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13. Pleidelsheimer Süwaglauf

[eingestellt am 22. März 2015]

By: Jochen Höschele

Sophia Weiler ist schon nach der ersten Runde des 2km-Laufes klar in Führung

1a Laufstil

Die 33 Schülerinnen und Schüler gingen mit großem Elan zu Werke

Johanna Junginger aus Pleidelsheim und Andreas Papp, begleitet von den Schlussradlern

Sophia Weiler schafft die zwei Kilometer lange Distanz in neuer Streckenrekordzeit von 6:59 min

Milena Stippinger (520) ist in 7:28 min im Ziel, ihr Vereinskamerad vom TV Bretten Triathlon, Philipp Hannich, zwei Sekunden später als erster Schüler

Niklas Hirsch (TSG Steinheim) ist nach 7:36 min der zweite Schüler im Ziel

Hanna Bartmann (SZ Kornwestheim Triathlon), Dritte der Schülerinnen in 7:42 min

Robin Zettel (SZ Kornwestheim Triathlon) vor Cedric Lauterwasser. Beide werden Vierte bei den Schülerinnen bzw. Schülern

Startaufstellung zum gemeinsamen Start der 5- und 10km-Läufer (ganz links in blau mit der 78 der Vierte über 10km, Jonas Limmer)

Kurzes Begegnungsstück bei Kilometer 4/6

Die Autobahn wird bei Kilometer 2,7 und 7,7 unterquert

Fabian Bölke (TuS Freiberg) läuft 44:06 min

Patrick Zeitlow ist in 44:27 min im Ziel

Reinhard Essig von der LG Freiberg benötigt 45:04 min für zehn Kilometer

Die Erste der W35, Susanne Schöttle (kniend) muss sich nach ihrer 45:10 min erst einmal sammeln, da läuft schon ihre Vereinskameradin Sylwia Zakrzewski-Heiter von der SpVgg Heinriet in 45:16 min als Zweite der W40 ein

Horst Engelhardt aus Möckmühl siegt in der M80 in 53:52 min

Günther Hafner (42) von den „Lucky Runners“ wird Zweiter der M70 in 55:49 min. Ob er darüber wohl glücklich ist?

Das „Team Blauwal“ gönnt sich einen Zielsprint: Dario Desouza (25) liegt an dessen Ende zwei Sekunden vor Daniel Schwemmer (137)

Zielverpflegung

Running against the wind

Pleidelsheim, 21. März 2015 – Bob Seger hätte genauso gut Pate stehen können in Pleidelsheim anstelle des regionalen Energieversorgers Süwag. Denn das vom US-Amerikaner Seger in diesem Song thematisierte Laufen gegen den Wind mussten die Teilnehmer des Süwag-Laufes in diesem Jahr am eigenen Leib erfahren. „Auf der zweiten Runde war’s dann besonders heftig, das hat mir schon zu schaffen gemacht“, so bekannte selbst der überlegene Sieger der 10km-Distanz, Kay-Uwe Müller (TSV Crailsheim), der nach 32:50 min die zwei Runden à fünf Kilometer über die Felder zwischen Pleidelsheim und Steinheim zurückgelegt hatte. Um nur eine Sekunde war Müller an seiner im letzten Jahr in Eschbach aufgestellten Bestzeit vorbeigeschrammt, und das bei einem Solorennen bei (gefühlter) Windstärke zehn – mehr als respektabel! Bei seiner Premiere in Pleidelsheim war Müller bereits nach der ersten Runde in 16:10 min der Konkurrenz so weit enteilt, dass er sich schon hätte verlaufen müssen, um den Sieg noch aus der Hand zu geben.

Das jedoch ist in Pleidelsheim nicht so einfach – erstens stehen an den kritischen Stellen Streckenposten und zweitens geht es, vom Ortskern einmal abgesehen, im Wesentlichen geradeaus, zunächst Richtung Steinheim. Ist die Autobahn (dankenswerterweise mit Hilfe einer Brücke) überquert, biegt die Strecke nach links parallel zur A81 ab. Nach etwa 700 Metern folgt dann eine Linkskurve und die Unterführung unter der Autobahn hindurch. Es geht wieder gen Pleidelsheim zurück auf asphaltierten Feldwegen, die gut zu belaufen sind…..wäre da der Wind nicht gewesen. Müller ließ sich von alledem jedoch kaum stören und siegte mit einem Riesenvorsprung vor Fabian Knobelspies (35:33 min) und Björn Laibacher (35:42 min; beide Team Silla Hopp). Die drittbeste je erzielte Zeit beim Süwag-Lauf hatte Müller erzielt und zeigte sich dennoch nicht zufrieden. „Vor zwei Wochen bin ich exakt dieselbe Zeit in Kandel beim Halbmarathon als Zwischenzeit über 10km gelaufen. Da wäre heute sicherlich mehr drin gewesen, aber nicht bei diesem Wind. Insgeheim hatte ich auf eine Zeit von unter 32:30 min spekuliert. Da wär’s hilfreich gewesen, wenn beispielsweise der Vorjahressieger Mehdi Khelifi dabei gewesen wäre. Aber ein guter Test war’s allemal, und ich war überrascht, wie viele Zuschauer an der Strecke standen und mich angefeuert haben, das hat wirklich Spaß gemacht.“

Nachdem er in Kandel vor zwei Wochen bereits einen mehr als ordentlichen Saisoneinstand hatte und den Halbmarathon im dortigen Bienwald als Vierter in 1:10:52 h auch nur eine halbe Minute über seiner Bestzeit beendet hatte, ist Kay-Uwe Müller guter Dinge. Beim Leipzig-Marathon am 19. April will er versuchen, seinen „Hausrekord“ von 2:28:55 h aus dem Jahre 2011 zu verbessern. Wenn seine Form so bleibt, sollte das durchaus im Bereich des Möglichen liegen.

Bei den Frauen war Nicole Möbus wiederum nicht zu bezwingen. Die Remseckerin, letztes Jahr beim Halbmarathon im Bottwartal siegreich, lag nach 39:54 min gut eineinhalb Minuten vor Alexandra Olpp (TC Backnang; 41:28 min) und Bettina Wissmeier-Huber (Team Silla Hopp; 43:17 min), die auch die W50 für sich entscheiden konnte.

Als erstes ins Ziel liefen jedoch die schnellsten Teilnehmer des 5km-Laufes, die das Rennen nach einer Runde über die Felder und durch den Ort beendeten. Hier war Sandra Baumstark allen anderen Frauen überlegen. Die für die Sportvereinigung Feuerbach laufende Hauptklasseläuferin benötigte 22:41 min und damit 26 Sekunden weniger als die Zweitplatzierte, Jasmin Kanjuh (TV Bretten Triathlon). Auf Rang drei lief Alexandra Ebert (Personal Training enjoy-running) nach 23:43 min ein. Bei den Männern über die Kurzstrecke war wieder ein Athlet des Team Silla Hopp erfolgreich: Niklas Knoll war in 17:08 min schneller als die beiden Läufer des Team AR Sport Asperg, Thomas Trenc (Zweiter in 17:32 min) und Sven Kratochwil (Dritter in 17:33 min).

Mit 237 Teilnehmern lag man in Pleidelsheim im Hauptlauf deutlich über dem Vorjahresniveau, und auch beim 5km-Lauf (106 Teilnehmer) sowie auf den übrigen Distanzen war der Zuspruch groß, so dass die Veranstalter letztlich einen neuen Teilnehmerrekord vermelden konnten. Mit 507 Startern waren es fünf mehr als bei der bisherigen Höchstmarke aus 2011.

Sprecher Uwe Luckscheiter, der vor dem gemeinsamen Start des 5- und 10km-Laufes noch mit Pleidelsheims Bürgermeister Ralf Trettner gewettet hatte, dass dieser die zwei Runden nicht unter 52 Minuten schaffen würde, sorgte für gute Stimmung und sachkundige Information der Läufer und Zuschauer. Der Wetteinsatz – zehn Liegestützen – musste dann vom Verlierer Luckscheiter geleistet werden. Denn Trettner, der seine Vergangenheit als Mittelstreckler mit seinem Endspurt aufblitzen ließ, rettete sich dadurch in 51:58 min ins Ziel. Die Liegestützen blieben ihm somit erspart und Luckscheiter musste ran. Dieser nahm es jedoch gelassen und zog ein überaus positives Fazit: „Das war ein voller Erfolg heute – neuer Teilnehmerrekord, super Laufzeiten und schon wieder regenfrei wie in all den Jahren zuvor, so kann’s weitergehen. Ich freue mich jedenfalls schon auf das nächste Jahr.“

Bei Kaffee und Kuchen und diversen anderen Speisen und Getränken, die wind- und wettergeschützt im Foyer der Sporthalle angeboten wurden, konnte die Zeit bis zur (allerdings sehr zügig durchgeführten) Siegerehrung im Freien verkürzt werden. Die anderen beiden Läufe der Süwag-Lauf-Serie in Freiberg (Mitte Juli) und beim Ingersheimer Herbstlauf (Ende September) werden zeigen, wer im Jahresverlauf die besten Beine hat. Am 17. Juli steigt in Freiberg Teil zwei der Laufserie, in Pleidelsheim findet die 14. Auflage des Süwag-Laufes wieder in der zweiten Märzhälfte statt.

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.suewag-lauf-pleidelsheim.de


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