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25. Hannover-Marathon

[eingestellt am 21. April 2015]

By: Volker Goineau

Fotos: Volker Goineau und Lisa Hahner

Halbmarathonsiegerin Malene Munkholm

Buntes Treiben

Halbmarathonsieger Florian Pehrs

Die schnellsten drei Männer über 10km

Und nun auf dem Podest

Siegerehrung 10km Frauen

Endlich im Ziel!

Die letzten Meter

Das Feld ist gestartet

Auch die Kleinen haben ihren Spaß

Start zum Kinderlauf

Tolles Wetter und Teilnehmerrekord zum Jubiläum

Hannover, 19.4.2015 - In der niedersächsischen Landeshauptstadt findet jedes Frühjahr einer der deutschen Top-Marathonläufe statt. Für Hannover spricht dabei die sehr flache Strecke, die geeignet für schnelle Zeiten ist. Außerdem sorgen die vielen Zuschauer für eine tolle Stimmung an der Strecke, sodass viele Läufer aus ganz Deutschland und aus dem Ausland gerne den Weg hierher finden. Es werden vom Veranstalter jedes Jahr mehrere Top-Athleten, vorwiegend aus Afrika oder aus Osteuropa, verpflichtet. Somit stehen die Streckenrekorde bei 2:08:32 h (Lusapho April, 2013) bzw. 2:27:07 h (Olena Burkovska, ebenfalls 2013), was diesen Marathon zu einem der sportlich hochkarätigen in der Republik hat werden lassen. Start und Ziel für die unterschiedlichen Distanzen ist auf dem Friedrichswall vor dem Rathaus und die Strecken führen durch das Herz Hannovers, unter anderem am Maschsee entlang.

In diesem Jahr beteiligten sich erstmals über 20.000 Aktive an der Veranstaltung, sodass passend zum Jubiläum eine schöne Teilnehmer-Marke geknackt werden konnte. Neben dem Marathon wurden ein Halbmarathon und ein 10km-Lauf angeboten. Außerdem standen eine Marathon-Staffel, ein Halbmarathon für Inliner und für Handbiker sowie ein Kinderlauf am Samstag auf dem Programm. Der Marathon wurde am Sonntag um 9 Uhr gestartet und live im NDR Fernsehen übertragen und die äußeren Bedingungen waren mit 10-15°C, Sonnenschein und relativ wenig Wind nahezu ideal. Bei den Männern wollten die schnellen Afrikaner den Streckenrekord angreifen; aus deutscher Sicht galt das Hauptaugenmerk Falk Cierpinski, der sich mit einem mehrwöchigen Trainingslager in Kenia auf das Rennen vorbereitet hatte, in der Folge jedoch von einer Erkältung ausgebremst wurde. In der Frauenkonkurrenz war nach Lisa Hahners verletzungsbedingter Absage keine deutsche Topläuferin am Start. Favoritinnen waren die Vorjahressiegerin Souad Ait-Salem aus Algerien, die Ukrainerin Olha Kotovska sowie ein paar Afrikanerinnen.

An der Spitze des Rennens bildete sich wie erwartet eine Gruppe aus Afrikanern. Letztendlich konnte sich der Kenianer Cheshari Jacob nach spannendem Duell mit dem Äthiopier Chala Bekele durchsetzen. Jacob lief mit 2:09:32 h genau eine Minute langsamer als der Streckenrekord, nachdem die Zwischenzeit von 64:08 min. bei der Halbmarathonmarke noch auf einen möglichen neuen Streckenrekord hingedeutet hatte. Bekele folgte mit 10 Sekunden Rückstand; den dritten Platz sicherte sich Martin Kosgey in 2:09:50 h. Bei Falk lief es hingegen nicht gut. Nach einer Zwischenzeit von 68:13 min zur Hälfte wurde er von muskulären Problemen im Oberschenkel ausgebremst und beendete schließlich nach ca. 35km das Rennen. So lief der 38jährige Wolfsburger Valentin Harwardt als bester Deutscher nach 2:25:14 h auf Rang 12 ins Ziel. Bester Europäer war drei Ränge weiter vorne der Italiener Dominico Ricatti in 2:18:23 h.

Bei den Frauen konnte Ait-Salem ihren Vorjahressieg wiederholen und lief mit 2:27:21 h nur um 14 Sekunden am Streckenrekord vorbei. Zweite wurde Kotovska in 2:29:13 h, gefolgt von Mapaseka Makhanya aus Südafrika (2:31:02 h). Schnellste Deutsche auf Rang sechs war Lena Schmidt von der LSG Karlsruhe in 2:50:08 h.

Die Rennen über die Halbmarathon- und 10km-Distanz hatten keine wirklichen Top-Felder, waren jedoch regional ordentlich besetzt, gespickt mit einigen guten Läufern, die eine weitere Anreise auf sich genommen hatten. Der Halbmarathon wurde um 10:30 h gestartet. Er endete mit einem deutlichen Sieg von Florian Pehrs von der LG Braunschweig. Der 1500m- und 5000m-Spezialist, der in diesem Jahr erneut an der DM über 5000m teilnehmen möchte, benötigte bei seinem Ausflug auf die Überdistanz 69:42 min. Mit deutlichem Abstand folgten auf den Rängen zwei und drei Oscar Mendes aus Portugal (1:11:23 h) und Niclas Hoppe vom TSV Kirchdorf (1:11:30 h). Schnellste Frau über die 21,1 km war die bereits der W45 angehörende Dänin Malene Munkholm, die nach 1:20:30 h ins Ziel lief. Auf den weiteren Podest-Plätzen folgten Miriam Herrmann aus Wolfsburg in 1:22:17 h sowie Anna Reuter aus Kassel (1:22:35 h).

Um 13 Uhr fiel der Startschuss zum 10km-Lauf. Hier war als Favorit Paul Schmidt am Start, der den Berliner Halbmarathon Ende März in 64:58 min gerannt war und 13 Tage vor seinem Start bei der Deutschen 10.000m-Meisterschaft einen schnellen 10er auf der Straße absolvieren wollte. Er hatte den Streckenrekord von 30:36 min im Visier. Außerdem dabei: Karsten Meier von der LG Braunschweig, der im März 29:59 min über 10km lief, eine Woche nach der Halbmarathon-DM jedoch nur einen Tempodauerlauf absolvieren wollte; schließlich möchte auch er am 2. Mai bei der DM in Ohrdruf über die 25 Bahnrunden eine gute Rolle spielen. So kam es, dass Paul im Alleingang vorneweg lief und mit 30:26 min den Streckenrekord verbesserte, seine persönliche Bestzeit vom Dresdner Citylauf jedoch um 5 Sekunden verfehlte. Dahinter lief eine Dreier-Gruppe, aus der Karsten Meier mit einem schnellen Schluss-Kilometer als eindeutiger Sieger hervorging und sich mit 31:29 min den zweiten Rang sichern konnte. Auf Platz drei in 31:40 min landete der 30jährige Däne Morten Marinussen, der im Vorjahr auf dieser Strecke gewonnen hatte und nun eine neue persönliche Bestzeit erzielte. Morten ist als Sportlehrer in Aahlborg tätig und kommt regelmäßig mit einer größeren Gruppe zum Hannover-Marathon. Er zeigt sich begeistert von der Organisation bei den Straßenläufen in Deutschland. Insgesamt war die Organisation auch sehr lobenswert, wobei einige Kritikpunkte angebracht werden können. So wurden die Läufer nach dem Rennen durch einen ziemlich langen Nach-Ziel-Bereich gelotst, bevor sie endlich zu den LKW mit den Kleiderbeuteln bzw. dem Startbereich vor dem Rathaus zurücklaufen konnten. Außerdem stimmten nicht alle Km-Schilder an der Strecke. Das 9km-Schild beim 10km-Rennen kam zu früh, sodass mancher Läufer sich einen Kilometer vor Schluss sich schon innerlich über eine gute Zeit freute und im Ziel enttäuscht wurde. So bleibt dem Veranstalter jedoch noch Raum für Verbesserungen.

Die Frauenkonkurrenz über die 10km entschied die U20-Läuferin Sarah Kistner vom MTV Kronberg in sehr ordentlichen 35:18 min für sich. Das Podest komplettierten Dr. Ulrike Wendt von Hannover 96 in 37:07 min und Mette Willer Oldenborg aus Dänemark, die bereits der W45 angehört, in 38:05 min.

Alles in allem war der Hannover-Marathon 2015 wieder eine tolle Veranstaltung bei schönem Wetter und sowohl die Organisatoren als auch viele Läufer freuen sich sicherlich bereits auf die nächste Auflage am 10. April 2016.

<cite class="_Rm">www.marathon-hannover.de 
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