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13. Gaißeschennerlauf Kieselbronn

[eingestellt am 15. Juni 2015]

By: Jochen Höschele

Kurz vor dem Start zum 10km-Lauf

Die Zehner sind los! Der spätere Sieger, Stefan Buder (501), liegt bereits in Führung

Das Feld des 10km-Laufes…

….auf den ersten Metern der neu kreierten Strecke, hier mit der 595 der M70-Sieger Gerhard Hörner (LG Rülzheim), daneben W50-Siegerin Irina Wottschel (TV Eutingen; 592)

Gleich geht’s für die Halbmarathonis los

Der Sieger Jens Santruschek (58) wechselt vor dem Start noch ein paar Worte mit dem Zweitplatzierten Markus Nippa (52)

Der Anstieg am „Schlittenbuckel“ wird bei Kilometer 6,5 und 18 passiert und ist von den Mehrfachteilnehmern gefürchtet

W30-Siegerin Stephanie Fischer am steilen Schlittenbuckel nach gut sechs Kilometern

Der Wiesenweg kurz nach dem ersten Durchlauf am Sportgelände markiert für die Halbmarathonis ungefähr die Hälfte ihrer Distanz

Zwei schnelle M65er: Edwin Müller (links) wird in 1:48 h Zweiter hinter Wolfgang Morhard (1:43 h)

Marcella Schossig, vierte Frau im Halbmarathon und Erste der W45

Frank Rümelin kommt ganz knapp vor Thomas Kurz ins Ziel

Zielsprint zwischen Markus Sonnet (links) und dem Dritten der M65, Ivan Lucic

MJU18-Sieger Jonathan Rosenow vom TV Kieselbronn läuft noch unter 1:50 h ins Ziel

Heinz Esslinger (Sportvg. Feuerbach), auch er bleibt noch unter 1:50 h und wird Vierter der starken M65

W40-Siegerin Stephanie Oechsle vom TB Wilferdingen

Jürgen Roller vom Team Evaldo Mühlacker (104) und Volker Walter (127; MGV Lienzingen) am allerletzten Anstieg vor dem Ziel

Helmut Fischer vom Goldstadt Laufteam

Für alle Fälle gerüstet: Zwei Uhren am Handgelenk, falls eine der Wärme nicht standhält

Hansjörg Roller (TV Hohenklingen)

Frank Steinmetz, ein Waldläufer aus Schellbronn und 3. der M55

Winfried Neuhäuser (Goldfüßler Stadt Pforzheim)

Robert Geller (TV Eutingen)

Ralf Schwarz (70) und Timo Stapper laufen gemeinsam 1:53:40 h

Stephanie Fischer (Gazelle Pforzheim / Königsbach) siegt in der W30

Kay Plambeck-Fischer

Hubert Bittighofer (TV Nöttingen)

Martin Schuler (TV Eutingen)

Schöner Blick Richtung Pforzheim und Schwarzwald

Konrad (73) und Christian (123) Kraft laufen für das „Nepal Schulprojekt“

Wolfgang Wessinger (Gazelle Pforzheim) wird Sechster der M60

Thomas Schmid aus Waiblingen hat gleich das neue T-Shirt des Gaißeschennerlaufes angezogen

Rüdiger Daul (TSV Weikersheim)

Joe Kalmbach aus Waldbronn wird Siebter der M60

Wo die Grillen fröhlich zirpen

Kieselbronn, den 13. Juni 2015 – Alle Zutaten für einen frühsommerlichen Volkslauf waren bereitgestellt am vergangenen Samstagabend in Kieselbronn: Warme, jedoch keine heißen Temperaturen, Sonne satt und eine schöne, wenn auch sehr fordernde Strecke durch Wald und Feld rings um die nur sieben Kilometer von Pforzheim entfernt auf einer Anhöhe liegende 3000-Seelen-Gemeinde Kieselbronn. Um 17:30 Uhr machten sich die 59 Schüler auf ihre 1100 m lange Strecke rund um das Sportgelände „Heinloch“. Am schnellsten waren Torben Tepe (TSG Niefern) in 3:47 min vor Emre Yavuz (Kieselbronn) in 3:49 min und Nick Störer vom TV Kieselbronn in 3:50 min. Den Sieg bei den Schülerinnen holte sich knapp die LG Neckar-Enz-Läuferin Tina Pfitzenmaier in 4:35 min vor Laura Katz und und Linda Rehmann (4:36 min und 4:37 min), beide vom gastgebenden TV Kieselbronn. Die Kleinsten, die Bambini, durften als nächste ran und sich auf einer 450m langen Strecke austoben. Dann wurde es für die Erwachsenen um 18:20 Uhr ernst. Die 10km-Läufer machten den Anfang, gefolgt von den Halbmarathonis zehn Minuten später. Zahlenmäßig waren die Langstreckler vorne, doch der erste, der das Ziel am Sportgelände erreichte, war naturgemäß auch der Sieger des 10km-Laufes. Von 102 gelisteten Teilnehmern war Stefan Buder (Taekwondo-Verein So-San) in 37:44 min allen deutlich überlegen. Der 26jährige distanzierte selbst den Zweitschnellsten um über vier Minuten. So lange dauerte es, ehe mit Thomas Kieslinger (Team Evaldo Mühlacker) nach 42:12 min der Zweite einlief. 16 Sekunden betrug hingegen sein Vorsprung nur auf Rolf Bürk (TB Wilferdingen) und damit war auch das Podium der Männern komplett.

Sonja Pfenninger aus Niefern-Öschelbronn hieß die Siegerin bei den Frauen, die 24jährige benötigte 48:01 min für die schwierige Strecke und ließ Christina Kieslinger (Team Evaldo Mühlacker), die 50:05 min lief, und Anja Krebs (SZ Calmbach; 50:23 min), deutlich hinter sich.

Auf der Halbmarathonstrecke, auf der gleich auch noch die Meisterschaften des Leichtathletikkreises Pforzheim ausgetragen wurden, setzte sich mit Jens Santruschek ein alter Bekannter in Kieselbronn durch. Der 36jährige, Dritter des Vorjahres hinter dem Streckenrekordler Tobias Sauter und Markus Nippa, drehte heuer den Spieß um und verwies in 1:15:59 h zu 1:18:54 h den alten und neuen Kreismeister Nippa auf Rang zwei. „Ich wusste ja, was ich drauf habe, und es war eigentlich nur die Frage, wie lange Markus und ich gemeinsam laufen würden. Als es zwischen Kilometer sechs und sieben zum ersten Mal den steilen Schlittenbuckel hochging, konnte ich mich absetzen und habe meinen Vorsprung kontinuierlich ausgebaut“, gab Santruschek hinterher zu Protokoll.

Als nächstes steht bei dem mittlerweile in Bretten beheimateten gebürtigen Magdeburger der „Heimatlauf“ über 52km rund um Bretten an. Zweimal konnte er diesen Ultralauf namens „Night52“ gewinnen, einmal wurde er in dessen vierjährigem Bestehen Zweiter. Auch 2015 möchte der Drittplatzierte des diesjährigen Trollinger-Marathons in Heilbronn, wo er 2:38 h lief, in Bretten wieder ganz oben auf dem Podest stehen. Der Angestellte des Brettener Kinos „Kinostar“ läuft auch immer bei Wettkämpfen für seinen Arbeitgeber und weiß seine ungewöhnlichen Arbeitszeiten auch zu schätzen. „Schließlich kann ich dann tagsüber im Hellen trainieren. Der Nachteil ist halt, dass ich manchmal, so wie in Heilbronn, mit wenig Schlaf zu einem Wettkampf am frühen Morgen anreise.“

In Kieselbronn war das jedoch kein Thema, und auch sein Begleiter auf dem ersten Drittel der Strecke, Markus Nippa, konnte Santruschek letztlich nicht ernsthaft gefährden. Der Lokalmatador Marko Holzwarth vom TV Kieselbronn komplettierte dann das Podest bei den Männern in 1:20:14 h und sicherte sich den Vizemeistertitel im Halbmarathon.

Nadja Rothweiler hieß die schnellste Frau, und die 22jährige „Irrläuferin“ setzte sich in 1:36:37 h gegenüber Julia Dieckmann (Laufteam Rennwerk Pforzheim; 1:45:03 h) und Angela Schossig (TG Stein; 1:46:42 h) recht deutlich durch. 113 Teilnehmer auf der gegenüber den Vorjahren veränderten Strecke sind zwar ein leichter Rückgang, doch die Resonanz auf den Lauf fiel allseits positiv aus. Auch die Tatsache, dass nun beim Halbmarathon zwei nicht ganz identische Runden zu laufen sind, tut der Schönheit – allerdings auch der Schwierigkeit – der Strecke keinen Abbruch. Mehr als 300 Höhenmeter kommen zusammen, was in Kombination mit Temperaturen von immer noch deutlich über 20 Grad am Start für einige Sportler dann auf dem letzten Viertel dazu führte, dass vom Lauf- in den Wanderschritt übergegangen wurde.

Wenn dann auf den letzten Metern entlang eines Wiesenweges die Grillen anfangen zu zirpen, steigt bei so manchem auch die Vorfreude, auf das „après“, das in Kieselbronn ebenfalls nicht zu verachten ist. Zu guter Letzt gibt es dann auch noch, nach Einbruch der Dunkelheit und Abschluß der Siegerehrung, ein Höhenfeuerwerk. Sehenswert – und die Laufstrecken sind laufenswert. Auch im nächsten Jahr wieder Mitte Juni. Auf nach Kieselbronn!

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.tv-kieselbronn.de


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