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11. Lindenparkfestlauf

[eingestellt am 03. August 2015]

By: Jürgen Binder

Fotos: Jürgen Binder, Elvira Kriegshäuser und Elke Bölts

Veranstaltungsflyer

Seit 10 Jahren hat der TuS 06 Heltersberg eine Laufabteilung

Gudrun Stucky, Heike Zinsmeister und Karin Bartels sind einfach erfrischend

Verpflegungstheke

Natascha Hartl, Michael Gloeser und TuS 06 Laufgruppen-Abteilungsleiter Dieter Kriegshäuser beim small talk

Anmeldung im Bürgerhaus

… Halbstarke Rennmäuse

Die Rettungsschwimmer von Heltersberg … ?

6 Kilometer Jedermannlauf-Sieger Dominic Marquedant

6 Kilometer Jedermannlauf-Siegerin Laura Horbach

Lustige Truppe nicht mit Baby- sondern Papi-Jogger

Lauf-Urgestein Herbert Rollwa rollt ein

Fans

Moderator Wolfgang „WolleBehr“ Behr

Startaufstellung von 194 Protagonisten zum 13 Kilometer-Hauptlauf mit 235 Höhenmetern

Sieger Jonas Lehmann (1.M20)

Tim Könnel (2.M20) wird Zweiter

Als Dritter passiert Tom Heuer (1.M45) den Zielkanal

6. Eric Konrath (1.M35)

7. Mekki Saad (1.M50)

11. Markus Braband (4.M45)

12. Klaus Hirschinger (1.M55)

Siegertrio vom TuS 06 Heltersberg: 1. Jonas Lehmann, 3. Tom Heuer, 2. Tim Könnel

Siegerin Natascha Hartl wird von ihren Vereinskameraden gefeiert

La Ola im Zielbereich

4.M55 Laufladen-Cup-Initiator Freddy Kolb aus Kaiserslautern

1.W30 Regina Höhn

2.M55 Jürgen Binder und 1.W55 Jutta Bendel

Der Heltersberger Laufgruppen-Abteilungsleiter Dieter Kriegshäuser mit 3.M50 Michael Gloeser

Tolle Zielverpflegung

Das Laufticker Fotografen-Duo Elke Bölts und Elvira Kriegshäuser

Im Bergschwimmbad Heltersberg darf geduscht und geschwommen werden

Wolfgang Behr moderiert die Siegerehrungen auf dem Lindenparkfest

Ehrung der schnellsten Damen und Herren

W55: 2. Rosemarie Rzehak-Rohden, 1. Jutta Bendel

M60: 2. Franz Hüther, 1. Alois Berg, 3. Dieter Schmitt

M75: 3. Bernd Butterling, 1. Robert Hinkel, 2. Ludwig Mesel

Der Dritte Tom Heuer und Gattin Michelle in freudiger Nachwuchserwartung

Buntes Treiben auf dem Lindenparkfest

Erst rennen, dann herzhaft schlemmen …

Zum Duschen geht`s an die Quelle

Heltersberg, 02. August 2015 -Wenn in Heltersberg der Volkslauf stattfindet ist Sommer. Nicht nur kalendarisch, auch klimatisch. Herrliches Sommerwetter herrschte wie schon in den Jahren zuvor, auch beim diesmal 11. Lindenparkfestlauf des TuS 06 Heltersberg.

Wer seine Badesachen dabei hatte, konnte nach dem Lauf den Tag im örtlichen Schwimmbad ausklingen lassen. Dort konnten die Läuferinnen und Läufer, quasi an der Quelle des Lindenparkfestlaufs, nach schweißtreibender Rennerei duschen und wer mochte, durfte natürlich auch ins Schwimmbecken hüpfen.

Im Heltersberger Bergschwimmbad war im Mai 2005 die Idee von einer Laufgruppe und einem Volkslauf in den Köpfen von 4 Heltersberger Laufenthusiasten entsprungen. Dieter Kriegshäuser, Udo Bölts, Heinz Matheis und Georg Frank heißen die Männer der ersten Stunde und alle vier sind nach wie vor dicke dabei, beim längst hell lodernden Heltersberger Lauffeuer. Feuerrot dominiert das Outfif der Laufgruppe, die in gerade mal einer Dekade über 20 deutsche Meistertitel, einiges mehr an Pfalzmeisterschaften und sogar zwei Weltmeistertitel erlaufen konnte.

Daneben liegt aber derjenige der meint, dass den Heltersbergern nur hartes Training und die daraus entspringenden Erfolge und Siegerehrungen wichtig sind. Bei ihren zahlreich übers Jahr verteilten Feiern sind die „Rothäute“ mindestens genauso ausdauernd wie beim Sport. Das unverzichtbare Fundament, da sind sich hier im Herzen der Pfalz alle Läuferinnen und Läufer um Abteilungsleiter Dieter Kriegshäuser einig, ist und bleibt der Breitensport und die Geselligkeit.

Die ersten 7 Volksläufe gingen in Heltersberg noch auf einer welligen und komplett asphaltierten 10 km Fast-Wendepunktstrecke über die Bühne. Seit 2012 läuft es anders. Der Lauf bekam von den Veranstaltern einen neuen Charakter verpasst. Er wurde in der mit großen Waldflächen gesegneten Region zu einem 13 Kilometer Wald- und Landschaftslauf auf überwiegend befestigten Wegen. 235 Höhenmeter kommen dabei zusammen.

Um dem Dorf bei diesem Event nicht ganz den Rücken zu kehren, sprich, die Einheimischen am Lindenparkfestlauf teilhaben zu lassen, haben die Organisatoren beschlossen, den Anfang und das Ende der Wettbewerbe auf der alten Strecke, mitten durch die 2400-Seelengemeinde zu belassen.

Jeder vierte Heltersberger ist Vereinsmitglied beim TuS 06. Den höchsten Punkt erreicht man auf 440 m ü. NN. Der Ort liegt idyllisch im westlichen Pfälzer Wald, dem sogenannten Holzland, auf einem breiten Hügelsattel, eingebettet zwischen Wiesen mit kleinen Bächen, Weihern, viel Wald und Bergen. Ein ausgedehntes Rad- und Wanderwegenetz umspannt das Dorf. Es geht fast immer leicht bergauf oder bergab. Auf solchen Wegen findet beim Hauptlauf das Kräftemessen der Dauerläufer statt.

Los ging es beim 11. Lindenparkfestlauf um 10:00 Uhr mit einem 1000 Meter-Schülerlauf auf einer Wendepunktstrecke. Jimmy Gorrebeek (Jahrgang 2002) vom Verein ZWAT war auf der welligen Hauptstraße mit Start und Ziel am Lindenpark-Fest in 3:40 Minuten der Schnellste von 50 Kids. Bei den Mädchen erzielte Merle Zimmermann (Jahrgang 2003) aus der Heltersberger Laufgruppe in 3:50 Minuten die beste Zeit.

Um 10:15 Uhr wurde der 6 Kilometer-Jedermannlauf mit 43 Teilnehmern gestartet. Dieser fand auf der alten 10 Kilometer-Strecke auf dem Fahrradweg Richtung Johanniskreuz statt. Nach 1,5 Kilometern hatte man den Ort verlassen, im Wald bei Kilometer 3 war der Wendepunkt.

Am schnellsten war in 21:42 Minuten der 28-jährige Dominic Marquedant aus Freiburg wieder zurück im Start- und Zielbereich beim wie immer um keinen Spruch verlegenen Moderator Wolfgang Behr. Der „WolleBehr“ ist stets dabei, wenn in Heltersberg Volkslauf angesagt ist. Zuverlässig sorgte er auch diesmal wieder dafür, dass neben sportlichen Fakten die Unterhaltung nicht zu kurz kam. Schnellste Lady war in 26:43 Minuten auf Gesamtrang 5 die erst 13-jährige Laura Horbach vom veranstaltenden TuS 06 Heltersberg.

Als nach fast 43 Minuten der letzte der „Jedermänner“ ins Ziel gelaufen war, konnte pünktlich um 11:00 Uhr mit dem Hauptlauf begonnen werden. Dieser ist einer von 10 Läufen des Laufladen-Cups Westpfalz, bei dem man mit seinen 6 besten Resultaten Aufnahme in die Gesamtwertung findet.

Bei Temperaturen von fast 25 Grad im Schatten und um die 30 Grad in der Sonne nahm das 194-köpfige Teilnehmerfeld den angebotenen Streckenservice an zwei Getränkestellen dankend an. Zwar stand die Sonne schon ziemlich senkrecht am Himmel, doch weil überwiegend unter grünem Laub im Schatten gelaufen wurde, waren die sommerlichen Bedingungen erträglich.

In 42:35 Minuten, womit er seinen Streckenrekord von vor zwei Jahren um zwei Sekunden verbessern konnte, wurde Jonas Lehmann vom TuS 06 Heltersberg (1.M20) seiner Favoritenrolle gerecht. Der Dritte der deutschen  Berglauf-Meisterschaften war vor 4 Wochen mit dem deutschen Berglauf-Nationalteam bei der EM auf Madeira und war hinter dem deutschen Vize-Berglauf-Meister Stefan Hubert zweitbester Deutscher. Vor zwei Wochen beim prestigeträchtigen Karwendel-Berglauf in den bayrischen Alpen erkletterte sich vor ihm hinter dem Eritreer Youssief Tekle und dem Schotten Robbie Simpson den dritten Platz. Dabei konnte er seinen Dauerrivalen Stefan Hubert endlich einmal bezwingen. Natürlich gibt es auch im Leben eines Jonas Lehmann noch andere Dinge als der Sport. In einem dieser Bereiche beginnt für ihn morgen nach abgeschlossenem Studium ein neuer Lebensabschnitt. Als Maschinenbau-Ingenieur fängt für ihn das Arbeitsleben an.

Jonas Lehmanns weibliches Pendant Natascha Hartl (1.W20), die in 53:57 Minuten schnellste Frau des Tages, läuft auch für den TuS 06 Heltersberg. Der Gedanke, dass sie würde gewinnen können, kam ihr erstmals nach etwa zwei gelaufenen Kilometern, als sie in ihrer näheren Umgebung keine weitere Frau ausmachen konnte. Vor zwei Wochen erst, hatte sie sich einen Kapselriss am linken Sprunggelenk zugezogen. Beim Shoe Workers-Trail in Hauenstein war sie auf einer Bergabpassage heftig umgeknickt und konnte nur mit Schmerzen ins Ziel laufen. Als Leiterin eines medizinischen Fitnessstudios hat sie glücklicherweise Physiotherapeuten im Team, die ihr schnell wieder auf die Sprünge helfen konnten. Zwar zwickt und zwackt es noch ums Sprunggelenk und geschwollen ist es auch noch, aber es wird von Tag zu Tag besser.

Bei ihrem Heimrennen waren die Heltersberger Herren wie in allen Jahren zuvor nicht nur farblich in rot sondern auch leistungsmäßig dominant. Die Plätze 1 bis 3 gingen an Heltersberger und insgesamt 7 TuS`ler waren unter ersten 20.

Etwa 300 Meter hinter Jonas Lehmann tauchte der nach diesem aktuell zweitbeste Pfälzer Läufer vor dem Zielkanal auf. Der 20-jährige Tim Könnel (2.M20) beendete den Lauf nach 43:52 Minuten. Seine 10 Kilometer-Bestzeit steht zurzeit bei 32:30 Minuten. Jonas Lehmann hat da momentan übrigens 30:50 Minuten zu bieten. Im August noch, nach dann 4 Semestern Medizinstudium, schreibt der auch musikalisch sehr begabte Tim Könnel sein Physikum.

Dritter wurde in 45:20 Minuten der deutsche M45-Berglaufmeister Tom Heuer (1.M45), vor dem Sieger des Hauensteiner Shoe Worker-Trails, Matthias Burkhart (1.M30) vom SV Hinterweidenthal, der nach 46:12 Minuten das Ziel erreichte.

Platz 5 ging in 46:48 Minuten an Mario Steiner (2.M45) vom 1.FC Kaiserslautern. Ihm folgten Eric Konrath (1.M35) vom Endurance Team Pirmasens in 47:24 Minuten, Mekki Saad (1.M50) vom TV Bad Bergzabern in 48:53 Minuten, Thomas Dehaut (2.M50) von der LLG Landstuhl in 49:41 Minuten und Sebastian Wintringer (3.M20) vom PHAST Racing Team in 49:58 Minuten. Die Top Ten komplettierte Gerold Ast (3.M45) von der LG Bliestal in 50:05 Minuten.

Hinter Siegerin Natascha Hartl, sie war im Gesamteinlauf 24-ste, folgten noch 53 weitere Frauen. Mehr als ein Viertel der 194 Hauptlauf-Teilnehmer war also weiblichen Geschlechts und das ist deutlich mehr als der Durchschnitt bei Volksläufen.

Zweite wurde in 56:24 Minuten die deutsche W40 Berglauf-Vizemeisterin Katja Bambach (1.W40), von der LLG Landstuhl, vor ihrer Vereinskameradin Ribana Bauser (2.W40) in 59:25 Minuten. Es folgten Regina Höhn (1.W30) von den Stadtwerken Kaiserslautern in 59:45 Minuten, die deutsche W55-Berglaufmeisterin Jutta Bendel (1.W55) vom TuS 06 Heltersberg in 59:59 Minuten, Yvonne Knehr (2.W20) vom TV Rodenbach in 1:00:05 Stunden, Andrea Groch (1.W35) von der TSG Kaiserslautern in 1:00:45 Stunden, deren Vereinskameradin Rosemarie Rzehak-Rohden (2.W55) in 1:01:08 Stunden und die ohne Vereinsbezeichnung gestartete Jutta Eckhard (1.W50) in 1:01:27 Stunden. Zehntschnellste Frau war in 1:02:12 Stunden Nina Spiegel (3.W20) vom TuS 06 Heltersberg.

Insgesamt 287 heißgelaufene Läuferinnen und Läufer in 574 qualmenden Socken durfte die Laufabteilung des TuS 06 Heltersberg nach drei Wettbewerben im Ziel mit Obst und Getränken erstversorgen. Laufchef Dieter Kriegshäuser und seine Crew konnten wieder einmal sehr zufrieden sein mit dem, was sie da auf die Beine und in die Laufschuhe gestellt hatten.

Die auf dem Lindenparkfest günstig erwerbbaren Speisen und Getränke ließen wie immer keine Wünsche offen, die Siegerehrungen auf der Festbühne vor großem Publikum hatten richtig Stil und es gab tolle Preise. Das Dorffest ist ein Segen für den Lauf, die hungrige und durstige Läuferschar ist ein Segen für das Fest. Um etwa 15:00 Uhr war der offizielle Teil der Veranstaltung zu Ende und nicht wenige derer, die einen Badeanzug, Bikini oder eine Badehose im Gepäck hatten, zog es bei mittlerweile über 30 sonnigen Celsiusgraden erneut oder erstmals an diesen Hochsommersonntag ins Bergbad. Der Lauf und das Fest, das passt wie der Hintern in die Badehose.

Ergebnisse www.laufinfo.eu


Kossmann Laufdesign