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3. Garten-Reden-Haldenlauf

[eingestellt am 26. April 2015]

By: Gabi Gründling

Fotos: Peter Gründling

die Infrastruktur war in der alten Werkstatthalle

die Kleinsten sollten sich nicht langweilen

Eingebettet: ein 24 Stunden-Spendenlauf

Laufidylle in den Wassergärten

Start zum Berglauf

Gut, einen Opa zu haben

Start zum 1 km-Kinderlauf

Drei Vollpfosten stellten sich einfach auf die eingezeichnete Laufstrecke

Der Förderturm

Blick von oben aufs Veranstaltungsgelände

Da braute sich was zusammen – und zog unverrichteter Dinge wieder ab

Aus dem Leben von Streckenposten

Die Bergläufer sind unterwegs

Und schlängeln sich bergan

Björn Kammer mit guter Kurvenlage

Die Spitze des Feldes schon auseinander gezogen

Der 2 km-Jugendlauf von oben

Der Vorsprung von Noah Diemann ist von oben gut zu sehen

Sieger Björn Kammer ist oben angekommen

Zweiter Daniel Weber

Dritter Torsten Jacob

Vierter Julian Maurer

David Bohlen an drei Läufen beteiligt

Markus Wagner

Hinten Andreas Czech

Frank Conrad beißt

Thomas Morgott läuft Berglauf und 10 km

Marc Eisermann

Siegerin Bärbel Hartmann

Zweite Sabine König

Stefan Emser

Auch Jürgen Wentz lief 2x die Langstrecke

Letzte Woche noch beim Trail auf Mallorca, heute „zuhause“ in Schiffweiler: Hartfüsslertrailorganisator Hendrik Dörr

1. MK4 Aloyse Kirsch

Dritte Sandra Klehenz-Bühler

1. WK1 Michaela Linz

2. WK2 Dorothea Neidek

Ein Pfälzer im Saarland: Andreas Nicke

3. Wk2 Nicole Becker auf dem Weg nach unten

2. MK4 Klaus Zender

Thomas Hau bläst mal gut durch

Ferhat Özgün

Berglauf meets Spendenlauf

Der Mann am Mikro: Rainer Lilischkis

Simon Mohr gewinnt den 1 km-Schülerlauf

Die Verfolgergruppe: Zweiter Tobias Haag, Karwan Özgün, der noch von Daniel Müller überholt wird

Schnellste Schülerin: Charlotte Mohr

108 Kids auf der Strecke

Zweite Louisa Kiefer (230)

Zweiter 5 km Torsten Jacob

Sieger Marek Winter (624) noch an dritter Position

Sieger 5 km Schülerlauf Maximilian Gerhard

Nicht nur der zweitschnellste Schüler, Andreas Funke, nimmt die Abkürzung

3. MK2 10 km Stefan Lahmer

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Zweite 5 km Stefanie Linz, hinter ihr die Vierte, Heike Hetberg

Siegerin 5 km Schülerlauf Jolina Schmitt war auch schon die 2 km gelaufen

Zweite und 1. WJ Lena und Marco Dinscher laufen 10 km

Dritte und 2. WK2 Andrea Dinscher schließt noch zu Mann und Tochter auf

Dritter 5 km Schülerlauf Valentina Schön

2. WK3 Monika Hoffmann (315)

1. MK4 10 km Werner Mootz

Kerstin, Andreas, Julian und Jana Czech laufen gemeinsam 5 km

Ältester Teilnehmer über 5 km Walter Cloß (26)

Die Mädels von Korea Kampfsport

Julia Klein hier noch vor Nina Mechenbier

Sieger 10 km Marco Sokoll

Dritter Michael Rothfuchs

Zweiter Walter Paulus

2. MK2 Christian Weimer

2. MK1 Oliver Klein

3. MK1 Sven Schäfer

Die drei Damen vom Streckenposten

Siegerin Tina Depsi

Kleines Päuschen für die Jungs vom WZB

Laufen im 10%-Korridor

Schiffweiler, 26. April 2015 - 90% Regenwahrscheinlichkeit hatte der Deutsche Wetterdienst am Vorabend noch für Schiffweiler/Saarland am Sonntag vorausgesagt. Sehr zur Freude der Veranstalter und der Teilnehmer lagen die Wetterfrösche aber einmal mehr falsch. Zwar zogen dunkle und dunkelste Wolken über das Veranstaltungsgelände und die Strecke, aber der Wind war stark genug, sie wegzupusten. Pünktlich zum Start des Hauptlaufs um 12 Uhr kam dann die Sonne raus und brutzelte Läufer und Zuschauer.

Das Garten Reden Haldenlauf-Event ist eine Gemeinschaftsaktion der TG Landsweiler-Reden und des SSV Heiligenwald. Beide Orte sind Anrainer der ehemaligen Steinkohlegrube Reden, in der seit 1. September 2000 keine Kohle mehr gefördert wird.

Das unter Denkmalschutz stehende Gelände heißt heute „Erlebnisort Reden“ und beherbergt unter anderem Wassergärten und das Dino-Museum Gondwana. Die alte Werkstatthalle, in der die Lastkräne noch an der Decke hängen, wird als Veranstaltungshalle genutzt. Die beiden Vereine haben sie als sehr geeigneten infrastrukturellen Mittelpunkt der Laufveranstaltung angemietet. Die Halle ist hell und geräumig, die Toilettenanlagen neu und sauber. So hätte der Après-Lauf auch bei Regen einen würdigen Rahmen gehabt, in dem man sich nicht drängeln muß und in dem es zudem noch warm und trocken gewesen wäre.

Draußen vor der Halle war der Start-Ziel-Bogen aufgebaut und dort stand auch der ausrangierte Imbisswagen, in dem Wolfgang Kiefers Zeitnahmeteam „Meisterchip“ sein Büro hat.

Hier wurden zwischen 10 Uhr und 13:30 Uhr insgesamt neun Wettbewerbe gestartet, von denen allerdings drei gemeinsam stattfanden.

Etwas merkwürdig waren die ausgeschriebenen Altersklassen, umfaßten sie doch immer 15 Jahre statt wie sonst üblich 5 oder 10. Wo war die Altersklasse 1 für 20-35jährige ausgeschrieben, die Altersklasse 2 für 36-50jährige und die Altersklasse 3 für 51-65jährige.

Alles begann morgens um 10 Uhr mit dem 10 km FunBergSaar Haldenlauf, der allerdings nur 9,5 km lang ist. Die Veranstaltungshomepage sagt dazu „Der anspruchsvolle Berglauf ist eine Kombination aus Berglauf, Crosslauf und Volkslauf. Vom Start weg müssen die Läufer und Walker beim erklimmen der Halde einen Höhenunterschied von 80 m bewältigen. Auf dem Haldenplateau angekommen, erwartet die Läufer und Walker ein längeres Flachstück mit herrlichem Panoramablick. Das Umlaufen der Halde an ihrem Fuß hat den Charakter eines Volkslaufes. Beim Abstieg, hinter der Zwillingshalde und durch die Wassergärten gleicht der Lauf einem Crosslauf.“ Dieses Vergnügen gönnten sich 84 LäuferInnen. Viele von ihnen sah man später im Hauptlauf wieder. Der Zeitplan war so getaktet, daß Doppelstarts möglich waren und das zu vergünstigten Startpreisen „Laufe 2, zahle 1 ½“ war das Motto.

Einen Start-Ziel-Sieg legte Björn Kammer (LC Völklingen) auf die Halde. Der Läufer vom LC Völklingen war dabei vier Sekunden schneller als vor Jahresfrist, als er Dritter wurde. Der 33jährige Polizist im Schichtdienst kommt eigentlich von der Bahn, seine Strecken sind 5.000 und 10.000 m. Aufgrund seines Dienstes kann er aber nicht mehr so trainieren wie früher und verlegt sich jetzt mehr auf den Straßenlauf, läuft nur noch zum Spaß. „Ich trainiere nicht mehr so viel wie früher, nur noch sechs Mal pro Woche“ gibt er zu Protokoll. Wie relativ das Wort „viel“ sein kann…. Mit 32:57 min war er einsame Spitze und einsam an der Spitze.

Daniel Weber (LLG Wustweiler) kam nach 35:48 min als Zweiter über die Matten. Er litt noch unter leichtem Muskelkater, war er doch in der Woche zuvor beim Marathon in St. Wendel seinen ersten Marathon gelaufen und den gleich in 2:59:10 h, obwohl er eigentlich eine Zeit um die 3:10 h angepeilt hatte. In Schiffweiler war er zum ersten Mal, holte sich noch ein bißchen „Berghärte“ für den Fisherman’s Friend Lauf am 10. Mai.

Torsten Jacob (LSG Saarbrücken-Sulzbachtal), anfangs Zweiter, mußte Daniel Weber noch den Vortritt lassen, kam mit 36:44 min letztlich fast eine Minute nach dem Konkurrenten ins Ziel.

Deutlich war auch der Vorsprung der Siegerin Bärbel Hartmann. Die Läuferin im neonorangen Shirt der FriBi Fun Runners wußte genau, auf was sie sich einläßt, denn die Halde ist das Trainingsgebiet ihrer Laufgruppe. Nach 43:07 min war der Lauf für sie Geschichte. Ihre Wettkampfstrecken enden bei Halbmarathon.

Anders die Zweite, Sabine König (LAG Saarbrücken, 44:41 min). Sie läuft auch schon mal Marathon und ab und zu sogar mehr. Oben angekommen, hat sie sich fast gewundert, daß der Berg schon „zuende“ ist. Bergab konnte sie es gut laufen lassen und war entsprechend zufrieden mit ihrem Lauf. Die Schulleiterin einer Ganztagsschule läuft zum Ausgleich.

Die Dritte, Sandra Klehenz-Bühler, ist ebenfalls eine FriBi-Fun-Läuferin. Für sie blieb die Uhr nach 47:56 min stehen.

Während die Bergläufer unterwegs waren, fand um 10:05 h der 2 km Saarland-Versicherungen Schülerlauf statt. Dieser war, wie auch die übrigen Kinderläufe, kostenlos. Die Veranstalter waren an die Schulen gegangen, um Kinder und Jugendliche für die Veranstaltung zu begeistern. Beim 2 km-Lauf gelang ihnen das nicht so wirklich. Was aber wohl an der Tatsache liegt, daß 14-16jährigen allgemein nicht stark bei Laufveranstaltungen vertreten sind. Noah Diemann (SC Illingen) bewältigte die 2 km immerhin in 7:18 min. Die ersten Vier von insgesamt 23 schafften es unter 8 min. So auch die schnellste Jugendliche, Julia Threm, die nur den Rücken von zwei Jungs vor sich sah, bevor sie nach 7:44 min ins Ziel stürmte.

Eine Viertelstunde nachdem der letzte Bergläufer im Ziel war, gingen um 11.30 h die Sechs- bis Elfjährigen auf eine einen Kilometer lange Runde. Sie hatten kurz nach dem Start erschwerte Bedingungen, denn sie mußten sich zwischen drei Autos durchquetschen und durchschlängeln, die von ihren offenbar blinden Fahrern mitten auf der Laufstrecke geparkt wurden. Und das, obwohl es mehr als genug freie Parkplätze außerhalb der deutlich sichtbaren Markierungen gab. Bis eine halbe Stunde später der Hauptlauf gestartet wurde, war es gelungen, zumindest einen dieser drei Fahrer ausfindig zu machen, so daß die Erwachsenen eine „Parklücke“ hatten, durch die sie geleitet werden konnten.

Am Schülerlauf beteiligten sich immerhin 108 Kinder. Simon mohr (TV Illingen) packte den Kilometer in 3:42 min, insgesamt fünf Jungs blieben unter der 4 min-Marke. Der Sieg war Familiensache, denn das schnellste Mädchen war Simons Schwester Charlotte, die 4:08 min unterwegs war.

High noon hieß es dann „Start frei“ für drei Wettbewerbe in einem. Der Hauptlauf setzte sich zusammen aus dem 5 km Sport Jochum Jedermannslauf, dem 5 km aronia+ Jugendlauf und dem 10 km ProWin Hauptlauf, wobei die Strecke 5,3 km lang war, die Hauptläufer also auf 10,6 km kamen. Insgesamt bestand das Feld aus 13 Jugendlichen, 82 Jedermännern und 80 Hauptläufern. Die Strecke war profiliert und führte um die Halde herum. Pro Runde addierten sich die Höhenmeter auf ca. 70. Die Strecke war überwiegend asphaltiert und geschottert. Kurz bevor man wieder auf das Veranstaltungsgelände kam, wurde man noch durch ein etwa 100 m langes „Wäldchen“ mit schönem weichen Waldboden geschickt. Es lag in der Natur der Sache, daß es für die Zweiründler nach der ersten Runde relativ einsam wurde. Wenn sich 80 Menschen auf 5 km verteilen, können große Lücken entstehen. Unterwegs gab es insgesamt drei Wasserstellen: eine bei km 3,5 (an der man natürlich zwei Mal vorbei kam) und eine im Start-Ziel-Bereich.

Marek Winter brauchte an diesem letztlich doch recht sommerlichen Lauftag 20:36 min, dann stand er als Sieger für die 5,3 km-Runde fest. Torsten Jacob, beim Berglauf ja noch Dritter, gehörte zu den Kombinierern, belegte beim 5 km-Lauf mit 21:22 min Platz 2. Vier Sekunden hinter ihm komplettierte Michael Eckhardt das Treppchen.

Die schnellsten Kurzstrecklerinnen waren Kim Werkle (24:25 min), Stefanie Linz (25:10 min) und Christiane Fey-Becker (26:49 min).

Maximilian Gebhard war mit 22:58 min der schnellste Jugendliche, im Feld der Erwachsenen hätte er sich als Siebter platziert. Jolina Schmitt, die auch schon beim 2 km-Lauf am Start war, war mit 25:40 min die schnellste Jugendliche, also deutlich schneller als die drittschnellste Frau.

Bis der schnellste 10 km-Läufer nach 40:29 min ins Ziel kam, waren 75 Kurzstreckler eingelaufen, sieben waren noch unterwegs, wurden also überrundet. Marco Soll (ReckRunners) hieß der Glückliche auf dem obersten Treppchen. Walter Paulus (43:03 min) und Michael Rotfuchs (43:32 min) machten das Siegerpodest, das in der Werkstatthalle aufgebaut war, voll.

Auch die führende Frau war eine ReckRunners-Läuferin. Tina Despi brauchte 53:58 min. Auf den Plätzen 2 und 3 lief ein Tochter-Mutter-Gespann. Lena Dincher war gemeinsam mit ihrem Vater 55:54 min lang unterwegs, Mutter Andrea folgte 10 Sekunden später.

 

In die Veranstaltung eingebettet war auch noch ein 24 Stunden-Spendenlauf zugunsten des Fördervereins für altersübergreifende Palliativmedizin e.V. . Initiatorin des Ganzen war Medizinstudentin Lisa Willms, die die Garten-Reden-Organisatoren um Mithilfe bat. Der Lauf wurde am Samstag um 12.15 Uhr gestartet. Die Teilnehmer sammelten auf einer profilierten 1,8 km langen Runde durch die Wassergärten ihre Kilometer. Jeder konnte kommen und gehen und laufen wie er wollte. Startgeld wurde keines erhoben, jeder spendete, was er wollte, was er konnte oder was seine Sponsoren für seine Kilometer ausgelobt hatten. Bis 3 Stunden vor Ende waren schon 166 Läufer unterwegs und hatten über 1.000 Runden gedreht. Dabei war so mancher, der Marathon oder mehr zusammengesammelt hat. Naina Christin Ehwein zum Beispiel lief 90 km.Die meisten Kilometer, nämlich 140, sammelte Holger Simon. Sein Sponsor - der Duisburger Stahlhandel Klöckner - hatte 10€ pro Kilometer versprochen und rundete die Summe dann noch auf 1500 € auf! Somit nicht nur die meisten gelaufenen Kilometer, sondern auch die größte Spende nach dem Hauptsponsor proWIN. Insgesamt kamen über 1.400 Runden, gelaufen von etwa 190 Läufern, zusammen. Den genauen Spendenbetrag konnte Lisa Wilms noch nicht beziffern, aber 6.000 € waren es sicher. 

 

 

David Bohlen kam am Samstag aus Zweibrücken, um beim Spendenlauf 25 km zu laufen und dann am Sonntag nochmal, um am Berglauf und am 5 km-Lauf teilzunehmen.

 

 

Ergebnisse 


Kossmann Laufdesign