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42. Nikolauslauf Hassloch

[eingestellt am 06. Dezember 2015]

By: Heike Klein

es ist alles vorbereitet

die drei Weidenthaler freuen sich auf den Lauf über 800 Meter: Startnummer 20: Tom Schneider (8 Jahre), 21: Johanna Kühl (8) und 22: Lia Motzel (7).

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"Nikolaus" Heinrich Haensel, seit 33 Jahren der Blickfang und Namensgeber des Laufs

Auf dem Fahrrad Triathlet und Ultraläufer Philipp Eisel

Von Beginn an drückte das Stimmel-Team dem Lauf seinen Stempel auf

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Nikolaus im vollen Dress unterwegs - Jan Zipelius (Haßloch) kam ins Schwitzen.

Start zu den 800 Metern der Bambini.

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Sieger Laurin Krüger, ein zehnjähriger Triathlet

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Linus Stimmel und Domen Dornig auf dem Weg ins Ziel über sieben Kilometer

Der Dritte, Johannes Vogel

Platz Vier: Magnus Eckenfels

Rang Fünf: Ahmed Nuru

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Start zum Mini-Halbmarathon über 2100 Meter mit 18 Teilnehmern

Sieger des Mini Marathon: Sebastian Blessing vom TV Rheinzabern, Startnummer 73 und Jakob Blessing (72)

Isaac Kibrom, Sieger über 21 Kilometer, löst sich von seinem Verfolger Marius Meyfarth

Der Dritte kommt aus der Schweiz, Roger Nachbur

Platz fünf geht an Oliver Scheiring

Platz sechs erreicht Volker Lintz, er ist an dieser Stelle noch Verfolger vom späteren Siebten und Sieger in der AK 50 wird Thomas Weishaar (Neustadt)

Thomas Herrmann (Rang 11) und Thomas Hippler (13.),zu diesem Zeitpunkt noch mit vertauschter Rangfolge

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Ein sehr zufriedener Vereinsvorsitzender Johannes Tremmel (in blauer Jacke) und keine frierenden Zuschauer bei zehn Grad plus

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Moderator Samuel Schwake, Dauersprecher am Mikrophon dank moderner Technik immer auf dem besten Stand mit den Infos

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Der Drittplatzierte aus der Schweiz Roger Nachbur mit seinen Freunden aus Ludwigshafen

Ultratrail-Läufer Thomas Weishaar

Frühlingsgefühle beim Nikolauslauf

Hassloch, 5. Dezember 2015 - Bei richtig milden Temperaturen kamen weder Sportler noch Zuschauer zum Frieren. Zum 42. Mal veranstaltete der LC Haßloch seinen Winterlauf, der diesmal eigentlich Frühjahrslauf genannt werden müsste. Aber egal. Viel wichtiger sind die Reformen, die der LCH auf den Weg gebracht hat. Es beginnt mit der Möglichkeit der Voranmeldung. Rund 400 Läufer machten davon Gebrauch. Das entzerrte die Situation in der engen Halle des VfB Haßloch wesentlich. Für LCH-Chef Joachim Tremmel ein erster Grund für den neuen Teilnehmerrekord von 972 Sportlern.

Es waren so viele wie nie zuvor, sieht man von einer Aktion vor einigen Jahren ab, die damals unter dem Motto von „Null auf 42“ neue Läufer für das Land suchte und damit damals mehr als 1000 Sportler zur Teilnahme motivierte. 

Möglich wurde die neue Technik dank BR-Timing. Vor Ort sorgten Bernd Rollar, Martin Hellige und seine Frau Manuela für einen reibungslosen Ablauf. So waren die Ergebnisse auch unmittelbar nach dem Zieleinlauf im Internet sichtbar. Der kleine Chip auf der Startnummer erleichterte auch Moderator Samuel Schwake das Leben. Dank der beiden aufgestellten Empfänger konnte er an seinem Pult mühelos die Vorbeilaufenden identifizieren und ihnen einen Motivationsschub mitgeben.

Dass es rund um das Vereinsheim des Fußballclubs VfB diesmal zu eng zu ging, lag auch an einem zeitgleich stattfindenden Fußballspiel. Das könnte im nächsten Jahr anders werden. LCH-Vorsitzender Tremmel hat einige Ideen. Denn das Vereinsheim der Fußballer soll umgebaut werden und stünde dann ohnehin nicht zur Verfügung. Jetzt wird vorsichtig überlegt, ob vielleicht eine Verlegung von Start und Ziel bei der Pferderennbahn eine Lösung darstellen könnte. Dort sind auch genügend Parkplätze. Gesorgt werden muss natürlich für einen Witterungsschutz, der diesmal nicht notwendig war. Zum Glück muss man sagen. Denn organisatorisch zog sich die Veranstaltung zu sehr in die Länge. Um 12.30 Uhr war der Start der 7 Kilometer, erst rund eine Stunde später der Start für den Halbmarathon. Man wollte Doppelstartern so den Weg frei machen, hatte es aber auch mit Platzmangel in der Halle begründet. Nur eines sollten sich die Verantwortlichen ins Stammbuch schreiben lassen: sollte es doch einmal zu Regen oder Frost während dieser Veranstaltung führen, dann wäre es eine Zumutung für Zuschauer, Sportler und Helfer so lange im Freien ausharren zu müssen. Im Idealfall wird doch zuerst der 21 Kilometerlauf gestartet und dazwischen der Siebener. Diese Überlegungen sollten für die Zukunft auch einkalkuliert werden.

Doch bleiben wir in der Gegenwart. Es gab also neben der neuen Zeiterfassung eine weitere Premiere: einen Mini-Halbmarathon für die Jugendlichen. 18 Teilnehmer waren am Start, es siegten Antonia Katz (LC Haßloch) und Sebastian Blessing (TV Rheinzabern). Katz ist Triathletin und sieht dies als Wintertraining, Blessing ist Mittelstreckler über 800 Meter.

Die Jüngsten, die Bambini sprinteten 800 Meter. Hier siegte Laurin Krüger, auch er ist Triathlet.

Überhaupt die Triathleten. Sie kommen gerne in den Haßlocher Wald. Erneut waren die Stimmels-Läufer mit rund 40 Teilnehmern dabei. Über sieben Kilometer war der Wettbewerb fest in der Hand der Läufer der Fitness-Studio-Gruppe „Stimmel Sports“ aus Worms. Gleich sieben Athleten landeten unter den ersten Zehn. Sieger Linus Stimmel setzte sich am Ende gegen seinen Teamkollegen Domen Dornig im Spurt durch. „Das war hart. Wir liefen ein angenehmes, gleichmäßiges Tempo. Aber dann auf den letzten Metern nochmals zu beschleunigen, das kostete alles“, sagte der 19-Jährige. Für seine  Mannschaftskameraden, wie er allesamt Triathleten, ist der Lauf in Haßloch schon zur Tradition geworden. Das gehöre zum Wintertraining. So stehe momentan reines Lauftraining im Plan, erklärte Stimmel.

Bester regionaler Läufer war der erst 16-jährige Emil Leibrock auf Platz acht in 24:01 Minuten. „Ich habe gewusst, dass die Wormser Läufer Tempo machen werden. Zwar wollte ich heute 20 Sekunden schneller sein, aber die Zeit ist schon okay“, betonte Leibrock. Bei den Frauen siegte Tanja Griesbaum (LG Rülzheim). „Es war ein Formtest für die Winterlaufserie in Rheinzabern. Ich wollte eine Zeit um 3:30 Minuten pro Kilometer laufen. Das ist gelungen“, bilanzierte sie zufrieden.

Den Halbmarathon gewann Isaac Kibrom. Der Mann aus Eritrea, der für die LG Kurpfalz startet, hatte in Lokalmatador Marius Meyfarth seinen härtesten Widersacher. Nach sieben Kilometern lagen die beiden noch gleichauf, doch dann setzte sich der 28-Jährige, der erst seit sechs Monaten in Deutschland lebt, mit einigen schnellen Schritten ab. Meyfarth lief seinen „ersten richtigen Halbmarathon mit professioneller Vorbereitung.“ Einen Lauf über diese Distanz vor einigen Jahren zählt er nicht in seiner Statistik. In Runde zwei blieb sein afrikanischer Kontrahent zwar noch in Sichtweite, doch Kibrom lief wesentlich lockerer. Und es reichte zum neuen Streckenrekord. Nach drei Runden blieb die Uhr für ihn bei 1:10,23 Stunden stehen, dreizehn Sekunden später war auch Meyfarth im Ziel. Und hochzufrieden. „Es lief alles nach Plan. Mein Ziel war eine Zeit unter 1:12 Stunden. Die letzten zwei Kilometer waren aber sehr hart“, so Meyfarth. Er rettete sich trotz „Schmerzen in Bauch, Kopf und Beinen“ ins Ziel.

Dritter wurde Roger Nachbur aus der Schweiz. Der 34-Jährige aus der Nähe von Basel wurde von Ludwigshafener Freunden auf den Lauf aufmerksam gemacht. Lobende Worte hatte der Neustadter Thomas Weishaar. Der Ultratrailläufer, der Distanzen bis 60 Kilometer abspult, siegte in der Altersklasse M50 in 1:21 Stunden. „Der Lauf ist immer super organisiert. Der Waldboden ist nicht so hart wie ein Lauf auf der Straße. Das hat hier richtigen Trailcharakter.“

Bei den Frauen gewann Nadine Mielke vor Eva Katz aus Speyer, die bereits mehrfach in Haßloch erfolgreich war.

Ergebnisse: www.br-timing.de


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