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Deutsche Meisterschaften 10 km Bad Liebenzell

[eingestellt am 07. September 2015]

By: Heike Klein

Erste Kurve nach 200 Metern mit Arne Gabius (292), Philipp Pflieger(163), Ejup Solomun (459) Musa Roba-Kinkal (300)

die Spitzengruppe in Runde eins

eine Verfolgergruppe mit Jonas Lehmann (367) und Florian Röser (44). Lehmann wurde 37., Röser lief in der U 23 auf Rang 13

die Läufer aufgereiht auf der Perlenschnur durch Bad Liebenzell

Runde zwei: ein Quartett mit dem späteren Dritten Amanal Petros (verdeckt), Gabius, Pflieger und Seboka

Taher Belkorchi, M 23, Platz 6

Jonas Lehmann, Rang 37,

Dominik Fabianowski, Platz 49

Rund 200 Meter nach dem Start der Frauen und Altersklasse ab M 50: mit Sabrina Mockenhaupt (377), Matthias Koch (605) AK Sieger M 50, Franziska Reng (169 Gesamt-Fünfte und Zweite AK U 23), der Drittplatzierten und Siegerin in der AK U 23 Alina Reh (481), und der späteren Siegerin Fate Tola Geleto (301)

ein bunt gemischtes Feld im Lauf der Männer ab AK 50 und der Frauen

nach der ersten Runde bereits sicher vorne: Fate Tola Geleto

die Verfolgergruppe mit Mela Yisak Geleta (im Ziel Platz sieben),

Sabrina Mockenhaupt und Simret Restle-Apel (nach zehn Kilometern auf Rang vier), sowie Alina Reh

Reinmund Hobmaier (176), Platz zwei AK 50 im Gleichschritt mit Hans Joachim Hermann, Rang drei

Steffi Volke (174), Rang eins W 35, Julia Galuschka (159), Platz 2;

Klaus Ziller(479),Harald Stiehle (611)

Beim Zieleinlauf in 33:19, Sieger AK 50, Matthias Koch

gleich zweimal spielte der Musikverein Bad Liebenzell die Nationalhymne: einmal vor der Siegerehrung für die Männer, später für die Damen.

Auf Platz eins der U 23-Mannschaftswertung: das Team LG-Region Karlsruhe mit Jan Lucas Becker, Felix Wammertsberger und Frederick Unewisse vor LG Telis Finanz Regensburg mit Simon Boch, Tom Rmdane Cherif und Sebastian Viehbeck

Die Siebtplatzierte Yisak Melat Kejeta und Luigi De Franceschi (544). Er läuft auf Platz vier der AK M 50,

Melina Tränkle läuft auf Rang acht in den Zielkorridor

Ertappt? Der Deutsche Meister im 10 Kilometer Straßen Lauf, Arne Gabius, hat alle Hände voll zu tun. Aber die Kuchenstücke teilt er später gerecht am Tisch.

Arne Gabius im Gespräch mit Laufticker-Mitarbeiterin Heike Klein. "Für Gabi hab ich immer Zeit", meinte er, als er um ein paar Sätze gebeten wurde.

Das "Treppchen" der AK W 45: Siegerin Mareike Ressing (Bottrop), Zweite Josefa Matheis (Eisenberg), Platz drei für Vera Martens (Wiesbaden)

3 unter 29

Bad Liebenzell, 06. September 2015 - Am Sonntag zeigte sich Bad Liebenzell am Rande des Schwarzwalds bei den Deutschen Meisterschaften im zehn Kilometer Straßenlauf von seiner lieblichsten Seite. Die einige Tage zuvor angekündigten Regentropfen blieben aus. Zwar war es herbstlich kühl, aber ab und zu zeigte sich die Sonne. Vor allem nachdem die Läufer alle im Ziel waren, zogen die Wolken ab und ließen die Sonnenstrahlen durch. Nur das Tagesprogramm von Arne Gabius wurde etwas verzögert, weil es doch ein paar Minuten länger dauerte, bis alle Ergebnisse bearbeitet waren. Der 34Jährige wollte möglichst schnell Richtung Stuttgart zurück, um nach einem kleinen Mittagsschlaf noch „22 Kilometer medium“ zu laufen.

Gabius zeigte im Männerlauf ein kontrolliertes Rennen. Er lief im Trio mit Amanal Petros und Philipp Pflieger. Petros (28:49 Minuten) und Pflieger (28:54) liefen in Gabius Sog zu neuen Bestzeiten. Gabius Zeit von 28:44 Minuten hatte dabei für den Mediziner eher weniger Aussagekraft. „Ich bin in einer Dauermüdigkeit. Das ist normal als Marathon-Vorbereitung auf Frankfurt“, erzählte er. Ein bisschen irritierten ihn die Kilometermarken. „Sie stimmten nicht ganz, denn irgendwie kam mir Kilometer drei mit 3:06 zu langsam vor.“ Vor elf Jahren, erinnerte sich Gabius, habe er hier schon einmal gewonnen. Damals in 29:30 Minuten. „Eine schnelle Strecke. Es hat Spaß gemacht, das Niveau war hoch, was die Zeiten beweisen“, so Gabius. Bei seinem zweiten Marathon am 25. Oktober in Frankfurt hat er sein Ziel abgesteckt: „Richtung 2:07 angehen, dann ist die Norm für die Olympischen Spiele von 2:12,15 Stunden drin.“ Und „nebenbei“ könnte dann auch ein neuer deutscher Rekord herausspringen.

Nicht alle indes waren mit ihren Zeiten und Platzierungen zufrieden. Es schien nur zwei Variationen zu geben. Entweder Top-Zeiten und Verbesserungen der bisherigen Eigenmarken, oder leichte bis schwere Enttäuschung, dass die eigenen Vorsätze nicht verwirklicht werden konnten. Ein  Beispiel: die Läufer der LG Region Karlsruhe, die von Trainer Günter Scheefer im Vorjahr zu mehreren Medaillen gecoacht wurden. Diesmal sprang der Sieg in der Mannschaftswertung der U 23 sowie die Bronze Medaille im Männer-Team heraus. Großen Anteil daran hatten Jan-Lucas Becker und Felix Wammetsberger mit  Steigerungen um rund eine Minute. Weniger gut lief es dagegen bei Frederick Unewisse, der sich mit Magenproblemen für die Mannschaft ins Ziel rettete.

 Ein riesiges Kuchenbuffet, unterhaltsame Blasmusik und sogar einmal richtig viele Toiletten sorgten indes für gute Rahmenbedingungen. Allerdings wurde die Beschilderung Richtung Kurhaus dazu erst relativ spät angebracht und so gab es wie so oft zunächst einige Staus bei den Toiletten.  Sogar die Nationalhymne ertönte zweimal vor den Siegerehrungen, jeweils für Frauen und Männer. Die Frauen starteten im gemischten Feld mit den Männer-Altersklassen ab M 50. Hier ging die Rechnung von Sabrina Mockenhaupt und Alina Reh nicht ganz auf, der Favoritin Fate Tola näher auf die Pelle zu rücken. Fate Tola setzte sich gleich in der ersten Runde ab und lief in 31:56 Minuten 63 Sekunden vor Mockenhaupt ins Ziel. Alina Reh wurde in 33:35 Dritte. Mockenhaupt: „Den Sieg von Fate habe ich erwartet. Aber vier Monate nach meiner OP bin ich top zufrieden. Heute habe ich einen guten Schritt gehabt, obwohl ich dann alleine unterwegs war.“ Ihre Ziele: demnächst einen Herbstmarathon laufen, „wo steht noch nicht fest“. Glücklich über Platz drei, aber nicht zufrieden mit ihrer Zeit war Alina Reh. „Ein bisschen bin ich enttäuscht, es hätte vielleicht schon eine 32 sein sollen. Aber die Saison war lang mit vielen harten Läufen. Es hieß vorher die Strecke sei leicht, aber für eine gute Zeit war es für mich doch nicht so einfach.“ Die Siegerin Fate Tola Geleto freute sich über eine neue Bestzeit. „Die Zuschauer waren wunderbar“, strahlte sie. Und ihr Trainer Bernd Gröger (LG Braunschweig) ergänzte: „Es läuft gut in der Vorbereitung auf den Berlin Marathon.“ Und bei der Siegerehrung musste „Mocki“ noch einiges los werden: „Ich freue mich, dass Alina da war. Aber die Berichterstattung nach dem Duell über 5000 Meter, das Alina gewonnen hatte, war nicht ganz in Ordnung. Dort von „Wachablösung“ zu sprechen, war etwas überzogen. Man muss sagen, ich habe mich getraut, ich war auch heute da. Vor zwei Monaten hatte ich nur 35 Minuten gelaufen über zehn Kilometer.“

Ergebnisse über www.leichtathletik.de oder www.laufen.de


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