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9. Swiss City Marathon Luzern

[eingestellt am 27. Oktober 2015]

By: Saskia Helfenfinger-Jeck

Fotos: Dominique Helfenfinger und swiss-images.ch

Typisch schweizerische Darbietung am Vortag des Swiss City Marathon Lucerne.

Alphornbläser vor dem Hotel Schweizerhof

Panorama-Aufnahme. So schön ist Luzern.

Noch ist alles ruhig. Die ersten Marathonis kommen mit dem Shiff-Shuttle über den Vierwalstättersee.

Alles ist vorbereitet für das große Marathonfest im Verkehrshaus.

7:52 Uhr - noch ist alles ruhig.

Einlaufen

Langsam wird es ernst. Im Hintergrund der Luzerner Hausberg, der Pilatus.

Das Lido in unmittelbarer Start-Ziel-Nähe. Hier lässt es sich im Sommer entspannen und schwimmen.

Auf den letzten Metern.

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Gemeinsam dem Ziel entgegen

Luzia hat es nicht mehr weit.

Auch für Sandra sind es nur noch 200 Meter.

Die gelben Dräcksäcke dürfen beim Swiss City Marathon Lucerne nicht fehlen.

Fesches Outfit

Mit Musik läuft es sich leichter.

Augen zu und durch

Auch Minnie Maus war dabei.

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Chris hat sich durchgekämpft.

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Im schicken Outfit unterwegs

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Im Gutenberg Marathon Mainz Shirt unterwegs

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Die Herren haben sich einen Snack verdient.

Ohne Worte

Mächtig was los

Im Verkehrshaus gibt es kaum ein Durchkommen.

Er behält die Übersicht.

Auf dem roten Teppich

Mit den beiden Kindern dem Ziel entgegen

So sieht Freude aus!

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Die große Emmi-Kuhglocke. In kleinerer Ausführung wird sie an die Zuschauer verteilt.

Siegerehrung bei den Schweizer Meisterschaften

Blick von oben auf die Zielgeraden

Imposantes Bild

Siegerehrung der Marathonis - Foto: swiss-image.ch/Andy Mettler

Auf der Horwer Halbinsel – Foto: swiss-image.ch/Andy Mettler

Der Sieger: Fabian Kuert – Foto: swiss-image.ch/Andy Mettler

Das Objekt der Begierde: Die Medaille – Foto: swiss-image.ch/Andy Mettler

Wie schnell die Zeit vergeht...

Luzern, 25. Oktober 2015 - Wie schnell ist doch die Zeit vorbeigegangen oder vielmehr gerast. Im kommenden Jahr feiert der Swiss City Marathon seinen zehnten Geburtstag, kommt langsam, aber sicher ins Teeniealter. So einiges hat sich in den letzten Jahren geändert, beispielsweise der Name: aus Lucerne Marathon wurde Swiss City Marathon Lucerne. Auch führt die Strecke seit 2013 durch die malerische Altstadt Luzerns.

9.548 Läufer gingen ab 9 Uhr auf die unterschiedlichen Strecken (Marathon, Halbmarathon und am Mittag über fünf Meilen), 9.404 überquerten im Verkehrshaus die Ziellinie und genossen dort den Lauf über den roten Teppich.

Gänsehaut-Atmosphäre in den engen Gassen der Luzerner Altstadt und im KKL (Kultur- und Kongresszentrum), Menschenmassen, die mitfieberten, sich freuten oder litten, fetzige Musik an allen Ecken. Dies machte den Swiss City Marathon Lucerne wieder zu einem ganz besonderen Ereignis. 50 Musikformationen entlang der Strecke, die so lustige Namen, wie „Blose Späck ond Bier“, „Edelschweiss“, „Hot Bananas“, „Nölli Grötze“, „Sturzgeburt“ oder „Suurstoff“ tragen, heizten den Teilnehmern ebenso ein wie die zahlreichen privaten Initiativen. Da wurde die hauseigene Garage kurzerhand in eine Kaffeebar verwandelt, die Kleingartenanlage in Luzern mit wunderschönen Blümchen dekoriert oder Selbstgebackenes den müden Läufern zum Verzehr angeboten. Vor allem an den Anstiegen Stutz und Krämerstein standen die Zuschauer in Zweier- und Dreierreihen, jubelten, ließen die Kuhglocken läuten. Tour-de-France-Atmosphäre im Herzen der Schweiz. „21 Kilometer Fasnacht“, treffender ließ sich die Stimmung nicht beschreiben. Aber auch wer sich nach etwas Ruhe sehnte, fand Augenblicke zum Durchatmen und konnte beispielsweise die Natur auf der Horwer Halbinsel in vollen Zügen genießen und Kraft für die Endphase sammeln. Rund 1.000 Helfer sorgten vor und hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf. „Aus organisatorischer Sicht passte alles zusammen. Es war einmal mehr schön zu sehen, wie alle zusammen ein solches Lauffest auf die Beine stellen können“, bilanzierte Reto Schorno, Geschäftsführer des Swiss City Marathon Lucerne.

Der Swiss City Marathon Lucerne zieht das internationale Läufervolk seit neun Jahren in die zweifellos schönste Stadt der Innerschweiz. So hörte man am Sonntag beileibe nicht nur die vier Landessprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Räto-Romanisch. Die Starter reisen aus allen Teilen der Welt alljährlich an den malerischen Vierwaldstättersee: von A wie Argentinien bis V wie Vietnam.

Dort, wo normalerweise Japaner, Chinesen, Inder und all die anderen Touristen durch die idyllischen, teilweise kopfsteingepflasterten Sträßchen flanieren und die Schweizer Wirtschaft mit dem Kauf von Uhren, Schmuck und der berühmten Schokolade ankurbeln, tummelte sich am Sonntag die Läuferschar. Der Swiss City Marathon Luzern ist ein Spektakel und ein Lauf durch die Geschichte: Kapellgasse und Kapellplatz in unmittelbarer Nähe zur gleichnamigen Brücke, die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut wurde, oder aber der weltberühmte Wasserturm mit seinem achteckigen Grundriss, der schon unzählige Fotos und Ansichtskarten zierte. Die Altstadt ist gespickt mit romantischen Plätzen umgeben von unzähligen historischen Gebäuden. Sehenswert: der Weinmarkt, wo die Luzerner 1332 den eidgenössischen Bund mit Uri, Schwyz und Unterwalden beschworen haben, oder der Schwanenplatz mit Geschäften für die Reichen und Schönen sowie dem direkten Blick auf die Dampfschiffe, die gemächlich über den Vierwaldstättersee tuckern, das vom Pariser Stararchitekten Jean Nouvel gebaute KKL Luzern mit seiner außergewöhnlichen Architektur.

Nur selten sieht man mehr Menschen in Luzern als am Marathon-Wochenende, nämlich dann, wenn die „Lozärner“, wie sich die Einheimischen selbst bezeichnen, bei der Fasnacht außer Rand und Band sind.

Und noch eine andere kleine Gemeinde stand am Sonntag im Blickpunkt: Horw, der südliche Vorort von Luzern. Doch Horw mit seiner malerischen Halbinsel ist beileibe kein Anhängsel von Luzern, sondern kann mit seiner wunderbaren Lage zwischen Vierwaldstättersee, Pilatus und der Stadt Luzern punkten und ist dementsprechend beliebt bei den Schönen und Reichen des Landes. So hat beispielsweise der Schweizer Musikbarde DJ Bobo auf der Horwer Halbinsel seine Heimat gefunden.

Der Swiss City Marathon Lucerne ist ein Breitensportereignis. Dementsprechend werden keine Antrittsgelder bezahlt und dennoch trugen sich in der Vergangenheit zahlreiche prominente Namen in die Siegerlisten ein. In diesem Jahr waren die Schweizer Meisterschaften im Marathon in die Veranstaltung eingebettet. Namen wie Maja Neuenschwander oder Martina Strähl, die beide in Berlin mit persönlichen Bestzeiten glänzten, waren verständlicherweise nicht am Start und so hatte die zweite Reihe der Eidgenossen, die Chance zu glänzen.

Bisher war Fabian Kuert aus Langenthal vor allem als Straßenlaufspezialist bekannt. Die Schweizer Meisterschaften suchte sich der 32-Jährige für seine Marathon-Premiere aus. Nach 2:26:18,1 Stunden kam er nach zwei relativ gleichmäßigen Runden ins Ziel und freute sich über sein „sensationelles Rennen“. „Der Sieg bedeutet mir sehr viel. Es war eines meiner Saisonziele“, betonte er. Kuert unterbot zudem den Streckenrekord um 80 Sekunden. Dieser wurde bis Sonntag von René Hauser gehalten. Der Langenthaler hatte erst kürzlich beim Greifenseelauf in Uster in 1:10:10 Stunden seine gute Form über die halb so lange Distanz angedeutet. Stephan Wenk (Greifensee) sicherte sich in 2:29:09,3 Stunden Platz zwei vor Heinz Bodenmann (Gais) in 2:32:10,7 Stunden.

Conny Berchthold aus Spiez war bei den Frauen eine Klasse für sich. In 2:45:20,0 Stunden überraschte sie sich auf der coupierten Strecke selbst wohl am meisten, auch wenn sie in diesem Jahr schon mit Rang drei beim Jungfrau-Marathon aufhorchen ließ. „Alleine zu laufen, war nicht einfach“, resümierte die 39-jährige Mutter zweier Kinder, die von Richi Umberg trainiert wird. Im vergangenen Jahr hatte sie noch knapp die Schweizer EM-Norm beim Rotterdam-Marathon verpasst. Damals lief sie 2:44 Stunden. Auf Rang zwei landete Susanne Rüegger aus Cham in 2:47:31,0 Stunden vor Claudia Bernasconi (La Tour-de-Peilz) in 2:49:54,9 Stunden. Übrigens: Auch 2016 – also im Jubiläumsjahr des Swiss City Marathon Lucerne – finden die Schweizer Meisterschaften in Luzern statt.

Im vergangen Jahr durfte Michael Ott (Kirchberg) in 2:22:51 Stunden als 37. der Europameisterschaften in Zürich und viertbester Schweizer mit den Eidgenossen noch Team-Bronze feiern, am Sonntag stand er im Halbmarathon in Luzern ganz oben auf dem Treppchen. In starken 1:05:43,6 Stunden unterbot er nicht nur den alten Streckenrekord von Ueli Koch aus dem Jahr 2008, sondern lief gleichzeitig auch persönliche Bestzeit. Auf Rang zwei lief Netserab Mesfun (Eritrea), der derzeit als Asylbewerber in Wolhusen lebt. In 1:09:14,4 Stunden verfehlte er seine persönliche Bestzeit nur um rund eine Minute. träumt von einer Karriere als Profiläufer. Der gebürtige Kenianer Hirum Wandangi (Glattbrugg) folgte in 1:10:08,0 Stunden auf dem Bronzerang.

Nach ihrer Babypause immer besser in Fahrt kommt Simone Raatz. Die Karlsruherin lief in 1:18:46,0 Stunden einen knappen Vorsprung auf Yvonne Kägi aus Ebikon (1:18:57,7 Stunden) heraus. Kägi absolvierte in Luzern ihren ersten Halbmarathon. Lisa Gubler aus Uster erreichte nach 1:22:31,3 Stunden das Ziel. Über fünf Meilen siegten bei den Männern der Schwede Henrik Löfas in 29:00,7 Minuten und bei den Frauen die Luzernerin Petra Herger in 33:14,9 Minuten.

Für das Jubiläumsjahr kündigten die Organisatoren bereits einige Überraschungen und Neuerungen an. So löst Coop den bisherigen Presenting Partner Manor ab. Zudem wird es erstmals einen Duo-Marathon geben. Weitere Attraktionen sind in Planung. Man darf gespannt sein.

Informationen und Ergebnisse: www.swisscitymarathon.ch

 

 


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