stark vertretenen Schweizer wurde in Bernhard Eggenschwiler ebenfalls ein Rodgau-Wiederholungstäter. Der Gesamtdritte des letztjährigen Bieler Hunderters (in 7:48 h) hat sich Jahr für Jahr in Rodgau gesteigert: Beim Debüt 2013 Achter auf Schnee in 3:31 h, letztes Jahr auf demselben Rang in 3:24 h, schob er sich dieses Jahr ganz nahe an die Podestplätze heran und verpasste den Bronzerang  mit 3:17:58 h nur um gute zwei Minuten. 

Der schnellste M50er folgte unmittelbar danach in 3:20:10 h – Michael Sommer vom EK Schwaikheim spulte beinahe wie ein Uhrwerk seine Runden ab, nur der fulminant laufende Bernhard Eggenschwiler, der auf der zweiten Streckenhälfte gut zwei Minuten schneller lief als auf der ersten, überholte den neunfachen Deutschen Meister über 100km. 

René Strosny musste seinen heftigen Laufausflügen der vergangenen Woche (58km im Training am vorigen Wochenende plus ein nächtlicher Geburtstagsmarathon von Sonntag auf Montag) etwas Tribut zollen und wurde, seiner Startnummer entsprechend, Siebter in ausgezeichneten 3:25:27 h. 

Markus Heidl von Spiridon Frankfurt schob sich noch zwischen Sommer und Strosny auf Platz sechs in 3:24:00 h, auch aufgrund einer deutlich schnelleren zweiten Hälfte. Auch für ihn ein äußerst gelungenes Debüt auf der „kurzen“ Ultramarathondistanz. 

René Strosny konnte sich zusätzlich noch über den Sieg in der Mannschaftswertung gemeinsam mit Georg Kunzfeld und Frank Wiegand freuen – erstmals waren sie gemeinsam für „Passtschon 98“ angetreten, was gleich Platz eins vor SpVgg Holzgerlingen und den von Markus Heidl angeführten Jungs von Spiridon Frankfurt bedeutete. 

Doch nicht nur bei den Männern gab es erfolgreiche Ultradebütanten – auch Tinka Uphoff verstand es, ihren eigentlich nur als „Trainingslauf“ getarnten Premierenultra nicht nur „einfach“ zu Ende zu laufen, sie siegte auch gleich in tollen 3:39:10 h. Viel hätte nicht gefehlt, und der von Constanze Wagner seit 2004 gehaltene Streckenrekord (3:37:28 h) wäre auch noch gefallen. So steht aber immerhin ein neuer WHK-Streckenrekord in Rodgau, denn Tinka gehört mit Jahrgang 1983 der Hauptklasse an (aktuelles Portrait von Tinka bei uns im Laufticker). 

Eine überraschende Wendung gab es auf dem zweiten Streckenabschnitt im Frauenrennen dann doch – Astrid Staubach musste nach etwas mehr als sechs Runden die Segel streichen und konnte ihren Vorjahreserfolg nicht wiederholen. Sabine Schmitt profitierte von ihrem etwas verhalteneren Auftakt gegenüber der „Schnellstarterin“ Karin Kern und konnte sich in Runde sechs an ihr vorbeischieben, zunächst noch hinter Staubach auf Platz drei. In 3:45:13 h verbesserte sie auch gleich noch den Streckenrekord in der W35 und sicherte sich den zweiten Gesamtplatz. Für sie war es nach dem Lahntallauf in Marburg im Vorjahr auch erst der zweite Versuch über diese Distanz. Eigentlich möchte sie sich noch auf die kürzeren Strecken konzentrieren, kann aber eine neuerliche Teilnahme in Marburg auch nicht gänzlich ausschließen. 

Karin Kern, die im vergangenen Jahr bei sämtlichen Europacup-Läufen, an denen sie teilnahm, siegreich war und somit auch die Cupwertung haushoch gewinnen konnte, erreichte nach 3:49:35 h als Dritte das Ziel und lag nur eine gute halbe Minute vor einer weiteren positiven Überraschung des Tages: Manishe Sina von der LG Seligenstadt (den  ungewöhnlichen Namen verdankt sie ihrem iranischen Vater) war letztes Jahr auch schon in Rodgau dabei und wurde nach 4:14 h bei ihrem Debüt gute Zwölfte. Heuer lief sie netto sogar unter 3:50 h und nur ganz knapp am Podest vorbei. Karin Kern vermochte jedoch, wohl nicht zuletzt aufgrund ihrer größeren Erfahrung, den Angriff der 32jährigen Sina noch einmal abzuwehren, die sich bis auf wenige Sekunden an sie „herangepirscht“ hatte. 

Nicht weit dahinter kam dann die W40-Siegerin Natascha Bischoff (LSG Karlsruhe) in 3:53:13 h als Fünfte ins Ziel. Sie war auch die letzte Frau unter vier Stunden, 41 Männer blieben ebenfalls unter dieser Marke – ein Zeichen, dass es an der Gänsbrüh durchaus auch leistungsbezogen zugeht. Auch einige Mitglieder des 24h-Nationalteams lieferten einen Beweis ihrer Leistungsstärke ab, wenn auch „nur“ ein Trainingslauf, teilweise mit Endbeschleunigung, auf dem Programm stand. So spulten Heike Bergmann, Antje Schuhaj und Julia Fatton auf einer für „24Stünderinnen“ ungewöhnlich langen Parcours ihre Runden ab und hatten sichtlich Freude daran, ohne sich großartig anstrengen zu müssen. Julia Fatton holte dann quasi „im Vorbeigehen“ noch den Mannschaftssieg mit der LG Derendingen in der Besetzung Werthmüller-Fatton-Schüpbach ab, vor der LSG Karlsruhe und der LG Nord Berlin mit Heike Bergmann und einer stark auftrumpfenden Patricia Rolle, die Gesamtsechste wurde und mit neuer persönlicher Bestzeit über 50km den kommenden Aufgaben zuversichtlich entgegensehen kann. 

Die 538 Athletinnen und Athleten, die erfolgreich zehn Runden liefen, stellen zwar „nur“ die dritthöchste Finisherzahl dar, doch kann ungestraft behauptet werden, dass sich die Veranstaltung in Dudenhofen ungebrochener Beliebtheit erfreut. Hierher kommen auch diejenigen, die sich erst noch so richtig in Form bringen wollen für die gerade erst beginnende Saison, um die eine oder andere Runde in Gesellschaft zu drehen. Das Team des RLT sorgt für den passenden Rahmen – angefangen von der Streckenbeschallung bei Start und Ziel durch Musik und Moderation sowie kurz vor und nach dem Wendepunkt durch Rock, Pop und Oldies bis hin zum „Ultra-Kaffeeklatsch“ nach dem Lauf in der Halle, passt einfach alles. Dauerstarter wie Neulinge wissen dies zu schätzen, und aus gegebenem Anlass gebühren einer Debütantin die letzten Worte zum coolen Kultlauf. 

Siegerin Tinka Uphoff schilderte ihre Eindrücke so: „Die letzten beiden, etwas zähen Runden, gingen dank der Anfeuerung derer, an denen ich vorbeigelaufen bin, auch rum. Eine kleine Gruppe hat mich fast den gesamten letzten Kilometer angefeuert, das war sehr motivierend. Ich hatte gehörigen Respekt, da ich ja mit der Distanz Neuland betreten habe und bin deshalb auch, entgegen meiner Gewohnheit, verhalten losgelaufen. Dass ich dann auf der zweiten Hälfte etwas Zeit verloren habe, war nicht ganz so schlimm, wie es hätte sein können. Jetzt bin ich guter Dinge und voller Motivation für den Marathon in Hamburg, als Vorbereitung dient mir noch der „Halbe“ in Frankfurt. Insgesamt fand ich es sehr schön in Rodgau und es hat mir großen Spaß dort gemacht, das macht den Muskelkater auch erträglicher.“ 

Dem ist nur noch eines hinzuzufügen – wer sich selbst einmal von der ganz besonderen „ultratypischen“ Stimmung zum Jahresauftakt überzeugen möchte, sollte sich den 30. Januar 2016 schon einmal im Kalender eintragen. Dann steht der 17. 50km-Lauf in Rodgau auf dem Programm. 

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.rlt-rodgau.de 

 

 

 

 


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