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10. Lauf zwischen den Meeren

[eingestellt am 02. Juni 2015]

By: Volker Goineau

Fotos: Volker Goineau und Vilmos Tomaschewski

Cheerleader im Ziel

Buntes Treiben

Der engagierte Moderator Hans-Erich Jungnickel bei der Arbeit

Siegerehrung Frauen

Der Startschuss ist gefallen

Das Feld ist unterwegs

Die Ruhe vor dem Sturm

Das Siegerteam in Damp

Titelverteidiger erneut vorn

Schleswig-Holstein, 30. 5. 2015 - Der Staffellauf von Husum an der Nordsee bis nach Damp an der Ostsee fand in diesem Jahr zum zehnten Mal statt und feierte damit ein kleines Jubiläum. Bei diesem Rennen quer durch das nördlichste Bundesland der Republik wurden 95,5 km, aufgeteilt in zehn Etappen, zurückgelegt. Ein Team besteht also aus maximal 10 Läufern. In vielen Teams lief der eine oder andere Läufer mehr als eine Etappe, sodass weniger als 10 Läufer die Mannschaft bildeten.

Insgesamt starteten in diesem Jahr rund 740 Teams, die aus der gesamten Republik angereist waren. So kamen natürlich sehr viele Mannschaften aus Schleswig-Holstein, jedoch auch aus Hamburg, Niedersachsen, Berlin oder Bayern. Eines der Favoriten-Teams sowohl in der Damen- als auch in der Herrenkonkurrenz stellte der SC Ostheim/Rhön aus Bayern. Die Frauen traten als Titelverteidigerinnen an, während das Männer-Team, das bei diesem Event auch schon mehrfach siegreich war, im vergangenen Jahr den zweiten Rang belegt hatte. Titelverteidiger bei den Herren war das Team o.t.n (Orthopädie-Technik Nord), welches auch in diesem Jahr mit großen Sieg-Ambitionen am Start war.

Die Ostheimer mussten in diesem Jahr ohne ihren Topläufer und deutschen Crosslauf-Meister Manuel Stöckert antreten, der beruflich verhindert war. Doch auch die o.t.n-Staffel hatte einen kurzfristigen Ausfall zu verkraften: Andreas Kuhlen aus Oldenburg, der im Mai 31:31 min über 10km gelaufen war, konnte aufgrund eines Problems bei der Anreise nicht dabei sein. Das Rennen um den Sieg war also relativ offen; mit dem Intersport Mauritz Race Team sowie den Zippels-Runaways wollten zwei weitere Teams vorne ein Wörtchen mitreden.

Der Startschuss in Husum fiel um 9 Uhr. Bei Temperaturen im Bereich 10-14°C und Westwind (also zumeist Rückenwind) waren die Bedingungen gut zum Laufen. Nur trocken blieb es nicht die ganze Zeit über. So kam während der ersten Rennhälfte ein relativ kräftiger Regenschauer herunter. Auf der ersten Etappe starteten Pascal Dethlefs für o.t.n, Sven Perleth für die Ostheimer und Karsten Meier für die Runaways. Karsten, der in diesem Jahr Fünfter bei der 10.000m-DM in 29:42,31 min wurde und erst vor wenigen Tagen in Koblenz seine 5000m-Bestzeit auf 14:06,06 min steigerte, machte jedoch nur einen Tempodauerlauf, da er sich mitten in der Bahnsaison befindet. So ließ er Pascal, den aktuellen Schleswig-Holsteinischen Meister im 10km-Straßenlauf und im Halbmarathon, davon ziehen, der letztendlich nach rund 11,5 km mit 50 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten den Staffelstab an den zweiten o.t.n-Läufer übergab.

Das Rennen entwickelte sich in der Folge so, dass o.t.n seinen Vorsprung weiter ausbauen konnte, während die Ostheimer und Intersport Mauritz sich ein enges Duell um den zweiten Platz lieferten. Für den Führenden war es zumeist ein einsames Rennen, schließlich fuhr kein Radfahrer vorweg. Die Strecke war jedoch mit weißen Pfeilen auf der Straße gut markiert und an einigen Stellen standen Streckenposten, sodass ein Verlaufen unwahrscheinlich war. Im Bereich der Wechselpunkte herrschte eine gute Stimmung, die Läufer wurden von den Zuschauern kräftig angefeuert. Auf dem Rest der Strecke war jedoch wenig los, was bei einem Lauf über die Landstraßen zwischen den kleinen Ortschaften Schleswig-Holsteins aber auch nicht anders zu erwarten ist.

Die Strecke führte größtenteils über Asphalt, es waren jedoch auch sandige sowie Rasen-Passagen dabei, vor allem im Bereich der Wechselpunkte. Das Profil war leicht wellig, wobei es zwischen den einzelnen Abschnitten, die zwischen 11,5 km (Startstrecke) und 7,1 km (achtes Teilstück) lang waren, natürlich variierte. Das o.t.n-Team, in dem zwei Läufer jeweils zwei Abschnitte liefen, konnte seinen Vorsprung ins Ziel bringen; dieses erreichte Pascal Dethlefs, der nach den ersten 11,5 km auch die letzten 8,6 km von Waabs nach Damp absolvierte, als Erster nach einer Gesamtzeit 5:16:26 Stunden. Damit wurde die Vorjahres-Siegerzeit um wenige Sekunden unterboten. Da die Strecke in diesem Jahr allerdings rund einen Kilometer kürzer war, konnte nicht von einem neuen Streckenrekord gesprochen werden. Mit einem Rückstand von etwas mehr als viereinhalb Minuten erreichte der SC Ostheim/Rhön, wo mit Sven Perleth ebenfalls der Startläufer auch Schlussläufer war, das Ziel nach 5:21:07 h, dicht gefolgt vom drittplatzierten Intersport Mauritz Race Team (5:21:27 h). Das viertplatzierte Team folgte mit einem Rückstand von rund 14 Minuten, sodass die Podestplätze deutlich vergeben waren.

In der Damenkonkurrenz sollte es ebenfalls auf ein Duell zwischen den beiden erstplatzierten Teams des Vorjahres hinauslaufen. Nach der ersten Etappe hatte der SC Ostheim/Rhön jedoch bereits gut zwei Minuten Vorsprung auf das Team „Lubinus Stiftung“ aus Schleswig-Holstein. Die Ostheimerinnen konnten ihren Vorsprung in der Folge gut halten und auf den letzten Etappen sogar weiter ausbauen, sodass sie nach 6:26:38 h mit einem Vorsprung von 5:04 min das Ziel erreichten. Natalie Jachmann, Schlussläuferin von Lubinus und aktuelle Landesmeisterin über 10km und im Halbmarathon konnte daran nicht mehr viel ausrichten, war jedoch sogar etwas schneller als die Ostheimer Schlussläuferin. Die drittplatzierte Frauen-Mannschaft Athletico Büdelsdorf lag mit einer Gesamtzeit von 7:19:43 h deutlich über eine halbe Stunde zurück. Insgesamt wurden 32 reine Frauen-Teams gewertet. Darüber hinaus gab es eine Wertung für Schulen und für Firmen.

Die Siegerehrung erfolgte abends im großen Zelt in schöner Atmosphäre, gefolgt von einer Läufer-Party, während der auch das DFB-Pokal-Finale zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg auf einer Großbildleinwand gezeigt wurde. Außerdem wurde zur Jubiläums-Auflage ein Feuerwerk gezündet. Auch wenn am Nachmittag im Gegensatz zum vergangenen Jahr kein wirkliches Strandwetter herrschte, war es wieder einmal ein toller Staffel-Event, zu dem viele der teilnehmenden Teams sicherlich auch in den nächsten Jahren wieder antreten werden.

www.lauf-zwischen-den-meeren.de

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