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37. Martinslauf St. Martin

[eingestellt am 08. November 2015]

By: Heike Klein

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Spaß bei der Streckensicherung bei Helmut Platz, Hubert Höflinger und Heiko Christmann

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Lauftreff Rheinhessen-Pfalz bei der "Anprobe" mit Harry Gündra, Andreas Godon (Limburgerhof), Gudrun Bless (Mutterstadt), Egon Swarowsky (Westhofen) und Irmtrud Binzel

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Falkner Achim Häfner aus Mutterstadt. Er sammelt Spenden für das Kinderhospiz in Dudenhofen und den Kindergarten St. Martin mit seinen Eulenvögeln

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Siegerin bei den Mädchen und Gesamtsieger über 1300 Meter: Meret Joeris (Bad Kreuznach)

konkurrenzlos über 2300 Meter: Richard Wernicke (Edenkoben)

schnellster Junge über 1300 Meter: Johannes Kluge

Nico Schmidt, Luis Zenker, Luca Schmidt und Johannes Weisbrod: die Martinsbrezel schmeckt.

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Zweite Runde: Nr. 243: Sieger Marko Becker und der Dritte, Leander Lebeau

Das Verfolgerduo mit Alexander Köhler, der auf Rang zwei läuft (Nr. 143) und dem Vierten Philipp Ulrich (Nr. 199), etwas verdeckt Volker Lintz, Gesamt-Sechster.

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Bernhard Schwaab, verdeckt die Siegerin bei den Damen Aline Salzmann

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Sieger Marko Becker

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die Siegerin bei den Frauen auf ihrer letzten Runde: Aline Salzmann

Gans schön anstrengend

St. Martin, 07. November 2015 - St. Martin in der Pfalz am Fuße der Kalmit ist anders. So ganz anders. Keiner dieser aufgedonnerten, mondänen Touristikorte. Sondern ein Weindorf mit Flair, schönen Winkeln und der wunderbaren Tradition des Namenspatrons. So steigt ausgerechnet im eher grauen, trüben Monat November eines der wichtigsten Feste in dem schmucken Dorf. Im Rahmen des Martinusfestes findet dann auch der Martinslauf statt, 2015 zum 37. Mal. Gab es früher noch lebende Gänse als Siegesprämien, die eher selten im Kochtopf landeten, erhalten die Sieger bei Damen und Herren einen Gutschein für ein „Gans-Essen“.

Ein kleiner Rundgang vor dem Lauf zeigt, wie liebevoll sich das Dorf herausgeputzt hat. Die Distanz über 7,8 Kilometer führt gleich sechs Mal in einer 1,3 Kilometer langen Runde durch den Ort. Das Rennen wird zu einer Art „Berglauf“, denn die Anstiege addieren sich zu rund 400 Höhenmetern, wie der Vorsitzende des TuS St. Martin, Bernhard Zenker, berichtet. An der Strecke legen Helmut Platz, Hubert Höflinger und Heiko Christmann bei den Absperrungen letzte Hand an. Das Trio ist immer gut gelaunt und lässt sich auch durch ein kleines Fotoshooting nicht aus der Ruhe bringen. Später wird Heiko Christmann auf seiner chromblitzenden  Suzuki-Maschine für freie Fahrt für die Läufer sorgen.

Doch zunächst müssen noch die Startnummern an Mann und Frau gebracht werden. Eine Gruppe fällt besonders auf. Es ist der Lauftreff „Rheinhessen-Pfalz“ mit seinen orangen Trikots. Die Frauen und Männer haben sich immer wieder bei verschiedenen Volksläufen getroffen, ihr Einzugsgebiet erstreckt sich von Mainz, Westhofen, Bechtheim bis nach Mutterstadt und Limburgerhof. Gelaufen wird wöchentlich zusammen, jede Woche auf einem anderen Volkslauf. „Wir lieben hier die Stimmung, die familiäre Atmosphäre“, schwärmt die lustige Gruppe. Sie sind keine Bestzeitenjäger, haben aber mit Andreas Godon einen Sieger dabei, der auch diesmal in 30:27 Minuten die 5,2 Kilometer lange Walking-Strecke gewinnt. Für den 71-jährigen Friedrich Schäfer (TV Bad Bergzabern) ist der Walkinglauf der Saisonhöhepunkt. Er nimmt bereits zum dritten Mal teil.

Ein nettes Schmankerl ist auch der Falkner Achim Häfner aus Neustadt. Nein, er läuft nicht etwa mit seinen Eulenvögeln mit, sondern sammelt Spenden für das Kinderhospiz in Dudenhofen und den Kindergarten St. Martin.  Er zieht seine Greifvögel per Hand auf und so werden sie zu Therapievögeln, mit ihnen ist er bundesweit in sozialen Einrichtungen unterwegs. 

Dann fällt der erste Startschuss. Der Schülerlauf gilt für die bis zu 16-Jährigen. Vorne landen zwei Mädchen. Beim Schülerlauf über eine Runde und 1,3 Kilometer hat Meret Joeris (Bad Bergzabern) in der Gesamtwertung die Nase vorn. Rang zwei geht an Mira Ruhstorfer (Saarbrücken). Schnellster Junge war auf Rang drei Johannes Kluge (ASV Landau).

Konkurrenzlos ist Richard Wernicke über zwei Runden und 2600 Meter unterwegs. Der 16-jährige Edenkobener benötigte dafür 9:46 Minuten.

Zum Hauptlauf, der um 14 Uhr gestartet wird, füllen sich die Gassen. Entlang der Absperrung schauen die vielen Besucher interessiert zu, wie die Läufer mehrmals die Mühlstraße hochschnaufen. Dort, kurz nach dem Start, zeigt sich schnell, wer den Lauf zu einem intensiven Training nutzen oder wer einfach nur mit Genuss durch das Weindorf laufen möchte.

Der spätere Sieger, Marko Becker (TUS Heltersberg) läuft von Beginn an in der Spitze. Gefolgt zunächst von Leander Lebeau (Tri Treff Storz). Doch in Runde fünf schiebt sich von hinten Alexander Köhler (ATSV Saarbrücken) heran und überholt. Becker kontert, und wird Sieger in 26:18 Minuten. Rang zwei für Köhler in 26:22 Minuten, Platz drei für Lebeau in 26:40 Minuten. Vierter wird zeitgleich Philipp Ullrich (TV Bad Berzabern).  Auf Rang fünf kommt Marcel Job (TV Maikammer) ins Ziel, Sechster wird sein Vereinkamerad Volker Lintz. Für den Sieger Becker eine Art Comeback. „In den letzten zwei Jahren hab ich wenig gemacht, das war hier ein Formtest.“

Job und Lintz nutzten den Lauf als Training für den Potzberg-Lauf am nächsten Wochenende. Obwohl St. Martin als Verbandsgemeinde zu Maikammer gehört und somit vor ihrer Haustür liegt, konnten sie bislang noch nie teilnehmen, weil zu ihrem Bedauern der Potzberglauf immer am gleichen Wochenende stattfand.

Schnellste Frau wurde die erst 18-jährige Aline Salzmann (ATSV Saarbrücken) in 30:07 Minuten vor ihrer Teamkameradin Katharina Welker  in 30:47 Minuten. Salzmann war in diesem Jahr lange verletzt. 2014 wurde sie in ihrer Altersklasse Neunte bei den Deutschen Meisterschaften über 3000 Meter. „Das zählt als zweiter Tempolauf in dieser Woche“, erklärte sie.

Josef Willerich (TUS St. Martin) kennt die Strecke in seinem Heimatort: „Ab der 4. Runde wird es schwer. Man muss aufpassen, dass man nicht zu schnell angeht.“ Die Qualen waren manchen der Läufer anzusehen, sie schalteten besonders in der letzten Runde am Anstieg ein paar Gänge zurück. Schließlich hatten viele nach dem Ziel noch ein weiteres Ziel. Nämlich: An einer der vielen netten Ausschankstellen oder Gasthöfen einen Gänsebraten zu verzehren.

Ergebnisse www.laufinfo.eu


Kossmann Laufdesign