Kanzlei.org - laufend gut beraten

4. Backeslauf Framersheim

[eingestellt am 02. Mai 2015]

By: Gabi Gründling

Vorankündigung

Die Kuchentheke vorher

.. und nachher

Der Zielhang beim Warmlaufen

Führungsradler vor der Arbeit

Juchhu, wir sind dabei!

Echt anstrengend und dursttreibend

Sieger 14,3 km Christian Bock hier noch hinter dem Führungsradler

letzte Steigung vorm Ziel

Zweiter 14,3 km Jonathan Schulz

Dritter 14,3 km Erich Keuchen

2. M30 Richard Rae

Schnellster Walker Thomas Herbach

2. M45 Peter Mertel

3. M45 Max Gasser

1. M50 Manfred Nüsing überholt 8,6 km-Läuferin Manuela Hanf kurz vorm Ziel

Zweiter Walker Andreas Godon

1. M40 Jörg Urlbauer

Siegerin 14,3 km Sabine Schmitt

1. M35 Alexander Hildebrandt

2. M35 Michael Czymae, hinter ihm 2. M40 Andreas Barwig

1. U18 Finn Darlington

Schnellste Walkerin Gudrun Bless

2. U20 Marcel Kerker (links) und 3. M35 Tobias Schmuck

3. M50 Sigmar Schwalbach

1. M55 Peter Gründling

3. M40 Gerhard Gröhl

Zweite Judith Scheifler

3. M30 Ronald Backer

Dritte Ursula Philippi

1. W45 Christina Dolezal überholt Walkerin Ingrid Kemmler

2. M55 Erich Binzel

3. M55 Gerhard Sutor

Organisator Ingo Trampusch mit einem der Brote für die Sieger und Platzierten

Dritter 8,6 km Cedric Görgner

Zweiter 8,6 km Felix Rose

Dritte 8,6 km Ulrike Klemm

Zweite 8,6 km Nadine Bleser

Siegerin 8,6 km Natascha Weißschädel

Sieger 14,6 km Christian Bock

Hier geht's um GeBACKEneS

 

Framersheim, 02. Mai 2015 – der Backes – das ist nicht etwa ein Ureinwohner oder Maskottchen der Gemeinde Framersheim sondern eher ein „das“ – nämlich das Dorfbackhaus. Eine Framersheimer Spezialität sind die „Backes Grumbeere“, ein Kartoffelauflauf aus dem Dorfbackhaus. Erfunden wurden sie, als das Brot noch gemeinschaftlich im Backhaus gebacken wurde, um die Resthitze zu nutzen.

Das Backhaus wurde im Rahmen der seit 1989 bestehenden Dorferneuerung wiedererbaut und kann heute wieder genutzt werden. Die fleißigen Helfer des Freizeitvereins Framersheim backen hier am Vormittag des Backeslaufs Brote, die die drei schnellsten Männer und Frauen beider Hauptläufe am frühen Abend mit nach Hause nehmen können. Um 6 Uhr geht’s mit der Backerei los, denn ab 13 Uhr werden alle verfügbaren Hände am Sport- und Kulturzentrum gebraucht.

Um diese Uhrzeit wurde nämlich der 2,2 km lange Kinder- und Jugendlauf gestartet, der zum bundesweit ausgeschriebenen IGL Nachwuchscup gehört. 29 Kinder beteiligten sich bei schönstem Laufwetter an dem Wettkampf. Der schnellste war Simon Trampusch, Sohnemann von Mitorganisator Ingo Trampusch, der die Runde in 9:18 min schaffte. Elena Dangmann aus dem nahen Gau-Odernheim blieb mit 9:59 min als einziges Mädchen unter der 10 min-Marke und wurde damit auch gleich noch Gesamt-Vierte.

Eine halbe Stunde später durften die Kleinsten zeigen, was sie können. Der 350 m-Bambinilauf für Kinder Jahrgang 2010 und jünger stand auf der Agenda. An ihm beteiligten sich nur fünf Kinder. Unter ihnen zwei Jungen Jahrgang 2008, für die der Lauf eigentlich gar nicht ausgeschrieben war. Daß die beiden Framersheimer die schnellsten waren, wundert da nicht. Lenn Blug aus Nackenheim (Jahrgang 2010) war mit 1:46 min Dritter – und der Schnellste der Zielgruppe.

Nach einer längeren Pause hieß es dann „auf die Plätze – fertig – los“ für die Großen, die sich in insgesamt vier Läufen maßen. Zum Einen war eine 3 x 2,2 km-Staffel ausgeschrieben, zudem der 8,6 km lange Hornberglauf für Läufer und Walker sowie der 14,3 km lange Backeslauf.

Auf allen Strecken außer der Staffel und bei den männlichen Walkern fielen an diesem Lauftag die Streckenrekorde. Thomas Herbach (LLG Wonnegau) war im Stil der Geher unterwegs, verpaßte aber den Streckenrekord von Andreas Godon um 14 Sekunden. Bei 58:14 min wurde er unterm Zielbogen erfasst. Gudrun Bless (LT Rheinhessen-Pfalz), die schnellste von sieben Walkerinnen, brauchte 1:05:49 h und verbesserte den Streckenrekord aus 2013 um fast 8 Minuten.

Beim Start ging es erstmal 200 m bergab und dann durch ein Wohngebiet, bevor man vor km 1 ins Feld geschickt wurde. Und von nun an ging’s erstmal bergauf. Start und Ziel liegen 169 m über dem Meeresspiegel, der höchste Punkt war bei 275 m. Die Strecke war anspruchsvoll, aber fair, wie Max Gasser, der Namensgeber des erfolgreichsten Teams es nannte. Vor allem konnte man zum Teil weithin sehen, wo sich die Konkurrenz bewegte, wo man noch hin mußte. Bei km 7,3 wurden die Backesläufer auf einer zweite Runde durch die Weinberge geschickt, für die Hornbergläufer ging es 100 m weiter schon rechts rum Richtung Ziel. Nach der Kurve blickte man erstmal auf eine Rampe, die es zu erklimmen gab – die stärkste Steigung des ganzen Laufs, die aber auch nur 300 m lang war. Danach führte die Strecke nur noch bergab zurück zum Sport- und Kulturzentrum. Die Strecke war sehr abwechlungsreich – sowohl vom Geläuf her (Beton, Schotter, altes Kopfsteinpflaster und Feldwege) als auch von der Streckenführung und der Aussicht. Man konnte teilweise weithin nach Rheinhessen hinein sehen. Außerdem passierte man eine Baustelle für neue Windkrafträder.

Die Führung beim Hornberglauf übernahm Patrick Wunsch. Der 23jährige kommt aus Wallertheim, startet aber für Spiridon Frankfurt. Nach 31:58 min blieb die Uhr für ihn stehen. Damit war er fast vier Minuten schneller als Tim Diehm vor zwei Jahren. Auch Felix Rose (Team Gasser, 32:19 min) und Cedric Görgner (LLG Wonnegau, 34:38 min) blieben noch unter dem alten Streckenrekord.

Die 16jährige Natascha Weißschädel (Team Gasser) lief mit 37:05 min über 2,5 min unter dem alten Streckenrekord von Claudia Diehm über die Ziellinie. Nadine Bleser (Hardtseemafia Triathlon, 40:54 min) und Ulrike Klemm (Team Kohlscheid running, 44:50 min) komplettierten das Podium.

Der Sieger des Backeslaufs, Christian Bock, kommt eigentlich aus dem Hunrsück, trainiert aber unter Hans Peter Tiedje aus dem nur 5 km entfernten Alzey. So kam es, daß auch er, wie zum Beispiel auch Tiedjes Frau Corinna, für das Team Gasser startete statt für seinen Stammverein, die LG Maifeld-Pellenz. Auf der letzten Rampe war sogar der Führungsradler zu langsam für den 22jährigen, er überspurtete ihn kurz vor dem Gipfel. Nach 50:41 min war stand er als Sieger des Backeslaufs fest, war vier Minuten schneller als der alte Streckenrekord. Kommende Woche ist er in Mainz beim Halbmarathon am Start. Seine persönliches Bestleistung von 1:15 h will er dort gleich um 2-3 Minuten drücken. „Das geht aber nur, wenn ich das perfekte Rennen erwische. Wir sind eine ganze Gruppe, die 1:12 bis 1:13 h laufen wollen, vielleicht klappt das ja im Team.“.

Jonathan Schulz (56:11 min) und Erich Keuchen (Team Kohlscheid running, 56:32 min) schlossen das Treppchen ab.

Einen klaren Favoritinnensieg gab es bei den Frauen. Sabine Schmitt aus dem nahen Udenheim lief eine Woche nach ihrem 2:58:00 h-Marathon in Hamburg mit angezogener Handbremse zu neuem Streckenrekord. 1:00:44 h brauchte sie und war damit knapp 3 min schneller als die in Framersheim lebende Erika Chaari vor Jahresfrist. In Berlin möchte die zierliche Polizistin, die auch schon mal erfolgreiche Ausflüge auf die kurzen Ultrastrecken absolviert, im September ihre Marathonbestzeit von 2:56 h verbessern. In Hamburg wurde sie übrigens Deutsche Polizei-Vizemeisterin.

Judith Scheifler (LG Bad Soden-Neuenhain, 1:08:10 h) ist vor drei Wochen erst bei den Deutschen 100 km-Meisterschaften gelaufen. Am 16. Mai soll sie mit ihren Mannschaftskameradinnen aus Bad Soden bei der Deutschen Berglaufmeisterschaft im Rahmen des Hundseck-Berglaufs in Bühlertal an den Start gehen. Weil sie durch das 100 km-Training etwas Spritzigkeit verloren hat, kam sie aus dem hessischen Flörsheim nach Flamersheim.

Ursula Philippi, wie Scheifler in der W50 startend, wurde mit 1:09:10 h Dritte. Sie läuft für die Truppe „Rheinhessen SA 07:15“ – einem Lauftreff aus dem Raum Alzey, der sich samstags morgens um 7:15 h zum gemeinsamen Training trifft.

Die älteste Teilnehmerin war Ulrike Sattler (LG Rheinfront), die mit ihren 75 Jahren so manchem davonläuft, der ihr Enkel sein könnte. 1:26:53 h brauchte sie für die 14,3 km mit 223 Höhenmetern und ließ noch 9 von insgesamt 74 Backesläufern hinter sich.

Teilnehmerstärkste Gruppe war das „Team Gasser“. Max Gasser, IT-Dienstleister aus Alzey, war im letzten Jahr Zweiter beim Backeslauf, mangels Verein hatte er einfach „Team Gasser“ angegeben. Weil er es so cool fand, das genau so in der Zeitung zu lesen, gab es fortan das „Team Gasser“ mit mehr als einem Läufer. Es hat sich daraus ein lockerer Lauftreff entwickelt, der sich auch aus dem Fußballumfeld des Sohnes rekrutiert.

Mit den stetig steigenden Teilnehmerzahlen war Ingo Trampusch vollauf zufrieden. 2012 hatte man mit ca. 50 Teilnehmern angefangen, dieses Jahr ist der FV Framersheim bei 188 (inkl. Kinderläufe) plus Staffeln angekommen. Was sicher auch der Tatsache zu verdanken war, daß der Lauf erstmals zum rheinhessischen Wingertcup gehörte. Vielleicht schaffen es die Framersheimer ja nächstes Jahr dann auch, für ihre unter 18jährigen Gesamtsieger eine Flasche Saft zu beschaffen, statt sie ohne einen guten Tropfen nach Hause zu schicken – für die Erwachsenen gab es nämlich je noch eine Flasche Wein aus den heimischen Weinbergen.

Ergebnisse


Kossmann Laufdesign