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22. Tübinger ERBE-Lauf

[eingestellt am 21. September 2015]

By: hahnertwins

Dieter Baumann in Aktion

Schülerläufe

Wer ist der Schnellste?

Elite-Athleten-Präsentation

Start Hauptlauf

Sub 50min Läufer

Platz 1-4 der Männer

Schnellster Deutsche Martin Grau

Platz 1 und 3 der Frauen

Platz 2 Gesa Krause

Lisa Hahner mit Männern

Anna Hahner in Innenstadt

Läuft bei dir

Tübingen, 20.09.2015 - „Läuft bei dir.“ Ein in der Jugend häufig verwendeter Ausdruck wurde auch vom Tübinger Bürgermeister Boris Palmer bei der Pressekonferenz vor dem ERBE-Lauf zitiert. Das bedeute so viel wie „das machst du gut zurzeit“. Und gut laufen sollte es heute für ihn auch im wörtlichen Sinne, denn auch der Bürgermeister schnürte an diesem Sonntag die Laufschuhe. Um 11:30 Uhr ging er im B-Lauf an die Startlinie. Unter eine Stunde bleiben, war das angekündigte Ziel, das er mit seiner Zeit von 53:58 min klar erreichte. Drei Runden gilt es beim 10km-Lauf zu absolvieren mit einer Höhendifferenz von je 55m. Nach dem Startschuss laufen die Läufer auf der Startgeraden zunächst leicht bergauf in die Innenstadt, dann geht es hoch, runter, durch einen Tunnel, durch den Park, wieder den Berg hinauf und abschüssig auf der späteren Zielgeraden und nach einer engen Linkskurve folgt die zweite Runde. 

Vor den Erwachsenen wurden bereits die Schüler auf die Strecke geschickt. Ab 10:10Uhr ging es für den Läufernachwuchs von der Altersklasse U10 bis U16 von der Mensa in der Wilhelmstraße mit 180°Wende bis zur Neuen Aula auf einer 800m bzw. 1600m-Runde. Dann folgte um 11:30Uhr der langsamere der beiden Hauptläufe. 

Schneller ging es im A-Lauf zur Sache. Hier laufen die Elite-Athleten und jeder, der die 10km schneller als 50min laufen kann. Als eine besondere Perle im gut besetzten Frauenfeld kündigte die für die Elite-Athleten zuständige Isabell Baumann Gesa Felicitas Krause an. Krause gewann in diesem Jahr bei den Weltmeisterschaften in Peking sensationell die Bronzemedaille über 3000m Hindernis. Der Lauf in Tübingen war der letzte Wettkampf vor dem wohlverdienten Urlaub. „Es war super schön, die Saison hier vor heimischem Publikum zu beenden. Die 10km sind eine ungewohnte Distanz für mich gewesen, doch ich fand die Strecke echt schön und es hat mir Spaß gemacht“, erzählte die Frankfurterin hinterher bei der Siegerehrung. In flotten 33:48min musste sie sich um nur drei Sekunden der Kenianerin Margaret Muringi geschlagen geben. „Ich dachte ich könnte sie auf der Zielgeraden noch abfangen. Am Ende hat es nicht mehr ganz gereicht“, berichtete Gesa, die trotzdem zufrieden mit ihrem Abschluss ihrer herausragenden Saison war.

Dritte Frau wurde die mehrfache Tübinger Stadtlauf-Siegerin Simret Restle-Apel (34:07min, PSV GW Kassel). Für Lisa Hahner (run2sky.com) stand ein Doppelbelastungswochenende an. Nach ihrem vierten Platz am Tag zuvor beim Greifensee Halbmarathon (1:17:22h), lief sie auch in Tübingen als Vierte über die Ziellinie (34:45min). Ihre Zwillingsschwester Anna lief den Lauf in Vorbereitung auf den Berlin Marathon in einer Woche gesteigert. „Ich bin mich mit 40min länger als normal eingelaufen und habe in jeder der drei Runden mein Tempo gesteigert. Die Stimmung an der Strecke war wieder richtig toll.“

Bei den Männern wurden die ersten vier Plätze von Kenianern belegt. Bernard Matheka gewann überlegen und mit einer sehr starken Zeit in 28:54min. Zweiter wurde Patrick Kiprono Kimeli (29:28min) vor Fredrick Kipchumba Ngeny (29:37min) und Philipp Kiptoo Rutto (30:49min). Dahinter folgte der schnellste Deutsche Martin Grau (LSC Höchstadt), der aktuelle Deutsche Meister im 3000m Hindernis-Lauf. „Ich komme gerade aus meiner Saisonpause und wollte mal schauen was heute geht“, erklärte Grau nach dem Rennen. Und die Beine liefen sehr gut. Mit 32:11min stellte er sogar eine neue 10km Straßenbestzeit auf und konnte sich um vier Sekunden vor dem schnellsten Tübinger Lorenz Baum durchsetzen.

Der ERBE-Lauf wurde wieder von Studierenden des Instituts für Sportwissenschaft aus den Bachelorstudiengänge organisiert. Unterstützt werden die Studenten vom Dozenten Andreas Dietrich, von Marc Oßwald und dem Olympiasieger Dieter Baumann. Baumann sorgte nicht nur für einen reibungslosen Ablauf, sondern er feuerte die Läufer auch auf der Strecke an. Genauso wie die insgesamt drei Moderatoren. So wurden die vielen Zuschauer stets informiert und unterhalten und die Läufer motiviert und nach vorne getrieben. Geehrt wurden nicht nur die zehn schnellsten Männer und Frauen des Tages, sondern auch das größte Team, eine Firmenwertung mit den vier schnellsten Läufern sowie eine Universitätsinterne Teamwertung. 

Nach einem regenreichen ERBE-Lauf 2014 zeigte sich in diesem Jahr das Wetter von seiner besten Seite. Blauer Himmel, ein paar Wolken und angenehme 16°C. Perfektes Wetter für Läufer, Zuschauer und für den gleichzeitig stattfindenden Umbrisch-Provenzalischen Markt. Der Duft von Crèpes und anderen Köstlichkeiten wehte den Läufern bereits während des Laufes um die Nase, hinterher konnten sie sich die Belohnung direkt am Stand holen. Um 14Uhr wurden die Straßen dann schließlich wieder für die Autos freigegeben. Eine tolle Veranstaltung, die definitiv Lust auf den 23. Tübinger ERBE-Lauf im nächsten Jahr macht.

 

Link zu den Ergebnissen


Kossmann Laufdesign