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25. Lissabon Halbmarathon

[eingestellt am 29. März 2015]

By: Jörn Harland

Fotos: 3,5,7,9-17 - EDP Meia Maratona de Lisboa, Rest: Laufteam Gelnhausen

Pure Freude beim Laufen

Wer normal alles nicht über die Brücke darf

Die Massen schieben sich über die Brücke

Beliebtes Gruppenevent in Lissabon

Pressekonferenz

Alles Roger?

Der Sieger Mo Farah

Lissabon umgeben von Wasser: dem TEJO

Startphase über die Brücke

Start der Elitefrauen

Start der Elitemänner

Auch die Rollis waren dabei

Mo Farah kontrolliert das Geschehen

Das Wahrzeichen von Lissabon

Das Siegertrio

Mo Farah und Rose Chelimo siegen

Der Lissabon Halbmarathon hat Tradition: ·        

  • Dieses Jahr zum 25. Mal, zum 22. Mal wird die Brücke des 25 Aprils, das Wahrzeichen Lissabons, überquert ·       
  • im Jahr 2010 rannte Zersenay Tadese (ETH) an der Tejo-Metropole den heute immer noch gültigen Halbmarathonweltrekord. Er überquerte die Ziellinie in 58:23 h.
  • Jedes Jahr sind mehr Teilnehmer am Start, fast alleine 10.000 Läufer nur im Halbmarathon ·       

Letztes Jahr feierte Bedan Muchiri sein Debüt über die Halbmarathondistanz in 59:58 min. Bei den Damen konnte sich die Italierin Valeria Straneo durchsetzen. Das Highlight war aber der Weltrekord im weiblichen Rollstuhlrennen. Die Schweizerin Manuela Schar (T 53 Kategorie) finishte in 50:06 min. Insgesamt fanden rund 40.000 Teilnehmer den Weg an die Startlinie, 9.735 davon im Halbmarathon.  

Der Lissabon Halbmarathon (portugiesisch Meia Maratona de Lisboa) ist das Laufereignis schlechthin in Portugal. Bietet sich doch jedem Halbmarathoni einmal im Jahr die Möglichkeit über die Brücke des 25 Aprils zu laufen. Er ist einer der größten und sportlich bedeutendsten Halbmarathons weltweit. Der aktuelle Halbmarathon Weltrekord wurde hier von Tadese aufgestellt.

Das Highlight der portugiesischen Laufveranstaltungen in Zahlen:
·         172.000 Wasserflaschen
·         40.000 Powerrades
·         80.000 Milk Mimosa
·         48.000 Bananen
·         50.000 Ice Creams
·         5km Markierungsband
·         90.000 Goodie Bags
·         100.000 Sicherheitsnadeln
·         1.000 Polizisten und Ordner
·         4.000m² Zelte
·         12 Bands
·         15 Bühnen
·         50.000 Startnummern
·         50.000 Medaillen
·         220 Dixies
·         Und vieles mehr

Die Teilnehmer starten auf der Brücke der Ponte 25 de Abril. Von dort geht es nach Norden in den Stadtteil Alcântara und dann auf eine Wendepunktstrecke in Richtung Osten entlang des Tejo, die eine Schleife zum Rossio, der Praça da Figueira und der Praça do Comércio umfasst. Bei km 18 wird die Brücke, auf der gestartet wurde, in westlicher Richtung unterquert. Das Ziel ist auf der Praça do Império vor dem Mosteiro dos Jerónimos. Da die Strecke ein Nettogefälle von 69 Höhenmetern hat, ist sie nicht für Rekorde oder Bestenlisten geeignet. Um diesem Umstand abzuhelfen, gibt es seit 2008 für die Eliteläufer einen gesonderten Start auf Meereshöhe.

Am Donnerstag vor dem Rennen wird bereits die Sport Expo eröffnet. Diese findet im Elektrizitätsmuseum in Belem statt. Von 10 – 20 Uhr können die Besucher dann in den folgenden Tagen ihre Startunterlagen holen oder noch das letzte Utensil für die Wettkampfteilnahme erwerben.

Am Samstag vor dem Halbmarathon fanden bereits die ersten Laufveranstaltungen statt. Den „Lauf-Reigen“ eröffnete dabei der „VITALIS 7K“ Jamor-Lisboa, der am Nationalstadion gestartet wird und direkt vor dem Jeronimos Monastery in Belém endet. Um 11 Uhr folgte der Start für den Passeio MIMOSA Avós e Netos (Mimosa Großeltern und Enkel Walk), wo ein Erwachsener über 45 Jahren und ein Kind unter 9 Jahren zusammen laufen. Abschließend begaben sich um 16 Uhr die Kleineren auf die Piste. Im EDP Minichamps duellieren sich die Kinder zwischen 5 und 13 Jahren. Start und Ziel ist hier das Elektrizitätsmuseum.

Am Renntag selbst steht den Athleten für den Transport zum Start das ÖPNV-Netz zur Verfügung. Ausreichend Verpflegung in Form von Wasser, Sportgetränken und Obst werden im Abstand von 2,5km an der Halbmarathonstrecke zur Verfügung gestellt.

Die Frauenspitze wurde bereits um 10:15 Uhr auf die Strecke geschickt, um 10:25 Uhr folgten sodann die Rollstuhlfahrer und um 10:30 Uhr dann die Masse, bestehend aus dem Hauptfeld sowie dem Männer Elitefeld.Während das Hauptfeld die Brücke des 25. Aprils überquert, startet das Elitefeld am Bahnhof in Algés.

Das Frauenfeld wurde von der Kenianerin Rose Chelimo gewonnen. Sie siegte in 1:08:22 h deutlich vor der einheimischen Portugiesin Sara Moreira (1:09:18 h). Bereits bei km 10 forcierte die Ostafrikanerin das Tempo zum finalen Husarenritt. Die Portugiesin Moreira musste sich letztlich ordentlich strecken, um die favorisierte Prisca Jeptoo zumindest ein wenig auf Distanz zu halten. Die Kenianerin wurde mit drei Sekunden Rückstand in 1:09:21 h Dritte.

Der Brite Mo Farah setzte zu Beginn der Saison ein ordentliches Achtungszeichen. In 59:32 min. setzte sich der für das Oregon Project startende Athlet durch und blieb damit zum ersten Mal in seiner Karriere unter einer Stunde. Doch bis dahin war es ein hartes Stück Arbeit. Der Zweite Micah Kogo versuchte zwischen km 17-21 so einiges, inklusive Zick-Zack-Laufen, um den Briten loszuwerden. Doch vergeblich. Es schien als kontrolliere Farah stets das Renngeschehen, um dann auf der Zielgeraden den Kenianer Kogo (59:33 min.) niederzuringen. Ein weiterer Kenianer, Stephen Kosgei Kibet, wurde in 59:58 min. Dritter und blieb damit ebenfalls knapp unter der magischen Schallmauer von unter einer Stunde.

Man darf auch wieder auf die Ausgabe 2016 gespannt sein. Die Teilnehmer freuen sich schon jetzt auf das Überqueren der Brücke und die unvergleichliche Atmosphäre in der portugiesischen Hauptstadt…


Kossmann Laufdesign