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42. Königstuhl-Berglauf Neckargemünd

[eingestellt am 09. November 2015]

By: Jochen Höschele

Das Ziel am Königstuhl ist erreicht, jetzt erstmal durchschnaufen

In Sichtweite der großen Antenne sammeln sich Läufer, Fans und Betreuer

Joe Kalmbach wird Sechster in der M60

Udo Vetter-Tuttas belegt in derselben Altersklasse Platz sieben

Friedhelm Berger vom TSV Neuenstadt schafft’s trotz Arthrose im Knie in respektablen 73 Minuten auf den Königstuhl und wird 40. der M50

Carolin Rauth benötigt genau 74 Minuten bis ins Ziel

Michael Lenz, der auch ganz gerne mal die langen Kanten läuft, tummelte sich ebenfalls am Königstuhl-Berglauf

Astrid Horlacher (320) vor Stefan Hannemann (334)

Uwe Arnold kämpft sich den Schlussanstieg hoch

W30-Achte Katrin Blum gemeinsam mit dem M60-Achten Mehmet Uslu (432)

Der Schlussanstieg aus Läuferperspektive

Miriam Smith wird Zehnte in der weiblichen Hauptklasse

Hristo Nachev (254) und Jürgen Müller bewältigen den Königstuhl-Berglauf gemeinsam

Da geht’s lang! Auch für Simone Vogt (428) und Bettina Schulz (424)

Daniela Beckenbach auf dem letzten Kilometer

Eine etwas größere Gruppe wird von Stefan Krähmer (337) angeführt, dahinter Anna Voellner (430) und Georg Heess (406)

Zweite der W60 wird Siglinde Buse in 1:23 h

Imme Freundner-Huneke (385) und Rolf-Jürgen Frey trennen im Ziel 20 Sekunden

Thomas Kerscher auf einem der Bergabstücke

Daniela Stürmer

Gerhard Bracht läuft ausnahmsweise mal einen kurzen Wettkampf, dafür aber im Thüringen Ulta-Angebershirt

Anita Sachs hat’s nach fast genau 88 Minuten geschafft

Wolfgang Hagmann

Auch mit Gehen kommt man oben an

M70-Sieger Raimund Bühler benötigt 1:32:39 h

Die Dritte der W60, Ute Striebinger, kann so flott gehen, dass manche Läufer ganz schön alt aussehen. In 1:34:52 h ist sie im Ziel. Hinter ihr W70-Siegerin Erika Hummel, die 14 Sekunden länger braucht

Friedolin Boj schaut etwas bedröppelt aus der neongelben Wäsche

Gabi Rauscher wird Vierte in der W60

W60-Fünfte Marianna Banszky ist noch ziemlich gut gelaunt

Petra Herrmann naht flotten Schrittes

Christine Hörner wurde es bergauf zu warm

Rudi Kamer läuft mit Rucksack in 1:50 h auf den Königstuhl

Manche Sehenswürdigkeit am Rande nimmt man erst beim Zurücklaufen wahr

Hier kommt man nach ca. neun Kilometern vorbei

Das Feld der Biker startet 15 Minuten vor den Läufern

Bereits am ersten Anstieg nach gut 600 Metern sind die Biker wie an einer Perlenschnur aufgereiht

Hoch die Tassen, äh, das Bein! Holger Freudenberger ist nicht nur ein schnelles, sondern auch ein bewegliches Kerlchen und siegt beim 42. Neckargemünder Königstuhl-Berglauf in 44:55 min

Die Startaufstellung: Während der spätere Sieger Holger Freudenberger noch die Belastbarkeit der Leitplanke prüft, steht die restliche Konkurrenz buchstäblich schon in den Startlöchern. Darunter auch der Zweite, Marius Meyfarth (107), 4. Matthias Müller (145), 5. Manuel Peters (104) und 9. Christian Gross (404) sowie 10. Falk Uhlig (152)

Das Feld nach etwa einem Kilometer: W50-Dritte Viktoria Gärtner (403) noch knapp hinter Anna Rosich Termes (429). Im Ziel war die Reihenfolge umgekehrt

Richard Sautter (402) und Klaus Kallenbach (370) an der „Nordwand“

Anna Ewald, als 11. Gesamt und 5. der W40 dem rasenden Reporter dicht auf den Fersen und dessen Gebabbel stoisch ertragend, war sichtlich erleichtert, als sie diesen im Ziel gegen ihren Mann eintauschen konnte

Gepäckablage im Ziel – finde die schwarze Tasche (unter gefühlt 250 ebensolchen)

Beschilderung, in Stein gemeißelt. Diejenige für die Läufer war unmissverständlich und deutlich auf den Boden gepinselt.

Keine verhutzelten Läufergestalten, Gnomen sind’s!

Geheimnisvoll nebelumwaberte Gnomen

Martinisommer – gerührt, nicht geschüttelt

Neckargemünd, den 7. November 2015 – Der sogenannte „Martinisommer“ bescherte den Organisatoren des Königstuhl-Berglaufes wie auch den Teilnehmern einen geradezu frühlingshaften Tag. So waren denn auch all diejenigen im Vorteil oder zumindest passend angezogen, die die Sommerklamotten nochmals aus dem Schrank herauskramten und in kurzer Hose und T-Shirt oder gar im Singlet an den Start gingen.

Der Königstuhl-Berglauf, der von der Neckargemünder Grundschule in meist mäßiger Steigung hinauf auf den Hausberg Heidelbergs bis zum Ziel an der Antenne führt, überwindet 450 Höhenmeter auf einer Distanz von 11,8 Kilometern.

Mehr als 300 Laufwillige hatten sich eingefunden, dazu kamen noch 57 Biker, die auf Mountain- oder Crossbikes dieselbe Strecke in Angriff nahmen und um 14 Uhr den ersten Teil des Wettkampfgeschehens bildeten. Eine Kombiwertung gibt es außerdem noch. Je ein Biker und ein Läufer (möglich sind natürlich auch gemischt geschlechtliche oder reine Frauenteams) radeln bzw. laufen zum Königstuhl und die in der Addition beider Ergebnisse besten Teams werden abschließend geehrt. 36 reine Männerteams sowie 20 gemischte und eine reine Frauenmannschaft verzeichnet die Ergebnisliste, als Sieger gingen bei den Damen die „Turbo Chicks“ Iris Gölz (Bike) und Steffi Kratza hervor; bei den Mixedmannschaften holten sich Nick Winkler (BikeI) und Esther Heinold den Sieg und bei den Männerduos waren Christopher Henny (Bike) und Marius Meyfarth die überlegenen Gewinner.

Marius Meyfarth vom Team Forchheim wäre beinahe ein Doppelsieg geglückt, wäre da nicht der „alte Mann“, wie er sich selbstironisch bezeichnete, gewesen, der dies zu verhindern wusste. Holger Freudenberger (Engelhorn Sportsteam), Jahrgang 1977, verwies den 14 Jahre jüngeren Meyfarth in 44:55 min zu 45:09 min auf Platz zwei. Der erst vor zwei Wochen in Frankfurt absolvierte Marathon (als Gesamt-51. In 2:23:25 h) steckte ihm augenscheinlich nicht mehr in den Knochen. „Och nö“, meinte er noch gelassen vor dem Start,“ich habe ja fünf, sechs Tage nicht trainiert anschließend, das geht jetzt schon wieder“. Und wie es ging – eine Wiederholung des Vorjahressieges am Königstuhl gelang ihm trotz großer Konkurrenz. Einen wirklichen Altersmalus kann man bei Freudenberger auch noch nicht feststellen, 2014 war er gerade einmal 19 Sekunden schneller. Sein gutes Gefühl vor dem Lauf hatte ihn also nicht getäuscht und einzig sein spätes Eintreffen am Startort sorgte bei ihm für etwas Stress, ehe der Lauf begann. „Die Strecke gefällt mir  sehr gut und auch den Lauf an sich finde ich sehr schön. Dass ich noch einmal vor der Jugend oben angekommen bin, freut mich natürlich, ist aber immer eine Frage der Tagesform. Schließlich kann Marius ja auch ganz gut rennen und ist obendrein ein sehr sympathischer Kerl.“ Ganz konkret sind seine Pläne für den Rest der Saison noch nicht, einzig weitertrainieren möchte Holger Freudenberger und hofft darauf, dass ihm die dazu notwendige Lust und Motivation nicht abhanden kommt.

Jochen Uhrig von der TSG Weinheim komplettierte in 45:56 min das Podium der Männer, ehe mit Matthias Müller (Team Exotenwald) in 46:29 min ebenfalls ein beim Frankfurt-Marathon aktiver Läufer als Vierter auf dem Königstuhl ankam. Matthias war einer der beiden persönlichen „Hasen“ von Lisa Hahner und sorgte gemeinsam mit Steffen Uliczka dafür, dass das Tempo gleichmäßig war. Das Ergebnis ist bekannt: Lisa erzielte mir 2:28:39 h eine neue persönliche Bestzeit und hätte beinahe auch noch die Olympianorm für Rio (2:28:30 h) geknackt. Bleibt abzuwarten, ob sie aufgrund ihrer Leistungssteigerung und Perspektive vielleicht doch nominiert wird. Die Vergangenheit macht da jedoch nicht allzuviel Hoffnung auf Milde, aber wer weiß....

Zurück zum Geschehen am Königstuhl – in 53:44 min kam die Siegerin des Berglaufes 2015, Esther Heinold, ins Ziel. Letztes Jahr siegte sie ebenfalls, war dabei sogar noch etwas schneller als an diesem warmen, aber wolkigen Novembertag. Als Sahnehäubchen gewann Heinold zudem noch die Teamwertung im Mixed mit Bikepartner Nick Winkler.  Im Minutentakt vervollständigte sich hinter der neu in die W40 gerückten Wieslocherin Heinold das Podest: Zuerst kam mit Nadine Bucci (TSG Wiesloch / TV Schriesheim) in 54:41 min die Zweite (und Dritte in der Kombiwertung der Mixed-Teams), ehe als Gesamt-40. Daniela Kenty (RV 1898 Kirrlach / Kapellenbiker) in 55:45 min einlief.

Von den insgesamt 300 Läuferinnen und Läufern, die das Ziel erreichten, blieben stattliche  81 unter der Stundenmarke. Als achte Frau verfehlte Isabel Czorniak aus Mannheim diese Marke und winzige 1,1 Sekunden.

In unmittelbarer Nähe des Ziels lagen die Kleiderbeutel der Läufer, ein Umkleidezelt war aufgestellt worden (was angesichts der sonst üblichen Temperaturen sicherlich deutlich besser besucht gewesen wäre) und es gab warmen Tee. Leider gingen die Becher eher zur Neige als der Tee selbst und auch die Helfer an der Teeausgabe waren dem Läuferansturm nicht gewachsen, so dass es zu einer längeren Warteschlange kam. Hier kann jedoch bestimmt im nächsten Jahr Abhilfe geschaffen werden, zumal es ansonsten nur positive Reaktionen zu hören und zu lesen gab. Der Königstuhl-Berglauf ist außerdem zum Saisonausklang gerade richtig und auch für Berglauf-Novizen, die sich noch nicht ins Mittelgebirge oder gar in die Alpen wagen wollen, sehr zu empfehlen. Alle Bergziegen und interessierten Läufer der gepflegten Höhenmetersammelei können sich schon jetzt den 5. November 2016 vormerken. Dann geht es zum 43. Mal von Neckargemünd auf den Königstuhl.

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.lg-neckargemuend.de und www.myraceresult.de


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