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24. Wels-Halbmarathon

[eingestellt am 16. März 2015]

By: Volker Goineau

Fotos: Hartwig Schöberl und Volker Goineau

Robert Gitiu auf der Strecke

Der Zweitplatzierte Volker Goineau

Ester Macharia

Das Feld ist unterwegs

„Verfolgergruppe“ kurz nach dem Start

Das bunte Feld setzt sich in Bewegung

Frauen-Siegertrio mit Organisator Otteo Geitz (li.) und einem Sponsoren-Vertreter

Männer-Siegertrio

Die kenianischen Sieger

Robert Gitiu beim Zieleinlauf

Ester macharia im Ziel

Siegerehrung Frauen

Gleich ist das Ziel erreicht!

Buntes Treiben

Buntes Treiben ll

Kenianische Solo-Siege bei schönem Frühjahrswetter

Wels/AUT, 15.3.2015 - Die Stadt Wels ist mit rund 60.000 Einwohnern hinter Linz die zweitgrößte Stadt in Oberösterreich. In dieser Stadt, die eine lange Tradition hat und unter dem damaligen Namen Ovilava schon im römischen Reich eine wichtige Rolle spielte, findet seit dem Jahr 1992 im Frühjahr ein internationaler Halbmarathon statt. Gelaufen wird hier auf einer flachen Runde durch die Stadt, die knapp über 7 km lang ist. Laut Veranstalter-Homepage ist dies einer der schnellsten Halbmarathon-Kurse in Europa, der sich für jedermann hervorragend für persönliche Bestzeiten eigne. In den vergangenen Jahren wurden im Rahmen dieser Veranstaltung schon mehrmals die Österreichischen Staatsmeisterschaften über die Halbmarathon-Distanz ausgetragen; so gaben die österreichischen Top-Läufer wie Günter Weidlinger und Christian Pflügl hier ihre Visitenkarte ab. Außerdem sind regelmäßig ein paar Afrikaner, zumeist Kenianer, mit am Start. So stehen die Streckenrekorde bei ziemlich flotten 63:21 min (Joel Maina-Mwangi, 2013) bzw. 1:13:06 Stunden (Wanjohi Mary-Wangary, ebenfalls 2013).

Die äußeren Bedingungen waren mit Temperaturen von 6 bis 10°C und Sonnenschein in diesem Jahr sehr angenehm zum Laufen, was die Veranstalter um Cheforganisator Otto Geitz vom Welser TV freute. So stand einem schnellen Rennen (fast) nichts im Weg. Nur der Wind störte etwas, wobei er aus östlicher Richtung kam, wodurch auf einem guten Stück der Strecke an der Traun entlang Rückenwind herrschte und der Gegenwind auf dem restlichen Streckenteil fast ausgeglichen werden konnte.

Die Streckenrekorde sollten angegriffen werden, jedoch waren diesmal nur eine Kenianerin und ein Kenianer am Start, sodass sie bei ihrer Zeitenjagd weitestgehend auf sich allein gestellt waren. Der Startschuss zum Rennen fiel um 10 Uhr. Neben dem Rennen über die 21,1-km-Distanz fanden auch ein 7,1-km-Lauf über eine Runde sowie eine 3er Staffel (3mal ca. 7 km) statt, die allesamt gemeinsam gestartet wurden. Etwas mehr als 1.000 Läuferinnen und Läufer waren insgesamt wieder dabei. Vom Start weg rannte der Kenianer Robert Gaitho Gitiu vom Run2gether-Team wie zu erwarten war dem Feld davon und versuchte, eine möglichst schnelle Zeit auf den Welser Asphalt zu legen. Dahinter rannte zunächst der Lokalmatador Dominic Exel vom 1. Welser SK, der jedoch nur die 7km-Distanz absolvierte, und etwas weiter zurück formierte sich eine kleine Gruppe, aus der sich Volker Goineau jedoch bald absetzte. Nach etwas mehr als 4 km hatte Volker Dominic passiert und lag nun an zweiter Stelle. In der Folge wurde es für ihn ein ähnlich einsames Rennen wie für Robert Gitiu an der Spitze. Jedoch standen viele Zuschauer an der Strecke und sorgten für eine tolle Stimmung; außerdem wurde an mehreren Punkten der Strecke das Rennen von einem Sprecher kommentiert, sodass die Läufer motiviert wurden, ihre beste Leistung zu bringen.

Zum Ende der dritten Runde ging es nach rechts auf die knapp 100 m lange Zielgerade. Hier erreichte Robert Gitiu das Ziel direkt vor der Turnhalle des Welser TV nach 64:59 min, womit er relativ deutlich den avisierten Streckenrekord verfehlte, jedoch trotzdem eine tolle Leistung zeigte. Der Zweitplatzierte Volker erreichte das Ziel nach 68:42 min. Die österreichische Langstrecken-Elite um Valentin Pfeil und Christian Pflügl war in diesem Jahr nicht am Start, da sie in den kommenden Wochen bei anderen Halbmarathonläufen starten wird. So war der Drittplatzierte Robert Gruber (M40) von der LG Kirchdorf, der nach 1:10:58 Stunden das Ziel erreichte, der schnellste Österreicher.

Bei den Frauen zeigte sich ein ähnliches Bild: ganz vorne lief eine Kenianerin, die den Streckenrekord nicht ganz erreichte, und dahinter kam erst einmal lange nichts. So siegte Ester Wanjiru Macharia, ebenfalls vom Run2gether-Team, in 1:13:36 Std. Die Ränge zwei und drei belegten die beiden österreichischen W40-Läuferinnen Elisabeth Hirczy in 1:25:43 Std. und Monika Winkler in 1:27:46 Std. Insgesamt finishten 588 Läufer den Halbmarathon, hierunter waren lediglich 64 Frauen, was eine ziemlich geringe Frauenquote darstellt. Den Sieg beim „Power-Run“ über eine Runde holte sich Dominic Exel in 23:06 min vor Thomas Thalhammer (24:12 min) sowie Javier Castrillo-Martinez (24:40 min). Schnellste Frau über diese Distanz war Christine Rosenberger von der LG Kirchdorf in 28:30 min, gefolgt von Kerstin Gattermann, die 29:15 min benötigte und Andrea Schmitzberger (29:18 min). Die schnellste Staffel stellte der „Lauftreff Nußdorf“ in 1:15:47 Stunden. Neben den ersten drei Frauen und Männern der Gesamtwertung wurden die fünf schnellsten Österreicherinnen und Österreicherinnen geehrt, wobei es auch hier Geldpreise gab. Außerdem wurden die schnellsten lokalen Läufer ausgezeichnet, UND ES WURDEN Teamwertungen durchgeführt. Neben Pokalen gab es als Preise unter anderem Fünf-Kilo-Säcke Nudeln und Sixpacks Bier.

Nach dem Rennen konnten die Teilnehmer an den Ständen oder im kleinen Lokal in der Turnhalle ihre Energie-Speicher wieder auffüllen und draußen auf dem Gelände der Sportanlage das schöne Wetter genießen. Insgesamt zog Organisator Geitz ein positives Fazit und freut sich bereits auf die 25. Auflage im nächsten Jahr, für welche er natürlich auf ähnlich schönes Wetter hofft.

http://www.wels-halbmarathon.at/


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