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Interview mit Lisa Hahner

[eingestellt am 29. Oktober 2015]

By: Gabi Gründling

Fotos: hahnertwins

Lisa bei km 30: Steffen und Matthias haben Platz gemacht, Anna (hinter ihr in gelb) hat ihr das Wasser gereicht

... und Lisa lief...

Lisa und ihre "two princes" Steffen Uliczka und Matthias Müller

Drei Tage nach ihrem fulminanten Lauf in der Mainmetropole Frankfurt haben wir mit Lisa Hahner über Bodyguards, Musik und „das Leben nach dem Marathon“ gesprochen:

 

Auf Eurer Facebookseite hat man gesehen, daß Du gestern schon wieder mit Einwohnern und Flüchtlingen in Eurem Wohnort Gengenbach gelaufen bist – ging das schon wieder?

Ja, das hat voll Spaß gemacht. So richtige muskuläre Probleme hatte ich diesmal gar nicht. Klar habe ich die Belastung gespürt, aber ich kam am Montag schon wieder gut aus dem Bett. Thomas hatte bei der Trainingseinheit gestern auch so Übungen wie Sprünge aus der Hocke eingebaut, das war echt fies. Heute habe ich tatsächlich Muskelkater (lacht) 

Matthias und Steffen, Deine Pacemaker, hatten unterwegs, wie man im Fernsehen sehen konnte, viel Spaß, haben erzählt, gelacht und gestikuliert. Was hast Du davon mitbekommen? Haben sie auch mit Dir geflachst?

Ich habe schon mitbekommen, daß die beiden Spaß hatten. Ich kann mir gar nicht vorstellen, 2 ½ h im Tunnel zu laufen und dabei noch locker zu bleiben. Und ich liebe es, mitzubekommen, wenn meine Hasen Spaß haben. Ein Mal hat Matthias vor mir den Ententanz gemacht, zumindest die Armbewegungen, um mich daran zu erinnern, daß ich die Arme effizient einsetze. 

Meinst Du, Du hättest den Lauf von Sonntag auch ohne Pacemaker so hinbekommen?

Nein, so nicht. Ich brauchte zwar in diesem Jahr keinen Windschatten, weil es nicht windig war. Aber die Jungs dienen auch als „Bodyguard“, weil sich auch immer viele Hobbyläufer der Gruppe der schnellen  Frauen anschließen. Da haben Matthias und Steffen mich dann etwas abgeschirmt und mir vor allem auch an der Versorgungsstelle den Weg frei gemacht. Steffen lief bis kurz vor Anna direkt vor mir und ging dann zur Seite, damit ich ungehindert an meine Flasche komme. Außerdem sorgen sie für ein konstantes Tempo, das haben die beiden großartig gemacht. 

Hast Du Dir Deine Pacemaker selbst ausgesucht oder wurden Dir die vom Veranstalter an die  Seite gestellt Steffen hat Dich ja zum ersten Mal begleitet?!

Ja, Steffen war das erste Mal dabei. Er hat im Sommer angekündigt, bei einem Herbstmarathon Pacemaker sein zu wollen und hat bei uns über den Veranstalter angefragt, ob wir Interesse hätten. 

Beim Lauf selbst durftest Du ja keine Kopfhörer tragen – Deine Playlist war also nur in Deinem Kopf?

Ich darf beim Marathon nie Kopfhörer tragen, das steht normalerweise im Vertrag. Und ich laufe auch im Training ohne Knopf im Ohr, das würde mich stören. Ich singe mir die Lieder einfach „im Kopf“ vor. 

Auf was freust Du Dich, auf das Du in der Marathonvorbereitung verzichtet hast?

Am meisten freue ich mich drauf, wieder tanzen zu gehen. Wir gehen gerne bei Livekonzerten kleinerer Bands so richtig abrocken, darauf habe ich in den finalen Wochen der Marathonvorbereitung verzichtet, weil mir der regelmäßige und ausreichende Schlaf wichtiger war. Es ist mir zwar nicht schwergefallen, darauf zu verzichten, aber schön, daß ich jetzt wieder los kann. 

Schlaf ist ja ein wichtiger Regenerationsbaustein. Machst Du regelmäßig Mittagsschlaf?

Nein, eigentlich nicht. Ich schlafe nachts regelmäßig 8 bis 8 ½ Stunden und auch zu festen Zeiten. In der unmittelbaren Marathonvorbereitung habe ich mich vielleicht drei oder vier Mal mittags hingelegt, wenn ich das Gefühl hatte, es zu brauchen. Aber grundsätzlich mache ich keinen Mittagsschlaf 

Was hast Du am Sonntag nach Deinem Zieleinlauf als erstes gegessen?

Das erste waren die Häppchen (Brote) bei der Pressekonferenz. Da hatte ich auch richtig Hunger. Später kamen dann noch Himbeerkuchen (lecker!) und Zwetschgenstreusel (noch viel besser!) hinten drauf.


Kossmann Laufdesign