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30. Hardtwaldlauf Karlsruhe

[eingestellt am 12. Oktober 2015]

By: Saskia Helfenfinger-Jeck

Alles ist vorbereitet für die Siegerehrung am Mittag.

Fünf-Kilometer-Sieger Christoph Kessler von der LG Region Karlsruhe

Holger Körner (LG Region Karlsruhe) wird Zweiter über fünf Kilometer.

Platz fünf für Max Schmid (LG Region Karlsruhe)

Die 15-jährige Celine Kistner (LG Hardt) gewinnt die fünf Kilometer.

Saskia Helfenfinger-Jeck (ESV Ludwigshafen) wird Zweite und gewinnt die VDES-Wertung.

Sprint auf den letzten Metern

Celine Schneider (DB AG/VDES) beißt und wird Zweite bei den VDES-Meisterschaften.

Gleich im Ziel

Joe Hubschneider, Jahrgang 2005, läuft unter 25 Minuten.

Die Startnummer macht sich selbstständig.

Die Fünf-Kilometer-Läufer am Verpflegungsstand.

Lange, flache und asphaltierte Waldpassagen sind ideal für Bestzeitenjäger.

Die Ruhe vor dem Sturm. Warten auf Frederik Unewisse und alle anderen Zehn-Kilometer-Läufer.

Frederik Unewisse fliegt ins Stadion.

Felix Wammetsberger sichert sich Rang zwei.

Kibron Isaac wird Dritter.

Christoph Hakenes vom Rechnungshof Karlsruhe schrammt knapp am Podium vorbei.

Joshua Klein erreicht als Sechster das Ziel.

Allesandro Collerone läuft beim PSD-Laufcup unter die Top-Fünf.

Der Japaner Kazuyoshi Uruga mischt vorne mit.

Kampf um Platz eins und zwei bei den Frauen: Noch liegt Lena Schneider deutlich vorn. Am Ende trennen sie und Latifa Schuster nur eine Sekunde.

Latifa Schuster mit starkem Finish.

Sarah Hettich wird Dritte.

Martin Jeck aus Ludwigshafen läuft Bestzeit und wird Zweiter in der VDES-Wertung.

Sonja Deiß aus Bad Dürkheim wenige Meter vor dem Ziel.

Ziel

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Mit der Mama dem Ziel entgegen.

Die Pfälzer Flitzer tanken Kohlenhydrate.

Festlich dekorierte Tafeln

Der Nachwuchs über 400 Meter

Energisch dem Ziel entgegen

Ludwig Hinz aus Karlsruhe läuft als 569. ins Ziel.

Die 800-Meter-Läufer

Frederik Unewisse - wer auch sonst?

Karlsruhe, 11. Oktober 2015 - Frederik Unewisse - wer auch sonst sollte die 30. Auflage des Hardtwaldlaufes in Karlsruhe gewinnen? Der Schützling von Günther Scheefer lief ein einsames Rennen durch das ehemals markgräfliche Jagdrevier – begleitet vom Führungsfahrrad – und überquerte nach starken 31:15 Minuten die Ziellinie auf dem Sportplatz des MTV Karlsruhe. Damit sicherte er sich zudem souverän den Gesamtsieg im PSD Lauf-Cup und strich 300 Euro Prämie ein.

Ein packendes Duell lieferten sich bei den Frauen Lokalmatadorin Lena Schmidt von der veranstaltenden LSG Karlsruhe und die für den französischen Klub ASL Robertsau startende Latifa Schuster. Schuster flog in ihrem pinkfarbenen Outfit auf den letzten Metern noch bedrohlich nah heran. Schmidt aber rettete einen knappen Vorsprung ins Ziel. 37:21 zu 37:22 Minuten – so knapp war es in der Vergangenheit schon lange nicht mehr.

Schuster durfte sich aber dennoch freuen, denn sie gewann die Gesamtwertung im PSD-Laufcup und ist damit um 300 Euro reicher. Bis zu den Rängen fünf gab es übrigens Bares in der Cupwertung zu gewinnen. 300 – 250 – 200 – 150 und 100 Euro wurden für die Plätze eins bis fünf ausgelobt. Auch die Altersklassensieger und -platzierten wurden reich beschenkt. Tankgutscheine über 75, 50 und 25 Euro winkten den Schnellsten von der Jugend bis zur Altersklasse 75. Die PSD Bank Karlsruhe-Neustadt als Hauptsponsor ließ sich wahrlich nicht lumpen. In die Wertung kam, wer mindestens vier der ausgeschriebenen sieben Läufer absolviert hatte. 2014 gehörten der 38. Rhein-Volkslauf in Maximiliansau, der 44. Lokalmatador-Frühlingslauf in St. Leon-Rot, der Südpfalzlauf in Rülzheim, der 5. Queichtallauf in Zeiskam, der 13. Weiherer Hardtseelauf in Ubstadt-Weiher, der 10. Hambrücker Lußhardtlauf in Hambrücken und last but not least der 30. PSD Bank Hardtwaldlauf in Karlsruhe dazu. Da es aber heuer in Weiher zu Komplikationen kam (die Streckenmarkierungen dort wurden von einigen Teilnehmern übersehen), entschieden sich die Cup-Veranstalter dazu, dass zwar die Teilnahme an vier Veranstaltungen erforderlich war, aber in die Schlusswertung nur die drei besten Ergebnisse einfließen sollten. Hinter Unewisse belegte sein Vereinskollege von der LG Region Karlsruhe, Felix Wammetsberger Platz zwei. Joshua Klein auf Rang drei in der Gesamtwertung des PSD-Laufcups komplettierte das erfolgreiche Abschneiden der Athleten der LG Region Karlsruhe. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Tim Weber (SV Oberkollbach) und Allessandro Collerone (Sparda-Team Rehberghausen). Hinter Frauensiegerin Schuster und der Gesamt-Zweiten Schmidt schaffte Natascha Bischoff (LSG Karlsruhe) den Sprung aufs Podium. Birgit Bodirksy (TSV 05 Rot) und Sonja Deiß (LC Bad Dürkheim) freuten sich über die Prämien für die Plätze vier und fünf.

Zurück zum Hardtwaldlauf: Fast 700 Starter – verteilt auf die Strecken 5 und 10 Kilometer sowie auf die beiden Kinderläufe über 400 und 800 Meter – standen am Sonntagmorgen im Hardtwald an der Startlinie. Dabei boten sich ideale Läuferbedingungen. Kühle, aber dennoch angenehme Temperaturen und ein schneller Untergrund luden zur Bestzeitenjagd ein. „Was wollt ihr laufen? 14 oder 15 Minuten?“, fragte LSG-Vorsitzender Norbert Wein die beiden Fünf-Kilometer-Favoriten Christoph Kessler und Holger Körner (LG Region Karlsruhe) am Start mit einem Augenzwinkern. „Am liebsten 13“, konterten die beiden lachend. Das Duo war deutlich schneller unterwegs als 2014. Kessler, der deutsche Vizemeister über 800 Meter der U23, sprengte das Feld der 155 Fünf-Kilometer-Läufer früh. In 15:57 Minuten hatte er einen deutlichen Vorsprung auf Holger Körner (17:08 Minuten) und Norbert Schneider (DB AG/VDES/17:31 Minuten). Schneider sicherte sich damit souverän den Titel bei den offenen Bezirksmeisterschaften des Verbandes Deutscher Eisenbahnersportvereine, die in den Hardtwaldlauf eingebettet waren.

Teilnahmeberechtigt an den Meisterschaften sind Athleten der Deutschen Bahn, deren Beteiligungsgesellschaften, der betrieblichen Sozialeinrichtungen, des Bundeseisenbahnvermögens sowie ESV-Mitglieder. Schnellste Frau über die fünf Kilometer war Celine Kistner, das 15-jährige Talent von der LG Hardt. Sie lief in 19:11 Minuten einen deutlichen Sieg heraus. Die 24 Jahre ältere Saskia Helfenfinger-Jeck verwies in 20:38 Minuten die deutlich jüngere Konkurrenz auf die weiteren Plätze. Helfenfinger-Jeck vom ESV Ludwigshafen gewann damit zudem die Wertung des VDES. Aufs Podium kam auch noch Sophie Schreckenberger (TuS Neureut) in 20:55 Minuten. Die Streckenrekorde allerdings blieben sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen unangetastet. Dies galt auch für die zehn Kilometer.

Obwohl Unewisse als Sieger starke 31:15 Minuten lief, erreichte er die Zeit des Ludwigshafeners Thomas Greger von 29:52 Minuten aus dem Jahr 1996 nicht. Unewisse gewann im vergangenen Jahr den Hardtwaldlauf noch in 33:03 Minuten, heuer suchte er sein Heil in der Flucht und ließ der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Teamkollege Felix Wammetsberger finishte mit gehörigem Abstand in 32:58 Minuten auf Platz zwei. Zwölf Sekunden später erreichte der Eritreer Kibron Isaac (Schwetzingen) das Zeitnahmemobil von Bernd Rollar. Norbert Schneider konnte nach seinem VDES-Titel über fünf Kilometer auch über zehn Kilometer jubeln. Er verwies den Ludwigshafener Martin Jeck, der im Trikot des ESV Ludwigshafen erstmals unter 39 Minuten blieb, auf Platz zwei.

Bei den Frauen sprang hinter Schmidt und Schuster Sarah Hettich (LG Region Karlsruhe) in exakt 38:00 Minuten noch aufs Podium. „Ja! Unter 41 Minuten“, jubelte die Pfälzerin Sonja Deiß (LC Bad Dürkheim), die mit Bruder Jens im Gepäck am frühen Morgen nach Karlsruhe angereist war und über den fünften Rang bei den Frauen und den Altersklassensieg in der W35 strahlte. Am Samstag wird sie noch beim Bad Dürkheimer Berglauf an der Startlinie stehen. Am kommenden Sonntag macht sie sich dann auf den Weg nach Dubai, um beim World Airline Road Race über fünf und zehn Kilometer an den Start zu gehen. „Da wird wegen der Temperaturen bereits morgens ums sechs Uhr gestartet“, erzählte die 37-Jährige Dackenheimerin, im Übrigen auch eine starke Sommerbiathletin.

Fazit: Der Hardtwaldlauf ist bestens und vor allem außerordentlich liebevoll organisiert. Die veranstaltende LSG Karlsruhe überrascht die Teilnehmer immer wieder mit klasse Goodie-Bags. In den vergangenen Jahren gab es beispielsweise Honig oder 2014 eine große Dose Müsli. Heuer durften sich Läufer über feingewalzte Dinkelnudeln, Nudelsoße, Weleda-Lotion und Duschgel freuen. Die Tische in der Halle sind allesamt wunderschön herbstlich dekoriert. Auch dies fällt wohl eher in die Kategorie „selten oder nie“.

Ergebnisse: www.br-timing.de


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