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6. KuSuH 100

[eingestellt am 30. September 2015]

By: Jochen Höschele

Fotos: Jochen Höschele und Monika Bäuerlein

Typische KuSuH-Impression: Wald, Wiesen und Felder

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Nicht immer waren die Wege als solche so gut erkennbar wie hier

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Über Stock und Stein ging’s beim KusuH

Nachfüllmöglichkeit am Brunnen

Und da müssen wir hoch?

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Der höchste Punkt der Strecke ist am Baiselsberg (472m) nach gut einem Viertel der gesamten Distanz erreicht, was nicht nur Petra Scheunemann freut

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Eine von gleich mehreren Flussdurchquerungen des KuSuH. Hier müht sich Wolfgang Reiter, während Sigrid Kirschenbühler die Sache noch beobachtet

Stefan Lang, Sigrid Kirschenbühler und Wolfgang Reiter: „So, das wäre geschafft – sind die Fotos auch was geworden?“

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Die Vierbeiner am Wegesrand beobachten das Geschehen aufmerksam

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Die „Wand“ kurz vor der VP in Sternenfels (Meile 52)

Die Siegerin Gela Höfle und Dieter Gerstner am dritten Verpflegungspunkt nach 34,7 Meilen und gut acht Stunden Laufzeit

Inge van Bergen aus Holland, die hier am dritten Verpflegungspunkt zunächst einmal ihren drop bag auf Brauchbares untersucht, läuft nach 30:09 h in Oberderdingen ins Ziel ein

An den Verpflegungsstellen war das Angebot an Speis und Trank riesengroß und breit gefächert

Die letzten Meter auf dem Weg zum VP 3, ausnahmsweise auf Asphalt, für Anke Drescher. Sie beendet den Lauf nach 30:38 h auf Platz 4 der Frauen

Zeit für ein Schwätzchen muss auch sein – auf dem Weg zu VP 3 nach gut 34 Meilen

Monika Bäuerlein, die später leider aussteigen musste, eilt hinunter zu VP 3. Im Hintergrund Torsten Riemer, der bei der vierten Teilnahme am KuSuH zum vierten Mal ins Ziel kam, dieses Jahr in 30:41 h ins Ziel

Typisches KuSuH-Teilstück kurz vor VP 4 nach 44 Meilen

Hans Machnik, zum zweiten Mal dabei und zum zweiten Mal im Ziel

Christoph Hoffmann (links) und Frank Beutel machen nach 44 Meilen mal ein Päuschen

Siegerin Gela Höfle nimmt einen großen Schluck, während Sohnemann David zuerst kritisch dreinschaut…

….sich dann aber doch ein Grinsen nicht verkneifen kann

Die VP 4 befand sich windgeschützt in einer Scheune

Stille Beobachter

Daniel Fritz aus Österreich lag lange Zeit in Führung und wurde mit 22:17 h nur knapp geschlagen Zweiter

Jürgen Dulkies wurde, wie so viele, ein Opfer seines Magens

Jeder hat so sein Geheimrezept, was auf so langen Strecken am besten verträglich ist

Gespräch an der Verpflegungsstelle 4 nach 44 Meilen. Der weit vorne liegende Thibaud Clipet gibt hier mit muskulären Problemen auf

Nawid Wuttke wird Gesamtdritter in 26:23 h

Das Fohlen war sehr interessiert am Renngeschehen

Vorräte auffüllen, ehe es weitergeht zur nächsten, knapp neun Meilen entfernten VP 5

Vorjahressieger Gernot Helferich (links) wird Sechster in 28:32 h, der Sieger von 2011, Anton Kraft, kommt nach 27:36 h als Fünfter ins Ziel

Anton Kraft

Dieter Gerstner beendet seine KuSuH-Premiere nach 30:03 h

Ein Engel für Angela: Angelo betreut Angela (Höfle), die Siegerin des KuSuH 2015

Auffüllen, plaudern, essen, trinken, stricken…..was man und frau alles so an einer Verpflegungsstelle machen kann

Inge van Bergen und Stefan Leitmann erreichen VP 4 in Gündelbach

Anke Drescher an der Verpflegungsstelle nach 44 Meilen noch topfit

Björn Ewald sortiert erst einmal den Inhalt seines drop bags, ehe es weitergeht

Anke Drescher hat die kürzesten Standzeiten an den Verpflegungsstellen und begibt sich schon auf den Weiterweg in Richtung Sternenfels

Sigrid Kirschenbühler wird am Ende Zweite in 29:45 h, Wolfgang Reiter braucht mit 30:09 h etwas länger

Stefan Lang dreht auf der zweiten Hälfte richtig auf und beendet den KuSuH nach 26:35 h auf Platz vier

Frank Beutel ist nach 44 Meilen noch guter Dinge….

….ebenso wie Peter Toobe, der älteste Finisher des KuSuH

Gemeinsam im Ziel, und das schon zum sechsten Mal beim sechsten Start: Peter Toobe (links) und Frank Beutel in 31:42 h

Lob und Tadel gab’s für den KuSuH-Chef Wolfgang Höfle (links) gleich nach dem Zieleinlauf von Peter Toobe. Frank Beutel hört sich das in aller Ruhe an

Michael Lenz (links) läuft gemeinsam mit seinem Neffen Björn Ewald nach 31:48 h ins Ziel ein

Ganz locker auf Platz zwei: Der Vorarlberger Daniel Fritz mit einer überzeugenden Vorstellung in 22:17 h

Der Sieger des KuSuH 2015 heißt, wie schon im Jahr 2013, Hanns-Jörg Fleischer. Nach 21:55 h läutete er die Finisherglocke

Habe fertig!

Geburtstagskind Nicole Frenzl und ihr Edelhase Michael Beckmann schaffen es beide noch im Zeitlimit von 33 Stunden. Nicole läuft 32:22 h und kommt damit 22 Minuten vor Michael an

Siegerehrung im Clubheim

Wolfgang Höfle trägt das Finishershirt 2015, Michael Beckmann bekommt den Pokal für den letzten Finisher

Nicole Frenzl freut sich über ihr Geburtstagsgeschenk: Das Erreichen des Ziels beim KuSuH 2015 im Zeitlimit!

Der Renndirektor mit einem der drei Läufer, die bei allen KuSuHs im Ziel waren: Dieter Ehrenberger

Anke Drescher scheint sich diebisch über ihren ersten KuSuH zu freuen

Gernot Helferich war in etwa so schnell wie im Vorjahr, aber „nur“ Sechster in 28:32 h

Die Sieger präsentieren ihre Trophäen: Gela Höfle und Hanns-Jörg Fleischer

Abwechslungsreich, anspruchsvoll, außergewöhnlich - "Triple A" für den KuSuH

Oberderdingen, den 26. September 2015 – In der Finanzwelt vergeben Ratingagenturen krisengeschüttelten und finanzkräftigen Staaten Buchstaben, die deren Bonität widerspiegeln (sollen). Würde dieses Prinzip auf den KuSuH angewendet und würde man anstelle der Finanzkraft beispielsweise Originalität und Ursprünglichkeit der Streckenführung beurteilen, käme wohl ein in Finanzkreisen äußerst begehrtes „Triple A“ heraus. Beim Briefing am Freitag Abend hatte Wolfgang Höfle, Chef und „Erfinder“ des KuSuH, schon eindringlich vor allem die elf Neulinge darauf hingewiesen, dass sie sich auf einen Lauf einstellen sollten, der „außergewöhnlich, anspruchsvoll und abwechslungsreich“ sei. Auch diese drei Attribute, die den KuSuH sehr treffend beschreiben, eint der gemeinsame Anfangsbuchstabe A. Also wiederum ein dreifaches „A“, ein Triple A eben.

Das ist keinesfalls übertrieben – freilich kann es der KuSuH beispielsweise in Sachen technische Schwierigkeiten und Länge der An- und Abstiege nicht mit 100 Meilenläufen in alpinem Gelände aufnehmen. Dennoch schlagen in der Summe ungefähr 5000 positive Höhenmeter auf den einhundert Meilen zu Buche, und auch die wollen erst einmal bewältigt werden. Ein ständiges Auf und Ab ist quasi zwingend notwendig, um auf diese stattliche Anzahl an Höhenmetern zu kommen. Die Differenz zwischen dem höchsten und tiefsten Punkt ist nicht schwindelerregend, ist doch der Baiselsberg als „höchster Gipfel“ keine 500 Meter hoch. Doch die Wegbeschaffenheit und die natürlichen Hindernisse in Form von rutschigen Rinnen und steilen Böschungen sorgen für die Würze und ein eher erschwertes Vorankommen. Zeiten und Platzierungen sind eher relativ beim KuSuH, was auch dadurch schon dokumentiert wird, dass Wolfgang Höfle ihn als Lauf und nicht etwa als Rennen bezeichnet. Oder, um in der englischen Terminologie zu bleiben – es handelt sich um einen „run“ und nicht um ein „race“.

Was in der Vergangenheit schon Tradition besaß, wurde beim KuSuH 2015 fortgesetzt und gepflegt – die gewissermaßen liebevoll hergerichteten und teils „handgepflegten“ Trails, die bewährten neun Verpflegungsstellen, an denen sich die seit den Anfängen des KuSuH meistens dieselben Helferteams befinden. Eine weitere Tradition ist die der jährlichen Änderung der Laufrichtung. In ungeraden Jahren wie diesem wird im Uhrzeigersinn gelaufen, in den geraden Jahren (wie bei der Premiere) jedoch gegen den Uhrzeigersinn. Einfach ist es weder „rechtsherum“ noch „linksherum“, doch die Tücken des Laufens „clockwise“ wie dieses Jahr bestehen darin, dass das erste Streckendrittel durch viele Höhenmeter, viel unwegsames Gelände, Matsch, Wiesen und Bäche aufweist. Mehr noch als sonst ist also Vorsicht geboten, will man nicht schon vorzeitig entkräftet das Handtuch werfen müssen.

So viel zur Theorie. Dass bei einem Hundertmeilenlauf viel passieren kann, was noch nicht einmal mit der Streckenbeschaffenheit und den darin begründeten Schwierigkeiten zusammenhängt, mussten einige KuSuH-Teilnehmer am Wochenende schmerzlich erfahren. So wurden einige der Protagonisten sehr frühzeitig schon von Magen-Darm-Problemen heimgesucht. Krisenmanagement gehört zwar unbedingt zum Repertoire eines erfahrenen Ultraläufers, doch ein „Durchhangeln“ ist kaum möglich, wenn Nahrungsaufnahme unmöglich ist. Über kurz oder lang fehlt dann auch schlicht die Energie, sich vorwärts zu bewegen, und sei es auch noch so langsam. 33 Stunden hat das Gros des Feldes, um 100 Meilen zurückzulegen. Läufer jenseits des 60. Lebensjahres bekommen beim KuSuH eine, Läufer über 65 Jahre gar zwei Stunden mehr Zeit. Das bedeutet bei einer Startzeit um 6 Uhr früh am Samstag, dass der Zielschluss für die älteren Teilnehmer erst am Sonntag um 17 Uhr war. Eines vorweg: So spät wurde es bei keinem. Diejenigen, die das Ziel erreichten (immerhin 22 von 34 Gestarteten), schafften dies auch im „regulären“ Limit von 33 Stunden. Dass dabei sechs der sieben angetretenen Frauen das Ziel erreichten, spricht für das schwache Geschlecht, bei den Männern war die Ausfallquote dementsprechend höher – nur 16 von 27 kamen durch.

Auch wenn beim KuSuH weniger die Hatz nach Minuten und Sekunden im Vordergrund steht, so gibt es natürlich dennoch Sieger und Platzierte. Dass dann gerade die Ehefrau des Organisators, Gela Höfle, die Trophäe in der Form eines Grabsteins mit nach Hause nehmen durfte, passte ins Bild. „Sie hat schon vorher gesagt, als wir die Steine bei unserem Steinmetz abgeholt haben, dass ihr dieser Stein so gut gefällt, dass sie ihn gerne haben möchte“, so der KuSuH-Chef vor der Siegerehrung. Geschenkt wurde Gela Höfle der Sieg nicht, sie musste sich gegen starke weibliche Konkurrenz durchsetzen und siegte dann letztlich deutlich in 27:55 h. Als zweite Frau lief mit Sigrid Kirschenbühler ebenfalls eine „Einheimische“ noch unter 30 h (29:45 h) ein, ehe die Niederländerin Inge van Bergen um 12:09 Uhr am Stadion in Oberderdingen, dem Start- und Endpunkt des Laufes, ankam.

Entgegen der sonstigen Tradition, nach der alle gemeinsam um sechs Uhr starten, gab es in diesem Jahr die Möglichkeit eines Starts um acht Uhr. Das war natürlich nur etwas für die „schnellen Hirsche“, denen dann noch 31 Stunden bis zum Zielschluss übrigblieben. Thibaud Clipet, ein in Karlsruhe ansässiger Franzose, der 2013 schon einmal am KuSuH teilgenommen hatte sowie der KuSuH-Debütant Daniel Fritz aus dem Montafon (Österreich) machten von dieser Option Gebrauch. Sie waren es auch, die dem großen Feld der „Frühstarter“ hinterher jagten und hatten die etwas Langsameren der ersten Startgruppe bereits an der ersten Verpflegungsstelle nach 14 Meilen eingeholt. Der heißeste Anwärter auf den Gesamtsieg, Hanns-Jörg Fleischer, hatte es vorgezogen, in der frühen Gruppe zu starten und war somit quasi ein Gejagter. Die Verfolger wussten immer um ihren Rückstand, während Fleischer nur zwei Mal während des Rennens über die Konkurrenz informiert wurde. Clipet war es, der nach knapp 40 Meilen, zwischen Ensingen und Gündelbach, die Segel streichen musste. Er hatte muskuläre Probleme und konnte nur noch gehen, das Aus war somit unvermeidlich. Erst recht im Hinblick auf die Teilnahme an der „Diagonale des Fous“ auf Réunion, an der er Mitte Oktober teilnehmen wird. Fortan schlug sich der Vorarlberger Daniel Fritz alleine, noch mit Tipps von Thibaud Clipet für die bevorstehenden 56 Meilen versorgt, durch. Er hatte nach 44 Meilen bei VP 4 bereits das gesamte vor ihm liegende Feld der 6 Uhr-Starter ein- und überholt. Bis auf einen. Der Pforzheimer Hanns-Jörg Fleischer, Sieger 2013 und auch schon das vierte Mal beim KuSuH dabei, mit besten Streckenkenntnissen ausgestattet, lag noch mehr als eine Stunde vor ihm, aber nur aufgrund des früheren Starts. In der Folge entwickelte sich ein spannender Zweikampf und es sah lange Zeit nach dem ersten Sieg eines Ausländers beim KuSuH aus. Noch an der letzten Verpflegungsstelle, knapp zehn Meilen vor dem Ziel in Oberderdingen, lag der 37jährige Österreicher vorne. Doch auf der letzten Etappe musste auch er der Anstrengung eines 100 Meilenlaufes Tribut zollen. Er verlief sich mehrfach und sah vor lauter Übermüdung weiße Hirsche. Anrufe beim Orga-Chef Wolfgang Höfle brachten ihn zwar wieder auf die rechte Bahn, doch ging einiges an Zeit verloren. Zeit, die Hanns-Jörg Fleischer gutmachte. Sein Rückstand war im Verlaufe der Nacht von ursprünglich über einer Stunde auf 40 Minuten geschrumpft, so dass er auf dem letzten Teilstück einfach alles auf eine Karte setzte und attackierte. Um 3:55 Uhr läutete er die Glocke, die das Erreichen des Ziels signalisierte und von da an begann das Zittern. Würde es reichen oder war Daniel Fritz doch in der Lage, seinen immer noch beträchtlichen Vorsprung bis ins Ziel zu verteidigen? Um 6:17 Uhr überquerte Fritz die Ziellinie am Oberderdinger Sportgelände und damit stand fest, dass es erstmals einen Läufer gab, der den KuSuH zwei Mal gewinnen konnte: Hanns-Jörg Fleischer triumphierte, wie vor zwei Jahren (damals 19:53 h) im Uhrzeigersinn. Das überraschte selbst den 46jährigen Pforzheimer, der aufgrund des früheren Start sowieso sein eigenes Rennen gelaufen war. „Am Ende waren die Beine dann schon richtig müde, als ich versucht habe, noch einmal alles herauszuholen. Mir kam sicherlich auch entgegen, dass ich die Strecke gut kenne und wusste, welche Schwierigkeiten auf der zweiten Hälfte noch lauern. Außerdem habe ich mich dieses Jahr auf den KuSuH konzentriert und keinerlei langen Wettkämpfe in der Vorbereitung bestritten, vielleicht war das der Schlüssel zum Sieg.“ Der zweitplatzierte Daniel Fritz haderte keineswegs sondern freute sich, dass es ihm „die ganze Zeit super gegangen“ sei. „Ich habe mich bis zum Schluss super gefühlt, nur die Verlaufer zum Schluss waren natürlich etwas schade. Insgesamt ein toller Lauf, ich bin mit meinem Ergebnis und dem Erlebnis sehr glücklich. Mein Erfahrungsschatz auf dieser langen Strecke ist ja noch nicht so groß, und ich wollte nur einen besseren Hundertmeiler abliefern als bei meiner Premiere.“ Das ist ihm mit Sicherheit gelungen, und insofern brauchte er sich auch keinerlei Vorwürfe zu machen ob des knapp entgangenen Sieges. 2013 war es, als er im schwedischen Täby auf einem 10-Meilen-Rundkurs 18:33 h für die 100 Meilen benötigte. Diese Runde war aber, im Gegensatz zu der durch den Kraichgau, den Stromberg und Heuchelberg (deren Anfangsbuchstaben dann das Wort „KuSuH“ ergeben), annähernd flach. Relativ weit hinter Fleischer und Fritz kam mit Nawid Wuttke ebenfalls ein KuSuH-Premierenstarter in 26:23 h auf Platz drei. Der 31jährige aus der Nähe von Wiesloch ist ein ausgewiesener Trailläufer, der bereits seinen zweiten Hundertmeiler 2015 absolvierte. Der KuSuH war jedoch sein erster in Deutschland und auch sein langsamster – in Vermont 2014 sowie im Januar beim „Rocky Raccoon“ in Texas war er jeweils schneller.

Die Siegerin der Frauen, Gela Höfle, hat mittlerweile bereits vier der sechs Auflagen des KuSuH erfolgreich bestritten (2011, 2012, 2014 und dieses Jahr), doch noch nie stand sie ganz oben auf dem Treppchen. „Ich hab’ das noch gar nicht realisiert, das kommt erst morgen“, war sie nach der „durchlaufenen“ Nacht noch nicht in der Lage, die Ereignisse wirklich vollständig zu erfassen. Nach einem eher durchwachsenen Jahr mit einem DNF beim „Chiemgauer 100“ ein schöner Erfolg für die Oberderdingerin, die in der Vorbereitung so manchen Trainingslauf mit ihren Männern auf der Strecke absolviert hat. Was sich, wie man sieht, ausgezahlt hat.

Im Rahmen der Siegerehrung, bei der alle Teilnehmer geehrt werden, kündigte Wolfgang Höfle auch einschneidende Veränderungen für das kommende Jahr an, ohne jedoch allzu sehr ins Detail zu gehen. Nur soviel verriet er: Es wird einen 100 Meilenlauf geben, die Strecke bleibt bestehen und auch Start und Ziel werden wie bisher am Sportgelände des SV Oberderdingen sein. Mehr, so sagte er, wird ab Dezember auf der Homepage des KuSuH zu lesen sein und die Anmeldung wird wieder, wie es guter Brauch ist, Anfang Februar erfolgen – per Postkarte, auch das hat Tradition.

Einen neuen Namen wird es geben für den 100 Meilenlauf im nächsten Jahr, und das, obwohl der KuSuH sich in der Trailszene in der kurzen Zeit seines Bestehens einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet hat. Das liegt zum einen an den von Wolfgang Höfle eingangs erwähnten drei „A“, aber auch an dem ganzen Drumherum. Schon beim Briefing und dem Frühstück am Lauftag fühlt man sich wie in einer großen Familie, und die meisten gehen wehmütig auseinander, wenn am Sonntag Nachmittag dann die Zeit des Abschieds gekommen ist. Verabschieden müssen wir uns also auch vom „KuSuH“ alter Prägung, doch bange muss einem nicht sein um einen einzigartigen Hundertmeilenlauf im Südwesten Deutschlands. Denn auch wenn der KuSuH in seiner jetzigen Form keine Wiederauflage erleben wird, darf man gespannt sein, was sich Wolfgang Höfle für das nächste Jahr hat einfallen lassen.

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.kusuh.de 


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