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13. Weiltalmarathon

[eingestellt am 21. April 2015]

By: Gabi Gründling

Fotos: Annette Bruns

Marco Diehl zum Fünften!

Weilburg, 19. April 2015 – an diesem Sonntag ging zwischen Schmitten-Arnoldshain und Weilburg die „Wilde 13“ über die Bühne – der 13. Weiltalweg-Landschaftsmarathon im Naturpark Hochtaunus. Es handelt sich um einen Landschaftsmarathon, der hin und wieder „die Zivilisation“ streift. Tendenziell geht er abwärts, denn Arnoldshain liegt 504 Meter über dem Meeresspiegel, Weilburg nur 172 m.

Nette Idee: wer zum 13ten Mal dabei war, bekommt eine Startnummer, in der die Zahl 13 enthalten und rot eingekringelt ist. Wie zum Beispiel Norbert Hoffmann aus Schmitten. Für die zehnte Teilnahme gibt’s ein Holzbrett mit entsprechender Gravur. Das konnte zum Beispiel Friedhelm Kuche mit nach Hause nehmen, der immerhin schon in der M75 unterwegs ist und 4:40 h brauchte.

321 Marathonis erreichten das Ziel, dazu kamen 347 Läufer über 22 km und 165 über 12 km. Sie alle wurden am Ziel in Weilburg von „der Stimme des Weiltalmarathons“ empfangen: dem Franken in Frankfurt, Hubertus Kraus.

Zum fünften Mal auf dem Siegertreppchen landete Marco Diehl. Er hatte sich noch nachgemeldet, war also eine Überraschung für Veranstalter und Konkurrenz. Mit bisher vier Siegen hatte er die Startnummer 1111 ergattert. Marco ist ein Dauer-Läufer. Es gab Zeiten, da absolvierte er fast jedes Wochenende einen Marathon in Zeiten zwischen 2:30 und 2:35 h. 2:44:09 h war seine Siegerzeit vom 13. Weiltalwegmarathon.

Als Favorit war eigentlich Frank Wiegand gehandelt worden, der sich zum dritten Mal in die Siegerliste eintragen wollte. Aber der 51jährige hatte eine stark entzündete Blase unterm Fuß, die ihm am Samstag auch noch Fieber bescherte. Statt sich auf dem Weiltal-Radwanderweg ein Duell mit Marco Diehl zu liefern, hütete er zuhause in Kelkheim das Bett.

Der Siegerpokal für die Frauen ging an Silke Kaliner, die nach 3:18:14 h gestoppt wurde. Wie Marco Diehl läuft sie in der Altersklasse 45.

Für sie selbst überraschend ging Platz 3 an Gabi Kenkenberg. Die Kriftelerin im Trikot von LC Olympia Wiesbaden wurde vergangenen September am Fuß operiert, nachdem sie schon länger von einem Hallux Valgus gequält wurde. Nach dreimonatiger Laufpause konnte sie im Dezember wieder mit leichtem Training beginnen, wurde dann aber, wie viele andere auch, Anfang des Jahres von einem grippalen Infekt ausgebremst. Die 44jährige Ultraläuferin bindet ihr Training oft in ihren Arbeitsalltag ein. Morgens fährt sie rund 17 km mit dem Rad nach Frankfurt, läuft nach Hause, um es dann am kommenden Tag umgekehrt zu machen. Daß ihre Ausdauer schon wieder da ist, bewies sie eine Woche vorm Marathon mit einem 63 km-Trainingslauf. Da das Wetter schön war und es ihr gut ging, entschied sie sich kurzfristig für ihr Debut auf der Strecke nach Weilburg. Und dort lief es für sie besser als erwartet. Auf Gefällstücken, sonst eher ihre Achillesferse, konnte sie es richtig laufen lassen und sammelte hier Läufer um Läufer ein. 3:24:42 h hatte sie sich selbst noch gar nicht zugetraut, hatte sie doch seit ihrem Wiedereinstieg nur ein einziges Mal auf dem Heimweg das Tempo angeschlagen, das sie am Sonntag über die Marathonstrecke auf die Straße brachte. Die Saison 2015 steht für sie unter dem Genuß-Zeichen. Sie will sich nur schöne Strecken aussuchen und jeweils gucken, was schon geht und was noch nicht. Durch die Schon- und Fehlhaltungen der Zeit vor der OP hat sie jetzt so manches Zipperlein, ihre Orthopädie muß sich erst wieder richtig einpendeln. Zuerst steht mal der Rennsteig auf ihrer Agenda und dann will sie mal sehen. Eigentlich sollte es der Rütli-Ultratrail in der Schweiz sein, aber der wurde mangels Beteiligung abgesagt. Auf jeden Fall will sie noch Punkte sammeln, um sich für 2016 für den UTMB zu qualifizieren. Am Weiltalweg hat es ihr gut gefallen: „Strecke – Stimmung – Wetter: alles war perfekt“.

Ergebnisse: www.volkslauf.de

 

 


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