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30. Auwaldlauf Hördt

[eingestellt am 01. März 2015]

By: Gabi Gründling

Sieger 5 km Linus Stimmel

Zweiter 5 km Magnus Eckenfels

Dritter und Vierter 5 km Daniel Jeckel und Paul Stimmel

1. M30 5 km Oliver Trauth beim letzten Härtetest vorm Kandel-Marathon

2. MHK 5 km Markus Rolli

2. M30 5 km Daniel Koppenhöfer

Siegerin 5 km Anna Kusch

1. M45 5 km Laurent Zerr

Dritte 5 km Anna Schloß

Doppelstarter Egon Swarowsky

Ellen Hellmann vom Zeitnahmeteam Baumann

Start der 10 km-Läufer

Gegen den kalten Gegenwind auf den ersten Kilometern gewappnet

Die beiden ältesten Teilnehmer im Feld: Ludwig Hinz (links) und Erika Krüger

Wegen einer Oberschenkelzerrung unter die Walker gegangen: Ulla Held

Das Feld der 20 km-Läufer ist sehr übersichtlich

Sieger 10 km Sergio Paulo

Wurde hinkend Zweiter: Thomas Heuschmidt

Dritter Christian Magin

2. M30 Daniel Vogel

1. MHK Tim Hillmer

1. M40 Volker Bentz

2. M35 Alfons Muntean

2. M50 Uwe Emser

2. MHK Martin Ludwizak, 3. M35 Christian Wendt

2. M45 Thierry Brug

3. MHK Dominik Barquedant und 3. M45 Patrick Moulliet

Siegerin 10 km Marie-Fee Breyer

3. M50 Steffen Sprachmann

1. M55 Bernhard Scheib

1. MJU18 Sebastian Blessing

Dritte Marion Gollnick

1. W30 Sandra Weis

2. M60 Klaus Tüllmann

1. M65 Werner Heiter überholt 2. W30 Julia Bush

3. M55 Wolfgang Karl

3. W30 Julia Schäffner

2. WHK Gina Burger

2. W45 Viola Kirschke-Deck

1. W50 Elvira Brossert

Zweiter 20 km Felix Tutsch

1. M30 20 km Mathias Nowak

2. M40 Lars Draudt vor 3. M35 Steffen Toth

Jüngster Teilnehmer über 10 km Jonas Frey (10 Jahre)

3. M40 20 km René Appel

1. M45 Zeljko Starcevic, hinten Startnummer leider nicht identifizierbar

2. M45 Michael Waldinger

2.M30 Manuel Bub

Siegerin 20 km Latifa Schuster

3. M50 Stephan Hammer (453), 1. M60 Irwan Harianto (432)

Zweite 20 km Angela Hochlehnert (links), Dritte Marion Klund, begleitet von ihrem Mann Mirko

2. W35 Ute Jarzombek

2. W45 Simone Wanke

2. M65 Detlev Duda

1. M65 Herbert Rochelt

3. W45 Annabell Scherff

2. WHK Katja Groß mit Vater Günther

2. W50 Gerlinde Karn

3. W50 Doris Bentz (418)

1. M70 Gerhard Wipfler

1. M75 Friedrich Hinkel

Sieger 20 km Matthias Wagner

Dritter Ralf Leszinski

Matthias Wagner mit seiner Freundin Stephanie Klink, 3. W35 10 km

Siegerin Latifa Schuster mit ihrem Mann Thierry

Doppelstarter im Wind

Hördt, 01. März 2015 – Die knapp 2.500 Einwohner zählende Gemeinde Hördt ist eine der vier Gemeinden der Verbandgemeinde Rülzheim – und eine von drei, die einen eigenen Volkslauf veranstaltet. Entsprechend waren auch viele AthletInnen im blauen Trikot der LG des vier Kilometer entfernten Rülzheim auf der Strecke durch die Rheinauen, des mit 835 Hektar zweitgrößten Naturschutzgebietes der Pfalz. 

Bedingt durch eine schon länger währende Baustelle am Rheindamm haben die Veranstalter des TuS 04 Hördt in den letzten zwei Jahren immer kürzere Vorlaufphasen für ihre Veranstaltung. In diesem Jahr kam das abschließend „Go“ durch die Behörden erst im Januar, also knapp zwei Monate vor dem Tag X. Wo früher ein halbes Jahr im voraus mit der Organisation begonnen werden konnte, verbleiben heute wenige Wochen. Das Ausfallrisiko im Fall einer Absage wäre zu groß, um schon weit im voraus volles Risiko zu gehen. Eigentlich hätte die Ausschreibung für den 30. Auwaldlauf spätestens im Dezember zum 10 km-Lauf im nahen Rheinzabern fertig sein müssen – nur lagen da noch nicht mal die Genehmigungen vor. Dies und das angesagt noch viel schlechtere als das eingetroffene Wetter könnten die Gründe für die schlechte Beteiligung gewesen sein. 

Über alle vier angebotenen Läufe kamen in Summe rund 100 LäuferInnen weniger ins Ziel als im Vorjahr. Insgesamt waren es derer 376. Dein einzigen Zuwachs von immerhin 9%, in Zahlen aber nur sieben Sportlern verzeichnete der Wettbewerb über 5 km Walking. Als Fünfte kam Ulla Held ins Ziel. Die 52jährige Karlsruherin von der LLG Drei Buchen fand ihre neue Fortbewegungsart schon selbst gewöhnungsbedürftig, gehört sie doch sonst zur laufenden Zunft. Zur Zeit wird sie von einer Oberschenkelzerrung ausgebremst und weil sie die ihr seit Jahrzehnten vertraute Volkslaufszene im Februar vermisste, entschied sie sich, in Hördt zu walken. 

Die Walker wurden um 9.25 h auf die Strecke geschickt, fünf Minuten vorher gingen 89 LäuferInnen auf dieselbe Distanz. Der Veranstalter wirbt damit, daß aufgrund seines Zeitplans Doppelstarts über 5 + 10 oder 5 + 20 km möglich wären und wie jedes Jahr nahm dieses Angebot so mancher Läufer an. 

Die Schnellsten des 5 km-Feldes kamen samt und sonders aus Worms in die Südpfalz. Die Truppe von Stimmel Sports kam erst am Samstag aus dem Trainingslager auf Lanzarote zurück und nahm den 5er zur Standortbestimmung in Angriff. Linus Stimmel zeigte seinen Vereinskollegen die Hacken, er brauchte 16:02 min. Im 8 Sekunden-Abstand folgten ihm Magnus Eckenfels und Daniel Jeckel, dem Paul Stimmel direkt auf den Fersen war. 

Oliver Trauth, der „lange Lulatsch“ vom TV Herxheim kam nach 16:28 min als Fünfter und Letzter unter 17 Minuten in den Zielkanal und zum Scanner von Harald Baumann. Wer nun glaubte, er würde auch noch den 10er anhängen, sah sich getäuscht. Oliver Trauth will in der kommenden Woche in Kandel seinen ersten Marathon laufen. „Noch nie in meinem Leben bin ich so viel gelaufen wie in den letzten Monaten“ meinte er. Bis auf 200 Wochenkilometer schaffte er es – in diesen Wochen hat er sich dann aber Urlaub genommen, denn neben einem normalen Arbeitstag schafft er diese Umfänge nicht. 2:35 Stunden möchte er im Bienwald gerne laufen – damit dürfte er normalerweise Anwärter auf einen Treppchenplatz sein. Das ist ihm aber tatsächlich egal, wichtig ist ihm das Erreichen seines Zeitziels. 

Auch die schnellste 5 km-Läuferin kam via Lanzarote nach Hördt. Anna Kusch gehört ebenfalls zur Truppe von Stimmel Sports, ist dort Mitglied des von ihrem Arbeitgeber Rowe gesponsorten Frauen-Triathlonteams. Ihre Vorgabe, 18:30 min zu laufen, verfehlte sie allerdings, nach 18:52 min blieb die Uhr für sie stehen. Luisa Grießbaum (LG Rülzheim, 19:39 min) und Anna Schloß (TSG Maxdorf, 19:57 min) komplettierten das Treppchen. 

Um 10 Uhr hieß es „Start frei“ für das größte Starterfeld des Tages. 184 LäuferInnen machten sich auf die 10 km-Runde. Sie stellten sich auf den ersten Kilometern dem Gegenwind, hatten dann auf dem Rückweg am Rheindamm dann aber auch noch etwas Rückenwind. 

Am besten kam Sergio Paulo vom LT Altburg mit Strecke und Witterung zurecht. Nach 36:09 min stürmte der 52jährige in den Zielkanal. 31 Sekunden nach ihm hatte Thomas Heuschmidt (TV Forst Triathlon) das Ziel erreicht. Er kam deutlich hinkend hinter Sergio Paulo aus dem Wald auf die letzten 200 m. Christian Magin (LG MuLi) brauchte 37:02 min. 

Die schnellste Frau fiel den Zuschauern in der letzten Kurve vor allem durch ihre weithin sichtbar flatternde Haarpracht auf. Die 18jährige Mary-Fee Breyer, deren Vater Ralph auf der 20 km-Strecke unterwegs war, brauchte 41:12 min. Als Teenager war sie vor allem auch durch ihr Talent zum Treppenlaufen aufgefallen. Janine Friedel (TV Herxheim, 41:38 min) und Marion Gollnick (ASG Tria Hockenheim 43:40 min) machten den Treppchensack zu. 

Auf Platz 4: Sandra Weis vom LC Bad Dürkheim. Die 33jährige Läuferin aus Hertlingshausen drückte ihre persönliche Bestzeit um knapp zwei Minuten auf 44:01 min. 

Wie immer tiptop gestylt und lachend war Erika Krüger unterwegs. Die Läuferin des TSV Reichenbach ist ein Volkslauf-Urgestein – und inzwischen 80 Jahre jung. Nach 1:16:03 h war sie im Ziel und ging danach noch auslaufen. 

Mit nur 72 LäuferInnen äußerst schwach besetzt war das Feld der 20 km-Läufer, die um 10.15 h auf zwei 10 km-Runden entlassen wurden. Vorneweg preschte Matthias Wagner nach 1:17:48 h zu seinem ersten Volkslaufsieg. Der 38jährige lebt zwar in der Nähe von Pirmasens, also in hügligem Gelände, läuft aber viel lieber flach. Sein neongelbes Trikot gefiel dem Zweitplatzierten, Felix Tutsch, weil man es weithin sieht und sich optisch am Rücken des Gegners festsaugen kann. 

Der Triathlet vom SSV Ettlingen, der ebenfalls gerade aus Lanzarote zurück kam und in der vergangenen Woche insgesamt 45 h auf dem Rad verbrachte, hatte zwischen km 16 und 17 an die zweite Stelle laufen können und erreichte das Ziel nach 1:18:55 h platt aber glücklich. 

Der überholte Ralf Leszinski war ebenfalls zufrieden, mehr als die 1:19:37 h waren für ihn nicht drin. 

Als Gesamt-Fünfzehnte wurde die Französin Latifa Schuster, die in Begleitung ihres Mannes Thierry unterwegs war, nach 1:31:19 h abgescannt. 

Von Platz 5 auf 2 hatte sich Angela Hochlehnert nach vorne gelaufen. Ursprünglich plante sie einen 5er Schnitt, zumal das ihr erster längerer Wettkampf seit dem Trailmarathon in Heidelberg im Oktober war. Aber dann lief es gut für sie und sie konnte das Tempo erhöhen. 1:35:11 h bedeuten letztlich einen Schnitt von 4:45 min pro Kilometer. 

Ebenfalls in Begleitung ihres Mannes war Marion Klund auf der Strecke. 1:38:39 h Laufzeit bedeuteten den dritten Rang. 

Wieder einmal konnte man sehen, wie sehr Laufen Familiensache ist. Zum Teil waren Familienmitglieder gemeinsam unterwegs, wie die beiden oben erwähnten Paare oder auch Katja Groß und ihr Vater Günther oder Katja Gaab, die ihre Mutter Ursula über die 10 km-Strecke begleitete und deren Onkel Jürgen Paul ebenfalls im 10 km-Feld war. Kerstin Felser, die A380-Pilotin im Trikot es TV Rheinzabern lief sowohl 5 als auch 20 km, ihr Vater Klaus wurde über 20 km 3. M65. Und auch die Freundin des 20 km-Siegers Matthias Wagner hatte die Laufschuhe an. Nach ihrem 10 km-Lauf wartete sie im Ziel auf Matthias. Da sie deutlich langsamer ist als er, entscheiden sich die beiden oft für unterschiedlich lange Strecken. Beim Bienwaldmarathon planen sie auch Starts über 21 und 42 km. 

Teilnehmerstärkster Verein war der TV Rheinzabern. Mit 51 Läuferinnen aller Leistungsklassen stellte er immerhin 14% aller TeilnehmerInnen.

Bei Kuchen und belegten Brötchen in der gut gewärmten Halle konnte man anschließend fachsimpeln und den Vormittag gemütlich ausklingen lassen. 

Ergebnisse www.laufinfo.eu


Kossmann Laufdesign