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35. Schwaikheimer Saisonabschlusslauf

[eingestellt am 15. November 2015]

By: Jochen Höschele

Start zum Kindergartenlauf über 400m

Jannig Polinski war der Schnellste im Kindergartenlauf

Florian Caesa fliegt dem Ziel entgegen

Nora Richter, schnellstes Mädchen beim Kindergartenlauf

Start zum 1km-Lauf

Eine aufmerksame und zutrauliche Beobachterin verfolgte das Geschehen

Laura Wilhelm vom VfL Waiblingen holte sich den Sieg im 1km-Lauf in 3:23 min

Maike Niklas aus Schwaikheim ist in 3:28 min zweites Mädchen und Gesamtdritte über einen Kilometer; Nikolas Jenner wird zehn Sekunden später zweiter bei den Jungen und Gesamtvierter

Mit beeindruckendem Kniehub und vollem Einsatz dem Ziel entgegen

Start zum 2km-AOK-Schülerlauf

Joshua Patnaik von der LG Weinstadt wird am Ende Dritter

Daniel Hiller (VfL Waiblingen; 108) siegt erst beim 1km-Lauf und dann auch noch über 2km

Levin Behrens (Uwes Jungs Schorndorf) wird Zweiter im 2km-Lauf

Kurt Lauer von LAZ Sala Kornwestheim läuft auf Platz vier

Daniel Hiller benötigt beim Sieg über 1km 3:00 min. Über 2km läuft er 6:30 min und siegt ein zweites Mal

Levin Behrens ist nach 6:55 min Zweiter über 2km

Spannender Dreikampf

Tabea Schwinger (130) und Marisa Soldner vom VfL Waiblingen Triathlon beinahe im Gleichschritt

Start zum 5km-Lauf

Tierisches Interesse

Schwaikheimer Panorama I

Schwaikheimer Panorama II

Schwaikheimer Panorama III

Dicht hinter dem Führungsfahrrad…

…..blieb Robel Mesgena (SV Winnenden Leichtathletik), der Sieger des 5km-Laufes. Er benötigte 16:02 min und hatte 57 Sekunden Vorsprung auf…

Kelvin Keim (VfL Waiblingen Triathlon), der 16:59 min lief und Zweiter wurde

Dritter wurde der Vorjahreszweite Simon Schlichenmaier (S:hoch 2 Sports) in 17:19 min, dahinter der Fünfte, Christoph Knobelspies (Team Silla Hopp; 17:26 min)

Kai Würschum (VfL Waiblingen) läuft noch auf Platz vier in 17:25 min vor; hinter ihm der Sechste, Noah Weinmann; MJU 18-Sieger in 17:33 min

7. über 5km, Christian Sigle (LG Weinstadt), läuft 17:39 min

Sebastian Gaedicke von Pädpower ist Borusse und nach 18:29 min als Neunter im Ziel

Weibliches Führungsquartett 300 Meter vor dem Ziel: Pia Quak (255) wird Zweite, Hanna Müller (etwas verdeckt dahinter) Dritte, Gina Daubenfeld (207) siegt über 5km und Tamara Eichenbrenner (209) belegt Platz vier

Pia Quak (255) kommt nach 18:46 min als Zweite hinter ihrer Vereinskameradin von der SG Schorndorf 1846, Gina Daubenfeld (207; 18:45 min), ins Ziel. Hanna Müller (TSV Schmiden; dahinter in blau) läuft nach 18:49 min auf Platz drei; Tamara Eichenbrenner (209) wird in 19:03 min Vierte

Jakob Heeß (VfL Waiblingen Triathlon) wird 18. in 19:23 min

Klein gegen groß: Moritz Popp (254), MJU 14-Sieger in 19:35 min vor Markus Schmidt (19:42 min)

Schnelles Damentrio, bestehend aus WJU 16-Siegerin Lea Steinbach (283), der Deutschen 100km-Vizemeisterin Branka Hajek (328) und der WHK-Dritten Julia Albrecht (275)

Nicola Börsken (203), MKU12-Sieger und Stefan Pilz (252) laufen gemeinsam in 20:32 min über die Ziellinie

WJU18-Zweite Pia Kummer mit ihrem Vater und Tempomacher Oliver

Matthias Nothstein von den Murrtal-Runners brachte einige in Aspach untergebrachte Flüchtlinge mit nach Schwaikheim und lief beim 5km-Lauf sehr ordentliche 21:28 min

WJU16-Zweite Nicola Goller von der LG Weinstadt

Julian Slangen vom EK Schwaikheim vor Carina Haselmayr und Roman Feuerbacher

In der letzten Kurve vor dem Ziel war den Läufern Anfeuerung gewiss

Carsten Engelke vom SV Winnenden Leichtathletik

Lisa Streckert (RSG Böblingen) läuft praktisch genau einen Fünferschnitt über 5km

Packender Endspurt zwischen Faye Bakebba (339), Robin Leopold (237) und Jan Laidig (234)

Dieter Albrecht (100 Marathon Club) läuft mit 74 Jahren die 5km-Strecke noch unter 30 Minuten und hat sein Ziel erreicht, innerhalb eines Jahres alle Strecken von 5km bis 24 Stunden gelaufen zu sein

Tamara Fuchs vom Reitverein Schwaikheim Stall Eckstein Unger erläuft mit ihren vier Sportfreundinnen den Titel der Schwaikheimer Vereinsmeisterinnen

Start zum 10km-Lauf: Die neugierige Elster sitzt noch seelenruhig auf der Laufstrecke vorne links

Kurz nach dem Start, Markus Weiß-Latzko (627) taxiert mit einem Seitenblick schon einmal die Kontrahenten

Die Spitzengruppe biegt um die Kurve auf dem Feld nach knapp vier Kilometern

Die ersten Drei liegen hier noch dicht beisammen…

Jens Mergenthaler (473) leicht in Führung, doch Markus Weiß-Latzko (627) und Daniel Noll halten mit

Die Verfolgergruppe besteht ebenfalls aus drei Läufern…

….Nicolas Moll (475), der Fünfter wird, liegt hier vor dem Siebten, Tim Sirnsak (643), und dem verdeckten Oskar Klein, der auf Platz vier läuft

Es naht ein Duo…

….mit M40-Sieger Oliver Kurz (vorne) und M45-Sieger Bernd Vöhringer dahinter

Dann folgen vier auf einen Streich:….

….M35-Dritter Arsim Bajrami (576), M35-Zweiter Michael Huy (635), MJU18-Sieger Nicolai Christ (406) und Alexander Köber

M45-Dritter Sven Jacobsen (446) vor dem M45-Zweiten Ingo Weidner (522) und Volker Bender, dem Vierten der M45

Sebastian Schober (683) und Dietmar Hefele

Uli Lorenzen (546) und Thomas Trenc (639) grüßen freundlich

M55-Sieger Hans Kroner (459)

Siegerin Anne Fahrner schleppt einen Pulk Männer hinter sich her

Wolfgang Morhard gewinnt in 44:00 min die M65 und wird genau 100.

Horst Wüst, ältester Teilnehmer (Jahrgang 1936), wird Zweiter in der M75

Jan Rheker vor Felix Deißer

Schwaikheims Bürgermeister Gerhard Häuser läuft jedes Jahr mit und wird immer schneller – dieses Jahr lief er auf den ersten Platz in der M50 in 39:00 min

Landtagsabgeordneter Gernot Gruber (426) ist auch Stammgast in Schwaikheim und läuft in 39:19 min eine Sekunde und einen Platz hinter Uwe Hennig, hier noch hinter ihm, ins Ziel

Siegerin 10km, Anne Fahrner, und Simon Feldmeth (416)

Bernhard Fritscher (554) wird Siebter in der M55, Klaus Hermann (651) kommt in dieser Altersklasse auf Platz neun

Pia Natter, MJU18-Siegerin und Gesamtvierte in 42:07 min und Vereinskollege Uwe Schirmer; dahinter Jürgen Stösser

W45-Zweite Lisa Huttelmaier

M70-Sieger Eddy Schlenker war in 43:07 min mal wieder eine Klasse für sich

WHK-Dritte Sabrina Knapp (454) und Claus Sander vom TSV Hildrizhausen

Markus Weiß-Latzko (Sparda-Team Rechberghausen) läuft einem deutlichen Sieg entgegen und ist nach 32:20 min im Ziel

Jens Mergenthaler verliert noch viel Boden und wird am Ende Dritter in 34:07 min

Daniel Noll ist nach 33:10 min als Zweiter wieder an der Gemeindehalle

Tim Sirnsak (643) kommt als Siebter nach 34:51 min ins Ziel, Nicolai Christ einen Platz und 13 Sekunden vor ihm

M40-Zweiter wird Dennis Deuringer von der LG Limes-Rems in 35:38 min

Nikolaj Beer (Roadrunner Rems-Murr) belegt in 36:05 min den dritten Platz in der M30

M35-Dritter Arsim Bajrami (LG Weinstadt) läuft 36:23 min

Sven Jacobsen, der Dritte der M45 in 37:42 min

Uli Lorenzen (546) und Thorsten Daniels

Felix Deißer und Jan Rheker müssen ziemlich beißen

Gernot Gruber vor dem verdeckten Uwe Hennig und dem M55-Sieger Hans Kroner

Holger Claus (572) und Simon Feldmeth (416) landen knapp über der 40-Minuten-Marke

Vorjahressiegerin Nicola Wittner (LG Lauter) wird in 42:06 min Dritte und Siegerin der W45

Beate Schalyo (SpVgg Heinriet) läuft mit wehendem Haar auf Platz zwei in 41:57 min und lässt auch Rainer Kaupp (590) stehen

Thomas Machate aus Schwaikheim (469) kann den heranstürmenden M70-Sieger Eddy Schlenker nicht aufhalten, der am Ende 15 Sekunden vor ihm im Ziel ist

WJU18-Siegerin Pia Natter läuft eine Sekunde hinter Nicola Wittner auf Gesamtrang vier in 42:07 min ein

WJU20-Siegerin Mareike Jung führt eine größere Gruppe an, darunter auch Fred Buchali (669)

Daumen hoch für Melanie Wondratschek (614), den M60-ZweitenUlrich Kohler (456) und die W55-Zweite Karin Klitzke (453)

Julia Pfizenmaier wird Zweite in der WJU20 und läuft gleichzeitig mit Andreas Siegmund (589) nach 47:55 min durch das Ziel

Simone Kientsch (556) und W40-Zweite Claudia Bolsinger (660) sind von Männern umgeben

Heinz Hämmerer wird Dritter in der M70, dahinter Magalie Wilde

Gerhard Foßeler von den Murrtal-Runners an der Spitze einer langen Läuferschlange

Ursula Jedele von der LG DUV wird Zweite in der W65

Caro Schief kommt nach etwas mehr als 55 Minuten gut gelaunt ins Ziel

Siegerehrung 5km-Lauf, von links: 1. Robel Mesgena und Gina Daubenfeld, 2. Kelvin Keim und Pia Quak, 3. Simon Schlichenmaier und Hanna Müller

Die Siegerinnen der Klasse WJU18 im 5km-Lauf: Carina Haselmayr, Hanna Müller und Pia Kummer (von links)

Die Schwaikheimer Vereinsmeister im 5km-Lauf sind der Reitverein Schwaikheim bei den Frauen und die Freiwillige Feuerwehr bei den Männern

Siegertreppchen beim 10km-Lauf: 2. Daniel Noll und Beate Schalyo; Siegerin Anne Fahrner und Sieger Markus Weiß-Latzko, der gerade von Michael Sommer interviewt wird; 3. Nicola Wittner und Jens Mergenthaler

Es bleibt alles anders

 

Schwaikheim, den 14. November 2015 – Sichtlich erleichtert war er angesichts seines Leistungsvermögens, das er im Vorfeld nicht so recht einschätzen konnte. Markus Weiß-Latzko hatte eine gute Stunde zuvor den 35. Saisonabschlusslauf in Schwaikheim (zwischen Waiblingen und Winnenden gelegen) gewinnen können, und dies mit überzeugendem Vorsprung von 50 Sekunden vor Daniel Noll (SC Hechingen). Auf Platz drei landete mit Jens Mergenthaler (SV Winnenden Leichtathletik) in 34:07 min ein Lokalmatador. Auch der für das Sparda-Team Rechberghausen laufende Weiß-Latzko fällt in diese Kategorie. „Ich komme ja aus dem Nachbarort, aus Bittenfeld, und kenne die Strecke von meinen Trainingsläufen“, outete er sich im Interview auf dem Siegerpodest als Fan des Schwaikheimer Laufes. „Nach meiner langen Verletzungsmisere wusste ich aber nicht so recht, wo ich stehe und bin es in der ersten Runde eher ruhig angegangen.“ Sowohl Daniel Noll als auch Jens Mergenthaler offenbarten, dass Weiß-Latzko „schon zu Beginn der zweiten Runde, aber so richtig ab Kilometer sieben“ derart das Tempo verschärft hatte, dass sie beide nicht mehr mithalten konnten. Dann sah es noch bei Kilometer acht so aus, als könne Mergenthaler den zweiten Platz auf dem „Stockerl“ hinter dem bereits weit enteilten Markus Weiß-Latzko erobern. Doch Magenkrämpfe im letzten Streckenabschnitt warfen ihn noch deutlich zurück, er musste Daniel Noll passieren lassen und „rettete“ seinen dritten Platz dann mit 15 Sekunden Vorsprung auf Oskar Klein (VfL Waiblingen Triathlon) ins Ziel. Daniel Noll lief unbeirrt von Mergenthalers Missgeschick sein Rennen konsequent zu Ende und sicherte sich letztlich souverän Platz zwei in 33:10 min. Mergenthaler war aufgrund der Magenkrämpfe natürlich weitaus weniger zufrieden, als Noll und vor allen Dingen der souveräne Markus Weiß-Latzko sein konnten. Dieser kündige an, in der kommenden Saison „wieder angreifen“ zu wollen. Vorerst möchte er freilich von Verletzungen verschont bleiben, die ihn lange Zeit läuferisch auf Eis legten. Auch im Marathon plant Weiß-Latzko ein Comeback, wann und wo, das steht allerdings noch nicht fest.

Bei den Frauen trat die Vorjahressiegerin, Nicola Wittner von der LG Lauter, wieder an und platzierte sich wiederum auf dem Podest. „Ich höre jetzt auf mit Laufen“, meinte sie scherzhaft, als Moderator und 100km-Nationalteamläufer Michael Sommer sie nach ihren weiteren Ambitionen befragte. „Letztes Jahr wollte ich schon aufhören nach dem Sieg hier, denn besser kann es ja nicht werden“, auch das war alles andere als ernstgemeint. So wird sie vielleicht ein drittes Mal Anlauf nehmen, um auf das Siegertreppchen zu laufen, wenn nächstes Jahr der Saisonabschlusslauf ruft. Heuer reichte es für die 46jährige Wittner zu Rang drei in 42:06 min. Etwas langsamer als im Vorjahr (41:54 min) war sie zwar, doch ob dies an der geänderten Streckenführung lag? Eher nicht, von den meisten wurde diese nämlich nicht unbedingt als schwieriger empfunden. Nach 34 Austragungen hatten sich die Organisatoren des Schwaikheimer Laufes entschlossen, die Strecke erstmals im Uhrzeigersinn zu belaufen. Alles andere blieb gleich – eine amtlich vermessene 5km-Wendepunktstrecke, die beim Hauptlauf über 10km zwei Mal zu absolvieren war. In Richtung Wendepunkt läuft man auf über einem Kilometer mit „Begegnungsverkehr“ und kann wahlweise die Konkurrenz taxieren oder aber freundlich-huldvoll auf die andere Seite hinüberwinken.

Ob die Siegerin Anne Fahrner (TSG Backnang) für solcherlei Späße Zeit hatte, darf bezweifelt werden. Sie lief ihren ersten Sieg in Schwaikheim sehr überlegen heraus und war von Beginn an vorne. Nach 40:09 min löste sie die Zeitmessung aus und damit war die 24jährige fast zwei Minuten vor der 39jährigen Beate Schalyo von der SpVgg Heinriet wieder an der Gemeindehalle in Schwaikheim, wo sich Start und Ziel befinden. Schalyo hatte erst auf den letzten beiden Kilometern energisch forciert und dadurch Platz zwei gegen Nicola Wittner erobert, in 41:57 min lag sie neun Sekunden vorne. Ganz eng wurde es um die Bronzemedaille, denn nur eine Sekunde hinter Wittner erreichte mit Pia Natter die WJU18-Siegerin als Gesamtvierte das Ziel. Mit erst 17 Jahren ist sie noch so jung, dass davon auszugehen ist, dass sie sich in der Zukunft noch gewaltig verbessern wird.

Anne Fahrner indes war überglücklich und konnte auch nicht so recht einschätzen, ob die „alte“ oder die „neue“ Strecke einfacher zu laufen ist. Das konnte ihr aber auch reichlich egal sein, denn mehr als siegen geht nun mal nicht.

Insgesamt gingen 285 Sportler auf die zwei Runden, was auch gegenüber dem Vorjahr ein ordentliches Plus von beinahe 30 Prozent bedeutete.

Dass die Siegerzeiten sich im Rahmen derer des letzten Jahres bewegten, ist noch kein eindeutiger Beweis dafür, dass die geänderte Strecke einfacher sein könnte. Die Sieger im letzten Jahr waren andere als 2015, ein Vergleich ist daher nur sehr eingeschränkt möglich.

Von den durchweg guten Altersklassenleistungen über 10km stach wieder einmal eine besonders hervor: Der vierfache Deutsche Meister (in diesem Jahr, denn insgesamt kommt er auf mehrere Dutzend Deutsche Meistertitel!) Eddy Schlenker (VfL Ostelsheim) lief mit 43:07 min seinen Kontrahenten auf und davon. Zur Erläuterung sei gesagt, dass Eddy nunmehr 71 Jahre alt ist und offensichtlich von seiner Schnelligkeit (fast) nichts eingebüßt hat. Selbst den gewiss nicht langsamen Sieger der M65, Wolfgang Morhard, ließ Eddy hinter sich.

Im 5km-Lauf hatte mit Robel Mesgena (SV Winnenden Leichtathletik) ein Athlet die Nase vorne, der früher schon einmal zu Gast in Schwaikheim war und damals hinter Marcel Fehr den zweiten Platz über 10km belegte.

In diesem Jahr jedoch nahm Robel sich nur eine Runde vor und siegte prompt mit großem Vorsprung in 16:02 min vor Kelvin Keim (VfL Waiblingen Triathlon; 16:59 min) und dem Sieger des Jahres 2013, Simon Schlichenmaier (S:hoch 2 Sports; 17:19 min). Der erst 15jährige Kelvin Keim scheint, wenn seine Entwicklung so weitergeht, ein großes Versprechen für die Zukunft zu sein. Fragt sich nur, ob er sich später als Triathlet oder als „Nur-Läufer“ versuchen wird.

Einen äußerst spannenden Rennverlauf gab es über diese Distanz bei den Damen zu verfolgen: Noch 500m vor dem Ziel bot sich dem Fotografen ein ungewohntes Bild, denn die ersten vier Frauen liefen nahezu im Gleichschritt in Richtung Zielgerade. Nur Hanna Müller suchte in der „zweiten Reihe“ etwas Schutz vor dem teilweise etwas frischen und störenden Wind. Die größten Reserven (oder Spurtkräfte) bewies dann Gina Daubenfeld, die ihrer Vereinskameradin Pia Quak (beide SG Schorndorf 1846) eine Sekunde abnahm und in 18:45 min gewann. Pia, mit Jahrgang 1997 sechs Jahre jünger, konnte sich dafür mit dem Sieg in der Altersklasse WJU 20 trösten. Hanna Klein (TSV Schmiden), Jahrgang 1998 und damit die Jüngste des Führungsquartetts, gewann nicht nur Bronze im Gesamteinlauf in 18:49 min, sie entschied auch die WJU 18 für sich. Die vierte im Bunde der Führungsgruppe, Tamara Eichenbrenner (ebenfalls SG Schorndorf 1846) konnte sich immerhin über den zweiten Platz in der weiblichen Hauptklasse freuen.

Sehr beachtlich im Übrigen, dass von 134 Sportlern, die das Ziel über 5km erreichten, 24 (davon die ersten vier Frauen) unter 20 Minuten liefen.

Die Vizemeisterin über 100km, Branka Hajek, spulte ihr Tempotraining auf den Feldern zwischen Schwaikheim und Hohenacker ab und belegte in 20:25 min den siebten Gesamtplatz und Platz vier in der Hauptklassenwertung. Wie man an ihr sieht, müssen lange Strecken nicht zwangsläufig auf Kosten der Schnelligkeit gehen.

Nicht nur die „Großen“ kommen in Schwaikheim auf ihre Kosten, auch die „Kleinen“ (und Jüngeren) dürfen sich im sportlichen Wettstreit messen. Über 400m für die Kleinsten beim sogenannten „Kindergartenlauf“ nahmen dieses Jahr 42 Kinder teil. Einige liefen an Mamas oder Papas Hand durch das Ziel, als Belohnung gab es hinterher dann eine kleine Süßigkeit.

Schon deutlich wettkampforientierter präsentierten sich die 79 Teilnehmer des 1km-Laufes, bei dem Laura Wilhelm (3:23 min) und Daniel Hiller (3:00 min; beide VfL Waiblingen) am schnellsten waren. Doch es gab auch hier etliche, die sich erstmals einem solchen Wettbewerb stellten und ihn mit Spaß bewältigten. Stolz durften sie bei der anschließenden Siegerehrung in der Halle ihre Medaillen in Empfang nehmen. Beim 50 Köpfe zählenden Feld im 2km-AOK-Schülerlauf gab es eine Wiederholung: Daniel Hiller ließ es sich nicht nehmen, nach der ein Kilometer langen Strecke auch die doppelte Distanz zurückzulegen. Und der 14jährige siegte wiederum deutlich: Mit 6:30 min hatte er 25 Sekunden Vorsprung auf Levin Behrens (Uwes Jungs Schorndorf, 6:55 min) und 27 auf Joshua Patnaik von der LG Weinstadt. Nina und Tina Miletic von der SG Schorndorf 1846 waren die schnellsten Mädchen im Feld: Nina gewann in 7:19 min mit einer Sekunde vor Tina; auf Rang drei folgte ihre Vereinskameradin Sophie Haarer in 7:31 min.

Mit über 600 gemeldeten und letztlich 589 Sportlern im Ziel zeigte sich das Organisationsteam auch sehr zufrieden, nachdem im vergangenen Jahr ein empfindlicher „Läuferschwund“ die Bilanz etwas getrübt hatte.

Doch bei den diesjährig vorherrschenden, für November milden Temperaturen mit bis zu 12 Grad und wechselweise Sonne und Wolken kamen die Teilnehmer ebenso gut zurecht wie mit der „umgedrehten“ Streckenführung. Einigen machte der nun zu bewältigende „Schlussanstieg“ kurz vor der Zielgerade etwas zu schaffen, doch dafür dürfte das Bergabstück vom Wendepunkt aus flüssiger zu laufen sein, da es nicht ganz so steil ist, wie bei der „Originalstrecke“.

Ob nun „rechtsherum“ oder „linksherum“, in Schwaikheim lässt es sich trefflich laufen, ob nun mit oder ohne Ambitionen auf eine bestimmte Zielzeit.

Bei der abschließenden Siegerehrung konnte in der Gemeindehalle die verbrauchte Energie mittels Kuchen, Maultaschen oder belegten Brötchen wieder aufgefüllt werden. Der „laufende Bürgermeister“ von Schwaikheim, Gerhard Häuser, sprach vielen aus dem Herzen, als er bilanzierte: „In Schwaikheim fühlt man sich als Läufer einfach gut aufgehoben, denn diese Veranstaltung ist von Läufern für Läufer, das spürt man jederzeit.“

Wer das überprüfen möchte – am 12. November 2016 ist es wieder soweit, das steht fest. Die Laufrichtung ist noch ein Geheimnis.

 

Link zur Veranstaltung und zu den Ergebnissen: www.ek-schwaikheim.eu und www.abavent.de


Kossmann Laufdesign