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12. Magstadtlauf

[eingestellt am 16. März 2015]

By: Jochen Höschele

Fotos: Nicole Benning

Ein gut verpackter Radfahrer fährt dem Feld voraus

Johannes Bergdolt (247) gewinnt den Magstadtlauf in 35:11 min vor Christian Stanger (255), der drei Sekunden länger benötigt

Matthias Reischle läuft in 36:32 min auf den dritten Platz und wird Zweiter der Winterlaufserie

Wolfgang Gauß, Vierter in 36:55 min und Sieger der Winterlaufserie 2014 / 2015

Peter Dahlmann (in grün) wird Fünfter und gewinnt die M30 während Hannes Gencz als Neunter Dritter der M30 wird

Armin Gotsch läuft in 37:52 min auf Platz sechs ein

Roland Bayer (5), in Magstadt Zehnter und in der Serienwertung Dritter, liegt hier vor dem Tagessiebten und Serienvierten Sören Becker (251) und Sergio Paulo (189), dem M50-Sieger der Tageswertung

Werner Hasler, der für das „Stahl Sport Shop Team“ sowohl in Magstadt als auch in der Serie den M55-Sieg einfuhr. Für seinen Gesamtplatz 12 in Magstadt rannte er nur 15 Sekunden hinter M50-Sieger Sergio Paulo in 38:47 min über die Ziellinie

Team Erdinger Alkoholfrei-Läufer Oliver Krämer legt eine saubere Magstadt-Premiere hin: Platz 14, 3. M40 und gleich unter 40 Minuten: 39:28 min

16. Sebastian Siegismund (vorne) wird 2. der M40 in 39:50 min, Clausi Cavadini benötigt 34 Sekunden länger und wird 20.

Ingo Zander (327) vor Gerhard Simonides, der in der Serie den 3. Platz in der M45 belegt

„Laufjunkie“ Christian Rochlitz mit der 13 muss Rainer Sattler (117) noch ziehen lassen

Isabelle Zimmerhakl gewinnt den 12. Magstadtlauf in 42:26 min, in der Serie wird sie Dritte

Fiona Dermann von der SpVgg Holzgerlingen LT gewinnt die Winterlaufserie, in Magstadt wird sie Zweite in 42:39 min

Volker Held (165), der sich in der Vorbereitung auf die DM 100km in St. Leon-Rot mal wieder eine Tempoeinheit „gönnt“, kommt in 43:48 min ins Ziel

Thomas Baurycza (4), Karl-Heinz Buck (209) und Sebastian Flik (21) haben ganz offensichtlich ein unterschiedliches Kälteempfinden

Pascal Zipp ist an der Spitze einer großen Läufergruppe

Armando Ciampicali gewinnt in 47:19 min die M65 sowohl in der Tages- als auch in der Serienwertung

Marcel Flattich hatte kein Fracksausen sondern sauste mit Frack in 46:19 min über die Strecke

Branka Hajek (38) vom Team AR Sport Asperg wird Vierte in 47:30 min und führt hier eine mehrköpfige Gruppe an

Da macht aber eine dicke Backen!

W50-Zweite Ira Wirth läuft 48:11 min

W30-Zweite Corinna Koch von Tria Echterdingen

Natalie Siebke gewinnt die W45 in Magstadt in 48:24 min

Zweite der Hauptklasse und bester Dinge: Svenja Rayker ist noch unter 50 Minuten im Ziel

W30-Dritte Nadja Schneider

Christoph Hofer hier noch vor der W50-Dritten Annette Becker

Frösche dürften das Ganze ungefähr so gesehen haben

Raus aus dem Wald, rein ins Hölzertal

Thomas Kraus (71) und Marcel Wagner (204), der in der MJU 20 Zweiter wird

Michael Kohler (170) und Cristobal Marin Jimenez (85)

Die W50-Siegerin von Magstadt und Zweite der gesamten Winterlaufserie, Dora Kusio-Torkler, bei Kilometer neun

Das Läuferfeld im Hölzertal, wo der Wind ausnahmsweise mal von hinten kam

Uwe Keppler (190) und Klaus Maurer (235)

Margit Button siegt in der W55 in 47:53 min und strahlt zurecht

Roland Waldherr (146) und Lutz Petyo (286) an der Spitze einer großen Gruppe

Sieg im Schongang

Magstadt, 15. März 2015 – „Die ersten drei, vier Kilometer bin ich abwartend und einige Meter hinter den Führenden gelaufen, dann gemeinsam mit Christian Stanger. Ich habe ihn dann immer wieder weglaufen lassen, dann wieder aufgeschlossen. Auf den letzten 50 Metern habe ich meine Sprintstärke ausgespielt, denn ich war mir ziemlich sicher, im Spurt der Stärkere zu sein, schließlich komme ich von der Bahn.“ So lautete das Fazit des Siegers des 12. Magstadtlaufes über 10,5km, Johannes Bergdolt. Vor drei Wochen noch war er ziemlich angefressen nach dem Glaspalastlauf in Sindelfingen nach Hause getrottet, weil er gegen den Franzosen Samir Baala das Nachsehen gehabt hatte. Am Sonntag in Magstadt hatte der Lauf für Bergdolt eher „die Charakteristik eines Fahrtspiels oder eines Trainingslaufes unter Wettkampfbedingungen“. Das soll keinesfalls die Leistung des Zweiten, Christian Stanger (läuferlounge.de Team) schmälern. Dieser kam nämlich nur ganze drei Sekunden hinter Johannes Bergdolt in 35:14 min ins Ziel an der Turn- und Festhalle in Magstadt. In 36:32 min komplettierte dann Matthias Reischle (TSG Heilbronn) das Podest bei den Männern. Die Entscheidung über den Titelträger in der Winterlaufserie ließ noch etwas auf sich warten – keiner der beiden Erstplatzierten hatte die erforderliche Anzahl von drei Läufen auf dem Konto. Matthias Reischle dagegen schon, allerdings hatte er gegenüber Wolfgang Gauß (Stahl Sport Shop Team) schlechtere Platzierungsziffern in den vorangegangenen Läufen. So genügte Gauß dann auch der vierte Platz in Magstadt, um den Sieg in der Winterlaufserie 2014 / 2015 bei den Männern unter Dach und Fach zu bringen. 36:55 min benötigte der 48jährige, der gleichzeitig auch souverän die M45 gewann, um die mit 135 Höhenmetern „angereicherte“ Strecke in Magstadt zu bewältigen.

Sein Vorteil war auch, dass er bei allen vier Läufen – dem x-cross run in Magstadt im November, dem Dreikönigslauf in Grafenau am 6. Januar, dem Glaspalastlauf in Sindelfingen am 22. Februar und beim abschließenden Magstadtlauf – angetreten war. Somit konnte er ein Resultat als Streichergebnis verbuchen und letztlich ganz klar als Gewinner der Serie hervorgehen. Roland Bayer aus Böblingen wurde Dritter in der Serie, auch er hatte alle vier Rennen absolviert und in Magstadt beim Finale den zehnten Platz belegt.

Einige derer, die noch Chancen auf den Gesamtsieg gehabt hätten, waren in Magstadt nicht zugegen und ließen die Gelegenheit ungenutzt, noch in die Vergabe der Podestplätze einzugreifen. Andere nutzten die Gunst der Stunde, so wie auch Fiona Dermann (SpVgg Holzgerlingen LT), die die Serie bei den Frauen für sich entschied. Den ersten Lauf in Magstadt hatte sie gewonnen und auch in Grafenau mit Platz zwei überzeugen können. Beim Abschluss in Magstadt genügte ihr dann sogar ein zweiter Platz, zumal sie auch noch ein Streichergebnis vorweisen konnte, um in der Serie ganz vorne zu liegen. Sie lief mit 42:40 min zwar zwölf Sekunden hinter der Tagessiegerin Isabelle Zimmerhakl (SpVgg Weil der Stadt, 42:28 min) ein, doch hatte Letztere nur drei Läufe bestritten. Dadurch kam der Glaspalastlauf bei ihr in die Wertung, was sie schließlich Platz zwei in der Serienwertung kosten sollte. Dieser ging an Dora Kusio-Torkler, Dritte in Magstadt in 46:42 min und Teilnehmerin an allen vier Serienläufen. Somit fiel bei ihr der 19. Platz des Glaspalastlaufes aus der Wertung heraus und sie sicherte sich Seriensilber und den Sieg in der Altersklasse W50 in der Serienwertung. 27 Frauen und 96 Männer liefen bei mindestens drei der vier Rennen ins Ziel, beim abschließenden Magstadtlauf waren es 59 Frauen und 211 Männer. Eine, betrachtet man die Entwicklung des Magstadtlaufes über die gesamten elf Jahre seines Bestehens, eher unterdurchschnittliche Beteiligung, die nicht so ganz erklärbar scheint. Das Wetter spielte mit, bei sechs Grad und heiter bis wolkigen sowie trockenen Bedingungen gab es wirklich keinen Grund, auf das Laufen zu verzichten. Zumal in Magstadt die Infrastruktur optimal ist, viele Parkplätze bei Start und Ziel, kurze Wege und eine geräumige Halle. Von den angebotenen Leckereien ganz zu schweigen, und die Aussicht auf das Finishergeschenk für alle, die an drei Läufen der Serie teilgenommen hatten (dafür gab es eine Flasche Cranberry-Direktsaft) sollte doch schon Anlass genug sein, in das 9000-Einwohner-Städtchen im Kreis Böblingen zu kommen.

Zudem war es für die „Serienläufer“ ja die letzte Gelegenheit, sich noch um ein paar Plätze in der Gesamt- oder Altersklassenwertung zu verbessern.

Eine, die mit dem Ausgang der Winterlaufserie zwar nichts zu tun hatte, weil sie nur beim Finale am Start war, war die für das Team AR Sport laufende Ultraläuferin Branka Hajek. Sie wurde in 47:32 min Vierte in Magstadt und bedauerte, dass es seit zwei Jahren keinen Halbmarathon mehr gibt. „Das ist schade, ich bin den immer gerne gelaufen. Die Strecke ist anspruchsvoll, aber sehr schön. Heute bin ich schon besser die Berge hochgekommen, als vor zwei Wochen in Weinsberg.“ Wenn die 30jährige am Donnerstag vor dem Lauf nicht noch beim Blutspenden und am Tag vor dem Wettkampf im Wald beim Holzmachen gewesen wäre, hätte sie vielleicht auch in der Tageswertung auf das Podest laufen können. Das nahm sie jedoch nicht weiter tragisch. „Wichtig ist, dass meine Form weiter aufwärts zeigt“, zeigte sie sich zufrieden und liebäugelt weiterhin mit der Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft über 100km in vier Wochen in St. Leon-Rot. Auf dem Weg dorthin wird sie aber höchstwahrscheinlich zunächst noch eine „Kurzstrecke“ am kommenden Wochenende in Pleidelsheim unter die Füße nehmen, ehe sie sich endgültig festlegen will.

Nicht verschwiegen werden soll auch, dass es auch eine Schüler-Winterlaufserie gibt – wer bei mindestens drei der vier Schülerläufen dabei war, kommt in die Wertung. Johanna Stuard und Christian Frank siegten bei den Jüngsten der WKU 10 / MKU 10; Kim Olivia Tietze und Jannik Zügel in der Klasse WKU 12 / MKU 12; Lenka Enya Faber und Samuel Werner waren bei den WJU 14 / MJU 14 die Schnellsten, bei den ältesten Schülern der WJU 16 / MJU 16 waren dies Melanie Block und Noah Mickeler.

Schön, dass auch der Nachwuchs im Winterhalbjahr Ausdauer und Lauffreude beweist und durch rege Beteiligung an den vier Läufen der Serie positiv und mit viel Begeisterung in Erscheinung tritt.

Die nächste Serie beginnt dann wieder in Magstadt Mitte November mit dem x-cross run, bei dem außer der Distanz von etwa 10 Kilometern auch Hindernisse zu überwinden sind.

 

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.winterlaufserie-bb.de


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