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10. Lichtenauer Wasserlauf

[eingestellt am 14. Juni 2015]

By: Volker Goineau

Fotos: Jacqueline Goineau

Rahmenprogramm für die Kids

Der Zielbogen

Die Bambini sind gestartet

Buntes Treiben

Moderation auf der Bühne

Dampfer auf der Spree

Die Ruhe vor dem Sturm

Der 5km-Lauf ist gestartet

Das dichte Feld ist unterwegs

Die 5km-Sieger

Läufer an der Spree

Zweit- und Drittplatzierter des 10km-Laufs

Führende Frau Mayada Al-Sayad

Edmund Kramarz, Vierter über 10km

Langgezogenes Feld

Hitzeschlacht an der Spree

Berlin, 13.6.2015 - Der „Wasserlauf“, der vom ABC Zentrum Berlin organisiert und von einer bekannten Mineralwasser-Marke gesponsert wird, erlebte nun seine zehnte Austragung, hatte also ein kleines Jubiläum. 2006 feierte diese Veranstaltung ihre Premiere, damals noch im August. Zunächst wurde der Lauf sonntags ausgetragen, doch im Laufe der Jahre verschob sich der Termin bis Mitte Juni nach vorne und Austragungstag ist mittlerweile ein Samstag.

Start und Ziel befinden sich am Spreeufer nahe der Lutherbrücke, welche direkt neben dem Schloss Bellevue, dem Sitz des Bundespräsidenten, liegt. Es werden ein 5km- sowie ein 10km-Lauf, der über zwei Runden führt, angeboten. Die Strecke führt an der Spree entlang, wobei sich Asphalt, Schotterwege und Kopfsteinpflaster abwechseln. Nahe des Berliner Hauptbahnhofs wird eine Brücke überquert, bevor es wenig später nach rechts über die Spree zur geht. Es wird nun zunächst eine Zusatzschlaufe mit zwei weiteren Spree-Überquerungen absolviert, bevor die Strecke auf der anderen Spreeseite zurück Richtung Schloss Bellevue führt. Vorbei unter anderem an der „schwangeren Auster“ (Haus der Kulturen der Welt). Kurz vor Schluss laufen die Teilnehmer über die Lutherbrücke, um kurz danach den Start- und Zielbogen erreicht zu haben. Die Runde dürfte etwas kürzer als fünf Kilometer sein, dafür ist sie jedoch mit einigen Anstiegen gespickt und führt vorbei an mehreren Sehenswürdigkeiten in der Mitte Berlins, was diesen Lauf so attraktiv macht.

Nach dem Bambinilauf über ca. 800m, der um 10 Uhr gestartet wurde, fiel gegen 10:30 Uhr der Startschuss zum 5km-Lauf. Die Temperaturen waren an diesem Samstag mit sonnigen 24-32(!)°C sehr hoch, was eigentlich eher zu einem gemütlichen Wochenend-Spaziergang als zu einem Laufwettkampf einlud. So gesehen sind die Startzeiten mit 10:30 Uhr für den 5km-Lauf und 11:30 Uhr für den 10km-Lauf etwas unglücklich gewählt; vor allem auf der langen Strecke hatten etliche Teilnehmer ihre Probleme mit den hohen Temperaturen. Da könnte der Veranstalter eventuell über eine Veränderung nachdenken. Zumindest waren mehrere Getränkestellen an der Strecke eingerichtet.

Über die 5km fehlte der Vorjahressieger Daniel Naumann, der im Moment leichte Verletzungssorgen hat. Der Zweitplatzierte des Vorjahres, Dennis Nirnberger, war jedoch dabei. Und diesen Platz sollte er auch in diesem Jahr belegen. Nach einem schnellen Anfangs-Kilometer konnte er nicht mehr an Volker Goineau dranbleiben, der das Rennen nach 16:03 min zu seinen Gunsten entschied. Dennis, der für den LG Pegasos läuft, konnte sich im Endspurt gegen Timo Koleddnigg vom SCC Berlin den zweiten Rang sichern (16:55 zu 16:58 min).  Die Damenkonkurrenz gewann Emily Preston vom SCC in genau 20 min, gefolgt von der W50-Läuferin Simone Oester (20:33 min) und Judyta Ikski (20:39 min). Insgesamt beendeten 281 Läuferinnen und Läufer den 5km-Lauf.

Um 11:30 Uhr stand also der 10km-Lauf an. Die Temperaturen waren wie erwähnt läufer-unfreundlich hoch; vor dem Lauf galt es, den Schatten zu suchen, was auch nicht immer einfach war. Auch kaltes Wasser und Kühl-Handtücher waren vor dem Lauf angebracht, wenn man vorhatte, am Limit zu laufen und seine für diese Bedingungen bestmögliche Leistung abzuliefern. Wer den Lauf eher genießen wollte, hatte dafür mehr Zeit an den Wasser-Stationen, um sich während des Rennens ausreichend zu hydrieren.

Auf den ersten Kilometern lief ein Trio an der Spitze, angeführt vom 5km-Sieger Volker Goineau. Stephan Bahn und Felix Ledwig (beide VfL Fortuna Marzahn) blieben Volker auf den Fersen. Nach vier Kilometern löste Volker sich jedoch mit einem Antritt von seinen beiden Kontrahenten und brachte den Sieg nach Hause. Die erste Runde durchlief er in 16:13 min, gefolgt von einer zweiten Runde in 16:18 min, was zu einer aufgerundeten Endzeit von 32:32 min führte. Bei diesem Zeitmesssystem von „Ziel-Zeit“ mit integriertem Chip in der Startnummer werden die exakten Rundenzeiten erfasst und in der Ergebnisliste angegeben. Das ist eine guter Service, vor allem bei anderen Läufen, wo auf amtlich vermessenen Runden gelaufen wird (wie bspw. dem ebenfalls vom ABC Zentrum organisierten Plänterwaldlauf), sodass die Zwischenzeiten in offizielle Bestenlisten aufgenommen werden können. Den zweiten Rang sicherte sich Stephan Bahn in 33:44 min, gefolgt von Felix Ledwig (34:02 min). Der Vorjahressieger und frühere 2:16h-Marathonläufer Edmund Kramarz lief in 34:22min auf den vierten Platz, womit er schnellster M45-Läufer war.

Die Frauenwertung auf der 10km-Strecke wurde von Mayada Al-Sayad dominiert. Die Athletin vom 1. VfL Fortuna Marzahn, die sich mit einer Marathonzeit von 2:41:44 h in Hamburg für Palestina für die Olympischen Spiele in Rio qualifiziert hat, lief eine Zeit von 35:50 min und hatte damit über 7 Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Carola Schönberg (W40; 43:17). Dritte wurde Vanessa Monath in 44:04min. Auf dieser Distanz wurden 358 Finisher gezählt.

Bei der ins bunte Rahmenprogramm eingegliederten Siegerehrung erhielten die ersten drei Frauen und Männer auf beiden Strecken Gutscheine von einem Sportgeschäft sowie Getränke des Hauptsponsors. Insgesamt war die Veranstaltung mal wieder ein toller Event und viele der Teilnehmer werden sicherlich in den nächsten Jahren wiederkommen.  

www.lichtenauer.com/aktionen/2015/wasserlauf/


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