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15. Trollinger-Marathon Heilbronn

[eingestellt am 18. Mai 2015]

By: Jochen Höschele

Jens Santruschek kommt als erster Marathoni auf dem Haigern an

Kay-Uwe Müller, auf dem Haigern noch auf Platz zwei notiert, gewinnt den 15. Heilbronner Trollinger-Marathon in 2:32:32 h

Richard Schumacher liegt am Haigern noch auf dem dritten Platz und wird am Ende Zweiter in 2:33:31 h

M45-Sieger Thomas Sedelmeier läuft in 2:45:30 h auf den vierten Gesamtplatz

Jochen Schäfer wird Fünfter in 2:46:59 h

Armin Gotsch, der schnelle Ostelsheimer, kommt in 2:47:37 h auf den sechsten Rang der Gesamtwertung

Der frühere Trollinger-Marathonsieger Marco Diehl (3) begnügt sich in diesem Jahr mit Platz sieben in 2:50:06 h und wird hier von M50-Sieger Ralf Härle (VfL Börnsen) begleitet, der als Neunter 2:51:19 h läuft

Jörg Olschewsky bleibt mit 2:55:11 h noch klar unter drei Stunden und belegt Platz 13

Markus Rössel vom zweitplatzierten Team „Lidl-Freitag, Mittag“, das nach 2:48:52 h den Marathon absolviert hat

Dank einer starken zweiten Hälfte läuft Fritz-Anselm Unger noch auf Platz acht in 2:50:56 h vor

Nur um fünf Sekunden verpasst Igor Schiffner (Team AR Sport Asperg) die Drei-Stunden-Marke und wird 21.

Ordentlich steil geht es den „Haigern“ zwischen Flein und Talheim hinauf

Bettina Englisch (Team G.-Weber Bau) heißt die Siegerin des 15. Trollinger-Marathons 2015. Sie läuft nach 3:04:19 h ins Ziel im Frankenstadion ein

W40-Siegerin Sandra Fätsch ist nach 3:28:21 h als Zehnte im Ziel

W20-Zweite Ulrike Herzog (WMF BKK Team AST Süßen) wird in 3:26:37 h Achte der Gesamtwertung

W40-Dritte wird Sylwia Zakrzewski-Heiter von der SpVgg Heinriet in 3:36:39 h

Sylvia Ellwanger, Zweite der W45 und Fünfte gesamt in 3:25:38 h

W30-Zweite Marcella-Diana Vlad führt eine große Gruppe den Haigern hinauf, bald sind zehn Kilometer geschafft!

Die große Gruppe um 3:30 h-Zugläufer Sven Manske (Bildmitte, in grün)

Maria Brockhausen-Halder (F41) wird in 3:34:07 h Zweite der W50

Karl Fürst (141), Jochen Sprenger (149) und Andreas Sautter laufen gemeinsam den Haigern hoch

Daniel Titze (391) und Rainer Wölkerling Ton in Ton am Haigern

Celine und Markus – engelsgleich oder einfach teuflisch gut?

4:29 h-Zugläufer Axel Teichmann vom Polizeipräsidium Heilbronn eskortiert seine „Schäfchen“ bis ins Ziel

W60-Zweite Sabina Parker vom Alfterer SC läuft 4:42:07 h

Dominika Gach und Desirée Janina Landrock laufen gemeinsam den Marathon in 4:45 h

Marathonsieger Kay-Uwe Müller liegt in Klingenberg, vier Kilometer vor dem Ziel, klar in Führung

Musikalische Unterhaltung in Klingenberg

Richard Schumacher, Zweiter des für ihn etwas blutigen Trollinger-Marathons

Der zunächst führende Jens Santruschek rutscht noch auf Platz drei ab und läuft 2:38:15 h

Dominik Sowieja, Lokalmatador von der TSG Heilbronn und überlegener Sieger des Halbmarathons in 1:11:23 h, vier Kilometer vor dem Ziel

Der Halbmarathonzweite, Will Appman vom Penn State Club Cross Country, läuft 1:14:12 h

Appmans Landsmann Dave Moyer komplettiert das Halbmarathonpodest in 1:14:48 h als Dritter

Ulrich Königs, Sieger der M30 und Vierter des Halbmarathons in 1:15:30 h

Schneller Spanier: Maximo Cordero Bonito läuft 1:16:17 h und wird Zehnter

M45-Sieger Matthias Schwarz von den Geno-Runners kommt als Neunter in 1:16:05 h ins Ziel

M35-Sieger wird Markus Häcker von der TSG Heilbronn in 1:15:53 h

Platz zehn und Dritter in der M30: Michael Chalupsky von den Geno-Runners läuft den Marathon in 2:51:52 h

Dritter der M35 im Halbmarathon: Christian Wiesenmayer (1:17:50 h)

Jörg Olschewsky auf den letzten Kilometern des Marathons

M40-Zweiter des Marathons wird Gunther Moll (VfL Ostelsheim) in 2:54:13 h

Als 25. kommt Benjamin Schmiech ins Ziel des Halbmarathons und ist der Letzte, der dies unter 80 Minuten erreicht

M50-Sieger des Halbmarathons wird Rico Triems von Friesland Campina in 1:20:52 h

Er hat alle 15 „Trollis“ mitgemacht und gewann dieses Mal beim Halbmarathon seine Altersklasse M55: Wolfgang Schütz (ULG / TV Flein) läuft 1:21:12 h

Siegerin des Halbmarathons in 1:22:13 h: Katarina Belova aus Tschechien

Uwe Richlik läuft fast einen glatten Viererschnitt im Halbmarathon, da ist schon etwas Flüssigkeit notwendig!

Nicole Möbus ist nach 1:29:39 h Zweite im Halbmarathon der Frauen

Steffen Claus (Team AR Sport Asperg)

Frank Zocher (35) vier Kilometer vor dem Ziel noch knapp vor der Frauensiegerin Bettina Englisch

Stephanie Pummer wird Dritte des Halbmarathons in 1:31:13 h

WU20-Siegerin Natalie Wangler (Roadrunners Südbaden) läuft 1:34:05 h

Julia Pytlik läuft beim Halbmarathon auf Platz acht in 1:34:10 h und hat eine ganze Menge Männer im Schlepptau

W35-Siegerin Claudia Volz (VfL Kirchheim) war’s wohl am Kopf etwas zu kalt. Mit Mütze läuft sie 1:34:31 h und wird Neunte

W40-Siegerin Sylvia Bach kommt nach 1:35:10 h ins Ziel

Wo geht’s hin, schien er zu fragen.

Elke Brenner gewinnt in 1:35:27 h die W50 und hat gut lachen

Dora Kusio-Torkler, 2. W50

Manuela Schauder ist aus Österreich angereist und wird 3. W40

Sophia Schneider, 2. WU20

Gut behütet

Dichtes Halbmarathonfeld trifft auf die Marathonstrecke

Platz 2 im Marathon für Agata Oszmalek (F43) aus Polen in 3:19:41 h

Martin Mall (2775) auf den letzten Metern des kleinen Anstiegs

Alin Kollmann, 3. des Marathons in 3:21:54 h

Das Marathonfeld kurz vor Klingenberg

Die Straße gehört heute den Läufern

Ob er einen Blick für die schöne Landschaft hat?

Gemeinsam geht’s leichter

Gisela Bogun

Rund um das Frankenstadion

An der Organisation gibt es nichts auszusetzen

Morgendliche Idylle am Neckar

Der Weinbau prägt die Region

Stammgast am Haigern: der Alphornbläser

Blick übers Land

Helga Heiden gewinnt die W60 in 3:45 h

Fachwerk gibt es beim Trolli eine ganze Menge

Neben Wasser gibt’s auch Wein zu trinken

Und immer, immer wieder geht’s die Hügel nauf…

Heilbronn, den 17.5.2015 – Ein „halbes Jubiläum“ stand an in Heilbronn anlässlich der 15. Auflage des Trollinger-Marathons in der Käthchenstadt. Im Jahre 2001 war der „Trolli“, wie er von den Insidern liebevoll genannt wird, aus dem Ei geschlüpft und hat sich in all den Jahren prächtig entwickelt. Im Premierenjahr beispielsweise zählte man 2488 Finisher insgesamt, heuer waren es mit 5870 mehr als doppelt so viele und nur um wenige Köpfe wurde die Rekordquote aus dem Vorjahr verpasst. Dass der „Trolli“ vor allem von den Teilnehmern auf der „halben Strecke“ profitiert, was die beeindruckenden Zahlen angeht – geschenkt. Der Trend geht nun einmal hin zum Halbmarathon, und daran ändert auch die vor einigen Jahren vorgenommene Entschärfung der fiesen Steigung bei Kilometer 25 nach Neipperg nichts. Überhaupt braucht man sich keine Illusionen zu machen – der Marathon beim Trollinger taugt nicht für Bestzeiten, dafür taugt er aber sehr wohl zum Genießen, zum Erleben und zum Schauen. Dieses Jahr sogar neuerlich, wie schon 2014, bei läuferfreundlichen Temperaturen. Über die Jahre gesehen war die Vorjahresauflage als auch die diesjährige mit Werten unter 20 Grad Celsius und teils bewölktem Himmel und ein paar Regentropfen durchaus dazu angetan, zumindest persönliche „Trolli-Bestzeiten“ aufzustellen. Was vielen deshalb möglich ist, weil sie alljährlich die attraktive Mischung aus Stadt- und Landschaftslauf, aus Straßenfest und Weinbergmühsal, auf ihrem Laufprogramm haben. Wiederholungstäter gibt es auch nach 15 Jahren noch etwa 80, davon sind doch tatsächlich ein Dutzend seit 2001 immer den Marathon gelaufen!

Der „Trollinger“ hat Fans, und die hat er zu Recht. Perfekt organisiert, eine tolle Infrastruktur mit dem Frankenstadion als weitläufigem Start-Ziel-Areal, ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis und eine ausgelassene Stimmung beim Publikum und bei den Streckenposten sorgen dafür, dass man sich hier läuferisch gut aufgehoben fühlt. Wen stören da schon noch die „paar Höhenmeter“? Zugegeben, es sind derer über 350 beim Marathon, das ist deutlich spürbar, vor allen Dingen in Hälfte zwei, wenn die Beine sowieso schon schwer werden. Gehpausen sind jedoch keineswegs verboten und werden hie und da auch eingelegt, Hügel und schöne Aussichten dafür gibt es ja zur Genüge. Bergab kann man es dann ja wieder rollen lassen, und spätestens wenn bei Kilometer 38 der Marathonstrecke von rechts die Scharen von „Halbmarathonis“ dazustoßen, fühlt man sich schon nicht mehr so alleine. Die restlichen vier, zudem beinahe flachen Kilometer durch Klingenberg hindurch und über den Neckar ins Frankenstadion gehen dann auch vorbei und ein stimmungsvoller Empfang wartet. Wobei „stimmungsvoll“ auch „stimmgewaltig“ bedeuten könnte, denn Achim Seiter, der Sprecher beim Start und auch im Ziel, moderiert, was die Stimmbänder hergeben und begrüßt die Finisher überschwänglich und herzlich. Der Erste, der in den Genuss von Seiters Jubelarien kommt, ist naturgemäß der Marathonsieger der Männer. Bei 95 Minuten „Vorsprung“, die die Marathonis auf die „Halben“ haben, ist es bisher noch keinem der 21,1km-Läufer gelungen, vor dem Gewinner der großen Schleife einzulaufen. Eine Premiere gab's aber 2015 dennoch – nach mehreren Podestplätzen gelang Kay-Uwe Müller (TSV Crailsheim) erstmals der Sprung auf die höchste Treppchenstufe. Die zehnte Teilnahme war das für den 35jährigen aus Ilshofen, und dann der Sieg bei einem Lauf, der „für mich einfach etwas Besonderes ist und einen hohen Stellenwert besitzt“, so Müller hinterher. 2:32:32 h, das war seine Siegerzeit, die zugleich auch den Titel in der Handwerkermeisterschaft als auch in der fränkischen Regionalmeisterschaft einbrachte. Dabei hat sich der gelernte Schreiner gar nicht speziell auf einen seiner Lieblingsmarathons vorbereitet, was daran lag, dass er erst vor vier Wochen in Leipzig seine Bestzeit auf nunmehr 2:28:14 h drückte.

„Das war mein absolutes Highlight, danach habe ich mich sozusagen erholt und bin nur zwei kürzere Wettkämpfe gelaufen. So richtig konnte ich vorher nicht einschätzen, wie sehr mir der Marathon von Leipzig noch in den Knochen steckt und bin deshalb auch eher verhalten angegangen. Allerdings merkte ich schnell, dass ich ziemlich locker war und ich spürte auch keinerlei Ermüdung. Von Jens wusste ich, dass er vorhatte, unter 2:30 h zu laufen, war aber doch überrascht, dass er so forsch anging. Da konnte und wollte ich nicht dranbleiben, bin einfach mein Tempo gelaufen und habe mich an meine Taktik gehalten. Mein Gefühl hat mir zwar gesagt, dass es heute klappen könnte mit dem Sieg in Heilbronn, aber Jens’ Tempo hat mich schon ziemlich beeindruckt. Meine Devise war eben, ruhig zu bleiben und abzuwarten, zumal knapp hinter mir mit Richard Schumacher ein ebenfalls ganz starker Läufer in Lauerstellung lag. Kurz hinter Brackenheim fiel dann die Entscheidung, als ich sah, dass ich Jens sehr schnell nahe kam. Ich habe ihn dann ermuntert, doch mit mir mitzuziehen, und als er das verneinte, war mir klar, dass ich das Ding heute gewinnen kann. Es lief mir eiskalt den Rücken herunter und ich sagte zu mir: Das lasse ich mir nicht mehr nehmen. Allerdings war mir durchaus bewusst, dass Richard jederzeit zu mir auflaufen könnte, wenn ich mir eine Schwäche erlaube, schließlich ist er ein richtig Guter. Es galt also, meine Geschwindigkeit zu halten, um Richard nicht herankommen zu lassen. Erst bei Kilometer 37/38 hatte ich aufgrund von Seitenstechen eine Schwächephase, bekam sie aber noch in den Griff, indem ich etwas Tempo herausnahm. Die Zuschauer haben mich unglaublich angefeuert und nach vorne gepeitscht, das war ein richtiges Gänsehautgefühl auf der Strecke. Im Stadion wollte ich mir eigentlich die Startnummer 1 abreißen und hochhalten, so unfassbar war es für mich, dass ich schon im Ziel war. Heute hätte ich sogar noch weiterlaufen können, so überwältigt war ich von einem der schönsten Siege in meiner Karriere bisher. Es ist schon etwas Besonderes, einen Marathon zu gewinnnen, erst recht einen in der Heimat.“

Hinter dem überglücklichen Sieger Müller kam in 2:33:31 h der für AST Süßen laufenden Richard Schumacher auf den zweiten Rang, während der an der Halbmarathonmarke noch in Führung liegende Jens Santruschek (Kinostar Bretten) nach 2:38:15 h als Dritter die untere Stufe des Podestes erklomm. Vielleicht war sein Programm der letzten Wochen (er hatte unter anderem an Himmelfahrt den 10km-Lauf in Wössingen gewonnen sowie eine Woche vor dem „Trollinger“ in Ensingen beim Halbmarathon in 1:14 h gesiegt) einfach zu fordernd. Richard Schumacher hingegen, der vor drei Wochen bei der Premiere der „Schönbuch Trophy“ in Herrenberg über 42km und 950 Höhenmeter mit einer 2:58:18 h ebenfalls Zweiter geworden war, hatte am Ende mehr zuzusetzen. Kay-Uwe Müller konnte er jedoch nicht mehr gefährlich werden.

Ganz anders der Rennverlauf bei den Frauen: Bereits am Haigern, kurz vor Kilometer zehn, lag die Stockheimerin Bettina Englisch (Team g.weber-bau) in Führung. Noch war ihr Vorsprung zu diesem frühen Zeitpunkt des Rennens zu klein, um bereits von einer Vorentscheidung reden zu können. Die Vorjahressiegerin des Bottwartal-Marathons (dort lief Englisch in ihrem erst zweiten Marathon eine 3:03 h) ließ aber auch auf den folgenden Kilometern keine Zweifel an ihrer Dominanz aufkommen. Weder die Obersulmerin Alin Kollmann (Geno-Runners), die bereits im Bottwartal (3:16 h) Englischs Überlegenheit zu spüren bekommen hatte und dort hinter ihr Zweite geworden war, noch die Polin Agata Oszmalek vermochten mitzuhalten. Bei der Halbzeit in Meimsheim betrug Englischs Vorsprung noch etwa vier Minuten auf Oszmalek und gute fünf auf Kollmann. Ihre phänomenale Renneinteilung (die Differenz zwischen erster und zweiter Hälfte betrug genau eine Sekunde!) ließen den Abstand nach hinten jedoch immer größer werden, so dass Englischs Sieg in 3:04:19 h ungefährdet war.

 

"Der Trolli war mein dritter Marathon überhaupt, zuvor war ich zwei Mal im Bottwartal (2013 Zweite, 2014 habe ich dort gewonnen in 3:03:19 h, meiner Bestzeit). Mit dem Sieg beim Trolli wird ein Traum von mir wahr! Ich wollte der Startnummer F1, die man mir zugeteilt hatte, Ehre erweisen - ich war nämlich richtig stolz, dass ich mit dieser laufen durfte. Im Vorfeld habe ich schon allen verkündet, dass ich diesen Lauf gewinnen werde und habe bereits die Siegesfeier geplant (naja, Sieger werden ja schließlich im Kopf gemacht!). Meine achtwöchige Vorbereitung war sehr intensiv, unter anderem habe ich in Ochsenbach beim Kirbachtallauf die Langstrecke (24,3km) gewonnen. Das Rennen in Heilbronn war dann ein unbeschreibliches Erlebnis, so viele Freunde, Nachbarn und Bekannte haben mir zugejubelt und mich angefeuert, dazu noch die überaus nette Radbegleitung vom Veranstalter, der ich dann meine Firma und mein Bürofenster während des Laufes zeigen konnte....Eine Freundin hatte sogar ihre Fensterfront mit "GO BEZZI GO" beklebt und ist ganz aufgeregt auf dem Balkon herumgehüpft. So etwas motiviert natürlich ungemein. Ich habe mich auch nicht aus dem Konzept bringen lassen, als ich zunächst nur auf Platz zwei lag - aber ab Kilometer sieben, kurz vor der Steigung zum "Haigern" war ich dann vorne. Und mit der Zeit bin ich auch mehr als zufrieden, es war einfach ein perfekter Lauf! Um 11:50 Uhr wollte ich im Frankenstadion sein, und dann war ich doch glatt eine Minute zu früh da! Als nächstes werde ich versuchen, beim Bottwartal-Marathon im Oktober erstmals unter drei Stunden zu laufen. Mein Mann (und Coach) unterstützt mich dabei sehr und ich bin sehr froh, dass er mir vieles abnimmt, denn anders wäre das zeitintensive Training neben dem Job nicht zu leisten." so die glückliche Siegerin einen Tag nach ihrem Erfolg.

Gut eine Viertelstunde nach ihr erreichte Oszmalek in 3:19:44 h als Zweite das Frankenstadion, ehe mit Alin Kollmann eine weitere Lokalmatadorin als Dritte nach 3:21:57 h ins Ziel kam. Bei den Meisterschaften der Region Franken lag die für SpVgg Heinriet startende Sylwia Zakrzewski-Heiter in 3:36 h vorne, bei den Handwerksmeisterschaften gewann Helga Heiden (Geno-Runners) in 3:45 h.

Der mit 4601 Finishern (gegenüber derer 545 beim Marathon) zahlenmäßig deutlich überlegene Halbmarathon wartete auch mit einigen tollen Leistungen auf. Die Tschechin aus Neckarsulm, Katarina Belova (Kaufland), siegte bei den Frauen unangefochten in 1:22:13 h vor Nicole Möbus (ARMIRS Racing Team) aus Ellhofen in 1:29:39 h. Als Dritte überquerte Stephanie Pummer (La Carrera TriTeam Rothsee) nach 1:31:13 h die Ziellinie im Frankenstadion. In der Meisterschaft der Region Franken allerdings lagen drei Athletinnen der SpVgg Heinriet vorne: Tessa Götz siegte in 1:36:49 h vor ihren Vereinskolleginnen Susanne Schöttle (1:37:03 h) und Beate Schalyo (1:38:13 h). Ricarda Fleisch wurde in 1:46:08 h Handwerksmeisterin im Halbmarathon.

Die Abwesenheit von kenianischen Läufern nutzte auch auf der Halbmarathonstrecke ein Einheimischer zum Sieg: Dominik Sowieja von der TSG 1845 Heilbronn war in 1:11:23 h allen anderen 3365 Männern überlegen. Damit stand zugleich der Sieger in der Meisterschaft der Region Franken fest. Sowiejas Vorsprung auf Platz zwei betrug beinahe drei Minuten, eine halbe Ewigkeit! Zwei US-Boys sicherten sich die übrigen Podestplätze, Will Appman wurde in 1:14:12 h Zweiter, sein Vereinskollege Dave Moyer vom „Penn State Club Cross Country“ Dritter in 1:14:48 h. Eine exzellente Leistung, wenn man bedenkt, dass der „Trolli“ nicht gerade ein Crosslauf ist! Bei den Handwerkern lag Jens Laudage von der LG Neustadt/Weinstrasse in 1:19:55 h an der Spitze, gefolgt von M50-Halbmarathonsieger Rico Triems (1:20:52 h) und Adrian Swienty (1:22:09 h).

Beim Staffelmarathon war das Audi-Dreamteam in 2:45:58 h am schnellsten, gefolgt von Lidl-Freitag, Mittag (2:48:54 h) und dem Team der Spenglerei Frey aus Edelfingen (2:55:09 h).

Die teilnehmerstärkste Mannschaft stellte wieder einmal das Lidl-Team mit 1410 Aktiven, gefolgt von den Geno-Runners (523), Kaufland (402), Audi (383) und dem Katzenbeisser-Team aus Lauffen (114).

Auch für die jüngeren Sportler war einiges geboten, sie konnten sich beim Kinder- und Jugendlauf über ca. 3,5km oder beim Mini-Marathon über 770m austoben. Neben den Käthchen stand auch die lokale Politprominenz am Start – Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel beteiligte sich ebenso am Halbmarathon wie der Bundestagsabgeordnete und CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl; beide erreichten zeitgleich nach knapp zweieinhalb Stunden das Ziel.

Wer sich am 8. Mai 2016 also nach Heilbronn aufmacht, um in der Landschaft an Neckar, Schozach und Zaber einen halben oder ganzen Marathon zu absolvieren, den erwartet so einiges an Atmosphäre, an musikalischer und stimmlicher Anfeuerung, an Landschaft und an Leidenschaft. Dass vor dem Ziel auch so manch’ ein Hügel lauert, sei hier nicht verschwiegen. Umso schöner, wenn es dann geschafft ist und man die Medaille von den Käthchen im Frankenstadion umgehängt bekommt. Das ist einer der vielen Gründe, um der größten Rotweinregion Deutschlands und ihrem Zentrum, Heilbronn, einen (laufenden) Besuch abzustatten.

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.trollinger-marathon.de

 

 


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