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32. Internationaler Trierer Stadtlauf

[eingestellt am 30. Juni 2015]

By: Volker Goineau

Das Trierer Duo Alexander Bock (li.) und Dominik Werhan

Läufer auf der Zielgerade

Das Ziel vor der Porta Nigra

Buntes Treiben im Zielbereich

Siegerin Ferahiwat Königs

Die Zweitplatzierte Maximila Jerotich

Die Top 3 im Halbmarathon Miereczko, Neuschwander und Graw (v. li.)

Sieger Flo(w) Neuschwander auf den letzten Metern

Der engagierte Moderator bei der Arbeit

Siegerehrung 10km Frauen

Der 5,4km-Lauf ist gestartet...

...und hat ein sehr großes Teilnehmerfeld

Startaufstellung zum Volks- und Firmenlauf über 5,4km

Die schnellste Deutsche im Halbmarathon Heike Kohler

Sommer, Sonne und tolle Stimmung in der ältesten Stadt Deutschlands

Trier, 28.6.2015 - Am letzten Sonntag im Juni wurde auch in diesem Jahr wieder der Trierer Stadtlauf ausgetragen. Die 100.000-Einwohner-Stadt Trier, welche einen römischen Ursprung hat, ist die älteste Stadt Deutschlands und viertgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz. Neben dem sehr bekannten und hochkarätig besetzten Silvesterlauf hat sich der Stadtlauf im Sommer als läuferisches Großereignis etabliert. Begonnen hatte alles mit einem 20km-Lauf. Unter anderem konnte Herbert Steffny sich hier in die Siegerliste eintragen. Mittlerweile  werden Rennen über 10km sowie die Halbmarathondistanz angeboten. Die kürzeren Distanzen hinzugerechnet (5,4km-Lauf; 1,6km-Schülerlauf und Bambinilauf) waren in diesem Jahr mehr als 4.000 Teilnehmer dabei.

Start zum 10km-Lauf war um 9:00 Uhr; der Halbmarathon wurde 20 Minuten später auf die Strecke geschickt. Diese relativ frühen Startzeiten sind sehr vernünftig gewählt; schließlich war es auch in diesem Jahr, wie es Ende Juni häufig der Fall ist, warm und sonnig. Bereits am frühen Vormittag wurde die 20°C-Marke erreicht. Es war fast windstill, was für schnelle Laufzeiten natürlich optimal ist. Gelaufen wird auf einer 10km-Schleife durch die Stadt, mit dem Ziel in der Innenstadt, im Angesicht der Porta Nigra, dem Wahrzeichen von Trier. Der 10km-Start ist direkt neben der Porta Nigra, während sich der Start für die 21,1km-Distanz in einer Nebenstraße befindet. Hier wird eine kleine Extra-Schleife plus zweimal die 10km-Runde absolviert. Die Runde ist insgesamt ziemlich flach, jedoch ist der Asphalt auf den ersten Kilometern etwas brüchig und der letzte Kilometer verläuft über das Kopfsteinpflaster der Innenstadt, was eine tolle Stimmung garantiert, jedoch vom Untergrund her nicht die angenehmste Zielgerade ist.

Kurz nach dem Startschuss zum 10km-Lauf, an dem sich über 1.000 Läuferinnen und  beteiligten, setzte sich Volker Goineau an die Spitze. Ein Läufer blieb ihm dabei hartnäckig auf den Fersen: Alexander Bock vom heimischen PST Trier. Der 22jährige, der in diesem Jahr seine Bestzeiten von 31:07 min über 10km sowie 68:03 min im Halbmarathon lief, konnte die erste Rennhälfte gut mithalten. Das Tempo lag auf Kurs ca. 31:30 min. Doch Alex hatte letztlich doch keinen so guten Tag erwischt und musste auf dem 6. Kilometer abreißen lassen. Volker lief das Rennen relativ gleichmäßig zu Ende und kam nach 31:35 min als Sieger ins Ziel. Alexander hatte als Zweitplatzierter mit 32:22 min dann doch einen relativ großen Rückstand. Es werden sicherlich auch wieder bessere Tage für den Trierer kommen, der Ende Oktober in Frankfurt sein Marathon-Debüt geben möchte.

Den dritten Rang erlief sich der Luxemburger Bob Greis in 32:39 min. Der 27jährige Bob, der mehrere Jahre in Köln studiert hat und mittlerweile wieder in seiner Heimat lebt, hat eine 10.000m-Zeit von 31:08 min zu Buche stehen und möchte in diesem Jahr ebenfalls seinen ersten Marathon laufen. Ihn zieht es hierfür in die Bundeshauptstadt an die Spree. Auf den Rängen vier und fünf, die hinterher ebenfalls auf der Bühne geehrt wurden, finishten Pascal Groben (ebenfalls Luxemburg) in 32:43 min und der Mittelstreckler Dominik Werhan vom PST Trier (32:58 min).  U23-Läufer Dominik war am Vortag noch 800m im Rahmen der Junioren-Gala in Mannheim gerannt und möchte sich auch in den nächsten Monaten in erster Linie auf die Mittelstrecken 800/1500m konzentrieren. Die 10km-DM Anfang September in Bad Liebenzell wird er allerdings auch laufen; hier wird die PST Trier mit einem Team an den Start gehen, in dem auch Alexander Bock vertreten sein wird.

Die Frauenkonkurrenz entschied Lokalmatadorin Nora Schmitz (PST Trier) in 37:19 min (netto) für sich. Sie ist in diesem Jahr bereits 36:32 min gelaufen und belegte bei der Deutschen Halbmarathonmeisterschaft in Husum den 12. Platz in 1:21:38 h. Den zweiten Platz belegte die US-Amerikanerin Magin Day in 37:55 min, gefolgt von Linda Betzler von der LG Rhein-Wied (39:07 min).

Beim Halbmarathon waren der frühere Trierer Florian Neuschwander, der mittlerweile in Frankfurt am Main lebt und für Spiridon Frankfurt startet, sowie die beiden Läufer aus NRW Maciek Miereczko und Torsten Graw dabei. Auf Damenseite fiel der Äthiopierin Ferahiwat Königs die Favoritenrolle zu. Mitfavoritin Chritl Dörschel von der SG Wenden hatte kurzfristig erkältungsbedingt abgesagt, sodass Königs, die mit dem belgischen Langstreckler Roger Königs verheiratet ist, einem ungefährdeten Sieg in 1:18:42 h herauslaufen konnte. Den zweiten Rang belegte die Kenianerin Maximila Jerotich in 1:22:37 h, vor der schnellsten Deutschen Heike Kohler (W40; 1:24:06 h).

Das Männerrennen verlief deutlich spannender. Florian Neuschwander war zwischenzeitlich bereits zurückgefallen, erkämpfte sich jedoch erneut die Spitze und erreichte letztendlich doch als souveräner Sieger nach 69:00 min (netto 68:59 min) das Ziel. Damit war dieser Halbmarathon ein guter Abschluss einer 200km (!)-Trainingswoche für „FLO(w)", der sich auf Ultra-Rennen vorbereitet. Im Halbmarathon hat er eine Bestzeit von 66:20 min und im Marathon hat er eine 2:20:28 h zu Buche stehen. 

Der seit längerer Zeit in Westdeutschland lebende und für den VFB Erftstadt startende Pole Maciek, der früher eine 2:14er Zeit im Marathon erzielte, erlief sich den zweiten Rang in 69:51, recht dicht gefolgt von Torsten, der mit 69:58 min ebenfalls unter 70 min blieb. Acht Tage nach seinem 10km-Sieg beim Malteser Sommernachtlauf in Duisburg in 31:38 min zeigte sich der 23jährige ASICS-Frontrunner zufrieden mit seiner Leistung. In den Jahren 2011 und 2012 hatte Torsten bereits Zeiten von 30:24 min über 10km und 45:59 min über 15km auf den Asphalt gelegt; in der Folgezeit wurde er jedoch von Verletzungen ausgebremst und befindet sich nun wieder auf einem guten Weg. Die Plätze vier und fünf gingen an Lokalmatador Stefan Andock (PST Trier; 1:11:12 h) sowie Roger Königs, den Ehegatten der Frauensiegerin (1:12:42 h).

Um 11:25 Uhr startete der 1,6km-Schlerlauf und um 11:30 Uhr der Volks- und Firmenlauf über 5,4 km, der sich einer sehr hohen Teilnehmerzahl erfreute. Schnellster war hier der frühere Topläufer Marc Kowalinski von der Sportakademie Trier in 17:55 min. Als erste Frau erreichte Claudia Flesch nach 22:16 min das Ziel.

Insgesamt war der Trierer Stadtlauf 2015 eine gut organisierte Veranstaltung mit toller Stimmung bei herrlichem Sommerwetter.

www.triererstadtlauf.de


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