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13. Zabergäulauf Pfaffenhofen

[eingestellt am 27. April 2015]

By: Jochen Höschele

Vor dem Start zum 10er und zur Dino-Challenge

Letzte Fachsimpeleien, ehe es losgeht

Über die Felder…

…und durch Weinberge führen die ersten gemeinsamen Kilometer des 10km-Laufes und der Dino-Challenge

Auch auf den ersten drei Kilometern geht es munter auf und nieder

Die erste Verpflegungsstelle nach etwa drei Kilometern

Kurz nach dem beschaulichen Weiler Rodbachhof geht es (mal wieder) bergauf

Blühende Obstbäume und sattgrüne Wiesen erfreuen das Läuferauge

Die Streckenteilung nach exakt fünf Kilometern – die „Dinos“ dürfen stramm bergauf, die 10km-Läufer haben die meisten Anstiege schon hinter sich

Zwischen Kilometer fünf und sechs geht es mit bis zu 27 Prozent Steigung bergauf

Mit dem Quad ist es bestimmt etwas einfacher

Romantisch: Der Weiße Steinbruch wird nach sechs Kilometern bei der Dino-Challenge erreicht

Erst unter der Brücke hindurch….

….und dann oben drüber. Den schönen Ausblick sieht nur, wer sich umdreht

Nach langer Bergabpassage folgt die nächste Verpflegungsstelle nach gut elf Kilometern

Trailiges Bergabstück zum Katzenbachsee

Der idyllische Katzenbachsee wird fast komplett umrundet

Vom Seeufer führt der Weg zunächst wieder hinauf…

….in Richtung Wald, auch für Walter Schön

Angelika Schräpfer vom stark vertretenen Team AR Sport Asperg gewinnt die W30 bei der Dino-Challenge in 1:37:48 h

M60-Dritter beim „Dino“ wird Eberhard Mehrmann in 1:38:14 h

Heike Götz-Hoffmann, die Dritte der W40, vor der W30-Zweiten Conny Major und Mario Noack

M70-Sieger Werner Linsenmaier kommt noch unter 100 Minuten beim „Dino“ ins Ziel

Frank Mede vom TSV Oberriexingen

Vierter der M60: Torsten Blau

Christian Bühler aus Güglingen schafft’s noch unter 1:43 h

Bettina Kastrup wird in 1:44:06 h Vierte der W40 und läuft völlig unverständlicherweise für „radiergummiliga.de“

Edgar Velm (771) und Marco Haagen sind kurz vor Schluß noch gut drauf

Auf dem Radweg zwischen Zaberfeld und Pfaffenhofen geht es den letzten Kilometer Richtung Ziel

Owe Peters vom „Wirtshaus am See Zaberfeld“

Der Zweite der M70, Otto Müller, vom TSV Talheim, läuft noch unter 1:50 h

Volker Schmid vom Katzenbeisser-Team aus Lauffen auf der Zielgeraden

Catrin Schulze (links) wird 88., während der Sieger der „Dino-Challenge“ von 2013, Uli Lorenzen, dieses Jahr auf den siebten Platz kommt und die M40 gewinnt

Michael Sommer, der bei seiner Dino-Challenge-Premiere in 1:10:19 h auf den dritten Platz kommt

Thomas Weiß, auch er erstmalig in Pfaffenhofen als „Dino-Teilnehmer“ und restlos begeistert von der Veranstaltung

Ein U18er ist schnellster „Dino“ 

Pfaffenhofen, den 25. April 2015 – Zu einer mittlerweile festen Größe im regionalen Laufkalender hat er sich in dem einen Dutzend Jahre seiner Existenz gemausert, der Zabergäu-Lauf in Pfaffenhofen unweit von Heilbronn. Seit er das „Zehnjährige“ feiern durfte, gibt es neben dem 10,5km langen Hauptlauf eine weitere Distanz, die unter dem klingenden Namen „Dinosaurier-Challenge“ firmiert. Vieles nennt sich heutzutage „Challenge“, doch die Macher derselben im Zabergäu haben eine mit 350 Höhenmetern auf 18,5km Distanz wirklich eine Herausforderung für die Läufer geschaffen, ohne dass man gleich unter Stacheldrähten hindurchkriechen oder durch Bäche waten muss. Der „Dino“ ist und bleibt vor allen Dingen ein Lauf, auch wenn die Strecke an ihrer steilsten Stelle 27 Prozent Steigung aufweist.

Der Reihe nach – es gibt beim Zabergäulauf neben den beiden Läufen für die Erwachsenen über 10,5km und der Dino-Challenge mit 18,5km Länge auch einen Bambinilauf (500m), einen Jugend- (1,5km), Jedermann- (5,5km) und Firmenlauf (ebenfalls 5,5km). 570 Finisher über alle Distanzen bedeuteten ein Plus von knapp fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr, den Löwenanteil stellten die 175 Sportler, die erfolgreich die 10,5km-Strecke mit gut 120 Höhenmetern bewältigten. Schnellster war, wie bereits sechs Mal zuvor beim Zabergäu-Lauf, Marco Lack von den Schunk Speedys. In 35:09 min lag er beinahe zwei Minuten vor dem Zweiten, Marcel Ganszky (37:04 min). Dieser wiederum hatte zwölf Sekunden Vorsprung auf Manuel Hoffmann (Challenge Heilbronn; 37:16 min). Noch unter die ersten Zehn lief mit Bettina Maria Englisch die Siegerin der Frauenkonkurrenz in 41:18 min. Die für das Team G. Weber Bau laufende Siegerin des Bottwartal-Marathons 2014 war unangefochten, denn ihr Vorsprung auf die Zweitplatzierte Justine Seyb (Schunk Speedys; 44:24 min) und die Dritte, Tessa Götz (Sportteam Andi Wenz; 44:54 min) war noch größer als der von Marco Lack. Dieser verpasste seinen eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr übrigens nur um 14 Sekunden.

Genau 101 Athleten kamen über die Distanz der „Dino-Challenge“ ins Ziel, die gleichzeitig mit dem 10,5km-Lauf um 17 Uhr gestartet wurde. Wie auch bei allen bisherigen Auflagen, so hieß auch in diesem Jahr die Siegerin Sabine Arnold (Realschule Güglingen). Sie blieb mit 1:28:46 h nur neun Sekunden über ihrer Bestzeit aus dem Jahr 2013, hatte aber auch nur die Winzigkeit von zwei Sekunden Vorsprung auf Elke Brenner (Team AR Sport Asperg). Brenner, amtierende Deutsche Marathonmeisterin der W50, plagt sich derzeit mit Verletzungsproblemen herum und ist nicht in Bestform. Allerdings war auch die Titelverteidigerin Arnold gehandicapt: Vor vier Wochen hatte sie sich einen Bänderriss im unteren Sprunggelenk zugezogen, aber auf den Start wollte sie dennoch nicht verzichten. „Dass es noch einmal so knapp wird, hätte ich gar nicht gedacht“, gab sie hinterher zu. „Ich wähnte mich eigentlich schon deutlicher vorne, aber es hat ja glücklicherweise noch gereicht.“ Sie freute sich natürlich umso mehr über ihren vierten Sieg beim „Dino“, da sie aufgrund der „starken Präsenz der Mädels von AR Sport und angesichts meiner Verletzung“ nicht mit der Titelverteidigung gerechnet hatte. Fast schon folgerichtig kam dann auch die Drittplatzierte aus den Reihen der Blauschwarzen des Team AR Sport – Grit Schaller kam in 1:31:09 h auf den letzten Podestplatz.

Fast schon paradox war der Rennausgang bei den Männern – einer der jüngsten im Feld, Quentin Uttenweiler vom TV Markgröningen, mit Jahrgang 1996 noch der Klasse MJU 18 angehörend, gewann in überlegener Manier und mit neuem Streckenrekord von 1:08:42 h die „Dino-Challenge“. Nur wenig älter, nämlich 20 Jahre, war der Zweitplatzierte Richard Horn (ASC Heidehof), der dem „Lauf-Dino“, Ultrastrecken-Urgestein Michael Sommer, mit 1:10:10 h um neun Sekunden das Nachsehen gab. Dieser jedoch, erst vor zwei Wochen im badischen St. Leon-Rot Deutscher Vizemeister über 100km geworden, nahm es mit Humor: „Wenn man bedenkt, dass ich älter bin als der Sieger und der Zweite zusammen, geht das mit dem dritten Platz schon in Ordnung. Den Hunderter habe ich noch gespürt, aber gegen den Endspurt von Richard hätte ich sowieso keine Chance gehabt. Ich wusste, dass ich den Kürzeren ziehen würde, wenn es auf einen Zielsprint hinausläuft. Aber das ist nicht weiter tragisch, im Gegenteil, es ist normal, dass die Jungen so einem Seniorenläufer wie mir mal die Hacken zeigen.“

Viel hätte nicht gefehlt, und Meike Lemke (Realschule Güglingen) wäre beim 5km-Lauf als Erste über die Ziellinie gelaufen – wäre da nicht Thomas Trenc (Team AR Sport Asperg) gewesen, der ihr einen Strich durch die Rechnung machte und sich in 18:58 min den Gesamtsieg schnappte. Meike lief als Gesamtzweite und erste Frau nach 21:01 min ein. Sina Juric aus Zaberfeld und Maria Beer (Fitness Oase) sowie Matthias Buck und Leonard Jung vervollständigten das Podest des Jedermannlaufes .

Beim 1,5km-Jugendlauf war Tamara Lillich (Laufgruppe Augenberg) in 5:53 min die Schnellste, bei den Jungen belegte Danny Heinze (SV Leingarten) in 5:17 min Platz eins.

Die Sandsteintrophäe für den Sieger der „Dino-Challenge“ ging also an den „Jungspund“ Quentin Uttenweiler, während sich alle anderen Teilnehmer der „Challenge“ über ein Multifunktionstuch freuen durften. Außerdem konnten sich alle Athleten je ein Säckchen Kartoffeln und Zwiebeln als Teilnehmerpräsent abholen. Ungewöhnlich, aber durchaus praktisch und schmackhaft.

Wer sich also auf den Weg nach Pfaffenhofen gemacht hatte, bereute es nicht – sogar das Wetter hatte letztlich mitgespielt und es war großteils trocken geblieben, nur böiger Wind machte den Teilnehmern etwas zu schaffen. Doch kann das etwa einen echten „Dino“ schrecken?

Nächstes Jahr wird es wieder Ende April rundgehen in Pfaffenhofen, wer sich bis dahin noch keine 18,5km zutraut, sollte die kürzeren Strecken versuchen, die landschaftlich auch sehr reizvoll sind – und die Anfeuerung und Herzlichkeit wird allen Läufern gleichermaßen zuteil.

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.zabergaeulauf.de

 

 


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