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9. SkyRun Messeturm Frankfurt

[eingestellt am 15. Juni 2015]

By: Natalie Hahner

Diesen Turm, den Messeturm Frankfurt, gilt es zu erklimmen

Der SkyRun mit dem dazugehörigen Logo

Eine Stunde vor dem Startschuss. Vorfreude bei den Läufern

Diese Preise gibt es zu gewinnen, für verschiedene Wertungsklassen

Race Director Michael Lederer mit dem FFH Moderator

Michael Lederer stellt die Ehrengäste vor

Die zwei Favouriten unterhalten sich vor dem Start

Startaufstellung des später Erstplazierten

Startaufstellung des später Zweitplazierten

Start weiterer Elite-Männer

Bereits am Start dürfen keine Sekunden verloren werden

Dynamischer Antritt

Die Australierin Suzy Walsham vor dem Start

Beim Start wird Walsham von ihrem Sohn angefeuert

Michael Lederer gibt letzte Einweisungen

Dort geht es rein in das Treppenhaus

Der Turm von unten. Nach 1202 Stufen hat man es geschafft.

Im Startbereich herrscht reges Treiben

Teilnehmerrekord und Charity- erfolgreicher SkyRun in Frankfurt

Sonntag, 14. Juni 2015 - 222 Meter vertikal nach oben, Richtung Himmel, 61 Stockwerke hinauf in einem Frankfurter Bürogebäudekomplex. Ungewöhnlich? Ja, sehr ungewöhnlich. Normalerweise gehen Anzugträger während der Woche in dem Messeturm in Frankfurt ein und aus; an diesem Wochenende war der Turm jedoch in Läuferhand. Bereits zum 9. Mal in Folge veranstaltete die Arque eine gigantisch große Charity-Aktion- ein Treppenhaus erklimmen und dabei Gutes tun. Die ARQUE setzt sich ein für querschnittsgelähmte Kinder und deren Angehörige. Die Startgebühren der Teilnehmer werden gespendet. In diesem Jahr waren insgesamt 885 Läufer in Treppenhaus, was ein neuer Teilnehmerrekord darstellt; im Vergleich zu dem Vorjahr waren 183 Teilnehmer mehr am Start. Insgesamt wurden dadurch 18.500 Euro eingesammelt.

Ob die große Anzahl auf das gute Wetter zurück zu führen ist?  Bei einem Volkslauf hätte man sich über das sonnige Wetter sehr gefreut, beim SkyRun hat das Wetter nicht die wichtigste Bedeutung, da zwar vor dem Gebäude gestartet wird, der Hauptteil des Wettkampfes jedoch im Gebäude, genauer gesagt in einem Treppenhaus, stattfindet. Ein SkyRun ist kein gewöhnlicher Wettkampf: er dauert nur wenige Minuten und geht gleich vom Start an sehr in die Beine. Unter den Läufern gingen vor dem Start die Tipps rum, man solle nicht zu schnell lossprinten und man solle das Treppengeländer mit einsetzen.

Der Race-Director Michael Lederer ließ die Elite-Läufer gleich zu Anfang starten; mit einem Abstand von jeweils 30 Sekunden. D.h. es gab keinen Massenstart, wo man sofort sieht, wer gewinnt, sondern die Läufer rennen gegen die Uhr. Pünktlich um 10 Uhr wurde der erste Mann auf die Strecke gelassen; die Starts zogen sich aufgrund der großen Zahl an Startern über den ganzen Tag. Die Nicht-Eliteläufer wurden dann mit jeweils einem Abstand von 10 Sekunden auf die Strecke geschickt.

Besonders in diesem Jahr war es bei der männlichen Elite sehr spannend; Vorjahressieger Piotr Lobodzinski  gewann in diesem Jahr erneut (6:38,0 Minuten), allerdings sehr knapp, nur zwei Sekunden vor dem Deutschen Dr. Christian Riedl, der an diesem Tag seinen 30. Geburtstag feierte. Ein bisschen enttäuscht ob des knappen Ergebnisses war Riedl schon; dennoch gratulierte er dem Polen Lobedzinski zu seinem Sieg. Der siegreiche Pole blieb über 10 Sekunden hinter seiner Bestzeit aus dem Vorjahr zurück. Dritter und mit einigen Sekunden Rückstand kam der Slovake Tomas Celko nach 6:53,9 Minuten ins Ziel.

Eine solche Spannung kam im Frauenrennen nicht auf; die Australierin Suzy Walsham, die in Singapur lebt und von ihrem Sohn begleitet wurde, siegte erneut souverän in 7:47,5 Minuten, damit war sie einige Sekunden langsamer als im Vorjahr, aber dennoch über 80 Sekunden vor der Zweitplazierten, der Polin Iwona Wicha (9:09,5 Minuten). Als Dritte kam die Garmisch-Partenkirchnerin Manuela Hartl ins Ziel, circa zehn Sekunden hinter der Polin in 9:19,2 Minuten. Damit wurde die Deutsche Towerrunning Meisterin 2015, ebenso wie der zweitplazierte deutsche Mann Dr. Christian Riedl.

Nachdem die Einzelstarter in der Disziplin „Sprint“ an den Start gegangen waren, gingen gegen Mittag noch einige Firmen für die Gruppenwertung an den Start, sowie verschiedene Niederlassungen von Feuerwehren, und zwar unter erschwerten Bedingungen – in voller Montur und teilweise auch mit Atemgerät erklommen die Feuerwehrmänner- und Frauen die 1202 Stufen.

Auch gab es einige „Multiclimber“, die für den guten Zweck bis zu zehn Mal hintereinander den Turm hinauf liefen. Die meisten Aufstiege schafften der Lokalmatador Michael Herms sowie der Saarbrückener Karl Reiß. Daneben gab es sogar zwei über 70-jährige, die ebenfalls mehrmals den Turm erklommen.

Rundum war es eine sehr gut organisierte Laufveranstaltung, die gewiss einige Sportler motiviert hat, im nächsten Jahr erneut teilzunehmen. „Wenn ich jetzt noch jeden Tag die Treppen nehme statt mit dem Aufzug zu fahren, bin ich nächstes Jahr bestimmt um einiges fitter, dann werde ich die Treppenstufen nur so hochfliegen“, so eine begeisterte Teilnehmerin nach der Zielankunft im 61. Stock.

www.arquelauf.de


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