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32. Vienna City Marathon

[eingestellt am 13. April 2015]

By: hahnertwins

Anna Hahner und Christian Pflügl

Anna und Maja bei der Pressekonferenz

Zweite von links Lemma, der Sieger der Männer

Elite der Frauen

Führungsgruppe

Gruppe um Anna Hahner

Mit der F7 Siegerin Maja Neuenschwander

Hautnah dabei

Der Österreicher Christian Pflügl

Nr.8925, der spontane Tempomacher von Maja

Schweizerin Neuenschwander gewinnt Wien Marathon

Wien, 12. April 2015 - Auch 2015 waren am Marathonwochenende mehr als 40.000 Läufer auf den Straßen Wiens unterwegs. Unter ihnen auch die beiden Titelverteidiger vom letzten Jahr. Der Äthiopier Getu Feleke und die schnellste deutsche Marathonläuferin in 2014, Anna Hahner. Getu Feleke war mit der schnellsten Zeit gemeldet. Die Zeit von 2:05:41h, die er im vergangen Jahr in Wien lief, ist zudem der Streckenrekord. Anna hatte in dem dicht besetzten Frauenfeld die zweitschnellste Meldezeit hinter der Siegerin der Jahre 2011 und 2012, Fate Tola. Auch die Vorjahreszweite, Caroline Chepkwony aus Kenia war wieder am Start.

Nachdem das Motto in 2014 „Alles Walzer“ hieß, stand in diesem Jahr Europa im Fokus. „Wir sind Europa“ lautete das Motto, das die verbindende Botschaft des Laufens in den Mittelpunkt rücken sollte. Laufen als Ausdruck für ein friedvolles Miteinander und persönliche Freiheit, unabhängig von Nation, Religion, Hautfarbe und Überzeugung. 129 Nationen waren am Start, die meisten Läufer natürlich aus Österreich, viele Läufer aus Deutschland, mehrere Italiener und aus manchen Ländern auch nur ein Läufer z.B. aus dem Libanon oder aus Thailand. 

In Wien werden die schnellsten Männer stets eine Minute vor dem Rest auf die Strecke geschickt. Nachdem es im Elitefeld der Männer in der letzten Woche vorm Marathon noch mehrere Absagen gab, war das Starterfeld in der Spitze nicht ganz so dicht besetzt. Um 8:59 Uhr fiel der Startschuss. Unter ihnen auch der Österreicher Christian Pflügl, der heuer in Wien eine Zeit von 2:15h laufen wollte. Mehrere Wochen hatte er sich zusammen mit seinen Tempomachern in Kenia gezielt auf den Marathon vorbereitet. Der Plan ging nicht auf, wegen Krämpfen in der Wade musste er noch vor der Halbmarathon-Marke aussteigen. So war der Weg frei für Simon Lechleitner, der es auf der Strecke kaum fassen konnte, als das Führungsfahrzeug des besten Österreichers neben ihm erschien. Auf Platz 12 in 2:25:53h überquerte er die Ziellinie auf dem Heldenplatz. Christian Pflügl war nicht der einzige, der wegen Problemen austeigen musste. Der Vorjahressieger, Getu Feleke, beendete das Rennen vorzeitig nach gut 15km. So war der Weg frei für den auch sehr stark eingeschätzten Äthiopier Sisay Lemma „In diesem Moment wusste ich, dass ich gewinnen kann“, erklärte der spätere Sieger nach dem Rennen. Nach 2:07:31h gewann der Äthiopier mit großem Abstand auf seine Verfolger. Den zweiten Platz holte sich der Kenianer Duncan Koech in 2:12:14h vor Siraj Gena (Äthiopien, 2:12:48h).

Bei den Frauen formierte sich von Beginn eine große Gruppe mit allen Spitzenläuferinnen. Bis Km 15 blieb diese weitgehend zusammen. Dann erhöhte die Schweizerin Maja Neuenschwander das Tempo, der lediglich die Äthiopierin Fate Tola folgte. Die Gruppe war gesprengt und das Feld zog sich langsam auseinander. Die Spitzengruppe passierte die Halbmarathonmarke nach 1:13:33h, die Gruppe um Anna Hahner in knapp 1:14h. Nachdem Tola auch abreißen ließ, lief Neuenschwander alleine mit ihren Tempomachern vorne. Doch diese stiegen wegen Problemen früher als geplant aus. Glücklicherweise sprang spontan ein Läufer ein, der bis dato in der Gruppe mitlief. Auf den letzten Kilometern fiel auch dieser zurück und von hinten kamen drei Kenianerinnen immer näher. Der Vorsprung Neuenschwanders schmolz auf 20s, dann auf 10s doch näher ließ Maja ihre Verfolgerinnen nicht kommen. Die Ziellinie im Blick und den Sieg vor Augen gab die 35-Jährige alles. In 2:30:09h holte sich die Schweizerin unter großem Applaus den Sieg. Die weiteren Plätze auf dem Stockerl gingen an Agnes Mutune (Kenia, 2:30:19h) und Esther Chemtai (Kenia, 2:30:32h).

Anna Hahner konnte auf den letzten Kilometern wieder näher an die vorderen Frauen ran laufen. In 2:30:50h lief sie als Fünfte über die Ziellinie, 41s hinter der Siegerin und 18s hinter der Drittplatzierten. „Ich wäre gerne schneller gelaufen und dennoch bin ich sehr glücklich. Für mich ist das Wichtigste, dass ich hinter der Ziellinie weiß, dass ich in dem Rennen keine Sekunde schneller hätte laufen können und alles gegeben habe. Und das war heute der Fall. Es haben so viele Zuschauer Go Anna gerufen, das war großartig.“

Wien, seine Einwohner und die Besucher haben am Sonntag wieder ihre Laufbegeisterung gezeigt. Die ganze Stadt war im Marathonfieber, mehr als 400.000 Zuschauer an der Strecke. An diesem Wochenende hat die Stadt den Läufern gehört. Die Ringstraße, die Hauptallee und der Heldenplatz. Um 15:30Uhr war Zielschluss. und die Straßen wieder voller Autos. Doch spätestens in einem Jahr, beim Vienna City Marathon 2016 wird die Hauptstadt wieder in Läuferhand sein.

 

Link zu den Ergebnissen 


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