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21. Residenzfestlauf Kirchheimbolanden

[eingestellt am 09. August 2015]

By: Gabi Gründling

schöne Kulisse für die Startnummernausgabe

Residenzfesteröffnung mit vielen Hoheiten

Startaufstellung zum Schülerlauf

Gut gedehnt ist halb gelaufen?! 3.M65 Alfred Plainer

Kinderlauf: Max Klein (links) gewinnt vor Hannes Ebener

Tjark Mawede (402) wird Dritter

Zuschauer-Schauer

Siegerin Paula Ebener

Wurde Zweite wie ihre Mutter: Elena Matheis

Dritte und Vierte: Anna-Lena Ulrich und Marla Bredel

Lennart Reis

Weiter hinten liefen dann auch die Eltern mit

Anja Sandroosky

Die Kohl-Brüder wohnen lt. Ergebnisliste in Nairobi

Henry Day und Tiberius Dosken

.. und Muttern schleppt die Verpflegung über die Strecke…

Voll konzentriert: Jona Trösch

Ben Lietz

Luise Didier

Die Jüngste der vier Kohl-Kinder

Der Zieltee wird vorbereitet

So sah’s an dieser Stelle früher mal aus

.. und so heute…

1. M30 Janeck Taplan

Zweiter Max Kirschbaum, hinter ihm Dritter Tom Heuer (112)

1. M35 Eric Konrath

2. M45 Mario Steiner vor 2. M35 Thorsten Müller

1. M50 Alf Matuschak, dahinter 3. M35 Uli Krezdorn und 1. MJU20 Max Rahm

1. M60 Alois Berg grüßt noch freundlich, 3. M50 Michael Gloeser (176)

Siegerin Natascha Hartl, hinter ihr im Pulk Wonnegauer Josefa Matheis

Christian Boelitz trägt das Trikot seines Pokervereins

Konkurrenzbeobachtung

2. W35 Sonja Deiß

2. M60 Karl-Heinz Klos

Rechts außen in rot: 3. M55 Lutz Hirselandt

1. W50 Sabine Böhl

In rot: 1. W60 Sabine Rielinger

Startnummer 1: M80er Klaus Wehowsky läuft 53:15 min

Früher Ober-Muli, jetzt neu beim LT Rheinhessen-Pfalz: Hans-Jürgen Bentz

Schöne Kulisse in KiBo

Vorjahreszweite Anna Kusch kam wenigstens zum Zugucken an die Strecke

Daniela Strasser und Michael Heidich

M75er Friedrich Hinkel

Marie-Luise Bayer in Begleitung des Besenläufers

Die Walker hatten nur 5 km

Tim Könnel einsame Spitze

Florian Römer

Walker Oskar Held

1. M40 Markus Bokern

2. M30 Thomas Speicher

2. M40 Jürgen Kuby

2. M50 und Webmaster der LLG Wonnegau Hans-Willi Freiberger

Zweite Josefa Matheis

1. M55 Rainer Turma-Reuter

Dritte Tanja Truczyn

Oft mit der Kamera neben der Strecke, in KiBo selbst laufend: Frank Ferring (in blau)

1. MJU16 Marvin Gass (215)

2. WHK Angi Prabaender

3. W30 Johanna Jung

1. W55 Rosemarie Rzehak-Rohden

Gong statt Kuhglocke

2. W50 Ute Roessler

1. MJU18 Simon Raasch mit seinem Vereinskameraden Wolfgang Lohr

2. MJU20 Niklas Schwarz

3. W40 Manuela Kiefer

Isabel Mertel steht versehentlich als Mann in der Ergebnisliste, hinter ihr 3. W50 Anette-Judith Scholl

Belustigte Zuschauerin über Florian Lorenz‘ Anstrengung

2. M65 Rainer Hauer

Björn Fischer

2. MJU18 Sascha Wedekind

Josefa Matheis und Natascha Hartl Seite an Seite

1. M65 Gerhard Baus

Jörn Schlichting

Ralf Matheis fasst Wasser

Lars Grünkorn im grünen Shirt

Benjamin Staß

Oups.. das ging schief

1. W40 Ribana Bauser

Bloß nicht von der Fotografin beim Sitzen erwischen lassen: Sieger Tim Könnel

Läuferfest in der Residenzstadt

Kirchheimbolanden, 08. August 2015 – 65 Jahre alt wurde das Residenzfest in diesem Jahr, aber an Rente denkt in „KiBo“ noch lange keiner. „Mündig“ wurde dagegen der Residenzfestlauf, der immer am zweiten Samstag im August, dem Festsamstag in die Residenzstadt im Donnersbergkreis lockt. Zum 21. Mal ließ die LLG Wonnegau dort die Puppen tanzen oder besser: laufen.

Um 17.45 h werden die Kleinen auf eine 800 m lange Runde geschickt, eine Viertelstunde später beginnt der Auftakt zur Sommerlaufserie der LLG, die Großen haben 10 km, verteilt auf vier Runden vor sich. Die Strecke hat es durchaus in sich, über 10 km kommen über 150 Höhenmeter zusammen.

Aufgrund der anhaltenden Hitze war die Zahl der Voranmeldungen nicht überragend. Da es aber am Lauftag diesig wurde und Wind aufkam, kamen doch noch viele Kurzentschlossene nach Kirchheimbolanden. Die Parkplatzsituation ist hervorragend, ein viergeschossiges kostenloses Innenstadtparkplatz liegt direkt an der Laufstrecke und auch vorm Parkhaus gibt es noch größere Parkflächen. Für die Startnummernausgabe halten ein Pavillon und ein paar Biergarnituren her, die auch ratzfatz wieder abgebaut sind. Für die Versorgung der Läufer steht das Residenzfest zur Verfügung, in dessen Rahmen auch die Siegerehrung stattfindet. Das ist einerseits gut für die LLG, weil es die Zeit der Helfer übersichtlicher hält. Andererseits spült so eine Kuchentheke üblicherweise auch recht viel Geld in die Vereinskassen. Ohne die Sponsoren bliebe für den Verein bei der Sommerlaufserie nicht viel übrig.

Obwohl erst um 17.45 h der Startschuß für die Kids fiel, scharrten die ersten schon eine Viertelstunde vorher unterm Oberen Torturm, von wo aus sie auf ihre Runde geschickt wurden, mit dem Füssen. Die jüngste Teilnehmerin, Felicitas Kohl, war gerade mal Jahrgang 2013. Sie brauchte, senkrecht gehalten wohl von ihrem Vater, 5:26 min. Ihre drei Brüder Jakob, Anton und Oskar waren auch auf der Strecke. Bei dem Kleeblatt steht „Nairobi“ als Wohnort, die Jungs trugen auch Shirts mit der Aufschrift „Kenya“. Die ältesten Bambini waren 10 Jahre älter. Max Klein aus Horchheim war mit seinen 10 Jahren der Schnellste auf der Strecke. Ihn trennten aber nur 3/100 von seinem direkten Verfolger, dem ein Jahr jüngeren Hannes Ebener (TSG Eisenberg). Die beiden waren 2:11,2 bzw. 2:11,5 min unterwegs. Tjark Mawede (Jhg. 2004) komplettierte nach 2:17,5 min das Treppchen, wiederum 3/10 vor Jakob Lommel (SV Gauersheim).

Paula Ebener (TSG Eisenberg) hatte keine gleichschnelle Gegnerin, sie konnte bei den Mädchen den ersten Platz erlaufen, brauchte dafür 2:27 min und ließ nur 10 Jungs den Vortritt. Elena Matheis blieb 12 Sekunden dahinter. Die fast 8jährige war schon einen Tag vor ihrer Geburt beim Residenzfestlauf, damals stand Mutter Josefa hochschwanger an der Strecke, um ihren Mann Ralf anzufeuern. Anna-Lena Ullrich (LLG Landstuhl, 2:50 min) war die Dritte im geehrten Bunde.

Da bei den Erwachsenen nicht, wie in den vergangenen Jahren, überraschend ein Läufer der erweiterten deutschen Spitze nachgemeldet hatte, war der Weg frei für den schnellen jungen Heltersberger Tim Könnel. Wie immer wurde der Mainzer Medizinstudent begleitet von seinen Eltern Carolyn und Michael. Vom Start weg nahm er das Heft in die Hand, anfangs war ihm noch der Bingener Triathlet Janeck Taplan auf den Fersen, der dann aber ganz schnell abreißen lassen mußte und letztlich auf Platz 6 als Sieger der M30 einlief. Tim zog einsam seine Runden und Überrundungen, sein Führungsradler war angesichts des Streckenprofils desöfteren zu weit vor ihm, so daß sich gerissene Lücken durchaus wieder schließen konnten, bis Tim rangelaufen war. Nach 33:42 min blieb die Uhr für ihn stehen.

Hinter ihm lieferten sich Max Kirschbaum, der im elterlichen Autohaus in Eisenberg arbeitet, aber in Otterberg wohnt, und Tom Heuer ein heißes Rennen. „Ich glaube, Tom hat’s letztlich verloren, weil er bei den Überrundungen immer den weiteren Weg gegangen ist“ mutmaßte Trailspezialist Kirschbaum. Er war eigentlich nur nach Kibo gekommen, um den fünften Lauf für die Laufladencupwertung unter Dach und Fach zu bringen. Nach dem Zieleinlauf zog es ihn direkt in die Südpfalz, wo Christian Beck zu einem Skyrace auf kurzer Strecke mit offenem Ende eingeladen hatte.

Tom Heuer arbeitet bei Borg Warner in Kibo und wohnt mit seiner Frau Michelle und bald auch dem sich ankündigenden Nachwuchs in Jakobsweiler, einer der 15 Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden. Mit seiner Platzierung war er zufrieden, mit der Zeit (35:23 min und damit 14 Sekunden hinter Kirschbaum) haderte er ein bißchen. Insgeheim hatte er mit einer 34er Zeit spekuliert. Er weiß aber durchaus selbstkritisch, daß er mit ein bißchen Tempotraining vielleicht bessere Karten gehabt hätte.

Ein Duell lieferten sich auch Natascha Hartl und Josefa Matheis. War die 27jährige Heltersbergerin in der ersten Runde noch vor ihrer 22 Jahre älteren Konkurrentin, liefen die beiden später Seite an Seite. Am letzten Gefälle konnte Josefa Natascha nicht mehr folgen, die längeren Beine der ehemaligen Boxerin gaben den Ausschlag, sie gewann in 40:20 min. Josefa tat es ihrer kleinen Tochter gleich und belegte mit 40:35 min Platz 2.

Tanja Truczyn kam nach 42:55 min als Dritte ins Ziel.

Anna Kusch, im Vorjahr mit 40:28 min Zweite vor Josefa Matheis, wurde am Streckenrand gesichtet. Für sie stand nach dem Abendsportfest in Pfungstadt am Mittwoch sonntags noch ein Triathlon auf dem Programm, so daß sie auf eine Teilnahme verzichtete.

Der älteste Teilnehmer war Klaus Wehowsky. Orgaleiter Erich Siegmund hatte den Stammgast mit Startnummer 1 ins Rennen geschickt. Der 81jährige Lambsheimer zeigte so manch Jüngerem, was eine Harke ist. Mit 53:15 min Laufzeit ließ er 66 LäuferInnen hinter sich.

Und dann waren da noch Christian Boelitz und Luigi Ganso, der eigentlich auch Christian heißt. Die beiden starteten für den Verein "Las Dannstadt" und wenn man weiß, daß sie von Haus aus Pokerspieler sind, kann man auch die Brücke zu "Las Vegas" schlagen. Offenbar brauchen die beiden Ausgleich zum Sitzhobby am Kartentisch. Sie beendeten das Rennen als 70. und 192.

Last but noch least wagten sich 9 WalkerInnen an die 5 km, die für sie ausgeschrieben waren. Roland Ehad (TSG Eisenberg, 36:38 min) und Gudrun Bless (LT Rheinhessen-Pfalz, 37:39 min) waren die schnellsten.

Gegen 20.30 h verabschiedeten Erich Siegmund und Stadtbürgermeister Klaus Hartmüller die Läufer. Leider hatten sich überraschend viele der Platzierten schon aus dem Staub gemacht, das Siegerpodest war bei vielen Altersklassen erstaunlich leer. Das hat es in Kibo früher genauso wenig gegeben wie Läufergruppen, die den deutlich Schnelleren vor allem am Engpaß im Park so wenig Platz machten, daß diese teilweise sogar fast stehen bleiben mußten, um sich ein Durchkommen zu verschaffen.

Der zweite Lauf zur dreiteiligen Sommerlaufserie der LLG ist der Weinstraßenlauf von Bockenheim nach Kirchheim, der traditionell am autofreien Weinstraßenlauf am letzten Sonntag im August stattfindet – diesmal also am 30. August.


Ergebnisse: www.br-timing.de


Kossmann Laufdesign