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23. Donnersberglauf

[eingestellt am 22. Februar 2015]

By: Jürgen Binder

Fotos: Jürgen Binder und Elvira Kriegshäuser

Der 687 Meter hohe Donnersberg über Steinbach

Laufchef Roland Schreiber

Zur Anmeldung geht es ins Bürgerhaus von Steinbach

Ausgabestelle für die Kleiderbeutel

Lagebesprechung

Tom Heuer freut sich auf den Wettkampf an seinem Hausberg

Jessica Kammerer vom TuS 06 Heltersberg

Jürgen Binder und Jutta Bendel vom TuS 06 Heltersberg

Der dreimalige Pfälzer Berglauf-Pokalsieger Jonas Lehmann

Nach halber Laufstrecke wird der Ort Dannenfels erreicht

Laufstrecke hinter Dannenfels. Es wird winterlich.

Rutschiger Schnee auf den letzten Metern vor dem Ziel am Ludwigsturm auf dem 687 Meter hohen Donnersberg

Das Ziel auf dem Donnersberg nach 7,2 Kilometern mit 418 Höhenmetern

Moderator Wolfgang-„WolleBehr“-Behr in freudiger Erwartung auf Arbeit

Wohl dem der hochgezerrt wird …

Sieger Jonas Lehmann (1.M20)

Der Zweite Tom Heuer (1.M45)

Philipp Eisel wird Dritter (1.M30)

4. Andre Bour (1.M40)

5. Alexander Barnsteiner (2.M40)

6. Steffen Denk (2.M30)

7. Udo Bölts (2.M45)

Im Zielbereich

10. im Gesamteinlauf Siegerin Melanie Noll (1.W30)

11. Tim Bonnecke (1.M35)

15. im Gesamteinlauf und 2. Frau Nina Vabic (2.W30)

17. Jürgen Binder (1.M55) und 18. Omid Keyvanpour (3.M40)

20. Karl-Peter Böshar (4.M45)

21. Matthias Krotky (4.M40)

22. im Gesamteinlauf und 3. Frau Jessica Kammerer (1.W35)

Ralf Gaberdiel (3.M50)

Siegerlächeln bei Melanie Noll

Markus Braband (6. M45)

Norbert Schwartz (2.M55) vor Martin Bracke (7.M40) und Rainer Beisel (5.M50)

4. Frau Sabine Rankel (1.W45)

5. Frau Sabine Roschy (1.W40) vor Gerhard Baus (1.M65)

6. Frau Iris Walter (2.W45)

Tristan Vinzent (14. M50) vor Jochen Fellberg (7.M35)

8. Frau Katja Bambach (2.W40)

9. Frau Sonja Deiß (2.W35)

Udo Wegner (21.M50) vor 11. Frau Peggy Herrmann (4.W40) und Leon Zilvertand (23.M45)

14. Frau Jutta Bendel (1.W55)

Ulrich Konrad (9.M55) vor Rene Höfli (11.M50)

15. Frau Andrea Groch ( 4.W35) vor Volker Häßel (10.M55)

TuS 06 Heltersberg-Laufabteilungsleiter Dieter Kriegshäuser (6.M60)

Fotografin Elvira Kriegshäuser

Dieter Kratsch vom TuS Glan-Münchweiler

Laufendes Ehepaar vereint auf Platz 12: 12. Gesamt, Thomas Weishaar (2.M50) und 12. Frau Gisela Weishaar (3.W35)

Teunie Mosterd (3.W45)

Der Altmeister und der Neumeister: Udo Bölts und Jonas Lehmann

Zielpalaver bei Null Grad

Noch 7 Kilometer zurück zum Startort Steinbach

Noch 500 Meter bis zum Ziel für Claudia Wilhelm und Heribert Kaufmann

Der 75-jährige Friedrich Hinkel und die 28-jährige Chelsea Redmond kurz vorm Ziel

Die 17-jährige Jessica Wahl versprüht Sonnenschein auf dem trüben Donnersberg

Matthias Drabold, Jutta Bendel und Sebastian Reißenweber auf dem Rückweg nach Steinbach

Abkürzung gefällig … ?!

Moderator Wolfgang Behr führt durch die Siegerehrungen im Bürgerhaus von Münchweiler

1. Frau Melanie Noll, 1. Jonas Lehmann, 3. Frau Jessica Kammerer, 2. Tom Heuer, 3. Philipp Eisel

Siegerehrung W35: 2. Sonja Deiß, 1. Jessica Kammerer, 3. Gisela Weishaar

Siegerehrung M50: 3. Ralf Gaberdiel, 1. Christian Englert, 2. Thomas Weishaar

Es geht wieder aufi … - die deutsche Berglaufsaison 2015 ist eröffnet

Steinbach, 21. Februar 2015 - Wie schon beim Kalmit-Berglauf, dem Finale des Pfälzer Berglauf-Pokals 2014, so gelang auch bei der Ouvertüre des Pfälzer Berglauf-Pokals 2015 Jonas Lehmann und Melanie Noll ein Hattrick. Zum dritten Mal in Folge waren Jonas Lehmann und Melanie Noll auch beim Donnersberglauf siegreich. Für Melanie Noll war es gar der vierte Sieg bei ihrer vierten Donnersberglauf-Teilnahme. 2012 hatte sie hier ihren allersten Berglauf bestritten und gleich überlegen gewinnen können. Quasi aus dem Nichts war sie damals in die deutsche Berglaufszene regelrecht hineingedonnert. 

Bei der 23. Auflage des Donnersberglaufs waren sowohl Jonas Lehmann vom TuS 06 Heltersberg (1. M20 in 29:06 Minuten) als auch Melanie Noll vom TSV Annweiler (1.W30 in 32:36 Minuten) auf Gesamtrang 10 eine Klasse für sich und erliefen sich souveräne Siege.

Den Streckenrekord von 26:18 Minuten lief Thomas Greger im Jahre 2007. Die Bestmarke bei den Frauen hält Sabine Rankel seit 2000 mit 31:47 Minuten.

Für den im saarländischen Limbach beheimateten Jonas Lehmann war das vergangene Laufjahr nahezu perfekt. Verletzungsfrei war der Maschinenbaustudent geblieben und die meisten Läufe zu denen er angetreten war, beendete er in sehr guten Zeiten als Sieger. Bei den deutschen Berglauf-Meisterschaften am Hochfelln im bayerischen Chiemgau Ende September wurde er mit der Heltersberger Mannschaft deutscher Berglaufmeister und in der Einzelwertung Dritter. Den Pfälzer Berglaufpokal gewann er zum dritten Mal in Folge. Zwar war er im letzten Jahr am Donnersberg fast zwei Minuten schneller gewesen, doch war er ob seines aktuellen Trainingsrückstandes mit sich im Reinen.

Obwohl Melanie Noll, der deutschen Berglauf-Meisterin von 2012, der Start bei den deutschen Berglauf-Meisterschaften im letzten Jahr verletzungsbedingt versagt geblieben war, hatte sie ein tolles Laufjahr. Wie Jonas Lehmann war auch sie Mitglied im deutschen Berglauf-Nationalkader und somit bei den Weltmeisterschaften in der Toskana dabei. Auch sie gewann zum dritten Mal hintereinander den Pfälzer Berglaufpokal. Bei mehreren alpinen Bergläufen und bei den pfälzischen sowieso, war die bei einem Kreditinstitut arbeitende Südpfälzerin stets beste Deutsche gewesen.

Zweitschnellste Frau und damit auch 2.W30 in 33:42 Minuten war Nina Vabic  vom Laufteam Gelnhausen. Die Plätze 3 bis 10 erliefen sich in 34:38 Minuten die deutsche Berglauf-Mannschaftsmeisterin 2014 Jessica Kammerer (1.W35) vom TuS 06 Heltersberg, in 36:05 Minuten die zehnfache Gewinnerin des Pfälzer Berglauf-Pokals Sabine Rankel (1.W45) vom LC Bad Dürkheim, in 37:22 Minuten Sabine Roschy (1.W40) vom RC Vorwärts Speyer, in 37:28 Minuten Iris Walter (2.W45) vom TV Meisenheim, in 37:41 Minuten Nadine Kießling (1.W20) von der TSG Kaiserslautern, in 38:15 Minuten Katja Bambach (2.W40) von der LLG Landstuhl, in 39:01 Minuten Sonja Deiß (2.W35) vom LC Bad Dürkheim und in 39:53 Minuten die vereinslose Marion Raab (3.W40). 

Zweitschnellster Donnersbergläufer war in 29:43 Minuten das kürzlich 45 Jahre alt gewordene Phänomen Tom Heuer (1.M45). Seit vielen Jahren schon läuft der am Donnersberg beheimatete und für den TuS 06 Heltersberg startende, nicht nur an seinem Haus- und Trainingsberg konstant ganz vorne mit. Nur einmal, vor ein paar Jahren, musste er sich mal längere Zeit mit einer ernsthaften Verletzung rumschlagen. Das ist zum Glück für ihn längst Schnee von gestern und trotz seines fortgeschrittenen Alters wird der untadelige Sportsmann nicht wirklich langsamer. Gemeinsam mit Jonas Lehmann und Matthias Hecktor wurde er im September letzten Jahres am Hochfelln im bayrischen Chiemgau deutscher Berglaufmeister-Mannschaftsmeister. 

Dritter wurde in 30:02 Minuten der Triathlet und Ultratrail-Spezialist Philipp Eisel (1.M30) vom TV Mußbach.

Der in 30:20 Minuten Vierte, Andrè Bour (1.M35) schnürt nun im sechsten Jahr die Laufschuhe für den TuS 06 Heltersberg und fühlt sich dabei pudelwohl. Vor Jahren war er der Gründer des LSC Athlon Kusel. Zu dieser Zeit betrieb er neben der Lauferei auch sehr erfolgreich Duathlon. Im letzten Jahr war er bei den deutschen Berglauf-Meisterschaften mit der Heltersberger M35-Mannschaft Erster in dieser Altersklasse geworden.

Die Plätze 5 bis 8 erliefen sich in 31:13 Minuten Alexander Barnsteiner (2.M40) von der LLG Landstuhl, in 31:19 Minuten Steffen Denk (2.M30) vom TV Groß-Zimmern, in 31:30 Minuten die Pfälzer Radsport-Ikone Udo Bölts (2.M45) vom TuS 06 Heltersberg und in 32:14 Minuten Marcel Job (3.M30) vom TV Maikammer. 

Neunter wurde ein alter Bekannter, der jahrelang aus der Laufszene verschwunden war. Bis vor 5 Monaten, als er bei einem 10 Kilometer-Lauf 38:33 Minuten gelaufen war, war er nur noch ab und an als Zuschauer bei Läufen gesehen worden. In 32:34 Minuten lief Christian Englert als M50-Altersklassensieger unter der Vereinsbezeichnung „Modehaus Hellmann“ am Ludwigsturm ins Ziel. Der ehemalige pfälzische Top-Läufer aus dem vorderpfälzischen Mutterstadt war der Erste, der 1998 den Pfälzer Berglauf-Pokal gewinnen konnte. Im Folgejahr gelang ihm das erneut. 

Die Top-Ten im Gesamteinlauf vervollständigte Melanie Noll, zehntschnellster Mann war in 33:01 Minuten der ohne Vereinsbezeichnung gestartete Tim Bonneke (1.M35). 

Weitere Altersklassensieger waren bei der männlichen Jugend u16 der ohne Vereinsbezeichnung gestartete Philipp Hock (47:27 Minuten), bei der männlichen Jugend u20 Lars Neumann (38:25 Minuten) vom 1.FC Kaiserslautern, in der M55 Jürgen Binder (34:02 Minuten) vom TuS 06 Heltersberg, in der M60 Claus-Werner Burkard (39:35 Minuten) von der TSG Eisenberg, in der M65 Gerhard Baus (37:22 Minuten) vom ABC Ludwigshafen, in der M70 Erich Kylius (42:25 Minuten) vom Laufteam Pirmasens und in der M75 Uwe Andresen ( 45:29 Minuten) vom TuS Worms-Horchheim. 

Die weiteren Altersklassensieger bei den Frauen waren bei der weiblichen Jugend u16 die ohne Vereinsbezeichnung gestartete Elena Ritzmann (48:09 Minuten), bei der weiblichen Jugend u20 Annika Lutz ( 44:55 Minuten) vom veranstaltenden LC Donnersberg, in der W50 Marion Fernekeß (42:24 Minuten) von der TSG Eisenberg, in der W55 Jutta Bendel (41:03 Minuten) vom TuS 06 Heltersberg, in der W60 Sabine Rielinger (44:17 Minuten) von der TSG Kaiserslautern und in der W65 Erika Regitz (48:14 Minuten) vom TV Denzlingen.

Bei feuchtkalten 4°C  waren um 15 Uhr 404 Teilnehmer (Frauenanteil etwa 20 Prozent) vorm Bürgerhaus im 750 Einwohner zählenden Steinbach gestartet, um die 7,2 Kilometer mit 418 Metern Höhenunterschied auf der Landstraße auf den 687 Meter hohen Donnersberg zu bewältigen.

Zunächst geht es auf der leicht ansteigenden Straße aus dem an der südlichen Flanke des Donnersbergs gelegenen Örtchen hinaus. Mehrmals kommen nun auch kurze Flachstücke, überwiegend jedoch geht es an Wald und Wiesen vorbei moderat bergauf. Die Ortschaft Dannenfels ist nach etwa dreieinhalb Kilometern erreicht, 130 Höhenmeter sind absolviert. Nach dem Ortseingang geht es 200 Meter leicht bergab und dann ist Schluss mit lustig. Bei Kilometer 4 werden alle schlagartig langsamer. Die Wand von Dannenfels, das erste steile Teilstück läutet mäßigere Kilometersplitts ein. Alljährlich sorgen hier viele der Berglaufkarawane wohlgesonnene Einheimische mit Rasseln, Trommeln oder sonstigen Krachmachern für Stimmung. Wer hier, angestachelt von der Aufmunterung, überzieht, wird sehr bald dafür bestraft werden, denn die Straße die durch den Wald nach oben führt weist permanent etwa 10 Prozent Steigung auf.

Pro 100 Höhenmeter wird es ein Grad kälter, sagt man. Am Donnersberg war das heuer so.

Hinter Dannenfels wurde die Umgebung immer weißer. Schnee säumte von nun an die geräumte Straße. Nur kurz vor dem Ziel, wo es von der Straße auf einen Waldweg ging, bedeckte auf einer Länge von vielleicht 100 Metern rutschiger Schnee das Geläuf.

Im Zielbereich und später bei der Siegerehrung moderierte Wolfgang Behr von der LG Rülzheim wie so oft bei Laufveranstaltungen im Südwesten unserer Republik sehr kompetent und trotzdem locker-flockig. Da der „Wolle Behr“ die Szene aus dem Eff-Eff kennt, versorgte er das Publikum nicht nur mit laufspezifischen Fakten, sondern auch mit der ein oder anderen Anekdote aus dem Läuferlager. Für viele Zieleinläufer hat er extra Sprüche parat, so auch für den Verfasser dieser Zeilen. Nähert sich dieser dem Zielkanal, heißt es stets: „Im Sommer wie im Winter, da läuft der Jürgen Binder!“

Das Auffinden der Wechselkleidung für den Rückweg klappt, dank einigen Helfern und der übersichtlichen Anordnung der Kleiderbeutel auf dem großen Parkplatz unterhalb des Ziels beim Fernseh-, und dem Ludwigsturm, der als Aussichtsturm genutzt wird, problemlos. Hier gibt es auch reichlich Bananen, warmen Tee und alkoholfreies Bier für die Läuferinnen und Läufer.

Aufgrund fehlender Räumlichkeiten am Startort, findet das was sich üblicherweise an einen Volkslauf anschließt im circa 10 Kilometer von Steinbach entfernten Münchweiler statt, wo der Leichtathletik-Club Donnersberg seinen Sitz hat. Als besonderes Schmankerl bekommt die hungrige Läuferschar nach vollbrachter Leistung im Bürgerhaus neben Getränken, Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen das deftige Quarkbrot feilgeboten.

Zuverlässig zur Seite standen Laufchef Roland Schreiber auch in diesem Jahr wieder über 50 Helferinnen und Helfer. Neben vielen aktiven Läuferinnen und Läufern zählt dazu nach wie vor auch Arthur Neunzling, wenngleich der langjährige Schreiber-Vorgänger krankheitsbedingt kürzer treten musste.

Woher der Donnersberg seinen Namen hat ist nicht belegbar. Waren es die alten Germanen, die ihn in Anlehnung an ihren Wettergott Donar so benannten oder waren die bis ins 5. nachchristliche Jahrhundert hier siedelnden Kelten die Namensgeber? Dunum war deren Bezeichnung für Berg bzw. Hügel. Vielleicht hat der Name aber auch einen ganz anderen Ursprung. Wie sagt man hier in der Region so schön … ? „Nix genaues weeß ma net.“

Wissen tut man dagegen, dass der Donnersberg sich im Nordpfälzer Bergland bis auf 687 m ü. NN erhebt und damit der höchste Berg der Pfalz ist. Er hat einen Durchmesser von 7 Kilometern und da die ihn umgebende Landschaft nur auf etwa 250 m ü. NN liegt, macht er einen recht imposanten Eindruck.

Der Auftakt zum Pfälzer Berglauf-Pokal, bei dem man mit seinen 4 besten Resultaten aus 7 möglichen Wettbewerben in die Gesamtwertung kommt, findet alljährlich am Donnersberg statt. Es folgen am 21. März der Nanstein-Berglauf, am 28. März der Rockie-Mountain-Lauf, am 19. September der Rietburg-Berglauf, am 17. Oktober der Bad Dürkheimer Berglauf, am 14. November der Potzberg-Berglauf und zum Schluss am 21. November das Finale von Maikammer auf die Kalmit. Dann steht fest, wer die Gewinner der 16. Auflage des, von Henning Schneehage vom LC Bad Dürkheim in allen Jahren initiierten, Pfälzer Berglauf-Pokals sind.

Ergebnisse www.laufinfo.eu


Kossmann Laufdesign