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Leben an der Seite eines Leistungssportlers - Robert Steinruck

[eingestellt am 17. September 2015]

By: Gabi Gründling

Foto privat

Es ist sicher nicht immer einfach – das Leben an der Seite eines Leistungssportlers. Wir wollen mit dieser kleinen Reihe versuchen, Euch einen Einblick zu geben. Wir haben dazu je einen Läufer und eine Läuferin aus dem Amateurbereich und dem Profibereich ausgesucht, deren PartnerInnen sich zu einem Gespräch bereit erklärt haben. 

Das vierte und vorläufig letzte Interview habe ich mit Robert Steinruck geführt. Der 26jährige ist seit 5 ½ Jahren der Mann an der Seite von Katharina Heinig. Damit hat er nicht nur eine Lebensgefährtin, die leistungssportlich unterwegs ist – bekanntermaßen dreht sich ja auch bei „Kathas“ Eltern Katrin und Wolfgang Heinig beruflich alles um den Laufsport.

Kennengelernt haben sich die beiden, die auf den Tag genau ½ Jahr auseinander sind, im Studium. Sie verabredeten sich zum Laufen und seitdem laufen sie Seite an Seite durchs Leben. Obwohl Laufen jetzt nicht gerade die Lieblingssportart von Robert ist. Lieber geht er ins Fitneßstudio zum Krafttraining.

Da Katharina mehrfach im Jahr wochenlang in Sachen Trainingslager unterwegs ist, läuft die Kommunikation in dieser Zeit über Skype und Internettelefonie. „Ohne das Internet wäre es deutlich schwieriger“ ist er sich sicher. Auch daß Robert im Dreischichtdienst arbeitet, kommt den beiden entgegen. So haben sie an den Tagen, an denen er Nacht- oder Spätschicht hat, oft mehr Zeit miteinander als ein Paar, in dem der/die Zweite einem geregelten Job nachgeht. Außerdem kann er auch schon mal Schichten tauschen, um sich an Katharinas Trainingsrhythmus anzupassen. Sein Jahresurlaub geht dann schon dafür drauf, mit seiner Lebensgefährtin ins Trainingslager zu fliegen. Gemeinsamer Urlaub frei vom strukturieren Trainingsalltag ist selten. Robert gibt zu, daß ihm das manchmal schon schwer fällt. „Der Sport hat immer Vorrang – aber der Sport ist eben ihr Job und nicht nur ein Hobby.“

Wenn die beiden in der gemeinsamen Freizeit aktiv sind, dann gehen sie ganz gerne mal in die Halle klettern. Früher haben sie sich auch mit Freunden zu „pen and paper“ getroffen, aber dazu kamen sie nun schon länger nicht mehr.

Zu ihren Wettkämpfen begleitet er sie als seelisch-moralischer Beistand am Streckenrand. Fahrradbetreuung o.ä. lehnt seine Freundin kategorisch ab.


Kossmann Laufdesign