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45. Straßenlauf des VfL Oldenburg

[eingestellt am 10. März 2015]

By: Volker Goineau

Fotos: Georg Kuhlen

Startaufstellung zum 25er

Der Startschuss ist gefallen

Spaß auf der Laufstrecke

Warten auf den 10km-Start

Die 10km-Läufer sind unterwegs

Führungsduo über 10km

Und hinaus aus dem Stadion!

Zweiter und Erster des 10km-Rennens im Ziel

25km-Sieger Andreas Kuhlen kurz vor dem Einlauf ins Stadion

Die drei Ersten über 25km

Andreas Kuhlen im Interview mit Burkard Swara

Siegerehrung 25km Männer

Das Ziel ist erreicht

Und ab ins Ziel!

Schönes Frühjahrs-Wetter beim Lauf-Klassiker

Oldenburg, 8. März 2015 - Bereits zum 45. Mal fand in diesem Jahr der Straßenlauf des VfL Oldenburg in Niedersachsen statt. Bei dieser Veranstaltung werden ein 10km- sowie ein 25km-Lauf angeboten. Somit ist dies eines der wenigen 25km-Rennen, die in Deutschaland noch angeboten werden. Bei vielen Veranstaltungen wurde auf die Halbmarathon-Distanz umgeschwenkt, welche die 25km Anfang der 1990er Jahre als Meisterschaftsstrecke abgelöst hat.

An diesem Wochenende zeigte sich das Wetter von seiner angenehmen Seite, mit Temperaturen von bis zu 14°C und Sonnenschein. Die Veranstaltung wird im Oldenburger Süden ausgetragen, mit Start und Ziel im Marschweg-Stadion.

Zunächst wurde ein Lauf über eine Meile für die Schüler-Klassen (15 Jahre und jünger) gestartet. Hier erreichten 62 Läuferinnen und Läufer das Ziel. Schnellster war hier der 15jährige Dominic Ellwardt vom ausrichtenden VfL Oldenburg in 5:34 min. Den zweiten Platz in 5:54 min belegte der drei Jahre jüngere Levin Langen vom MTV Aurich. Auf Rang drei des Gesamteinlaufs kam bereits das erste Mädchen ins Ziel: Bonnie Andres vom VfL Oldenburg (Jg. 2000) benötigte 6:02 min. für die 1.609 Meter. Sechs Sekunden dahinter folgte mit der 14jährigen Jette Grön vom BTB Oldenburg das zweite Mädchen.

Um 10:30 Uhr erfolgte der Startschuss zum 25km-Lauf. Der Streckenrekord steht hier aus dem Jahr 1981 bei ziemlich flotten 1:20:59 h und wird gehalten von Ingo Sensburg. Ganz so schnelle Zeiten werden hier mittlerweile nicht mehr gelaufen, doch unter den 242 Finishern (204 Männer/38 Frauen) waren auch in diesem Jahr wieder ein paar ziemlich ambitionierte Langstreckler dabei, die auch im überregionalen Raum bekannt sind. Die ersten ca. 300m der Strecke wurden im Stadion zurückgelegt, bevor die Läufer auf eine Pendelstrecke durch den Oldenburger Süden geschickt wurden. Insgesamt ist es eine relativ flache Strecke, die jedoch etwas windanfällig ist; schließlich führt sie zu einem großen Teil am Flussufer entlang. Es formierte sich ziemlich schnell eine vierköpfige Spitzengruppe mit Andreas Kuhlen (VfL Löningen), Klaus Eickel ((ATS Buntentor Bremen), dem Triathleten Christian Hörper (1. TCO) sowie Jan Knutzen von der SG akquinet Lemwerder. Nach einer Weile konnte Jan dem Tempo nicht mehr folgen, sodass ein Spitzentrio übrig blieb, welches ziemlich lange Zeit zusammen lief. Erst in der Endphase setzte sich Andreas ab und siegte souverän in 1:27:41 h. Beim Berlin-Marathon 2014 hatte Andreas die 25km-Marke bereits nach 1:24:04 h passiert, was zeigt, dass er deutlich schneller laufen kann. Den Straßenlauf in Oldenburg nahm er als guten Tempodauerlauf mit, in der Vorbereitung auf den Berliner Halbmarathon Ende des Monats. Der zweitplatzierte Klaus Eickel, der nach 1:27:53 h das Ziel im Marschweg-Stadion erreichte, möchte am 19. April den Hannover-Marathon bestreiten und hofft, dort möglichst nah an die 2:30h-Stunden-Marke heran zu kommen. Der Dritte Christian Hörper (1:28:15 h) ist als Triathlet aktiv. In diesem Jahr möchte der 27jährige auf der Mittel-Distanz bei den Profis mitmischen. Jan Knutzen lief mit 1:29:58 h ebenfalls noch unter 1:30 h. Beachtlich ist auch die Leistung des Fünftplatzierten Gerold Nyhoff, der bereits der Altersklasse M50 angehört und nach 1:34:30 h im Ziel war.

Schnellste Frau auf den 25km war die 49jährige Eva-Maria Gaszek (Laufsport Senden) in 1:54:41 h, gefolgt von Silvia Muchow von der SG akquinet Lemwerder (1:55:15 h; ebenfalls W45) und Bettina Pilney vom LT SV Ems Jemgum (2:00:56 h; W50).

Während der 25km-Lauf im Gange war, wurden die 10km-Läufer auf die Strecke geschickt. Der Start erfolgte um 10:45 h, ebenfalls im Stadion. Bei diesem Lauf wurden jedoch etwas mehr als 800 m im Stadion absolviert, bevor es hinaus auf die Straße ging. Hier wurde zunächst ebenfalls in südliche Richtung parallel zum Fluss gelaufen, bevor dieser überquert wurde und eine kleine Schleife gelaufen wurde, wobei neben Asphalt auch ein Teil über befestigten Waldboden führte. Anschließend führte die Strecke wieder zurück zum Stadion, in dem noch etwas mehr als 250 m absolviert werden mussten. Es bildete sich schnell ein Führungsduo mit Volker Goineau und dem Hamburger Triathleten Max Schröter, welcher versuchte, dran zu bleiben. Nachdem Max zeitweilig bereits etwas zurücklag, konnte er auf dem 5. Kilometer wieder aufschließen, bevor Volker sich auf dem 7. Kilometer beim Anstieg absetzen konnte. Volker erreichte nach 31:53 min das Ziel, was übrigens einen neuen Streckenrekord bedeutete. Auch Max blieb mit 32:11 min. noch unter dem alten Streckenrekord von 32:21 min, den Georg Diettrich im Jahr 2005 erzielt hatte. Allerdings wird der 10km-Lauf noch nicht seit den Anfangsjahren der Veranstaltung angeboten und hat dementsprechend weniger Tradition als der 25km-Lauf. Den dritten Rang in 34:50 min belegte Yona Abadi von der SG akquinet Lemwerder. Der Eritreer lebt erst seit kurzer Zeit in Deutschland und möchte sich hier gerne läuferisch entwickeln. Den vierten Platz nur vier Sekunden hinter dem Dritten erreichte Michael Majewski vom BV Garrel. Nicht unerwähnt sollte der Fünftplatzierte Johannes Cleff vom TSV Aschen bleiben. Schließlich gehört er der M50 an und erzielte mit 35:28 min. eine für diese Altersklasse hervorragende Zeit.

Die Damenkonkurrenz entschied die 25jährige Michelle Kipp (VfL Oldenburg) in 38:29 min. für sich und hatte damit einen deutlichen Vorsprung vor der zweitplatzierten Janina Heyn vom ATS Buntentor Bremen (40:33 min) und der drittplatzierten Heike Piotrowski von der LG Harlingerland (40:43 min). Insgesamt erreichten 352 Läufer (248 Männer und 104 Frauen) das 10km-Ziel. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Sprecher-Legende Burkard Swara, der in den vergangenen Jahrzehnten viele der bekannten Straßenläufe moderiert hat, unter anderem den Berlin-Marathon. Nach dem Rennen konnten die Teilnehmer sich ihr „Läuferbrot“ abholen und  bei herrlichem Sonnenschein entspannen.

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