Kanzlei.org - laufend gut beraten

3. Römerlauf Eisenberg

[eingestellt am 19. April 2015]

By: Gabi Gründling

Fotos: Gabi & Peter Gründling

Morgendämmerung am Waldstadion

Die Parkplätze füllen sich nur sehr zaghaft

Josefa Matheis und ihr Sohn Fabio gewinnen den Duo-Wettbewerb haushoch

Rechts 1. M60 Karl-Heinz Klos

Vorstartgewusel

Alle Mann zur Startlinie!

Sieger Max Kirschbaum (links), Zweiter Alexander Barnsteiner

3. M40 Andreas Flörchinger und 1. MJU20 Axel Schlindwein

1. M30 Martin Jeck hat auch vorm Start gut lachen

Das Feld verlässt das Stadion

Erstmal geht’s bergab

Birgit Blim erklimmt die Rodenbachbrücke

Kerzenheim voraus

Die Streckenposten hatten jede Menge Ausrüstung dabei

K78

Rosenthal

Auf dem Weg zum Staffel-Wechselpunkt

-

VP an der Wechselzone

Kilometer 15 – alle 5 km waren in römischen Buchstaben angezeigt

1. M70 Christian Messer

Tee oder Wasser?

Und jetzt rauf nach Stauf

Km 20

Blick zurück

Beate Jeschue

Zielverpflegung

Siegerin Sandra Weis

Nachbereitung

Ollis Lauftreff: Oliver Schollenberger, Jochen Frisch, Frank Brünn und Joachim Hanisch

Zweite Isabelle Herkelrath

Römerinnen verteilten Medaillen

Drittschnellstes Duo Ribana Bauser und A. Schmidt

Zwei rote Punkte bedeutete: Duo

Dritte Annette Johann

Weg ins Stadion

Udo Kieselbach am Zielhang

Ralf Bauer

Frank Huy

Norbert Gutfrucht

Jens Rother

1. W40 Isabella Bernhard

1. W20 Sarah Bernhard aus Berlin

2- M60 Werner Bösch

2. W50 Cemile Celik

2. W40 Gabriele Fahrbach

3. W40 Andrea Jäger

3. W50 Gaby Siebert

3. W20 Sandra Werner

Sigrid Wehowsky

Gut gelaunte Streckenposten

1. W60 Gerlinde Kieselbach

Rote Laterne für Klaus Harnisch

Moderator Wolfgang Behr

K78 in der Pfalz

 

Eisenberg, 19. April 2015 – bei „K78“ schlägt in der Ultramarathonsezne so manches Bergläuferherz höher, gemeint ist damit die lange Strecke beim Swiss Alpine Davos. Beim Römerlauf durch die Verbandsgemeinde Eisenberg hat man so seinen eigenen kleinen K78. Von insgesamt 25 km läuft man knapp 6 km auf der Kreisstraße 78, eben der K78.

Die TSG Eisenberg veranstaltet den Römerlauf im Zweijahreswechsel mit ihrem 10 km Stadtlauf. Während dieser im März ausgefochten wird, hat der Römerlauf seinen Termin im April gefunden. Ob das der Grund dafür ist, daß die Teilnehmerzahlen auf dieser anspruchsvollen Strecke einfach nicht in die Höhe gehen wollen? Nach 217 Finishern beim Hitze-Debut 2011 und 152 im Jahr 2013 kamen dieses Jahr nur noch 96 Läufer bei Zeitnehmer Edgar Thiel und seinem Zeitnahmeteam an. Aufgrund der Vielzahl der Streckenposten hatte man fast den Eindruck, auf jeden Läufer käme ein Helfer. Würde der Lauf mehr Freunde finden, wenn er im März der Vorbereitung auf einen Frühjahrsmarathon dienen könnte? Wäre es unter Umständen besser, ihn in die gerade Jahre zu verlegen und vor dem Marathon Deutsche Weinstraße als Vorbereitung auf die wellige Marathonstrecke in der Nachbarschaft als Marathonvorbereitung anzubieten? Diese und ähnliche Fragen werden sich die Eisenberger Organisatoren um Hans-Jürgen Furchtmann und Jürgen Ullmer sicher stellen und beantworten müssen. Denn 96 Teilnehmer plus 8 Teams, die sich die Strecke in zwei Häppchen teilten, das ist viel zu wenig. Auf der Strecke waren diverse Sanitätswagen, es gab für jeden eine Medaille und daß eine Laufveranstaltung auch sonst noch so einiges an Kosten verursacht, kann sich jeder vorstellen.

Über eine topographische Karte ausgemessen hat die Strecke nach Veranstalterangaben 650 Höhenmeter. Die barometrische Uhr von Laufticker-Chef Peter Gründling weist 507 aus. Welche Zahl auch immer stimmt – es sind auf jeden Fall mehr als der Marathon Deutsche Weinstraße auf der ganzen 42 km langen Runde aufweist.

Start und Ziel sind am Waldstadion in Eisenberg. Bei schlechtem Wetter hätte man mit Anmeldung und Siegerehrung in die vereinseigene Jahnturnhalle ausweichen können, die knapp 1 km vom Waldstadion entfernt in der Stadtmitte liegt. Das war aber nicht notwendig. Zwar waren es morgens um 8 Uhr nur 4 Grad, aber die Sonne strahlte vom fast wolkenlosen blauen Himmel und schon zum Start um 9.30 h war klar, daß man mit „kurz-kurz“ durchaus gut beraten war. Im Laufe des Vormittags wurden die Temperaturen zweistellig. Zwar lief man streckenweise etwas im Wind, aber alles in allem war dieser Sonntag ein perfekter Lauftag.

Die Strecke verbindet sechs Ortsteile der Verbandsgemeinde Eisenberg miteinander. Über 7 Berge muß man gehen, um vom Waldstadion zurück zum Waldstadion zu kommen. Unterwegs kann man sich kaum entscheiden: geht’s nun steiler bergauf oder steiler bergab. An einer Stelle wird das Gefälle mal mit 10% angegeben. Aber die Anstiege haben es auch in sich. Häufig sind sie langgezogen. Der höchste Punkt ist ungefähr bei km 13, kurz hinter dem Göllheimer Häuschen erreicht. Optisch höher liegt der Ortsteil Stauf. Die Ansiedlung hat man schon ab Ramsen im Blick und dann heißt es „2,5 km rauf nach Stauf“.Die herrlichen Ausblicke entschädigen aber auf jeden Fall für die Anstrengungen.

Es handelt sich um einen reinen Straßenlauf, die Strecke ist durchgängig asphaltiert – mal abgesehen von 50 m Tartanbahn am Start und 250 m Tartanbahn beim Zieleinlauf. Stolperfallen und Verlaufmöglichkeiten sind eigentlich ausgeschlossen. Eigentlich. Denn wenn man sich mehr mit seiner Kamera beschäftigt als mit der Streckenführung, kann man sich auch schon mal direkt zu Beginn des Rennens um fast 500 m verlaufen. So geschehen bei Klaus Harnisch, der das Läuferfeld nach hinten absicherte.

Am anderen (vorderen) Ende des Feldes ging die Post ab. Gleich zu Beginn setzte sich Max Kirschbaum an die Spitze und sollte die Führung über die gesamten 25 km nicht mehr abgeben. Der 29jährige arbeitet im elterlichen Autohaus in Eisenberg, wohnt aber in Otterbach und startet neuerdings für die LG Ohmbachsee. Den Weg Wohnung-Arbeit verbindet er gerne schon mal mit einer Trainingseinheit, legt die 38-40 km per Rad oder zu Fuß zurück. Mit 1:34:24 h holte er sich nicht nur den Sieg sondern auch gleich noch einen neuen Streckenrekord. Der alte lag bei 1:37:02 h.

Auch seine beiden Verfolger, Alexander Barnsteiner (LLG Landstuhl, 1:36:13 h) und Mario Steiner (1. FC Kaiserslautern, 1:36:26 h) liefen noch schneller als die Sieger der beiden ersten Ausführungen, Stefan Hinze und Thomas Dehaut. „Wir sind den ganzen Lauf zusammen gewesen. Beim letzten Anstieg wollte ich es wissen und habe das Tempo verschärft. Hier mußte Mario abreißen lassen“ berichtet Alexander Barnsteiner vom Rennverlauf.

Ihren ersten Gesamtsieg überhaupt erlief sich Sandra Weis. Die 33jährige Carlsbergerin, die im Trikot des LC Bad Dürkheim unterwegs ist, lief ab km 5 an der Spitze und ließ sich den Sieg auch nicht mehr nehmen, als es besonders am Berg nach Stauf etwas schwer wurde. „Die Strecke ist anspruchsvoll aber super zu laufen, weil man sich zwischendrin sehr gut erholen kann“ war ihr freudiges Fazit nach 2:07:11 h Laufzeit.

Nach 2:14:15 h war die Zeit von Isabelle Herkelrath (TSG Maxdorf), die ihr den zweiten Platz bescherte. Auf Rang 3 findet man mit 2:18:05 h eine Athletin aus der Südpfalz, die nach einer morgendlichen navilosen Irrfahrt erst recht kurz vorm Start in Eisenberg eintraf. Annette Johann (TV Rheinzabern) gehört schon der W50 an.

Der Lauf war geprägt von LäuferInnen zwischen 40 und 59 Jahren. Von den 96 Finishern waren neun in der W50, vier in der W40, 28 in der M50 und 27 in der M40 – also immerhin insgesamt knapp 71%.

Man kann sich die 25 km von Eisenberg auch teilen, kann sie als Duo laufen. Dabei hat der erste Läufer 11, der zweite 14 km zu absolvieren. Von der TSG wird sogar ein Shuttleservice zum Wechselpunkt hinter Kerzweilerhof organisiert. Trotzdem trauten sich nur acht Paare auf die Strecke. Vorneweg liefen Josefa und Fabio Matheis. Sie brauchten 1:46:27 h, wobei Mutter Josefa die zweite Hälfte übernahm und dem Filius den Start überließ. „Wir waren zusammen so schnell wie ich hier schon alleine gelaufen bin. Das kann ich mir irgendwie gerade gar nicht vorstellen“ lacht die Läuferin der TSG Eisenberg.

Während die Großen auf ihrer Runde waren, fanden noch drei Kinderläufe über 500 m, 1 km und 2,5 km statt. Letzterer trug den illustren Namen „Mini-Römerlauf“, weil er eben 10% der Hauptstrecke ausmachte. Leider haben wir keine Fotos der Kinderläufe, weil wir beide selbst gelaufen sind.

Über 500 m starten 18 Kids der Jahrgänge 2008-2010. Nach 1:57 min stand mit Julian Schreiner (TSG Grünstadt) der Sieger fest. Sophie Wagner (LT Pirmasens) war mit 2:17 min das schnellste Mädchen.

Genau doppelt so viele Kinder der Jahrgänge 2004-2007 nahmen die doppelte Strecke in Angriff. Nach 3:38 min wurde Hannes Ebener (TSG Eisenberg) als Sieger erfasst. Seine Schwester Paula brauchte 10 Sekunden länger und war als schnellstes Mädchen auch Gesamt-Zweite. Beide sind Jahrgang 2006, also relativ sicher schnelle Zwillinge.

Nur neun Jugendliche (Jahrgänge 2000-2006) trauten sich an die 2,5 km. Yannik Kupferschmidt (TSG Eisenberg) war der Älteste im Feld und mit 9:02 min auch der Schnellste. 12:15 min brauchte Katharina Hunsinger für den Sieg bei den Schülerinnen.

Die Siegerehrung des 25 km-Laufs wurde zügig nach der Ankunft des letzten Läufers durchgeführt, neben Geldpreisen für die Schnellsten gab es auch noch attraktive Sachpreise, teilweise über eine Tombola auch an die verteilt, die nicht aufs Treppchen laufen konnten. Eine umfangreiche Kuchentheke, Würstchen und belegte Brötchen ließen beim kulinarischen Angebot keine Wünsche offen.

Zu wünschen wären den Veranstaltern beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder deutlich mehr  Teilnehmer.

Ergebnisse www.laufinfo.eu


Kossmann Laufdesign