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6. Grumbacher Treppenlauf

[eingestellt am 31. Mai 2015]

By: Gabi Gründling

da läuft einem vorm Start schon das Wasser im Mund zusammen

Start zum Schülerlauf

Streckenposten am Eingang zum Lustgarten

Sieger Aaron Falk Steuer

Cedric Budenhofer und Florian Brand

Sarah Heich

Mirco Braun

Fabian Eisenbrandt

Johanna Heich wird sehnlichst von ihrem kleinen Bruder erwartet

.. den sie dann erstmal ein Stück tragen muß….

… bevor er mit ihr mitläuft

Matthias Nowak (2. Langstrecke) und Lutz Kohlhaas (Sieger Langstrecke) an der ersten Treppe

Die Zuschauer zogen von Treppe zu Treppe – kurze Wege machen es möglich

Henrich Latschar

Einblicke auf die Laufstrecke jenseits der Treppen

Sieger Kurzstrecke Christian Schäfer

Zweiter Kurzstrecke und jüngster Teilnehmer: Jonas Nicolas (Jahrgang 2002)

Dritter Kurzstrecke Jürgen Nees

1. M40 Kurzstrecke Frank Fetzer

Julius Böhm gewinnt die M19

Siegerin Kurzstrecke Julia Kuschefski (Jahrgang 2000)

Namensgeber Marathon Team Hagner: Rainer Hagner

Annika Ermel und Nancy Mäurer

Konkurrenzbeobachtung

Sieger Langstrecke Lutz Kohlhaas

Zweiter Matthias Nowak

Dritter Dominic Schmidt

Fünfter Gesamt und 3. M40 Martin Groch

1. M20 Peter Allenbacher

Stefan Neu

-

Siegerin Langstrecke Andrea Groch

Michael Weigel mit guter Treppentechniker

Der Mann, der auf die Holzmedaille abonniert ist: Carsten Heil

Daniel Nesseler und Patrick Kolb waren zu Fuß angereist

Zweite Ribana Bauser

Spiderman Christian Martin

2. M50 Peter Gründling

Dritte Christine Sauerland

Captain America Angelo Schwarz

1. W20 Natalie Sauerland

3. M50 Hubert Blim

Batman Heiko Blumenröder

Superman Carsten Kern

2. M60 Rudi Speer

2. W50 Birgit Blim hat noch Luft und Kraft für „Faxen“

Auf dem Zahnfleisch die Treppen hoch, auf den Händen ins Ziel: Stefan Weiß

3. W40 Claudia Jung

Eigenwillige Treppentechnik: Karin Meier

Kleine Verschnaufpause

Das Wettkampfbüro

Tanzeinlage der Grumbacher Garde

Da mußte niemand hungrig nach Hause gehen

Schöne Kulisse für eine Siegerehrung

Alles neu macht der Mai

Grumbach (Glan), 31. Mai 2015 – zum sechsten Mal fand an diesem Wochenende der Treppenlauf im Örtchen Grumbach statt, das zwischen Kaiserslautern und Idar-Oberstein unmittelbar an der B270 zu finden ist. Das Dorf schmiegt sich an die Hänge, wer dort spazieren geht, muß immer einiges an Höhenmetern überwinden.

Lagen Start und Ziel in den vergangenen Jahren außerhalb des Dorfes am Sportplatz, hatte man sich diesmal entschlossen, den Lustgarten hinterm Bürgerhaus zu nutzen. Der Barockgarten, der im 18. Jahrhundert, damals noch mit mehr Baumbestand, von den Wild- und Rheingrafen als Teil des Grumbacher Schlosses angelegt wurde, gehört seit 2007 aufgrund einer Schenkung der Ortsgemeinde. Er wird zum Beispiel in der Hexennacht für das Maifeuer genutzt, wovon ein großer „Aschefleck“ direkt neben dem Zielbogen zeugt. Aufgrund der steilen Hanglage ist der Garten nach einer Seite wie eine Terrasse und bietet einen tollen Blick über den Ort auf den gegenüber liegenden Schloßberg und hinaus ins Grün des Nordpfälzer Berglandes. Schon deshalb hat man sich gegenüber dem alten Standort deutlich verbessert.

Weil der Weg zwischen Sportplatz und Dorfkern entfällt, ist die Strecke auch kürzer geworden und die vier im Ort befindlichen Treppen mit insgesamt 280 Stufen werden jetzt in anderer Reihenfolge gelaufen als früher. Statt nur noch einem Hauptlauf von 8,1 km Länge gibt es jetzt die Einsteigervariante (4,2 km) und die Langstrecke (7,5 km). Dazu kommt ein Schülerlauf über satte 2,4 km. Allen drei Läufen gemeinsam ist die Tatsache, daß alle 280 Stufen erklommen werden müssen.

„Uaaaaa“, „Ach Du Schei**e“, „Leck mich am A….“, aber auch „Du weißt, ich liebe Treppen“ waren die Aussagen am oberen Ende der letzten und schwierigsten Treppe, die im vergangenen Jahr noch zuerst zu erklimmen war. Die Strecke ist durch die Verlegung anspruchsvoller geworden, was der dem Spaß der Teilnehmer aber keinen Abbruch tat. „Beibehalten“ war so auch der Tenor im Feld.

Mit 61 Läufern auf der Lang- und 26 auf der Kurzstrecke waren zwar schon ein paar Teilnehmer mehr als im Vorjahr am Start, aber die erhoffte und ganz sicher auch verdiente Dreistelligkeit blieb dem Orgateam um Thomas Beuke verwehrt. Was sicher auch daran lag, daß im Großraum Kaiserslautern-Kusel an diesem Wochenende nicht weniger als fünf Volksläufe stattfanden. Auch wenn es einige Mehrfachstarter gab, so kann sich kein Läufer zweiteilen, so gerne man das manchmal auch möchte.

Nur sieben Kinder wagten sich um kurz nach 10 Uhr auf die allerdings auch 2,4 km lange Schülerlaufstrecke. Wahrscheinlich sollte man sich überlegen, ob da nicht weniger Strecke mehr Kinder an den Start bringen könnte. Der 10jährige Aaron Falk Steuer bewältigte den Wettkampf in 13:05 min. Die ein Jahr jüngere Johanna Eich, die unterjährig eigentlich gar nicht läuft, schloß das Feld nach 20:49 min gut gelaunt nach hinten ab – sehnsüchtig erwartet vor allem von ihrem kleinen Bruder.

Um 11 Uhr wurde dann für die Erwachsenen von 10 auf 0 gezählt. Aufgrund der verschiedenen Streckenlängen erreichten die Kurz- und Langstreckler die erste Treppe, die sogenannte Kirchtreppe, in deren Nähe sich gar keine Kirche mehr befindet, gemeinsam. Später mußten dann die schnellen Langstreckler die Kurzstreckler teilweise auf der Treppe überholen. Was aber zu keinen größeren „Klumpen“ führte.

Christian Schäfer war der Erste, der den Zielbogen im Lustgarten erreichte. Der 22jährige brauchte 17:54 min. Schon auf Platz 2 überquerte der jüngste Teilnehmer die etwas holprige Zielwiese, eins von zwei unasphaltierten kleinen Streckenstücken. Jonas Nicolas vom RV Vorwärts Mehlingen ist erst 13 Jahre jung. Mit 18:26 min ließ er 24 Teilnehmer hinter sich. Nach 19:56 min war die dritte Generation auf dem Podest: Jürgen Nees, Jahrgang 1959 und für die Grundschule Algenrodt, einem Stadtteil von Idar-Oberstein, unterwegs.

Die jüngste Teilnehmerin schaffte es sogar aufs oberste Treppchen. Julia Kuschefski vom1. FC Kaiserslautern ist zwei Jahre älter als Jonas Nicolas. Sie brauchte als Gesamt-Sechste 22:59 min. Carmen Zäuner (27:11 min) und Ilonka Hagner (marathonteam-hagner, 27:51 min) belegten die beiden folgenden Podestplätze.

Ein Mittelstreckler war der Sieger auf der Langstrecke. Lutz Kohlhaas (Spvgg Wildenburg) ist eigentlich „Bahner“. Im Winter läuft er 800 m in der Halle, im Sommer 1.500 m im Stadion. Dafür trainiert er tatsächlich schon mal bis zu 20 km am Stück, so daß auch 7,5 km im Wettkampf kein Problem sind. Aufgrund seines Vorsprungs konnte er auf den Treppen etwas Tempo rausnehmen, denn in der kommenden Woche steht ein 13 km-Trail auf seinem Wettkampfplan. Im Oktober wurde er am Knie operiert und läuft daher zur Zeit noch weniger auf der Bahn. Ob er zur DM nach Zittau fahren wird, weiß der Dt. M40-Hallenmeister 2013 über 800 m noch nicht. 30:24 min sind die Duftmarke, die er auf der neuen Strecke gesetzt hat.

Matthias Nowak (TuS 1889 Mörschied, 31:38 min) und Dominic Schmidt (TSG Kaiserslautern, 32:48 min) belegten die Plätze 2 und 3.

Andrea Groch, die Frauensiegerin, ist ein Grumbach alles andere als unbekannt. Beim 6. Treppenlauf waren sie und ihr Mann zum 6. Mal am Start. Zum vierten Mal erlief sie sich heute den obersten Treppchenplatz, zwei Mal mußte sie sich nur Jessica Kammerer geschlagen geben. Die Einlage der Grumbacher Garde beobachtete die 36jährige mit Fachkenntnis. 15 Jahre tanzte sie selbst in einer Garde, war drei Mal Deutsche Meisterin. Danach fing sie an zu laufen, aber die Friseurin will nicht nur ohne Musik Sport treiben, deshalb geht sie auch noch zum Aerobic und zum Hiphop. Mit ihrem Mann Martin, dem Gesamt-Fünften, spielt sie außerdem im Kolping-Blasorchester Kaiserslautern – er Horn, sie Querflöte. Nach 36:54 min war Andrea im Ziel.

Auch Ribana Bauser ist Grumbacher Wiederholungstäterin. Und Vielstarterin. An diesem Wochenende hat sie die Tour Mölschbach-Kusel-Grumbach absolviert. 39:20 min zeigte die Uhr, als sie durch den Zielbogen lief.

Dritte wurde Christine Sauerland von der LG MuLi. Sie war mit ihrer Tochter Nathalie, die knapp zwei Minuten nach ihr das Ziel als Vierte erreichte, von Mutterstadt in die Nordpfalz gekommen. Und sie war so begeistert vom Grumbacher Treppenlauf, daß sie im nächsten Jahr wiederkommen und nach Möglichkeit noch andere MuLis mitbringen will.

Auch wenn während des Laufs die Fenster im kleinen Örtchen Grumbach überwiegend geschlossen blieben – zur Siegerehrung bei Spießbraten und anderen gegrillten Leckereien sowie einer gut bestückten Kuchentheke fanden sich dann doch einige Grumbacher in ihrem Lustgarten ein und die Siegerehrung hatte einen würdigen Rahmen.

Ergebnisse: www.treppenlauf-grumbach.de


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