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17. Theodor-Heuss-Lauf Brackenheim

[eingestellt am 21. September 2015]

By: Jochen Höschele

Der Startschuss ist gefallen

2. Marco Lack (91), 10. Daniel Betz (408) und der Sieger, Florian Röser (126), gleich vorneweg

Gesamtdritte wird Mel Marganus aus Mannheim (99) in 43:33 min; dahinter mit der (423) der M50-Sieger Klaus Löffler (37:47 min)

Ute Conrad (33) vom Lauftreff Pfaffenhofen wird Zweite der W55 in 58:49 min

Die Statue des Namensgebers steht am Beginn der Fußgängerzone in Brackenheim und verfolgt das Geschehen

Florian Röser, Sieger des 17. Theodor-Heuss-Laufes

Timo Striegel (Physio Extrem) wird Dritter in 36:01 min

Marcel Ganszky belegt den vierten Platz in 36:58 min

5. Sven Kübler vor 6. Klaus Löffler, so blieb es auch bis zum Schluss

Igor Schiffner (138) wird Neunter und siegt in der M45 in 39:12 min, Jürgen Netzlaff (110) ist vier Sekunden schneller und gewinnt die M40, während Jochen Keppler (81) Achter wird und 39:06 min benötigt

Bettina Englisch, die strahlende Siegerin über 10km in 40:21 min

Marcel Heinz (66) und M45-Zweiter Siegfried Veil in der Brackenheimer Fußgängerzone

Der „Unterländer Ausreißer“ Michael Schöttle (143) und Oliver Hafner (386) von den „Lucky Runners“. Der Lucky Runner entwischt dem Ausreißer um eine knappe Minute, 42:13 zu 43:05 min

Noch ist die spätere Dritte, Mel Marganus (99) vor Tessa Götz (58). Im Ziel liegt Götz um eine Nasenlänge vorne und wird mit einer Sekunde Vorsprung nach 43:32 min Zweite

Nicole Friedrich aus Brackenheim gewinnt in ihrer Heimatstadt die W40 und kommt nach 43:58 min auf Gesamtplatz fünf

Joachim Schestag (430) und Steffen Krieg (89)

Sylwia Zakrzewski kommt auf Platz zwei der W40 nach 46:41 min

Hohes Verkehrsaufkommen in der Brackenheimer Fußgängerzone

Licht und Schatten in Brackenheim. Klar erkennbar dennoch: Die Trendfarbe, zumindest bei den Männern ist eindeutig grün! Das zeigt auch Brackenheims Bürgermeister Rolf Kieser (6), der nicht nur über 5km, sondern auch über 10km teilnahm und mit 50:32 min Platz 5 in der M60 belegte

Maria Brockhausen-Halder lässt sich nur wenig mehr als 45 Minuten Zeit, um die W50 zu gewinnen

Jessica Blech, Siegerin der weiblichen Jugend in 45:59 min und Gesamtsiebte

Bernhard Braun vom TSV Knittlingen hat noch Kraft, um zu winken

Adriana Matthes und Bernhard Meile von den Schunk Speedys laufen beide 52:27 min

Otto Müller (107) vom TSV Talheim ist schnellster der M70 in 53:48 min

Ronald Piaskowski benötigt samt Babyjogger 64 Minuten für die zehn Kilometer

Florian Röser (TV Konstanz) mit klarem Vorsprung etwa zwei Kilometer vor dem Ziel, das er nach 33:18 min erreicht

Marco Lack (Schunk Speedys), Zweiter in sehr guten 34:12 min

Vorsicht, hier kommen Läufer von links und von rechts!

Das Führungsfahrzeug hat einen Elektroantrieb

Timo Striegel (Physio Extrem) läuft in 36:01 min auf den Bronzerang

Bernd Laumann (Challenge Heilbronn) wird in 39:58 min Zweiter der M50 und Gesamtelfter

M50-Sieger Klaus Löffler strebt dem Ziel entgegen, während Bettina Englisch und Steffen Claus (im Hintergrund) noch eine Runde durch das Wohngebiet drehen müssen

Bettina Englisch, dicht gefolgt von Steffen Claus

Läufer-Begegnungsverkehr mit genügend Platz für eventuelle Überholmanöver

M45-Dritter Bernd Schäfer läuft nach 41:22 min durchs Ziel

Niklas Hinze vom SC Oberes Zabergäu war mit Jahrgang 2004 jüngster Teilnehmer des Hauptlaufes und wurde in 47:53 min Erster seiner Altersklasse und Gesamt-74.

M60-Zweiter Günter Leitner (96) schaut prüfend auf die Uhr, während W45-Siegerin Heike Bentz (22) mit 48:00 min zwar fünf Sekunden langsamer ist, dafür aber stilsicher die passende Uhr zur pinkfarbenen Bekleidung trägt

Die überaus eifrigen Helfer an den Verpflegungsstellen werden auch immer jünger….

W50-Dritte Birgit Burrer genehmigt sich einen Schluck

Die fleißigen Helferlein und die emsigen Läuferlein in Aktion

Zu Gast bei „Papa Heuss“

Brackenheim, den 19. September 2015 – Wer sich etwas für Politik oder noch genauer, für politische Historie interessiert und obendrein noch Baden-Württemberger ist, der dürfte wissen, dass Theodor Heuss in Brackenheim geboren wurde. Der Mann, der von 1949 bis 1959 erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland war, erblickte im Jahre 1884, am 31. Januar, in Brackenheim unweit von Heilbronn das Licht der Welt. Doch nicht nur für ihren größten politischen Sohn ist die 15000 Einwohner zählende Kleinstadt bekannt. Auch als größte Weinbaugemeinde Württembergs hat sie einen ausgezeichneten Ruf unter Weinliebhabern. Besonders Rotwein wird in und um Brackenheim in großer Menge angebaut, ideale Bedingungen bringen Spitzenweine hervor und unter den Anbaugebieten des roten Rebensaftes steht Brackenheim mit seinen Ortsteilen sogar an erster Stelle in ganz Deutschland. Bereits mehr als 1200 Jahre lang wird hier gelesen und gekeltert, und auch in diesem Jahr wird aufgrund der vielen Sonnenstunden ein ausgezeichneter Jahrgang erwartet.

Dass in Brackenheim aber nicht nur in den Weinbergen Außergewöhnliches heranreift, war am Samstagabend anlässlich des 17. Theodor-Heuss-Laufes zu sehen.

Zwar nahmen, über alle Wettbewerbe betrachtet (Bambini-, Kindergarten-, Schüler-, Jedermann- und Hauptlauf), mit insgesamt gut 650 Sportlern deutlich weniger als erhofft teil. Gerade bei den Schülern und Kindern war doch ein erheblicher Rückgang gegenüber dem üblichen Termin im Juli, kurz vor den Ferien, zu verzeichnen. Die Verschiebung um zwei Monate war durch die Sanierungsarbeiten am Stadion erforderlich geworden. Diese sind abgeschlossen, ganz im Gegensatz zu den Bauarbeiten an den Durchfahrtsstraßen in Brackenheim. Die Läufer blieben davon jedoch beinahe gänzlich verschont, außer der geringfügigen Verlegung der Startlinie konnten sie „ihren“ üblichen Kurs laufen, vorbildlich durch Absperrbänder und Streckenposten gesichert. Mehr als 30 zusätzliche Schilder hatte der Bauhof aufstellen lassen, für die Autofahrer ist Brackenheim derzeit kein Vergnügen – für die Läufer war es das am Samstagnachmittag und Abend sehr wohl. Für die Teilnehmer des Hauptlaufes erfolgte der Startschuss auf der Schießrainstraße in Sichtweite des Stadions, welches man nach einer Runde durchlief um alsbald die zweite (mit der ersten identische) Schleife durch Brackenheim anzugehen. Selbst in der Streckenführung scheint sich weinbergtypisches wiederzufinden – es geht bergauf und bergab, mehrfach um enge Kurven herum und auch durch eine Unterführung hindurch. Das kostet Zeit und Kraft, ein einfacher Kurs ist jener in Brackenheim jedenfalls nicht und flach schon gar nicht. Umso beachtlicher die Siegerzeiten von Bettina Englisch (40:21 min) und Florian Röser (33:18 min). Englisch, deren Absicht es ist, den „Zabergäu-Cup“ für sich zu entscheiden, zeigte sich auch durchaus zufrieden mit ihrer Leistung. „Obwohl ich diese Zwei-Runden-Kurse eigentlich nicht so sehr mag, hat’s mir doch gut gefallen hier. Es standen viele Bekannte an der Strecke, die mich angefeuert haben und es macht dann Spaß, an denen ein zweites Mal vorbeizukommen. Da geht die Strecke auch viel schneller vorbei.“ Auch Florian Röser, der Sieger bei den Männern, stufte die Strecke als „ganz schön schwierig“ ein. Der Sohn des WG-Vorstandes Thilo Heuft kennt jedoch die Gegend um Brackenheim wie seine Westentasche, stammt er doch aus dem benachbarten Neckarwestheim. Gelaufen ist er jedoch im Trikot des TV Konstanz, an der Uni am Bodensee studiert er nämlich Wirtschaftswissenschaften, ist aber regelmäßig auf „Heimatbesuch“. „Erstmals unter 34 Minuten“, das fand er schon sehr erfreulich, zumal seine unmittelbare Vorbereitung von einem kleineren Missgeschick geprägt war. „Die vergangenen beiden Wochen war ich durch Rückenprobleme beeinträchtigt, weil ich mich beim Aufstehen aus dem Bett verrenkt habe“. Doch mit so einem überzeugenden Sieg vor Marco Lack (Schunk Speedys; 34:12 min) und Timo Striegel (Physio Extrem, 36:01 min) lässt es sich darüber schon wieder herzlich schmunzeln.

Bettina Englisch, ihres Zeichens ebenfalls eine Lokalmatadorin aus Stockheim, sieht sich gut gerüstet für das Projekt „unter drei“, das sie beim diesjährigen Bottwartal-Marathon in Angriff nehmen möchte. Nach dem Gewinn beim Heilbronner „Trollinger-Marathon“ wäre das das Sahnehäubchen auf eine bis dato perfekte Saison. Sie lag mit deutlichem Vorsprung vor Tessa Götz (Sportteam Andi Wenz; 43:32 min) und der Mannheimerin Mel Marganus (43:33 min) und gewann ebenso souverän den Zabergäu-Cup. Alle drei Läufe des Cups, die absolviert werden müssen, um in die Wertung zu kommen, hat die 36jährige gewonnen – den in Pfaffenhofen ebenso wie jenen in Nordheim und eben jetzt in Brackenheim. „Da bin dann auch ich ausnahmsweise mal zufrieden“, meinte sie abschließend noch mit einem Lächeln.

Beim sogenannten „Jedermann-Lauf“ über 5km lief Sophia Doll (24:12 min) am schnellsten, gefolgt von Cornelia Durst (SV Leingarten; 24:27 min) und Corinna Krieger (TSV Botenheim; 24:33 min). Den Männersieg sicherte sich Dustin Uhlig (Tri-Team Heuchelberg) in 17:23 min vor Jeremy Bensz (TSG 1845 Heilbronn) in 17:50 min und Sven Kratochwil vom Team AR Sport, der 17:55 min benötigte.

Für die Teilnehmer, denen Zeiten und Platzierungen weniger wichtig sind, war die Reise zum abschließenden Lauf des Zabergäu-Cups dennoch eine lohnenswerte: Jeder, der am Theodor-Heuss-Lauf teilnahm, konnte sich nicht nur über ein T-Shirt in modischem Grün freuen, sondern erhielt auch gleich mehrere Gutscheine über diejenigen Produkte, die die Weinbauregion so prägen: Eine Flasche Wein war ebenso im Startgeld enthalten wie 2,5kg Äpfel und 5kg Kartoffeln. Wer bei solchen Verlockungen nächstes Jahr noch widerstehen kann, den lockt wohl gar nichts aus der Reserve….

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.theodor-heuss-lauf.de


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