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2. Pfälzer Weinsteig 100 Meilen Ultratrail

[eingestellt am 19. Oktober 2015]

By: Gabi Gründling

Fotos: Gabi und Peter Gründling

Günther und Christine Bruhn beim vorabendlichen Briefing

Morgens um kurz vor 7 schon am Faß

Diesen Stein wollten freundliche Mitläufer René Strosny mit in den Rucksack geben, damit er nicht wieder so schnell vorneweg läuft

Letzte Vorbereitungen

.. und los geht’s…

Auf der Strecke

Gegenverkehr

Unbemannte Wasserstelle in Annweiler

Natürliche Wasserstelle

VP Dernbacher Haus

An der Landauer Hütte macht die Landau Running Company Party und Streckenposten

Pfälzer Sandwichberge

Am Orensfelsen

Erich Strack macht ein Fotopäuschen

René Strosny – schon bei km 11 zu schnell für die Fotografin

Paul Moog- lange Zweiter, am Ende Fünfter

Jens Lukas, Erich Strack und Roland Stulz gutgelaunt bei km 11

Michael Schmidt, Stefan Lang und Torsten Riemer

Jürgen Schwäger und Dieter Ehrenberger

Andreas Siebert, Frank Niklisch, Eva Schlüter und Ralf Ruppert

Frauenpower im Doppelpack: Petra Scheunemann und Monika Bäuerlein

Denis Thetmann und Constanze Escher

Karen Keller

Schilderwald in Dörrenbach

Bernd Rohrmann und Joachim Siller

Christine Schröder (rechts) hat ein Stück des Weges Gesellschaft von Bärbel Fischer

VP 1 Alte Kegelbahn in Klingenmünster

Sieger Roland Stulz ist guter Dinge

Essen und trinken hält Leib und Seele zusammen – Raimund Slabon braucht erstmal einen Kaffee

Trendiges Essen am VP: Chiapudding

Gerhard Zirker

Michael Schmidt

Gutgelaunter „Scheffe“ Günther Bruhn

Man nannte sie auch die „Altherrentruppe“: Raimund Slabon, Sven Winkelmann, Christoph Jantur, Andreas Weber und Stefan Beckmann blieben fast die gesamten 100 Meilen zusammen

Ausgebüchste Ziegenherde jagt Läuferherde

Paul Moog

Dritter Jens Lukas

An bemannten und unbemannten Versorgungsstellen fanden sich auch immer wieder Fans ein

Christine Bruhn

Auf diesem Stein an der Buschmühle habe ich Erich Strack letztes Jahr schon fotografiert

Nachschlag

Die Truppe von der Landau Running Company zog nachts von der Landauer Hütte ans Hambacher Schloß um

Jetzt kommt Leben in die Bude

Dieter Ladegast

Zeit für einen schnellen Espresso: Dieter Ehrenberger morgens in Bad Dürkheim

Thomas Strohmeyer

Frank Beutel hält kurz ein Schwätzchen mit Peter Gründling und Petra Holtmann-Wibberich

Die Truppe von VP 6: Christian Englert und Karin Schuler (vorne) werden von Georg und Astrid Starck (hinten) abgelöst

Timothy Scott

Eva Schlüter

Paparazzi lauern überall

Andächtig vorm Käsebrot: Andreas Siebert

Meditiert über einem Teller Nudeln: Torsten Riemer

Der neue VP in Laumersheim, im Vordergrund „Verursacher“ Bürgermeister Thomas Diehl

Zweiter René Strosny und Ehegespons Angela

Stefan Beckmann

Die obligatorische Sportplatzrunde

Ralf Ruppert

Jürgen Baumann

Dieter Ehrenberger

Fix und alle: Timothy Scott

VP-Reste

Melanie Arneth

Petra Scheunemann und Monika Bäuerlein

Paul Moog

Frank Beutel

Bei der Sportplatzumrundung ist auch eine Turneinlage erforderlich.

Frank Müller und René Spintler

Eva Schlüter und Roland Stulz

Michael Müller

… nochmal in voller Größe

Andreas Spieckermann hat noch jede Menge Power

Nur die Harten kommen in König Ludwigs Garten

Obersülzen, 18. Oktober 2015 – als sich König Ludwig I. Mitte des 19ten Jahrhunderts oberhalb von Edenkoben eine Sommerresidenz, das „Schloß Villa Ludwigshöhe“ baute, soll er auf einen Garten verzichtet haben, weil die ganze Umgebung des Schlosses ein wunderschöner Garten war. Das ist die Pfalz heute noch. Durch die guten klimatischen Bedingungen wachsen hier nicht nur Wein und Bäume sondern auch Feigen und Südfrüchte.

An der Grenze zu Frankreich steht in Schweigen-Rechtenbach das Deutsche Weintor als südliches Ende der Deutschen Weinstraße. Über etwas mehr als 80 km führt sie entlang des Pfälzerwaldes zum Haus der Weinstraße nach Bockenheim. Dieselben Orte sind auch Anfang und Ende des Pfälzer Weinsteigs. Dieser Prädikatswanderweg ist allerdings mit 170 km doppelt so lang wie die Weinstraße. Wie bei Wanderwegen dieses Kalibers üblich, berührt er immer wieder „die Zivilisation“, führt also auch durch diverse Dörfer und Städtchen. Ein guter Teil verläuft aber durch Wald und Flur, bergauf, bergab und über Stock und Stein. 152 km dieses Wanderwegs bilden die Grundlage des Pfälzer Weinsteig 100 Meilen Ultratrails, der in Schweigen gestartet wird. In Kleinkarlbach verläßt man den Weinsteig, ab hier heißt es, die restlichen 15 km den Asphalt des Eckbachmühlenwegs und von Wirtschaftswegen zu treten. Das Ziel der Laufveranstaltung ist der Sportplatz in Obersülzen. Christine und Günther Bruhn, die geistigen Eltern und Veranstalter des Ultratrails, wohnen im Nachbarort Laumersheim und haben mit dem TV Obersülzen einen Verein an ihrer Seite, der ihnen sein Gelände mit der ganzen Infrastruktur, die so eine Veranstaltung braucht, zur Verfügung stellt. Sporthalle für Übernachtung, Duschen, Toiletten. Musikanlage, Raum für Wettkampfbüro etc. und genügend Parkplätze sind auch vorhanden. Der Wirt der Vereinsgaststätte kümmert sich um das leibliche Wohl der Läufer und Helfer.

Christine und Günther holen sich die Genehmigungen sämtlicher Behörden, um den Lauf auch offiziell durchführen zu können, trotzdem nennen sie ihr „Kind“ Einladungslauf. Um sich auch vorbehalten zu können, Läufer abzulehnen, von denen sie befürchten, der Herausforderung 100 Meilen nicht gewachsen zu sein.

Nach dem Debut 2014 mit 35 Gästen wurden in diesem Jahr 50 Sportler eingeladen, sich der Herausforderung 100 Meilen zu stellen. Der 100 Meilen-Lauf kommt natürlich aus den USA, schwappte vor ein paar Jahren nach Deutschland und fast schien es, die 100 Meiler würden wie Pilze aus dem Boden schießen. In diesem Jahr gab es in Deutschland fünf davon, für 2016 stehen bisher sechs im Kalender – einschließlich der dritten Veranstaltung auf dem Pfälzer Weinsteig. Eigentlich ist die Pfalz ja gar nicht so bergig – möchte man meinen. Die Kalmit ist mit 672 m der höchste Berg des Pfälzerwaldes, der Weinsteig führt „natürlich“ auch über ihren Gipfel. Aber „auf und nieder immer wieder“ heißt es im Pfälzerwald, flache Streckenstücke sind selten. So kommen am Ende über die 100 Meilen verteilt über 5.500 Höhenmeter zusammen, die in maximal 34 Stunden zu schaffen waren.

2014 hatten die Läufer ein goldenes sonnig-warmes Oktoberwochenende erwischt, in diesem Jahr schickte Petrus dicke graue Wolken und kühle bis kalte Luft in König Ludwigs Garten. Nachts näherten sich die Temperaturen deutlich dem Gefrierpunkt, tagsüber wurden sie kaum zweistellig. Aber „Hauptsache kein Regen“ war das Motto des Wochenendes. Anfang der Woche hatten die Voraussagen noch ganz anders ausgesehen. Tatsächlich nieselte es am späten Samstagabend mal für ein paar Minuten, wider andere Befürchtungen verwandelte sich der Ultratrail nicht in eine Schlammschlacht.

Der Lauf setzt auf Teilautonomie. Unterwegs gibt es sechs Versorgungsstellen, die wohl keinen Wunsch offen lassen und zwischen diesen Posten immer noch eine unbemannte Getränkestelle, an denen in diesem Jahr Wasser, Orangensaft und Sportgetränk nachgetankt werden konnte. Dazu kamen in diesem Jahr noch zwei „illegale Versorgungsposten“. Läufer und Triathlet Philip Eisele wohnt im Neustadter Stadtteil Königsbach direkt an der Strecke und hatte schon 2014 direkt neben einer unbemannten Wasserstelle sein Hoftor geöffnet. Was damals als Überraschung auch für die Veranstalter daherkam, war in diesem Jahr im Vorfeld angekündigt. Genauso wie die Überraschungsparty in der Bruhnschen Wahlheimatgemeinde Laumersheim. Bürgermeister Thomas Diehl war schon im letzten Jahr begeistert von der Leistung der Athleten und wollte in diesem Jahr sein Scherflein zu deren Versorgung beitragen. Kurzerhand wurde die Strecke um ca. 2 km verlängert, damit auch Laumersheim angesteuert wurde. In einem eigens aufgebauten Zelt wurden die Läufer und deren Begleiter fürstlich bewirtet, sogar Glühwein stand auf der Getränkekarte.

René Strosny, der Bautzener, der seinen Senf inzwischen im hessischen Modautal dazu gibt, lief die Strecke vergangenes Jahr in 23:40 h- und das hatte schon kaum jemand vorher für möglich gehalten. Er entschied sich in diesem Jahr erst recht kurzfristig zur Titelverteidigung. Beim Briefing am Freitagabend war er der Meinung, eigentlich untrainiert an den Start zu gehen. Dennoch nahm er am nächsten Morgen das Heft gleich in die Hand und setzte sich sofort an die Spitze des Feldes. Diese Führung hielt 150 km, nachts um 3 Uhr erreichte er den letzten Versorgungsposten auf Burg Battenberg. Drei Minuten nach ihm tauchte plötzlich Roland Stulz auf, ein Mann, den vorher sicher keiner auf der Liste hatte. Der 39jährige ist ultratechnisch noch grün hinter den Ohren. Er hält zwar seit 2013 mit gut 75 km den Streckenrekord beim anspruchsvollen 6 h-Lauf in Kleinkarlbach, dem Ort, den er und seine Nachläufer direkt hinter Battenberg erreichen werden. Das war damals sein erster Lauf auf der Ultramarathondistanz. Der junge Familienvater muß sich seine Trainingszeit gut einteilen, auch 2014 startete er nur heimatnah beim Pfalztrail, wurde dort gleich Zweiter hinter Trailspezialist Max Kirschbaum. Zur Vorbereitung auf den Pfälzer Weinsteig versuchte er sich im Juni an alpinem Gelände, lief den wetterbedingt auf 90 km verkürzten Zugspitz Ultratrail, bei dem er das Ziel als 177ter erreichte. Auf das Abenteuer 100 Meilen hatte sich der Bürokaufmann aus Kirchheimbolanden gut vorbereitet. In den letzten Wochen war er am Wochenende regelmäßig zu 60 km-Läufen auf dem Weinsteig. Er fühlte sich „fit, aber sehr nervös“, was sich auch darin äußerte, daß er vergessen hatte, sich ein Laufshirt in die Tasche zu stecken und sich eines leihen mußte. Er hatte sich das Rennen gut eingeteilt, wirkte laut Aussage einer erfahrenen Betreuerin eines Konkurrenten an den Versorgungsstellen fokussiert und verlor auch nicht mehr Zeit als nötig, um sich zu versorgen. VP 6 verließ er zeitgleich mit Strosny, überholte ihn auf den ersten Metern Richtung Kleinkarlbach und stürmte talwärts. Auf den letzten Kilometern nahm er dem drei Jahre Älteren, der sich nicht mehr zur Wehr setzte, satte 22 Minuten ab. „Ich liebe Asphalt“ gab der strahlende Sieger später zu Protokoll – auf dem Eckbachmühlenweg konnte er nochmal richtig mit Spaß Tempo machen. 21:33 h nach dem Start unter dem Deutschen Weintor drehte er zu den Klängen von „Highway to hell“ die abschließende Sportplatzrunde. Die Läufer durften sich in diesem Jahr einen Titel wünschen, der dann während ihrer Ehrenrunde über die Lautsprecheranlage des TV Obersülzen abgespielt wurde.

René Strosny war mit 21:56 h auch noch fast zwei Stunden schneller als im letzten Jahr. Auch Jens Lukas schaffte die Strecke noch in Tagesfrist. Nach 23:50 h trug ihn, als Kontrastprogramm zum Siegertitel, ein langsamer Jazztitel über die Ziellinie. Der 49jährige Karlsruher erlebt gerade sowas wie einen zweiten Läuferfrühling. Als 24 h-Europameister und dreifacher Spartathlonsieger war er früher mehr der Mann für die flachen Strecken. Später entdeckte er seine Liebe zum Trail und wurde Zweiter beim Ultratrail du Mont Blanc 2007, im selben Jahr aber auch noch Vierter beim Spartathlon. In der Folge lief er schon Trail und Asphalt gemischt, bis ihn eine Haglund-Ferse zu einer längeren Laufpause zwang. Nach seinem 79ten Platz beim UTMB Ende August schickte er Günther Bruhn eine Mail „jetzt traue ich mir auch den Pfälzer Weinsteig zu“. Er kam, sah – und wurde Dritter. Seine Liebe zu den Pfälzer Bergen hat er mehr zufällig entdeckt – als sein Lieblingspfad, der Westweg quer durch den Schwarzwald vor einigen Jahren zu Ostern noch zugeschneit war und er sich für sein Training eine heimatnahe Alternative suchte.

Krankheits- und verletzungsbedingt hatten noch einige Läufer in den letzten Tagen die Segel gestrichen, so daß am Samstag um 7 Uhr 38 Männer und 6 Frauen zu den Klängen von Hubert von Goiserns „weit, weit weg“ Richtung Norden aufbrachen. Fünf Frauen mußten unterwegs aufhören, so daß nur Vorjahrssiegerin Eva Schlüter aus Hatzenbühl zu Fuß in Obersülzen ankam. Die 68erin war mit 30:23 h zwar knapp eine halbe Stunde langsamer als beim Wärmerennen des Vorjahres, aber das wurmte sie keineswegs. Im Frühjahr stand sie trainingstechnisch gut im Saft, im heißen Sommer 2015 ließ sie aber die Zügel schleifen und hatte danach „irgendwie den Faden verloren“. Selbstvertrauen für die 100 Meilen holte sie sich zwei Wochen zuvor bei ihrem ersten Rundenlauf auf der Kleinkarlbacher 6 h-Strecke. Im Gegensatz zu vielen anderen Läufern war sie nicht Teil einer Zweckgemeinschaft sondern lief ganz alleine durch die Nacht. Weil sie im letzten Jahr im Dunkeln mal unfreiwilligen Bodenkontakt hatte, wanderte sie in diesem Jahr nur stramm, das schien ihr sicherer.

Da die Strecke nicht extra für die Läufer markiert wird sondern nur die offizielle rot-weiße Wanderwegmarkierung und/oder ein GPS-Track zur Orientierung dienen, macht es vor allem im Dunkeln durchaus Sinn, sich mit anderen Läufern zusammen zu tun. Viele Augenpaare und viele Stirnlampen sehen einfach mehr als ein Paar Augen. Ralf Ruppert und Andreas Siebert hatten sich letztes Jahr auf dem Weinsteig kennengelernt, waren 100 Meilen zusammen unterwegs und auch in diesem Jahr paßte ihr Tempo wieder gut zusammen. Gemeinsam mit Torsten Riemer kamen sie nach 31:14 h in Obersülzen an. Knapp zwei Stunden vorher hatten sie sich in Battenberg nochmal ausführlich verpflegt – mit Käsebroten und kalten Nudeln.

Gar eine Fünfergruppe fand sich mit Sven Winkelmann, Raimund Slabon, Andreas Weber, Christoph Janthur und Stefan Beckmann. Gut gelaunt hatten sie 128 gemeinsame Kilometer. An den Versorgungsstellen in Neustadt (km 103) und Wachenheim (km 128) gönnten sie sich jeweils eine halbstündige Pause. Hinter Wachenheim zerfiel die Truppe in das Trio Winkelmann-Janthur-Beckmann und das Duo Slabon-Weber. Die drei Musketiere erreichten Obersülzen um 10:01 Uhr zur besten Frühstückszeit. Die beiden anderen brauchten 1:24 h länger.

Viel Zeit hat auch Paul Moog verloren. Der Franzose im Trikot der Landau Running Company lief zuerst hinter Strosny auf Rang 2, am zweiten VP am Dernbacher Haus hatte ihn Stulz eingeholt. Später konnte er einige Kilometer mit Jens Lukas gemeinsame Sache machen, bevor er diesen zwischen Neustadt und Wachenheim ziehen und sich wenig später auch noch vom Duo Stefan Lang/Michael Schmidt überholen lassen mußte. Der Abstand zum Tor des Geants war für ihn zu kurz, seine Beine waren „nicht gut“, daher wirkte er mit 26:35 h nicht wirklich unzufrieden.

René Spintler und Jürgen Schwäger hatten sich 2014 als Helfer verdungen und seinerzeit Blut geleckt. 2015 wollten sie, so machten sie schon vor Jahresfrist deutlich, selbst mitlaufen. Spintler entschloß sich, sein 100 Meilen-Debut auf den Berliner Mauerweglauf vorzuverlegen und eine Leistungsfähigkeit auf dem Weinsteig zu bestärken. Gemeinsam mit Frank Müller erreichte er Obersülzen nach 32:43 h. Müller war hier 2014 seinen ersten 100Meiler gelaufen und hat in diesem Jahr sogar schon den 320 km langen WiBoLT auf dem Rheinsteig geschafft. Jürgen Schwäger mußte nach 129 km in Königsbach ins Auto steigen. Der Geist war willig, aber das Fleisch war schwach, seine Beine waren wie Beton und wollten nicht weiter.

44 Läufer – 44 Geschichten. Genauso könnte man über die Helfer viele Geschichten erzählen. Wie zum Beispiel die von Christian Englert, der in der Pfälzer Laufszene vor allem durch seine Erfolge beim Berglauf bekannt ist. So gewann er 1998 und 1999 die ersten beiden Serien des Pfälzer Berglaufpokals. Aufgrund orthopädischer Probleme läuft er heute kaum noch, fährt viel Rad. Eigentlich hatte er sich, völlig ultra-unerfahren, für den 100Meiler 2015 angemeldet, mußte dann aber im Training einsehen, daß seine Beine die nötigen Trainingsumfänge nicht aushalten. Noch nicht wieder?! Jedenfalls meldete er sich als Helfer, übernahm mit seiner Freundin Karin Schuler eine von drei Schichten am VP in Battenberg und war ansonsten ab VP 3 an der Wappenschmiede in St. Martin teilweise mit dem Rad oder auch immer mal ein Stück als Begleitung eines Läufers zu Fuß auf der Strecke. Den Gedanken, diesen Lauf in „seinem“ Pfälzerwald doch selbst mal zu absolvieren, hat er jedenfalls noch nicht aufgegeben. Einige Helfer waren schon im letzten Jahr an Bord, wie Christine Bruhns Tochter Melanie Arneth oder auch Esther und Heinz Dieter Miess, die mehr als 12 h lang die Stellung am VP 5 in Wachenheim hielten – in diesem Jahr unterstützt von Ute und Joachim Striebinger. Auch andere stießen in diesem Jahr neu zur Crew. Melanie und Steffen Kohler übernahmen den Neustadter Versorgungsposten "Josis Garage" in der Garage von Mitläufer Joachim Siller, nachdem sie im letzten Jahr selbst noch als Finisher in Obersülzen ankamen.

Die Zahl der Wiederholungstäter war hoch und wird im nächsten Jahr sicher nochmal höher werden. Schon direkt nach dem Lauf und spätestens zwei Tage später heißt es überall „ich komme wieder“. Es könnte 2016 knapp werden mit 50 Einladungen….


Kossmann Laufdesign