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4. Bietigheimer Fackellauf

[eingestellt am 04. Juli 2015]

By: Jochen Höschele

Die Band „Formula 3“ heizte schon vor dem Start des Fackellaufes mächtig ein

Eine Deutsche Meisterin an der Kasse hat auch nicht jede Veranstaltung zu bieten: Elke Brenner macht aber auch hier eine gute Figur

An der Anmeldung war eine halbe Stunde vor dem Start natürlich nicht mehr allzu viel los

Einen Stand des Namensgebers brauchte man auch nicht lange zu suchen

Die Vorbereitungen auf die „Hitzeschlacht“ waren vor dem Start bereits in vollem Gange

Sprecher Achim Seiter, Grit Schaller und Steffen Claus, zwei der fünf Organisatoren vom veranstaltenden Team AR Sport (von links) sind bester Dinge, kein Wunder bei diesem Traumwetter!

Siegerin Nicole Möbus vor dem Start völlig entspannt und locker

Grit Schaller tauscht letzte Infos mit dem Chef des „Blühenden Barock“ in Ludwigsburg, Volker Kugel, aus

Der Kerl ist zu schnell für ein scharfes Foto…

Besser erkennbar mit Blitz: Fabian Lafrenz (260), mehrfacher Deutscher Meister seiner Altersklasse von der LG Neckar-Enz

Gleich in der ersten Kurve lag Markus Hauber (278) in Führung vor Philipp Nothof (265)

Mehr als 320 Einzelläufer plus 28 Staffelläufer machten sich auf den Weg in die anbrechende Nacht

Auf den ersten Metern spürt man die Hitze noch nicht so sehr, alle sind noch sehr entspannt

So sieht das dann mit langer Belichtungszeit aus

Die ersten Fackeln sind nach gerade einmal 100m erreicht

Ein durchgehend asphaltierter Feldweg zwischen Bietigheim und Ingersheim dient als 3,3km lange Rennstrecke

Auch an Zuschauerzuspruch mangelt es nicht, zumindest rund um Start und Ziel

Der Blick in Richtung Ingersheim – anhand der brennenden Fackeln ist erkennbar, wo die Laufstrecke entlang führt

Markus Haubers Kontrollblick – vor ihm waren jedoch nur diejenigen zu sehen, die er wenig später überrunden musste

Philipp Nothof wird klarer Zweiter in 34:02 min

Eine etwas größere Verfolgergruppe in Runde eins: 4. Fabian Lafrenz (260; 34:30 min), 5. Jonas Limmer (140; 34:46 min) und Tobias Hirn (480), der Startläufer der siegreichen Staffel „PoPo Club 1“

Benjamin Wehle (325) und Matthias Leiser (137) laufen gemeinsam in 37:56 min auf Platz 15 und 16 ein

Die zweitplatzierte Frau, Tina Noack, läuft gemeinsam mit Joachim Stehle in 38:31 min ein

Die Läufer tauchen aus der Dunkelheit auf – und wieder in sie ein

Trotz wenig romantischer Strommasten ist der Fackellauf insgesamt eine sehr stimmungsvolle Veranstaltung

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Nicht nur Fackeln, auch Scheinwerfer erleuchten die Laufstrecke

Verlaufen kann man sich hier trotz der Dunkelheit nicht

Auf dem Rückweg von Ingersheim haben die Läufer immer das Bietigheimer Industriegebiet vor Augen, wo sich Start und Ziel befinden

Husch, husch, fort sind sie!

Der kleine Tim rennt mit Papa Marc 66:53 min rund um Bietigheim und alle beide hatten sichtlich Spaß dabei

Markus Hauber von LAZ Salamander, einsamer und überlegener Sieger in 31:58 min

Jochen Keppler (104) wird Sechster in 35:34 min, Igor Schiffner Achter in 36:01 min

Korina Körner läuft mit wehendem Zopf und Musik im Ohr auf Platz fünf bei den Frauen in 42:02 min

Auf Platz vier kommt Beate Schalyo nach 41:36 min ins Ziel

Carolin Zendler vom Team Ultra Sports wird Sechste in 42:13 min

Elisabet Bosch-Dalmau gewinnt die Altersklasse Ü40 und wird Gesamtsiebte in 43:08 min

Gillian Bathmaker von der LG Neckar-Enz wird Dritte ihrer Altersklasse und Elfte der Gesamtwertung in 46:09 min

Der Zweitplatzierte, Philipp Nothof von AMIRS Racingteam, hat nach 34:02 min die drei Runden hinter sich gebracht

Igor Schiffner (194), Achter in 36:01 min und Dritter des schnellsten Teams (BAUINTACT Bietigheim)

Nicole Möbus „fliegt“ beinahe ins Ziel und gewinnt den Fackellauf in 36:19 min

Er läuft wie die Feuerwehr und trägt meistens die Startnummer 112: Uli Lorenzen von BAUINTACT Bietigheim rennt auf Platz elf und wird Dritter der Altersklasse Ü40

Tina Noack belegt in sehr guten 38:31 min Platz zwei

Alina Würth (Kieferorthopädie Dr. Fuchs) steht nach 39:51 min als Dritte fest

Mit Schwung um die Kurve

On a hot summer night

Bietigheim, den 3. Juli 2015 – Heiß ging es wirklich her bei diesem 4. Fackellauf in Bietigheim-Bissingen. Nicht nur die Temperaturen waren hochsommerlich und lagen beim Start um 22 Uhr nur knapp unter der 30-Grad-Marke. Auch die vielen, entlang der 3,3km langen Runde aufgestellten Fackeln verbreiteten zusätzlich zum Lichtschein eine nicht wirklich benötigte Wärme. Gefroren haben dürfte niemand, am allerwenigsten die Athleten, denen der Schweiß spätestens nach dem Warmlaufen herunterlief. Vielen stellte sich angesichts der aufgeheizten Luft sowieso die Sinnfrage – warmlaufen oder lieber bleiben lassen und gewissermaßen halbwegs „gechillt“ an den Start gehe

Chillen, das war jedoch eher für „danach“ vorgesehen, wo man den Lauf ausklingen lassen konnte, bei kühlen Getränken und cooler Musik. Die meisten gingen durchaus mit sportlichem Ehrgeiz zu Werke und ließen sich eben im Verlaufe des Rennens temperaturbedingt etwas mehr Zeit als unter Idealbedingungen.

Der Start unweit des großen Parkplatzes der Firma Olymp im Industriegebiet von Bietigheim-Bissingen beherbergt nicht nur die Anmeldung und die Verpflegungsstände sowie die Bühne für die Musikband, er ist auch Anlaufstelle für die zahlreich vorhandenen Zuschauer. Für diese ist natürlich einiges geboten – quasi andauernd laufen die Athleten an ihnen vorbei, der Sieger Markus Hauber benötigte jeweils nur knapp mehr als zehn Minuten pro Runde. Dazu kommen die musikalische Unterhaltung und die sportlich-launige Information von Sprecher Achim Seiter. Wer jedoch glaubt, dass es sich beim Fackellauf um das Pendant zu einem „Sommerkick“ im Fußball handelt, liegt falsch. Weder bei den Männern noch bei den Frauen gab es ein Bummelrennen, wie man es von manchen Etappen der Tour de France kennt.

Bei den Männern nahm Markus Hauber (LAZ Salamander) vom Start weg das Heft in die Hand und siegte unangefochten in ausgezeichneten 31:58 min vor Philipp Nothof (AMIRS Racingteam) in 34:02 min und dem Ingersheimer Tilmann Reuter in 34:25 min. Bereits auf Rang vier lief mit Fabian Lafrenz der erste Sportler der Altersklasse „Ü40“ nach 34:30 min über die Ziellinie. Auch das ist eine Besonderheit des Bietigheimer Laufes in die Dämmerung: Es gibt nur zwei Altersklassen – die der unter 40jährigen und die der über 40jährigen.

Ähnlich überlegen wie der Männersieger Hauber präsentierte sich die Remseckerin Nicole Möbus bei den Frauen. Sie lief, ebenso wie der Männerzweite Philipp Nothof, für „AMIRS Racingteam“ in auffälligem schwarz-gelbem Shirt und lag von Beginn an auf Siegkurs. In 36:19 min kam sie als Gesamtneunte bei Achim Seiter an und lag damit gute zwei Minuten vor Tina Noack (Sport Noack Ludwigsburg), die in 38:31 min die Zeitmessung auslöste. Möbus hat letzte Woche in Stuttgart die Kurzstrecke im Rahmen des Stuttgartlaufs über 7,5 km gewonnen und bereitet sich auf den Ludwigsburger Citylauf in einer Woche vor. „Dort ist die Konkurrenz zwar sehr groß, ein Podestplatz ist schwierig. Aber es war mein allererster Volkslauf dort und ich mag die Stimmung, daher laufe ich auf jeden Fall in Ludwigsburg.“ Alina Würth (Kieferorthopädie Dr. Fuchs) war es vorbehalten, die dritte Stufe des Podestes zu erklimmen. Sie war in 39:51 min auf Gesamtrang 27 die letzte, die die 40-Minuten-Grenze unterbieten konnte. Insgesamt liefen 321 Sportler (davon 101 Frauen) die kompletten drei Runden à 3,3 Kilometer. Von ihnen unterboten acht Frauen und 69 Männer die Marke von 45 Minuten und 272 (darunter 72 Frauen) benötigten weniger als eine Stunde.

Wem drei Runden zu viel der Rennerei im Kreis sind, der konnte sich auch zwei Gleichgesinnte suchen und am Staffelwettbewerb teilnehmen. Diese Option nahmen 28 Teams wahr; am schnellsten legten die drei Männer vom „PoPo Club 1“ die Strecke zurück. Sie benötigten mit 35:39 min als einzige Mannschaft weniger als 40 Minuten, denn bereits die zweiten, der SV Leingarten 1, lag mit 40:21 min knapp darüber. Das Team aus Leingarten war allerdings eine reine Frauenequipe und somit auch siegreich in dieser, allerdings nicht gesondert geehrten, Kategorie. Auf Rang drei kam mit dem „Team Shisha zum mitnehmen 1“ in 41:57 min eine Mannschaft, die außer dem Laufen noch anderen Freizeitbeschäftigungen nachzugehen scheint.

Für Stimmung ist also während des Laufes in Form von Illumination und Anfeuerung gesorgt. Und auch das „Après“ kann sich sowohl sehen als auch hören lassen. In diesem Jahr waren, genauso wie im Jahr der Premiere 2012, die Temperaturen sogar derart sommerlich, dass man sich getrost in luftigen Klamotten einen Platz suchen und den Klängen lauschen konnte. Genau so stellt man sich im Idealfall einen Sommerlauf vor.

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.team-ar-sport.de/fackellauf


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